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  • Ohne Geld durch Deutschland - ich habs gemacht :-)!
    intothewildI intothewild

    Bin am Sonntag übrigens NICHT getrampt und werde es auch leider heute nicht tun, obwohls mal interessant gewesen wäre zu sehn ob die Leute einen in der Weihnachtshektik überhaupt bemerken.
     
    Bei dem Wetter sollte man doch lieber die Bahn bevorzugen, bei dem Schnee kann ja keiner anhalten, und wenn doch schaffts vielleicht der Hintermann nicht mehr und das wolln wir ja nicht 😉

    Deutschland

  • Ohne Geld durch Deutschland - ich habs gemacht :-)!
    intothewildI intothewild

    Hey. Vielen Dank für die Einladungen 🙂 , das find ich echt richtig toll! Ich hab erst neulich über meine Webseite einen Eintrag von einem XXL-Restaurant bekommen. Die verkaufen die größten Schnitzel- Portionen Deutschlands die man nicht schaffen kann und wenn man sie doch schafft bekommt man sie gratis. Ist ganz oft in irgendwelchen TV-Reportagen...
     
    Als ich da war hats in Strömen geregnet, ich wollt ins warme, hab das Restaurant garnicht wirklich erkannt und dort ne kleine Portion Pommes bestellt, von meinen letzten 2,50 😄 Nun haben die im Internet gelesen das ich bei denen vorbeigelaufen bin und haben mich nun nochmal eingeladen, auf kosten des Hauses doch den großen Schnitzelteller zu probieren!
     
    Ich find das einfach nur toll. Irgendwann werd ich sone Revivaltour machen und alle Orte abklappern die sich inzwischen angesammelt haben 😄 Und die Schweiz muss ich mir sowieso noch vornehmen.

    @Reiselady: OK, vermutlich hast du Recht. Die Gefahr ist etwas größer. Dann sagen wirs lieber so: Ich nehme das Risiko gerne in Kauf. Will mir doch von Vergewaltigern, Geisteskranken und Terroristen nicht den Tag versauen lassen:)
    Meine kleine Cousine trampt wie gesagt auch ganz alleine. Das ist schon noch etwas mutiger, grade wenn man jung, weiblich und ziehrlich ist. Manche könnten sagen es ist unvernünftig. Aber wenn ich überlege was sie dafür schon alles erlebt hat. Ebend Dinge die sie für kein Geld der Welt kaufe könnte.
     
    Ein älterer Autofahrer hat das mal so ausgedrückt, und es passt sehr schön: "Die Straßen sind immer noch die besten Universitäten des Lebens": Da ist was wahres dran, das versteht man aber nur wenn man wirklich mal getrampt ist. Und das nicht um einmalig strikt von A nach B zu kommen.
     
    Für mich ist das auch Freiheit, Freiheit ist Lebensqualität, und ich habe keine Lust das ein potentieller Spinner meine Lebensqualität beeinflusst.

    Deutschland

  • Ohne Geld durch Deutschland - ich habs gemacht :-)!
    intothewildI intothewild

    @Reiselady:

    Ich kann verstehen das du ängstlich bist, und niemand sollte das machen wenn er sich unsicher oder unwohl fühlt. Trotzdem mal ein paar Fragestellungen:

    Welcher Serienkiller oder Vergewaltiger fährt Autobahnen und Straßenzüge ab nur auf der Suche nach einem Anhalter oder einer Anhalterin? Grade wo wir doch eine seltene Spezies sind.

    Vor echten Psychos bist du nie sicher. Die sind nämlich eh unberechenbar 😉 Egal ob du Bahn fährst, dich in einer belebten Stadt aufhälst.

    Das ist genauso wenn ich mit Freunden nachts im Wald spazieren gehe um auf das bei uns in der nähe befindliche Kaiser-Wilhelm-Denkmal zu wandern um die Porta-Westfalica bei Nacht zu sehen. "Ich hab Angst, wenn hier einer aus dem Gebüsch kommt" hör ich da öfters. Wer versteckt sich denn Nachts im Wald und wartet 2 Monate bis mal jemand vorbeikommt. Das sind diese irrationallen Ängste in den Köpfen, jeder hat Angst vor was anderem, ich hab auch Angst vor gewissen Dingen, aber man kann sie hinterfragen 😉

    Dann kann man sich auch noch an Autobahnraststätten aufhalten, auch nachts kommt man prima weg, sobald überhaupt jemand tankt. Einfach direkt am Eingang warten, da ist es hell, man sieht die Leute, die Leute sehen einen selbst und: Überall Videokameras. Wer würde dort etwas böses im Schilde führen wollen? Dort kann man die Leute auch noch nett ansprechen. Das klappt erstaunlich gut und selbst bei Leuten die normalerweise keine Anhalter mitnehmen.

