Ganz so selten sind die Feuerquallen an Nord- und Ostsee wohl nicht.
Davon konnte ich mich selber im August des Jahres überzeugen.
Ich selber wurde nicht von einer Feuerqualle verletzt. Andere hatten nicht so viel Glück.
Besonders für Kinder ist die Begegnung mit Feuerqualle äußerst schmerzhaft, denn die Haut ist viel dünner und dadurch wesentlich empfindlicher.
Auch angespülte Quallen am Strand können noch stark nesseln.
Aber auch bei uns Erwachsenen können Feuerquallen starke Schmerzen hervorrufen. Berührungen z.B. im Gesicht, wie an den Lippen, sind Verbrennungen 3. Grades nicht auszuschließen. Bei Schädigung der Augen, raten die Experten, sofort zum Art.
Im Video des NDR wird auf diese Problematik aufmerksam gemacht.
Ein Rettungsschwimmer der DLRG sagt, dass gerade bei Ostwind sich sehr viele Feuerquallen in Strandnähe aufhalten. Dann geben sich 30-40 Leute in 2 Stunden die „Klinke“ in die Hand, um eine erste Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Dunkelziffer von Quallenverletzungen ist sicherlich weit höher.
Natürlich trifft man oft auf die ungefährlichen Ohrenquallen,doch die „Gefahr aus dem Meer- Feuerquallen“, sollte man nicht unterschätzen.
Zuverlässige Quallenvorhersagen gibt es nicht, bestenfalls für 2-3 Tage voraus. Quallen sind draußen im Meer und je nach Wind und
Meeresströmungen treiben diese dann an die Strände. Die DLRG flaggt gelb oder sogar rot für Badeverbot. Leider wissen viele Badegäste nicht um die Bedeutung der Beflaggung und gehen trotzdem in das Wasser.
Die Badesaison an Nord- und Ostsee ist mit den jetzigen Temperaturen wohl zu Ende, doch am Mittelmeer und Atlantik ist Badezeit auch noch bis Ende Oktober. Einige Quallenarten brennen noch stärker als Feuerquallen, die dort natürlich ganzjährig zu hause sind.
Also immer eine kleine Dose Rasierschaum bei den Badesachen mitführen.
Wer mehr über aktuelle Nachrichten von Quallen wissen möchte sollte z.B. bei google dem Suchbegriff „Quallen“ eingeben. Dort findet man auch ein so genanntes „Quallen-Nothilfe-Pad“ ( www.rasierpad.de ). Mit diesem Hilfsmittel wurden die Rettungsstationen der DLRG an Nord- und Ostsee ausgerüstet. Der Rasierschaum kann damit problemlos verteilt und schon nach 5 Minuten wieder mit den deaktivierten Nesselkapseln abgeschabt werden.
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