deralstedder wrote:
:
- Landeanflug auf FMO. Abbruch des Anfluges in ca 150-200 m Höhe. Grund lt. Pilot: Landeklappen lassen sich nicht in die richtige Stellung fahren und eine vorherige Prüfung bezüglich der Landebahnlänge ist notwendig. Nach 30 min Rundflug sicher gelandet.
Na hoffentlich!
Soll er 20-40knt zu schnell auf einer nicht allzu langen Piste mit dieser langen schweren Kiste landen ohne zu wissen, was wirklich die Ursache
für den Fehler sind ? Schlimmer noch, man nicht mal weiß, welche Systeme davon auch betroffen sind!
Wie lange die Landepiste mindestens sein muß lässt sich genau aus Tabellen errechnen. Mit "....wird sich schon ausgehen" kommt man da nicht weiter. Da unzählige Parameter (Pistenzustand, Reibungskoeffizient, Wind, Aufsetztgeschwindigkeit um einige zu nennen) dauert das und man muß es auch gegenchecken.
Außerdem wird eine "Abnormal Checklist" durchgegangen um das Flugzeug für diesen Fehlerfall richtig zu konfigurieren.
Es hat ja oft auch andere Auswirkungen, warum etwas nicht geht und man will natürlich schon wissen, ob nicht auch andere Systeme davon betroffen sind. Die Jungs im Cockpit haben sicher stressige 30 Minuten gehabt !
- Reparatur einer Turbine bevor es von ATY nach Paderborn geht.(ca 2,5 Std. Verspätung)
Ohne zweites Triebwerk darf man halt nicht starten...
Immerhin ging es relativ schnell. Die Triebwerke sind sehr komplex, und selbst das auswechseln der "Zündkerzen" dauert.
Wenn es eben Probleme gibt, dann sind sie zu beheben.
Es gibt dazu ein dickes Buch mit dem Aufdruck "MEL" Minimum Equipment list: Da ist alles drinnen, mit welchen Fehlfunktionen man noch wie unter welchen Voraussetzungen fliegen darf - und bei welchen nicht.
Die Fluglinien, die zu viele Punkte ignorierten stehen immer wieder mal in der Zeitung.
- Kompletter Ausfall der Stromversorgung für mehrere Minuten bei Start der Turbinen, in einem vollbesezten Flugzeug.
Ich kann dir versichern Das Flugzeug hatte Strom!
Es kann aber sein, dass man kurzzeitig aufschieben musst, den Generator aufzuschalten, weil beim Pushback, Enginestart etc. der Workload sehr hoch.
Es kann aber auch andere Gründe haben, warum man erst später den Generator aufs "allgemeine" Netz schaltete. Ohne genaues Wissen kann man maximal vortrefflich darüber spekulieren.
Ich habe mal erlebt, dass eine FA immer vergas, dass man am Boden einfach nicht alle Öfen einschalten darf, weil sonst immer die Überlastsicherung rausspringt..... Mehr als ca- 2x30A gibt in diesem Zustand halt die Versorgung nicht her.
Mit anderen Anbietern hatte ich noch keinerlei Zwischenfälle.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und möchte darüber berichten?
Ist das alles nur Zufall oder liegt das vielleicht an der Wartung oder dem Alter der Maschinen? 
Die Flugzeuge werden nach Plan gewartet - es kann aber trotzdem vorkommen, dass Bauteile unvorhergesehen ausfallen.
Oftmals sind es "nur" Sensoren, sodass Falsche Anzeigen einen Fehler zeigen, der nicht da ist.
Es kann jeden treffen - und bei den Preisdruck kann man sich kaum eine zweite Standby Crew/Flieger in größeren Ausmassen leisten.
Glaub mir: Die Kosten, die fer Fluglinie durch solche Verspätungen entstehen sind um einiges größer als Passagiere glauben.
Das geht gleich in die 1000 - mehrer 10.000 Euro.
Generell:
Weil alles so reglementiert ist und auf mehrfache Sicherheit ausgelegt ist, ist das Fliegen so sicher geworden.
Heute startet alle Sekunde irgendwo eine Boeing - wenn man nach dem Motto: "Wird schon gut gehen....." vorginge, würde alle paar Tage mal was
"nicht so Gut gehen" und in einer Katastrophe enden.