    Aber die Mitfahrzentrale geht auch, und ist auch super! :-)!
    Trampen ist nie 100% Risikofrei und es kann sicherlich immer auch eine schlechte Erfahrung sein. Mir ist es aber das Risiko wert.

    Es gibt übrigens eine interessante Studie vom BKA. Das kam zu dem Schluss das die größte Gefahr beim Trampen ist, im Auto in einen Verkehrsunfall entwickelt zu werden.

    Und dann noch die Frage: Wann gabs den letzten größeren Zwischenfall mit einem Tramper? Der letzte Zwischenfall der mir bekannt ist war am 10. September 2010, da hat aber die geistig verwirrte Anhalterin in München auf den hilflosen Fahrer eingestochen. Und sonst? Die Autofahrer? Innerhalb der letzten 5 Jahre ist mir kein Fall bekannt, und davor hab ich mich nicht dafür interessiert.

    Das letzte Ding mit der messerstechenden Anhalterin in München war dann aber auch deutschlandweit in allen Medien. Und gerade an diesem morgen stehe ich in München neben den Zeitungsspendern und halt den Daumen raus. OK, hat ne Stunde gedauert, aber ich war weg 😄

    Deutschland

  • Ohne Geld durch Deutschland - ich habs gemacht :-)!
    intothewildI intothewild

    Ach ich glaube das hat garnichts mit Neid zu tun.

    Das muss ja auch nicht jeder glauben, es geht mir hier ja auch nicht darum irgendwas zu beweisen. Manchmal hat man Glück und manchmal hat man Pech 😉 Ich hab meine Reise sehr positiv in Erinnerung. In Deutschland ohne negative Erfahrungen. Von Südafrika zum Beispiel war ich sehr enttäuscht. Ich habe da nicht getrampt aber habe mich auch sonst nicht frei gefühlt.

    Das einzige mal wo ich mich frei in Johannesburg bewegt habe wurde ich gleich überfallen und ausgeraubt. So ein Land bringt mir nichts, und wenn es die schönsten Naturwunder hervorbringt. Freiheit ist was schönes. Ist doch toll das wir alle hier zusammen in einem Land leben in dem man sich frei bewegen kann, ohne das einem jemand den Kopf abhackt, wenn man mal vor die Tür will.

    Menschen sind ja so unterschiedlich. Jedem das seine.

    Ich hab das vorallem in Deutschland machen wollen weil mich diese Anonymität, dieser sterile Arbeitsalltag, dieses vor sich hin leben, diese soziale Kälte, dieses Hamsterradlaufen und dem Geld-hinterher-rennen gestört  und auch diese Angst vieler Leute genervt haben, und ich wollte gucken ob es auch anders geht, und es geht ja auch anders. Die Welt ist oft genau die für die wir sie halten. Hat also viel mit der inneren Einstellung zu tun. Ich kenne Leute die trauen sich vor lauter Terrorangst nichtmal auf den Weihnachtsmarkt. Die meisten Grenzen existieren nur in unseren Köpfen.

    Es ist nur schwierig, so finde ich, einen Mittelweg zu gehen. Gesellschaft, Familie, etc haben ja gewisse Erwartungen, man kann zwar anders Leben, ist aber auf Dauer vielleicht doch allein.

    Ich fand es genauso spannend die hälfte der Deutschlandtour zu machen, dann ins Ausland zu gehen und dann die andere hälfte der Deutschlandtour zu machen. Das war zwar so nicht geplant, weil sich alles spontan ergeben hat auf der Tour, aber es war sehr gut. Einmal konnte erst das eigene Land aus der ferne betrachten und mit dem verglichen werden was auf der Welt so los ist, und als ich wieder hier war hatte ich einen **** voll Eindrücken wie es sonst so auf der Welt zugeht und konnte es mit Deutschland vergleichen.

    Deutschland

  • Ohne Geld durch Deutschland - ich habs gemacht :-)!
    intothewildI intothewild

    Meine Cousine ist letztes Wochenende mit zwei Freundinnen bei 6 Grad Minus an einem Wochenende nach Amsterdam und zurück getrampt (Ja, das liegt irgendwie in den Genen, weiß keiner wo wir das her haben;-)) Das geht also auch bei dem Wetter.

    Sie hat davon auch interessante Fotos bei Facebook drin aber ich will ja hier nicht ständig Links durch das Forum schießen.
     
