Liebe Cuba-Freunde,
nach meiner Rückkehr aus Cuba, (Ich habe die Provinzen Matanzas, Havanna und Pinar del Rio besucht) hier ein kurzer schlagwortartiger Bericht meiner dortigen Wahrnehmungen und Informationen zur aktuellen Lage nach den Hurrikans "Gustav" und "Ike":
Vorläufige Schadensschätzung durch Gustav u. Ike : Landesweit ca. 5 Milliarden USD.
Allgemeine Lebensmittelknappheit.
Märkte oft teilweise oder ganz geschlossen.
Auf den Märkten zur Verfügung standen hauptsächlich: Papayas, Reis, schwarze Bohnen, Süßkartoffeln, Knoblauch, Limonen, Bananen.
Sehr frühes Erscheinen auf den Märkten erforderlich.
Haftstrafen für Schwarzmarkthändler mit Obst, Gemüse, usw. dadurch fast vollständes Erliegen des Schwarzmarktes.
Für CUC recht gute Auswahl an Lebensmitteln in Varadero aber teuer.
Landwirtschaft konzentriert sich derzeit auf Produkte, die schnell geerntet werden können.
Transportsituation der Bevölkerung unbefriedigend.
Benzinpreis für Super (Leihwagen und Roller) von 0,95 auf 1,50 € erhöht.
Solidarität aus aller Welt. Bisher haben 71 Länder und zwölf internationale Organisationen Hilfe angeboten.
2500 Tonnen Spenden auf Kuba angekommen.
Insgesamt 51 Millionen Dollar Spendengelder wurden in Aussicht gestellt.
Solidarität vor allem durch Drittwelt-Länder.
Praktisch keine Verknappung in den Hotels von Varadero spürbar.
Speziell Pinar del Rio:
Zerstörungen hauptsächlich zwischen San Cristóbal und Consolación del Sur.
Schwere Zerstörungen an öffentlichen Gebäuden, Privathäusern, Strom, Wasser.
Stromversorgung der Bevölkerung durch Umstrukturierung, Dezentralisierung und Nutzung kleiner Kraftwerke im Laufe der letzten Jahre weitgehend sichergestellt. Neuaufbau des Stromnetzes angelaufen.
Wiederaufbau und Ausbesserung an Gebäuden u. Infrastruktur angelaufen.
Militär übernimmt Verteilung von Baumaterial u. Hilfsgütern.
Keine Panikstimmung bei der cubansichen Bevölkerung sondern allg. Hilfsbereitschaft und Solidarität.
Salu2