Hallo,
also wir hatten alle nur CUC getauscht und gebraucht. Dort, wo man als Tourist hinkommt, wird sowieso alles in CUC deklariert und kassiert. Einzig in einer Straßen-Pizzabude habe ich einmal den einheimischen Preis in CUC bezahlt und hätte das minimale Wechselgeld in CUP herausbekommen. Als Beispiel, der Umrechnungskurs zu unserer Zeit war ca. 24 CUP für 1 CUC!!! Die einfache Pizza im Touristenlokal kostete ca. 4 CUC und in besagter Straßenbude (es war eigentlich nur ein offenes Fenster in einem Haus in einer Seitenstraße) nur ca. 35 Pesos...
Mit "nicht unbedingt günstig" meine ich, dass ich die Preise in den Restaurants z. B. nicht sehr viel günstiger für einen Imbiss empfand als bei uns. Z. B. ein überall und immer erhältliches Sandwich mit Käse, Schinken oder Thunfisch kostete in den Städten um die 6 CUC, in den Nationalpark-Fincas 3 CUC. Die in den Hotels angebotenen abendlichen Buffets 12 CUC aufwärts. Man muss bedenken, dass es in Kuba nicht die große Auswahl und Variabilität an Restaurants gibt. Zum Teil war wegen der Lage auch nur das (staatlich geführte) Hotel-Restaurant problemlos erreichbar.
Selbst in Havannas Altstadt habe ich trotz der vielen schönen autofreien Plätze nicht viele Straßencafes und Restaurants gesehen. Die Kubaner können sich diese (in CUC zu bezahlenden) Restaurants in der Regel sowieso nicht leisten und die Touristen essen wohl oft im Hotel. Häufig führt der Reiseleiter mittags u/o abends in Restaurants mit schönem/besonderem Ambiente, die aber eben nicht gerade günstig sind. Natürlich muss niemand dort bleiben, aber es bietet sich oft an.
Außerdem wird für sehr vieles Trinkgeld erwartet bzw. erhofft. Meist ca 1 CUC. Jeder zusätzliche staatliche Führer, jeder Truckfahrer in den Nationalparks, jeder Bootfahrer, die vielen Musik-Combos, die abends schöne Livemusik im Restaurant machen, natürlich die Zimmermädchen usw. In der Krokodilaufzuchtstation gab es ca. fünf "Gelegenheiten" Trinkgeld zu geben, obwohl der Eintritt ja schon bezahlt war. Auch die "alten Herren mit der Zigarre und Sombrero" wollen Fotogeld (1 CUC).
Die Einheimischen, die im Touristensektor arbeiten oder irgendwie partizipiern können, versuchen wegen der extrem knappen staatlichen Löhne in CUP in irgendeiner Form an den Touristen-CUC zu kommen, den es braucht, um wichtige alltägliche Dinge neben den Lebensmittel-Coupons zu kaufen. Dies ist als Tourist manchmal doch etwas anstrengend bzw. lässt die einzelenen CUCs purzeln.
Soviel zum Thema Geld...
LG