    Seit dem ich jetzt so gute Erfahrungen gemacht habe möchte ich das regelmäßiger nutzen und auch als eine Option unter den Fortbewegungsmitteln ansehen. Alleine schon wegen dem Preis, aber auch weils so viel Spaß macht. Für mich ist das so ein kleiner Ausbruch aus dem normalen Alltag, grade jetzt wo ich einen normalen Büroalltag und den normalen Alltagstrott habe.
     
    Zum Thema das mich bei dem Wetter keiner mitnimmt:
    In der Psychologie kennt man das Phänomen Verantwortungsdiffusion. Beispiel: Es ist ein schöner Tag im Mai. Es herscht reger Verkehr. Nicht zu warm, nicht zu kalt. Jeder der den Tramper dort stehen sieht wird sich sagen "Oh, ein Tramper... ach der sieht zwar ganz nett aus, aber der Hintermann wird sicher gleich anhalten bin eh schon dran vorbei"
     
    Nun stehst du bei 5 Grad Minus bei Sonnenuntergang an einer einsamen Tankstelle irgendwo in der Pampa. Die Wahrscheinlichkeit das du mitgenommen wirst ist aufs Auto gesehen deutlich größer! Vorrausgesetzt die Parameter wie "positives Erscheinungsbild", "Spot ist gut ausgeleuchtet", "Autofahrer muss keine Angst haben" sind erfüllt. Man macht sich Sorgen. Das ist menschlich. "Dem ist kalt, gleich wirds dunkel, der kommt nicht weiter".
     
    Je einsamer, je ländlicher, je schlechter das Wetter, umso schneller sitzt du in einem warmen Auto 😉 Ich kann ja am Montag berichten 😛
     
    Klar will ich Weihnachten zur Familie, aber ob ich 2 Stunden im Regio sitze oder 4 Stunden nen paar nette Geschichten zu hören habe (oder auch erzählt habe) und noch nen paar neue Örtchen entdeckt habe in denen ich sonst nie gestrandet wäre, ist doch egal. Da wähle ich lieber Variante B.
     
    Und wenn du meinen detaillierten Lebenslauf kennen würdest, dann würdest du mich sowieso für einen Fake halten oder ihn mir zumindest nicht glauben 😄 "Das Leben ist ebend Schräger als jede Fiktion", hat mal jemand gesagt, habe aber leider vergesen wie die gute Frau heißt 🙂

    Deutschland

  • Ohne Geld durch Deutschland - ich habs gemacht :-)!
    intothewildI intothewild

    @Gila:

    Leider nicht. Aber es gab ne Menge Ecken wo ich nicht war. Deutschland ist wirklich ein großes großes Land, das merkt man erst dann, wenn man sich durch Körperkraft vorwärts bewegt oder aber auch versucht als Anhalter alle Ecken zu sehen.  Ich war 3,5 Monate jeden Tag woanders und habe trotzdem nur einen Bruchteil gesehen.

    Ich war schon paar mal an der Ostsee und in Ostfriesland, aber nicht auf meiner Tour.

    Ich hab mir aber vorgenommen, selbst wenn ich jetzt nicht ganz dem normalen Alltagstrott entkomme, zukünftig noch öfters das Land zu erkunden.

    Werde Sonntag mal nach Bremen trampen, und wenn ich Weihnachten zu meiner Familie nach Peine fahre werd ich mich ebenfalls an die Straße stellen, den Daumen raushalten und gucken wo ich unterwegs noch strande.... 🙂

    Deutschland

  • Ohne Geld durch Deutschland - ich habs gemacht :-)!
    intothewildI intothewild

    Reiselady wrote:
    Also meine beiden kommen damit ganz gut über die Runden. Wie ist es denn mit den Zimmermännern, die auch heute noch auf die Walz gehen?

    Dann suchen sie bestimmt an den richtigen Stellen 🙂 Das ist cool wenn es klappt. Wo sind die den unterwegs?

    Ich hab eine Zimmermannsgesellin in Deutschland unterwegs getroffen, die sind ja 3 Jahre unterwegs, das ist eine lange Zeit ohne Partner oder feste Heimat und sie war so zufrieden mit ihrem tun, hatte immer Arbeit, und hat das richtig genossen. Ich fand auch die Disziplin sehr beeindruckend. Tragen immer ordentliche Kluft, haben kaum Gepäck bei sich....Fand das sehr beeindruckend.

    Deutschland

  • Ohne Geld durch Deutschland - ich habs gemacht :-)!
    intothewildI intothewild

    Überflüssiges Zitat gem. Forenregeln entfernt!
    @Reiselady
    Man ist ja nie zu alt um damit anzufangen. 🙂 Das Work&Travel habe ich selbst auch gemacht, aber inzwischen ist es so populär und verbreitet das durch die Massen an Individualtouristen in entsprechenden Ländern kaum noch ein ordentlicher Stundenlohn gezahlt werden kann...

