Zum einem wird hier einmal mehr vergessen, dass man in ein Land der 3. Welt reist. Ein Blick über den Rand des eigenen Tellers würde vielleicht einmal die Optik etwas ändern.
Andrerseits frage ich mich, ob dieses Klagen zur üblichen "Nachbearbeitung" einer Reise gehört. Wieso kann man sich nicht über neue Eindrücke, neue Erfahrungen, schöne Erinnerungen etc. freuen - sind die hier geschilderten Mängel wirklich so schlimm, dass alles andere überlagert, verdrängt wird? Kann man mit so einer Einstellung, d.h. dem verbissenen "kämpfen" um eine grössere Entschädigung, überhaupt den Urlaub oder gar das Leben geniessen?
Wieso packen Deutsche immer so viel Erwartungen in den Urlaub, der sich dann immer 1000% vom übrigen Leben unterscheiden muss. Enttäuschungen sind somit m.E. vorprogrammiert!
Wie müsste denn die wirklich perfekte Reise/Urlaub aussehen, welcher nicht zu Klagen Anlass geben würde?
Das teuerste Hotel in einem afrikanischen Entwicklungsland kann und wird mir nicht den gleichen Standard bieten, wie das gleichklassige Haus in einer europäischen Stadt.
Ah, ja und dann ist ja immer noch der Irrglauben, dass einem vor Gericht Gerechtigkeit widerfahre. "Sie wollen Gerechtigkeit? - Ein Urteil können Sie haben, aber keine Gerechtigkeit"