Unser Drama begann mit einer email von „Holidaycheck“ mit folgendem Inhalt:
„LiebeReisegaeste, wieder Streiks bei TAP Portugal: Die Piloten der portugiesischen Airline habenangekuendigt, zehn Tage lang vom 1. bis 10. Mai 2015 zu streiken.Hintergrund ist die geplante Privatisierung der portugiesischenFluggesellschaft. Mit Einschraenkungen im TAP Flugbetrieb ist zu rechnen. Auch vor und nach denoffiziellen Streikzeiten kann es aus logistischen Gruenden zu Einschraenkungenkommen. Wir bitten unsere Gaeste, den Flugstatus aufmerksam zu beobachten.“
Bezüglich der geänderten Abflugzeiten sollten wir uns an die DER wenden. Das haben wir mit viel Geduld auch gemacht und mussten erfahren, dass der Reiseveranstaltervöllig uninformiert war. Wir haben dann die TAP-Homepage aufgerufen und wurdenvon dort mit AMADEUS verlinkt. Dort gab es am 2. Mai 2015 noch keineInformation. Am 4. Mai 2015 haben wir es nochmal versucht und unser Flüge TP567unf TP1685 am 6. Mai 2015 wurden bestätigt. Wir konnten online unseren BoardingPass ausdrucken. Also fuhren wir am Mittwoch um 4:15 Uhr zum Flughafen Hamburgund mussten dort erfahren, dass dieser Flug gestrichen sei. Nach langem Wartenin der Schlange bekamen wir von Ihrem Hamburger Dienstleister die Auskunft,dass er uns umbuchen könne, auf die IB3271 um 15:50 Uhr nach Madrid, dannweiter mit der IB3106 nach Lissabon und von dort mit der TP1695 nach Funchal.Wir wären dort etwa um 0:00 Uhr angekommen. Am TAP-Schalter in Lissabon schienzunächst alles klar (es war die letzte Maschine nach Funchal), bis Ihre Dame uns verkündete, dass auch dieser Flug gestrichen sei.
Wir waren also in der Nacht in Lissabon gestrandet. Und nun müssen wir leider erhebliche Mängel am normalerweise selbstverständlichen Support einer Airline beanstanden. Erst nach mehrmaligem Fragen,teilte man uns mit, wo unser Gepäck stand. Es war dort mitten unter ca. 30Koffern. Wir hätten uns ohne Kontrolle jeden dieser Koffer aussuchen undmitnehmen können.
Keine offizielle Person von der TAP war anwesend, die uns irgendwie weiterhelfen
konnte.Wir fragten dann irgendjemand in der Gepäckabfertigung mit einer TAP-Badge, wo man den nun übernachten könne. Die Antwor twar: „hier am Flughafen ist alles zu teuer, in der Innenstadt von Lissabon gäbe es eine Residencia namens Dublin; dort sollten wir es versuchen.“ Wir bestiegenalso ein Taxi und wollten ins „Dublin“ gefahren werden. Der Taxifahrer kanntedies nicht und musste sich erst mal selbst via Web schlau machen. Als wir dasDublin erreichten, waren wir entsetzt. Eine finstere Absteige! Obwohl wir inFunchal ein 5-Sterne-Hotel gebucht hatten, sind wir bestimmt nicht anspruchsvoll,aber so langsam ging unsere Geduld zu Ende.
AufAnraten unseres Taxifahrers entschlossen wir uns also zu einer Übernachtung im„ibis-Hotel“. Dort bekamen wir das letzte Zimmer. Inzwischen wir es kurz vorMitternacht. Am Morgen versuchten wir die TAP telefonisch zu erreichen.Dauerbesetzt! Im Hotel empfahl man uns, ins nahegelegene TAP-Büro zu laufen, umdort Unterstützung zu bekommen. Dort angekommen mussten wir auch wieder 2 Stunden warten um die Auskunft zu bekommen, man könne heute und morgen keinenFlug nach Madeira garantieren, sicher jedoch am Samstag, 9. Mai 2015.
Also nochmal zum Flughafen und wurden überrascht. Der Flug ging dann endlich!! Für alle Flüge haben wir Ihnen das Amadeus-Protokoll beigefügt.
Unsere Frage, nach der Kostenübernahme blieb bis heute unbeantwortet. Ein Rechtsstreit ist laut Auskunft unseres Anwalts sinnlos, da der BGH Pilotenstreiks als höhere Gewalt einstuft.
So bleibt uns nur: NIE WIEDER TAP