    Deutschland

  • Ohne Geld durch Deutschland - ich habs gemacht :-)!
    intothewildI intothewild

    Ihr könnt auch einfach auf meine HP www.intothewild.de gehen und auf Tagebuch klicken. Wenn ihr nun rechts die Kategorie "0 Euro Budget" auswählt könnt ihr einen Teil der Ereignisse nachlesen... Die aktuellsten und letzten Einträge sind vorne, wer also von Anfang an lesen will muss von der letzten Seite starten....

    Tobi

    Deutschland

  • Ohne Geld durch Deutschland - ich habs gemacht :-)!
    intothewildI intothewild

    Kleefeld wrote:
    Lieber Tobi
     
    bitte erzähl doch noch etwas!
     
    Wie war es den im Winter, bei Schnee, Regen?
     
    Wo hast Du da geschlafen?
     
    Woher hattest Du warme Kleider?
     
    Bist Du da auch weiter gezogen, mit dem Fahrrad,
    oder bist Du im gleichen Ort geblieben?
     
    LG ALICE

    Im Winter war ich nicht in Deutschland unterwegs, und im Ausland habe ich ja auch etwas Geld dabei gehabt und einen normalen "Backpackeralltag" geführt...

    Schlafen während meiner Deutschlandtour:

    • Couchsurfing.com <-- ganz viele nette Leute die sich gegenseitig auf Reisen kostenlos Unterkunft zur Verfügung stellen und nette Gesellschaft bieten.
    • Wildcampen auf Wiesen, an Seen oder Flüssen
    • Bei Bauern nach nem Feld fragen
    • Bei Leuten mit großem Garten nach ner kleinen Ecke fürn Zelt fragen
    • Unter freiem Himmel bei schönem Wetter im Schlafsack
    • Campingplatz (Während meiner erste 66 Tage Deutschland mit noch kleinem Budget)
    • Jugendherberge Während meiner erste 66 Tage Deutschland budget)
    • Hausbesetzer

    Bei Regen wars ungemütlich. Aber was einen nicht tötet härtet ab. Ich hatte auch viel Glück.

    Bist Du da auch weiter gezogen, mit dem Fahrrad,
    oder bist Du im gleichen Ort geblieben?

    Ich war eigentlich jeden Tag woanders! Mal so der grobe Tourenverlauf:
    Gestartet bin ich 2009 am 1. August in Peine mit dem Radl, über Lehrte, Hannover, zum Steinhuder Meer, nach Nienburg der Weser abwärts folgend über Hassel, Dörverden, Verden, Achim nach Bremen. Von dort den Fernradweg Bremen Hamburg durchs Oberblockland, Lilienthal, Vorwerk, Buxtehude, Königreich mit der Fähre kostenlos nach Blankenese, nach Hamburg City , weiter nach Lübbeck, dann an der Trave weiter nach Travemünde, mit der Fähre weiter auf die Halbinsel Priwall, an der Ostsee entlang. Boltenhagen, Wismar, Insel Poel, Rostock immer weiter bis auf die Halbinsel Zinst/Darß, das größte Anlandungsgebiet Europas!! Wieder runter von der Insel, rauf auf Rügen, an Stralsund vorbei bis zu den Kreidefelsen. Ausnahmsweise mit der Bahn (Scheiß Kopfsteinpflaster auf Rügen) 20km zurück nach Strahlsund, über Greifswald nach Usedom, einmal über Usedom geradelt, alte Bunkeranlagen und das Raketenversuchszentrum besucht, bis nach Swenemünde in Polen. Dann wieder runter von Usedom und über Anklam und Pasewalk durch den tiefen Osten Prenzlau, Angermünde, Eberswalde, Bernau bis nach Berlin. 🙂 Von dort nach Frankfurt Oder. dann der Oder gefolgt vorbei an Eisenhüttenstadt (Was für eine traurige Stadt!) bis zur Neißemündung. Der Neiße weiter hinterhergefahren an Forst vorbei dem UNESCO Weltkulturerbe Park Bad Muskau Rothenburg, Görlitz und Zwickau bis ins 3-Länder Eck.

