Bei Missgeschicken verhält es sich ja so, wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Im letzten Jahr, Ende April, ein paar Tage vor Antritt unseres 3-wö. Ägyptenurlaubs, wähnte ich mich bei dem frühmorgendlichen Toilettengang (es war dunkel und ich schlief wohl noch fast) in meiner anderen Wohnung, in der Stadt, in der ich auch berufsttätig bin. Bebenbei bemerkt, ich pendle seit zwölf Jahren. Ich lenkte meine Schritte also nach links und als ich schreckhaft erahnte, dass ich nicht dort bin, wo ich mich im Halbschlaf wähnte, konnte ich den fast freien Fall von der Marmor-treppe in die Tiefe nicht mehr bremsen. Da lag ich nun, eine Etage tiefer, fast bewustlos, mir tat jeder Knochen weh. Aufstehen konnte ich nicht. Meinen Mann rufen, hatte keinen Zweck, der hat beim Schlafen sein Hörgerät nicht an. So mußte ich warten, bis mein Mann seinerseits die Toilette aufsuchten wollte und mich dann unter entdeckte. Dann also anziehen und ab zur Notambulanz. Röntgen, Ultraschall und das ganze Pipapo. Ein mordsmäßiges Hämatom auf der mitteleren rechten Pohälfte hatte bis dahin schon ein gutes Stück Arbeit geleistet und war auf Faustgröße ange- schwollen, von den inzwischen sichtbaren blauen Unterlaufungen mal abgesehen. "Sie wollen mit diesen Versetzungen am 02. Mai nach Ägypten fliegen? Das geht ja gar nicht, das muss operativ behandelt werden, sie sehen doch, was der Ultraschall anzeigt". Naja, das zur Meinung der Ärzte im Krankenhaus. Habe dann erst mal am Montag die Meinung meines Hausarztes eingeholt. Natürlich bin ich mit meinen Blessuren am 02. Mai 2012 geflogen (mit Privattransfer zum Hotel). Da sich im Laufe der ersten Urlaubswoche noch viele schöne blau unterlaufene Stellen entwickelt haben und die mordsmäßige Beule am Po auch nicht zu übersehen war, ist von etlichen Miturlaubern darauf getippt worden, das Unglück wäre mir im Urlaub passiert, vorzugsweise irgendwo am Pool. Und man wollte dann doch auch wissen, wo den die schreckliche Stelle wäre, an der man so derbe ausrutsche. Ich brauche nicht sonderlich zu betonen, dass der Urlaub nicht unbedingt der Burner gewesen ist. Übrigens, die OP hat dann gleich nach Pfingsten stattgefunden und bis auf eine kleine Narbe ist alles wieder verheilt. Keine Frage, seitdem brennen im Flur LED- Nachtleuchten. Das war mein Beitrag zum Thema Missgeschicke der Liga "Unglücksraben und Pechvögel"