Das bekannt zweischneidige Schwert der Trinkgelvergabe in dritte Welt-, Entwicklungs- und Schwellenländern!
Ich mag mich davon auch nicht freisprechen, einerseits möchte man helfen, es tut einem selbst nicht weh, man hat ein gutes Gefühl dabei, oft so "seine Lieblinge" und nicht selten wird der Service nochmal einen Tacken besser. Andererseits hilft man Land und Leuten damit auf lange Sicht nicht weiter, wenn die begehrtesten Jobs im Lande in Zimmer putzen und dem Tablettschleudern zu suchen sind, dann sitzen noch mehr zu Hause und haben noch mehr Zeit zur sinnlosen Reproduktion - ein Teufelskreislauf.
Im Endeffekt kann nur jeder für sich selbst entscheiden, wie er es handhabt und es sollte auch nicht die Aufgabe eines Urlaubers sein, die Zustände im Gastgeberland entscheidend zu ändern. Ich für mich habe entschieden, einen halbwegs maßvollen Mittelweg zu suchen, auch oft nicht im direkten Kundenkontakt Stehende zu bedenken, Tippboxen zu meiden und ausschließlich direkt zu tippen, da selbst in unseren Breiten davon häufig genau die Falschen profitieren, aber vor allem immer höflich und respektvoll jedem Gegenüber zu begegnen und sie/ihn meine Dankbarkeit spüren zu lassen.
Was allerdings gar nicht geht, ist ein großkotziges Auftreten a la Kolonialherr und auch sinnlose Materialgaben sind für mich fast ausschließlich die berühmten Glasperlen für die Eingeborenen, solange man den Bedachten nicht ganz genau kennt. Dies kann oft auch völlig falsch verstanden werden und verstärkt nicht selten das Bild des faulen, von Geburt beglückten Westlers, der keine Ahnung von den wirklichen Nöten der Gastgeberbevölkerung hat und nur den Schokoladenkönig für zwei Wochen spielen möchte, selbst wenn das bedankende Lächeln vordergründig etwas anderes ausdrücken mag.
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