    Meine Knie taten immer mehr weh, mein Radl hatte ich für 129 Euro bei Kaufland gekauft, dazu mein Kinderfahrradanhänger den ich bei ebay erstanden hatte. Das war einfach nicht geeignet für diese Tour. Hab mich dennoch entschlossen nach Tschechien reinzufahren, wollte unbedingt zur Neißemündung. An Liberec vorbei durch Isargebirge bis zur Quelle Nova Ves Nad Nisou! Die Quelle entpuppte sich als Reinfall 😛

    Wieder zurück nach Zittau. Durch die Oberlausitz (der nette Opi der mein Radl repariert hat) nach Dresden. Dort habe ich mein Fahrrad untergestellt und bin mit meinem Rucksack den ich zuvor in meinem Kinderfahrradanhänger spazieren gefahren habe in die Sächsische Schweiz nach Pirna (20 km mit der Bahn). Von Pirna dann den Malerweg in der Sächsischen Schweiz abgelaufen. Zurecht 2 mal in folge zu Deutschlands schönstem Wanderweg gewählt. Dort habe ich das erste mal gebooft. Kommt aus dem Bergsteigerrecht, und meint das Übernachten im freien unter Felsvorsprüngen und ist dort sogar im Nationalpark offiziell erlaubt.

    Nach einer total genialen Woche wieder nach Dresden Rad abholen. Es ist anfang Oktober 66 Tage sind um, ich beschloss mich gen Süden aufzumachen und kehre über Peine nach Minden zurück um mein Fahrradgespann bei Freunden abzustellen. Ich verbringe ein Jahr im Ausland und lande am 1. August wieder abgebrannt in Deutschland. Schon im Ausland habe ich geplant gleich im Anschluss noch einmal durch Deutschland zu reisen. Dieses mal den Westen und den Süden, nachdem ich zuvor ja den Norden und Osten teilweise erkundet hatte. In Australien und Neuseeland habe ich mir auch unterwegs etwas dazuverdient um meine Reisekosten im Ausland zu drosseln. Die Zeit für die Rückkehr habe ich bewusst so gewählt das die Temperaturen wieder einigermaßen ok sind..

    Das alte Rad war Schrott also über den heißen Draht für 35 Euro mein neues "Tourenrad" gekauft. Ab jetzt beginnt die 0 Euro Tour. Wie gesagt war ich bei den ersten 60 Tagen noch mit kleinem Budget unterwegs. Über Bielefeld, Gütersloh geht es nun über viele kleine Umwege nach Dortmund. Von dort an die Ruhr. Es folgt eine kleine Tour durchs Ruhrgebiet. Über Witten, Hattingen, Essen, Gelsenkirchen wieder nach Essen.

    Ich bekomme dieses mal schon sehr früh sehr starke Knieprobleme, und nachdem mich ein Radhändler relativ verständnislos darauf aufmerksam gemacht hat mit was für einer Krücke ich da auf Tour bin, und das ich mir alles kaputt mache stelle mein Rad unter und laufe mit dem Fahrradanhänger den ich als Buggy umgebaut habe von Essen nach Bochum. Von dort nimmt mich jemand mit dem Buggy bis nach Bonn mit. Von Bonn mache ich mich am Rhein entlang mit Buggy auf den Weg am wunderwunderschönen Rheinufer. Königswinter und Schloss Drachenfels sind erster Anlaufpunkt. Bad Honef, Remagen, Sinzig, Bad Breisig, Andernach, Neuwid, Weißenturm, Koblenz, Rhens, Boppard, St. Goar, Oberwesel, Bingen, Mainz.

    Dort entschließe ich meinen Hänger in einem Studentenwohnheim im Keller anzuschließen und versuche das erste mal in Deutschland zu trampen. Auch dieses mal hatte ich wieder meinen Backpacker-Rucksack im Anhänger dabei... Aber auch nun wollte ich kleine Tagesstrecken machen und unterwegs viel sehen.

    Kellerlabyrinthe in Oppenheim, Lutherstatur in Worms, von da auf Bundesstraße 3 und dann immer gen Süden. Heidelberg: Dort das erste mal negative Erfahrungen mit Ordnungsamt gemacht, aber von der netten Dame neuen Stellplatz zugewiesen bekommen, immer weiter die B3 bis nach Karlsruhe, Bundesverfassungsgericht angeschaut, über viele Ecken nach Freiburg, von dort nach Neustadt, Titisee. Dann zum Schluchsee. Über mehre kleine Orte im Schwarzwald ab zum Bodensee. Besuch von Nachbarn Schweiz und Östereich. Zeppeline bestaunt. Durch den Allgäu nach Fussen. Schloss Neuschwanstein, den bekannten Alatsee, Schwangau nach Bad Tölz, weiter zum Chiemsee. Chiemsee umrundet. Von Prien dann nach Salzburg in Österreich.

    Von Österreich gehts wieder nach Deutschland, nach München, von München trampe ich bis nach Peine zurück und bin da wo ich vor 14 Monaten gestartet bin...

