Bevor ich es vergesse.
Ich möchte noch etwas zum Thema Gehirnwäsche sagen.
Die Agents bekommen selstbverständlich keine Gehirnwäsche. Genau genommen ist das ein Job wie jeder andere. Der Agent wird auch nicht dazu gezwungen irgendwelchen armen Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ich höre immer auf, sobald der Kunde anfängt über seine Lebenssituation zu sprechen. Agents sind auch nur Menschen und er hat auch ein Gewissen.
Bevor man überhaupt ein Produkt verkaufen kann, bekommt man natürlich ein Coaching. Das ist eine ganz normale Sache und da wird auch nichts verheimlicht. Wie in jeder anderen Werbung auch, werden selbstverständlich nur die positiven Aspekte eines Produktes benannt, man wäre ein schlechter Verkäufer würde man mit den Negativen Eigenschaften anfangen.
Und ich sags einfach mal ganz deutlich. Wir leben hier nicht in Alice-Wunderland. Jeder der am Telefon geworben wird, hat immer das Recht Fragen zu stellen und wenn er das geschickt tut, kommt auch die ganze Wahrheit ans Licht. Der Agent darf, was die Eckdaten eines Produktes betrifft, also Preis und Nutzen, nichts verschweigen und in der Regel packt er dann auch aus. (auf Nachfrage)
Bei einem guten Produkt sicherlich kein Problem. Glücklose haben nun mal die negative Eigenschaft, dass es keine Garantie auf einen Gewinnt gibt, jedenfalls nicht den, der es einen ermöglicht sich zur Ruhe zu setzen. Aber... klar, man kann auch den Jackpot knacken 
Wie gesagt, Agents sind ganz normale Menschen, sie haben Familie, ein soziales Umfeld, etc, sie unterscheiden sich charakterlich nicht von anderen, sie sind weder besonders böse, noch besonder hinterlistig.
Und am Ende noch etwas. Wir reden mit erwachsenen, aufgeklärten Menschen und dieser hat einen freien Wille. Wenn der Kunde "nein" sagt, dann ist das Gespräch beendet.... außer der Agent bekommt noch mal die Kurve 
karl_gustav
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Nilkreuzfahrt gewonnen -
Nilkreuzfahrt gewonnenHallo, ich noch mal.
Der Leitfaden bezüglich der Nilkreuzfahrt wurde öfter überarbeitet. Ich schätze das man da rechtliche Probleme bekam. Erst hieß es, man soll dem Anrufer der diese Nilkreuzfahrt gewonnen hat, verschweigen das er den Flug und alles andere selbst tragen soll.
Dann flog die ganze Sache wohl auf und man änderte hastig den Leitfaden. Aktuell muss man den Kunden sagen das er zwar die Schiffsfahrt gewonnen hat, aber den Flug und alles andere selbst bezahlen muss.
Aber mal davon abgesehen ist diese Nil-Kreuzfahrt nur ein Vorwand um an das Geld der Kunden zu gelangen, sprich, ihm Glückslose zu verscheuern.
Das funktioniert in der Regel ganz gut, der Agent verkauft in ca. 6 Stunden an 5-10 Kunden Glückslose. Das rechnet sich natürlich.
Dann kommen ja noch die dazu, die man anruft, da kommen auch noch mal 2-4 hinzu. Die habens aber auch etwas schwerer.
Ich war profi und hab bis zu 6-8 in einer Schicht verkauft.
Da gibt es diverse Tricks wie man den Kunden irre führt.
Man sagt zum Beispiel, dass er die Möglichkeit hat die Sofortrente zu erspielen, verschweigt aber, dass er die im Falle eines Gewinns durch 30 teilen muss. Man quatscht den Kunden so zu und fragt ihm am Ende ob er denn noch Fragen hat. Da ich ihn mit unwichtigen Informationen zugetextet habe, bleiben die meistens aus.
