"SriLankan Airlines, für uns der Horror am HimmelMir ist bewußt, dass der Bericht nicht in der richtigen Kategorie ist. Schiffe kann man bewerten, Fluglinien leider noch nicht. Vielleicht wäre das eine Sparte wert.
Unsere Reise auf die Malediven begann im Oktober 2012. Durch zahlreiche Berichte im Internet war es uns recht mulmig zumute, da die Buchung aber leider keiner andere Airline zuließ und wir bisher noch nicht mit dieser Airline geflogen waren, sind wir das Wagnis trotzdem eingegangen. Mit der Zeit wurde ich etwas unruhig, weil sich die negativen Berichte mehrten und wir mit zwei Kindern auf die Malediven flogen. Daraufhin nahm ich Kontakt mit dem Kundenservice auf, die mir mitteilten, dass die Fluglinie mit unter den besten auf bestimmten Listen rangiert und die Internetbewertungen weder geprüft noch richtig seien. Es sei vorweggenommen, der Dame wünsche ich die Erfahrungen aus unserem Flug, dann würde sie nicht so leichtfertig mit ihren Angaben umgehen.
Beginnen möchte ich mit dem Hinflug. Beim Einstieg in die Maschine fiel auf, dass sie sehr schmuddelig und desolat wirkte. Seit unseren Flugreisen, die sich mittlerweile das 18. Jahr schimpfen, habe ich noch nie so ein altes Flugzeug gesehen. Die Berichte im Internet entsprachen leider nicht nur der Wahrheit, sie wurden noch übertroffen. Meine Sitzfläche war im hinteren Bereich aus der linken Verankerung gerissen, so dass ich 9 Stunden schräg sitzen durfte. Eine Reinigung des Sitzplatzes, Fensters, Tisches, Kopfschutz hatte wohl nicht stattgefunden. Auf dem alten Kopfschutz waren noch die Haare und der braune Haartalg vom Vorgänger und offensichtlich war er so müde, dass er Spuren seines Gesichtsfettes auf dem Fenster hinterlassen hatte. Das war eigentlich jetzt nicht so dramatisch, den Kopfschutz habe ich heruntergenommen, den Tisch und das Fenster mit Desinfektionstüchern gereinigt. Als der Flieger abhob, klappten mehrere Gepäckfächer auf und, nicht nur wir hatten Sorge, dass bei dem Flugstil des Piloten, das Handgepäck auf dem Weg nach unten, noch unsere Köpfe touchiert. Auf Reisehöhe angekommen dachte ich mir, es wäre nett, sich mit dem Inflightsystem abzulenken. Hätte ich gerne gemacht, nur war dieses leider defekt, das meines Mannes übrigens auch. Wozu auch Ablenkung, haben wir doch früher auch ohne geschafft, dann wird halt ein Buch zur Hand genommen und fein gelesen. Ja, von wegen. Die Leselampen waren auch defekt....na super.....9 Stunden, die sich am Ende wie 18 angefühlt haben. Über den Service mag ich jetzt nichts sagen, aber ich habe schon deutlich besseren erlebt. Wenn man viel trinken mag, dürfte es schon etwas schwierig werden. Es sei denn, man geht sich selber bedienen...geht ja auch. Was mich neben den ganzen Unanehmlichkeiten noch mehr aufgeregt hat, war die verordnete Nachtruhe. Licht komplett aus und die Anordnung der Stewardess gefälligst den Schiebevorhang des Fensters zu schließen.--------Phhhhhhh------Nicht lesen, keine Filme, keine Unterhaltung, dann lasse ich mir bestimmt nicht die schöne Aussicht verbieten. Bei der Landung kenne ich das ja, aber nicht, wenn es gerade dämmert. Man kann sich vorstellen, dass wir überglücklich, aber mit schmerzenden Gliedern den Hinflug beenden konnten. Nach erholsamen 13 Tagen fürchteten wir den Rückflug. Mit Recht, wenn man tatsächlich denkt, es geht nicht mehr schlimmer. Bei SriLankan Airlines wird man eines Besseren belehrt. Ein uraltes Flugzeug, noch mit Aschenbechern in der Lehne, Teppich auf dem Boden......nöööööö......dafür bei meinem Sitz Körperflüssigkeiten auf dem Sitz selber, Erbrochenes an der Wand und auf dem Tisch. Lose Kabel vom Inflightsystem des Vordersitzes baumelten an meinen Füßen. Ich glaube das System des Vordersitzes dürfte nicht ganz so gut funktioniert haben. Der Unmut meiner Söhne war für mich mehr als nur nachvollziehbar. Die Abdeckung des Inflightsystems war komplett aus dem Vordersitz gebrochen, die Abdeckung des Aschenbechers aus der Armlehne auch. Der Ein- oder Andere mag denken, ist doch nicht so schlimm, nur, wenn man mit den Ellbogen fast 10 Stunden immer an der Kuhle in der Lehne vorbeischrabbt und mit langen Beinen und dazugehörnden Füßen immerzu in dem Inflightsystem des Vordersitzes hängt, ist das wirklich nicht mehr lustig. Wir haben schon viel erlebt, aber so etwas noch nie und wir sind nicht verwöhnt. Meine Kinder verreisen seit jetzt nunmehr 10 Jahren mit uns auf die Malediven und lieben diese Insel, aber haben mir nach dem Urlaub ernsthaft erklärt, dass, wenn ich noch einmal auf den Gedanken kommen sollte, mit dieser Airline zu verreisen, sie nicht mehr mitkommen würden. Das sagt schon alles. Ich versuche mal Fotos einzustellen, die ich gemacht habe. Es war der blanke Horror und kommt für uns nie mehr in Frage."
Eigentlich wollten wir die Fluglinie, ähnlich wie Schiffe bewerten, das ging leider nicht. Die dazugehörenden Fotos kann ich gerne Interessierten senden.
LG
Eliza