    Sorry für die Rechtschreibung, ich hab das hier grade alles schnell zusammengetippert 😉

    Deutschland

  • Ohne Geld durch Deutschland - ich habs gemacht :-)!
    intothewildI intothewild

    Reiselady wrote:
    So ganz neu ist diese Idee nicht. Vor Jahren schon schrieb Michael Holzach ein Buch:
    "Deutschland umsonst - Zu Fuß und ohne Geld durch ein Wohlstandsland".
    Er beschreibt, wie er mit seinem Hund Feldmann durch Deutschland wandert.
     
    Vor einigen Jahren ist Michael Holzach tragisch verunglückt. Er starb, als er seinen Hund Feldmann aus der Emscher retten wollte.

    Das Buch von Michael Holzach wurde mir ganz oft auf meiner Reise empfohlen. Und viele Leute die mich mitgenommen haben haben mir davon erzählt. Ich habs nie gelesen, denn ich wollte was eigenes machen. Soweit ich weiß war er aber auch noch radikaler mit betteln und Essen klauen? Sowas wollte ich ja auch nicht machen 🙂

    Nein, neu ist die Idee nicht, Andreas Altmanns buch 30 Tage 30 Nächte habe ich mal gelesen, wo er zu Fuss und ohne Geld von Paris nach Berlin läuft. Ich wollte auch nicht unbedingt was machen was vorher keiner gemacht hat. Das sollte auch kein Wetteifern oder so sein. Ich wollte einfach nur Abenteuer 🙂 Und mir selbst zeigen das es tatsächlich geht.

    Deutschland

  • Ohne Geld durch Deutschland - ich habs gemacht :-)!
    intothewildI intothewild

    Überflüssiges Zitat gem. Forenregeln entfernt!
    @mabysc, demi

    Die Krankenversicherung ist das größte Problem gewesen. Denn hier sind bei keinem Einkommen oder einem nichtsozialversicherungspflichtigem Einkommen unter 400 Euro ca. 154 Krankenversicherung fällig. Das wird erhoben um im Endeffekt doch alle in Sozialversicherungspflichtige Jobs zu drücken. Ein bisschen stumpfsinnig finde ich das schon, denn eine Studentenversicherung ist z.B.  viel billiger. Und selbst ein Produktionshelfer der 700 Netto verdient zahlt zusammen mit dem Arbeitgeberanteil weniger Krankenversicherung. Eine Auslandsversicherung kostet beim ADAC zum Vergleich 240 Euro im Jahr. Die gilt aber nur in allen Ländern der Welt außer im Innland.

    Am Ende war die Krankenversicherung bei dem ganzen Tripp durch Deutschland auch das Hauptproblem und der größte Kostenfaktor.

    Deutschland

  • Ohne Geld durch Deutschland - ich habs gemacht :-)!
    intothewildI intothewild

    Also erstmal waren es Travellerchecks statt Eurochecks, da hatte ich mich verschrieben. Allerdings war es viel schwieriger das Ding später wirklich umgetauscht zu bekommen.

    Denn auch Travellerchecks sind außer Mode gekommen und die Banken wollen bis zu 7,50 für 50 Euro Checkwert. Ich kann da nur Galleria Kaufhof in München loben die mir das Ding am Ende umgetauscht haben ohne das ich da was gekauft habe. Das ist echter Service ;-)!

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    intothewildI intothewild

    Überflüssiges Doppelzitat entfernt, da dieses bei einer direkten Antwort entbehrlich ist.
     Das hört sich auch ziemlich spannend an, na man muss ja noch Träume haben 🙂 Der nächste Sommer kommt bestimmt 😄

    Deutschland

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    intothewildI intothewild

    Überflüssiges Zitat gem. Forenregeln entfernt!
    @demi
    ich weiß 😉

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    intothewildI intothewild

    Schrebergarten? Nee. Ich denke es wird dann bei mir doch eher nen alter T3-Bulli werden den ich am WE nach belieben an irgendeinen schönen Fluss oder auf ne Wiese fahren kann.

    Oder ich ziehe auf den Campingplatz um 😄 Es gibt ja so viele Möglichkeiten. Man zieht sie einfach nicht als Option herran...

    Aber irgendwann kommen sicher auch bei mir Frau und Kinder und dann beginnt der "Ernst des Lebens", ein ganz übles Ding, vor dem mich schon diverse Leute gewarnt haben.  😆

    Deutschland

  • Ohne Geld durch Deutschland - ich habs gemacht :-)!
    intothewildI intothewild

    Die Diashow hast du auch angeklickt 😛

    Ich bin 26 Jahre.