Ich denke, wenn man dem Kunden gleich sagt worauf er sich einläßt, wäre man viel erfolgreicher. Man könnte in diesem Schmutzigen Geschäft wieder etwas Vertrauen gewinnen. Das ist bitternötig. Statt dessen wird vertuscht, gelogen und betrogen was das Zeug hält. Man wäre wahrscheinlich viel erfolgreicher, würde man von Anfang an mit offenen Karten spielen.
Gerade der Bertelsmann-club hat es gar nicht nötig mit so schmutzigen Methoden zu arbeiten. Die Leute die sowas veranlaßt haben. würde ich sofort auf die Straße setzen anstatt den Pressesprecher vor zu schieben der alles schön reden soll.
Da hat sich der Bertelsmann-club ein dickes stinkendes Ei gelegt und ich bin gespannt wie das endet. -
Nilkreuzfahrt gewonnenJoker776 wrote:
karl_gustav wrote:
Hallo.
Ich oute mich jetzt als Glückslosverticker.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten der *******.
Die erste kennt ihr ja bereits. Ihr erhaltet ein Schreiben, dort steht drin das ihr was gewonnen habt, nur was, ist verborgen. Es ist natürlich die Nil-Kreuzfahrt und ja, ihr müsst alle Nebenkosten selbst zahlen, Flug, Ausflüge, Visum, etc. Das Schiff ist aber von Bertelsmann.
Bertelsmann rechnet mit 1 % die dort mitfahren. Würden wirklich alle Gewinner mitfahren, wäre das Schiffchen überladen.
Dahinter steckt natürlich die Glückslosabzocke, wer hätte das gedacht. Der Kunde denkt, oh, toll, ich hab was gewonnen. Oh, noch toller, es ist eine kostenlose Hotline.
Und richtig, umsonst ist nichts. Die Agents haben ihren Gesprächsplan. Die tun so als würden sie jetzt nachschauen was derjenige gewonnen hat. Aber es ist ja schon längst klar und das Gespräch läuft dann auf die Glücklose hinaus.
Das ist die eine Methode der *******.Hi Karl Gustav,
ich kenne auch einen, der da mal gearbeitet hat, der hat mir auch erzählt, dass die den Kunden Alles erzählen, hauptsache die machen Geschäft, also diese 1000 und eine Nacht Geschichte, aber hier habe ich ja angerufen und der Club hat mir aufgrund meiner Treue vorab einen Gewinn auch schon angekündigt (ohne Haken und Ösen), die können doch nicht daran interessiert sein, dass die Kunden abspringen, weil sie verar.... wurden, oder kannst du mir das erklären?
Schönen Gruß
N.PS: Oder gibt es so dumme Menschen, die dann doch noch beim Club bleiben, sollten auch nur 1% sein

Hallo.
Na ja, die Leute die Anrufen werden etwas geschickter abgefertigt, da klingt das dann nicht wie eine Verarsche. Da der Kunde ja was gewonnen hat, ist seine psychologische Einstellung zu der Materie anders, als bei dem, der angerufen wird, der ja von hause aus sehr skeptisch ist. Und klar, die Konzerne rechnen immer mit Schwund. Das wird vorher alles genau ausgerechnet.
Und die "Scripte", wie man den Kunden anspricht werden auch fast täglich überarbeitet und verfeinert. Also das geschieht halt so lange, bis nichts mehr zu holen ist. Dann ist die Öffentlichkeit irgendwann informiert und und die Geschichte ist zuende.
Witzig ist immer, wenn die merken das da nichts mehr zu holen ist. Dann werden in den Call-Centern Kriesensitzungen einberufen, die Agents werden noch mal gecoacht und es werden neue "Wege" mit den Kunden (Bertelsmann) abgesprochen. Wichtig ist dem Kunden, dass alles so legal wie möglich klingt. Es darf also nicht zu plump klingen und der Kunde hat am Ende immer recht.Ein Beispiel wie ein Kunde angerufen wird.