    Deutschland

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    intothewildI intothewild

    Es darf zuerst geschätzt werden 😉

    Deutschland

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    intothewildI intothewild

    Oft heißt es ja Leute sind woanders gastfreundlicher. "Sowas funktioniert in Deutschland nicht". Warum nicht? Weils keiner ausprobiert! In zeiten des Massentourismus der die Welt verändert fand ich es um so interessanter es vor der eigenen Haustür zu machen. Wo sonst kann man so authentisch reisen?

    Also die "Deutschen" waren schon saucool. Ich glaube manchmal wäre ich selbst nicht so cool gewesen. Ich hab mir vorher überlegt wie es wäre wenn bei meinen Eltern oder meinen Freunden jemand klingeln würde. Da würde niemand eine Tür aufmachen so dachte ich. Warum also durchweg positive Erfahrungen?

    Nun, zum einen haben mir die Leute immer gesagt das es darauf ankommt wie die Leute auftreten, und mir wurde durchweg eine sehr nette, aufgeweckte und sympatische Art bescheinigt. Es kommt sicherlich darauf an wie man fragt, und was man den Leuten erzählt.

    Man sollte ehrlich und authentisch sein, und mit einem großen Backpack auf dem Rücken ist man keine potentielle Gefahr. Oft habe ich gemerkt das Leute anfangs sehr etwas vorsichtig waren. Ich erinnere mich an den 87 Jährigen Johannes und seine zweite "Mutti" tief in der Oberlausitz. Er sass Kartoffeln schälend auf der Veranda, als ich ihn ansprach, er war ja schon draußen. Am anfang vorsichtig, etwas misstrauisch wandelte sich das ganze in einen unglaublichen Abend.

    Nach 2 Minuten war klar: Ich kann mein Zelt aufstellen. In Kreisbewegungen führte er zufällig arbeiten wie Gänseblümchen zupfen oder Geranien gießen aus und die Kreisbahnen wurden dann immer enger bis er direkt vorm Zelt stand. Der "Fremde" im Garten wurde also erstmal vorsichtig beäugt. Wir begannen uns erstmal über früher zu unterhalten. Im Krieg sei er gewesen, und was er nicht schon alles gemacht hätte.

    Er ging, um nach 10 Minuten wiederzukommen. Ob ich duschen möchte? Was Essen möchte? Das Duschen nahm ich an, aber meinte ich kann mir selbst eine Dose Ravioli machen, schließlich wollte ich den alten Leuten keine Arbeit machen. Als ich aus der Dusche kam hatte seine "zweite Mutti" wie er seine zweite Frau liebevoll nannte schon ein Festtagsbüffet aufgefahren. Über Lachsscheiben, diverse Brotsorten, Knäckebrot und Toast, Käse, Wurst, Joguhrt, Salate war alles vorhanden.

    Der Abend war höchstinteressant, es wurde viel erzählt und gelacht, und zwischendurch erwähnte ich wirklich ohne Hintergedanken, ich müsse in Dresden mein Fahrrad-Lager machen lassen, das wäre total hinüber. "Na ich bin dochn gelernter Schlosser, wäre dochn Witz wenn ich das nicht mehr hinbekomme".

    Ich wollte dem alten Mann wirklich keine Arbeit machen, lehnte dankend ab und ging dann schlafen. Am nächsten Morgen wachte ich um 8 Uhr von Hammerschlägen auf. Johannes stand in seiner Werkstatt und hatte das Lager bereits zerlegt. Als ich wortlos vor ihm stand sagte er nur "Geh du erstmal richtig frühstücken, steht schon alles da". Diesmal war der Küchentisch sogar verlängert ausgezogen. Mutti war schon früh zum Becker und hatte Brötchen geholt. Mir war das schon fast unangenehm.

    Ich ging später raus und half Johannes. Am Anfang hatte ich angst er würde das Fahrrad nie wieder zusammenbekommen und das nächste Radgeschäft war ca. 20km entfernt. Mit zittrigen Händen arbeitete er sich vor. Dieser alte 87 Jährige Mann bastelte ein komplett neues Kager inklusive Lagerkäfig aus alten Militärlagern aus NVA bestand! Ich war begeistert! In 2 Stunden.

    Als ich mich bedankte und meine Sachen zusammensortierte Kam Mutti mit einem Lunschpacket. Tunfisch, Käse, Joguhrt, belegte Brote und 20 Euro, 10 von Mutti, 10 von Johannes. "Und die geben wir gern".

    Dieses alte Paar beschäftigte mich noch lange. Ich habe mich später per Postkarte noch einmal bei Ihnen bedankt. Das war reine Gastfreundschaft. Und der Johannes ist mit seinen 87 Jahren nochmal richtig aufgeblüht. Vielleicht war es lange her das ihn jemand als Schlosser gebraucht hat. Vielleicht sind die beiden sonst auch eher einsam.

    Und es sollten weitere Begegnungen dieser Art folgen. Egal ob 16 oder 87, die Reaktionen waren gleich. Ich denke wir leben in einem Land das relativ dicht besiedelt ist. 80 Millionen Menschen. Auf so engem Raum. Dadurch geht man sich oft auf den Keks, im Arbeitsleben herrscht oft Ellenbogenmentalität, viele fühlen sich wie im Hamsterrad der Dienstleistungegesellschaft, jeder ist beschäftigt mit seinem eigenen kleinen Leben.

    In der Regel führt das zu einer egoistischen Daseinsform. Und zu einer misstrauischen. Vielleicht ist es gerade dieser Kontrast den ich den Leuten geliefert habe, der sie kurz aufblicken lässt und sie dazu führt etwas anderes zu unterstützen.

    Ich habe in Dortmund Rowi den Clown getroffen. Der sagte mir: Wenn du jonglierst oder etwas aufführst, dann geben dir die Leute das Geld in erster Linie nicht für das was du tust. Viel eher wird ein Traum verkauft. Ein Traum von Freiheit und Abentteuer. Wenn Sie dir einen Euro in den Hut werfen oder dich unterstützen, dann Leben sie, wenn auch nur für einen kurzen Moment, diesen, Deinen Traum ein Stükchen mit " . Rowi war ziehmlich weise wie ich fand. Der Satz erklärt warum meine Reise funktioniert hat.

    Ich war unterwegs in einem Erste-Welt-Land in dem die Leute zwar Geld hatten, aber in dem es Ihnen oft an anderen Dingen mangelte. Ich kann mir vorstellen das ich für einige Midlife-Crises verantwortlich bin, die ich bei einigen Leuten veruhrsacht habe........

    Viele waren aber einfach nur herzensgute Menschen. Als ich wie erwähnt im touristenüberfüllten und sauteuren Königsee meine Bälle rausholte kam schon nach 1 Minute der Budenbesitzer von nebenan. Ich dachte "Na jetzt jagen die dich hier aber davon". Aber nein. "Dir fallen ja schon die Bälle aus der Hand, da musste doch erstmal was Essen". Die Eisverkäuferin von der anderen Bude versorgte mich mit Getränken, und als die Leute nichts gaben bekam ich das Tagestrinkgeld vom Chef.

    Als ich das später einem Hubschrauberpiloten, der mich von Bergdesgarden nach Salzburg in Österreich im Auto mitnahm erzählte, sagte der nur "Was denn? Bei uuuuuunssss? Sowas gibts bei uuuuuuns? Das glaub ich dir nicht."

    Das heißt: Wir haben oft ein zu schlechtes Bild von uns und unserer Umwelt. Das heißt auch: Zeitung abbestellen, mal wieder öfters mit den Nachbarn reden, aufgeschlossener durch die Welt gehen und sich nicht durch Fehlinformationen in den Medien und ständige schlechte Nachrichten ein einseitiges falsches Weltbild aufquatschen lassen.......

    Deutschland

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    intothewildI intothewild

    Also alle haben mir gesagt ich werds sehr sehr schwer haben nach so einer Reise wieder arbeit zu finden, ich war ja insgesamt 14 Monate weg. Ständig Fragen wie: Wer will dich dann schon einstellen???Du bist ja garnicht mehr qualifiziert, und selbst wenn du was neues anfangen willst, denkst du das ein Personalchef deine Späßchen gutheißen wird?

    Innerhalb von 4 Wochen habe ich es vom Produktionshelfer über den Vertrieb eines großen Stromanbieters wieder an den Schreibtisch eines mittelständischen Unternehmens geschafft wo ich in meinem alten Beruf arbeite.... (Was für ein Verschleiß, 3 Arbeitgeber in einem Monat :D)

    Die Sehnsucht nach der großen freien Welt ist ungebrochen, und ich bin mir auch nicht sicher ob es das schon gewesen ist. Der Schritt wieder hinter den Schreibtisch in die Alltägliche Routinearbeit ging schneller als mir das lieb war. Und nun hab ich auch sofort super Angebote.

    Mal schauen was die Zukunft bringt. Es zieht mich regelrecht wie ein Sog wieder in meinen alten Beruf den ich noch nie so richtig gemocht habe. Aber erstmal muss ich etwas Geld verdienen. Vielleicht gelingt es mir ja eine Zukunft zu gestallten wie ich sie mir erträume....

    Deutschland
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