"ja?"... Hallo, ich bin hans wurst aus dem hause Bertelsmann, bin ich da richtig bei klara müller? (die frage, ob er bei klare müller richtig ist, hat folgenden Hintergrund. er muss klara müller am telefon haben, weil er am ende die bankdaten braucht. und das geht nur mit der person die er auf dem monitor hat). Wenn sie es nicht ist, wird ein neuer Termin gemacht und die Dame wird erneut *********, bis sie schliesslich endlich am Telefon ist. Das kann durchaus auch Wochen dauern. Telefonterror pur...
Wenn sie am Aparat ist, gehts weiter...
Eine Geschichte wird erfunden, sie wäre per Zufallsgenerator ausgewählt, Bertelsmann hat Jubiläum, oder nur treue Kunden, etc... da kann man der Fantasie freien Lauf lassen.
Wenn also geklärt wurde weshalb wir anrufen und ein bisschen Smalltalk getätgt wurde, gehts ans Eingemachte.
Wir haben ein Angebot, weil wir haben ja Jubiläum, oder sie sind sowieso die treuste Kundin, was auch immer. Und ja, leider ist dieses Angebot total begrenzt, das bedeutet, nur 30 Leute (weil Vorteilsgemeinschaft, ist aber gelogen, es gibt zig Vorteilsgemeinschaften) können mitspielen. Und bei Ihnen frau müller hat der Computer gestoppt und sie sind als 27 bei mir eingelklingt...
Dadurch soll eine gewisse Spannung aufgebaut werden. Das mit der Spannung funktioniert eigentlich immer ganz gut, weil die meisten Kunden dann erst mal zuhören, ist wie ne Geschichte aus 1000 und eine Nacht, der Kunde will wissen wie es aus geht... steht am Ende vielleicht doch der Prinz auf nem weissen Pferd da?
Gibt auch Leute die legen gleich auf, weil sie aufgeklärt sind. Hab auch schon leute Gehabt, die dachten sie wären besonders schlau wenn sie mich hinhalten und Zeit schinden. Stört einen Agent aber in der Regel nicht, weil er sich so prima warm reden kann. Es ist mehr ein Training. Abschlüsse macht er eh nur bei denen die nichts haben, oder sich wirklich was davon versrpechen.
Wie gesagt, Spannung ist wichtig und es darf nicht zu doof klingen. Der kunde ist ja nicht wirklich doof.
Interessant ist immer, dass diese Leitfäden die die Agents bekommen, voll scheisse sind. Die, die sich sowas ausdenken, haben wirklich ne macke, oder keinen Bezug mehr zur Realität, denn die Leitfäden funktionieren in der Regel nie. Der Agent macht die eigentlich Arbeit. Er erfindet einen Leitfaden, der dann von den "schlauen Köpfen" übernommen wird. Der Agent bekommt deswegen aber nicht mehr geld, auch wenns eigentlich seine Idee war.
Na wie auch immer... wenn es dann zum Abschluss kommt, will de Agent die Bankdaten haben. Um davon abzulegen, fragt der Agent erst noch mal nach ob denn auch die Anschrift noch stimmt, etc....
Dann fragt er so ganz beiläufig "und die Bankleitzahl ist?"... die meisten Kunden sind zu diesem Zeitpunkt so vollgesabbelt, dass sie es als selbstverständlichkeit ansehen die Bankdaten zu verraten. Wenn ein Kunde ab diesen Zeitpunkt stutzig wird, beginnt die eigentliche Arbeit des Agent.
Es wird was erzählt von Stiftung-warentest, dass ja das Lastschriftverfahren eine sichere Sache ist und das wir ja nur deswegen diese Methode benutzen, weil wir so kundenfreundlich sind, etc...
Wenn der Kunde dann immer noch nicht bereit ist, wird es noch mal mit bisschen mehr druck versucht... es ist eine einmallige aktion, denken sie nach, sowas kommt nie wieder... sie sind doch auch der meinung das ist gut... sie tun doch noch was gutes, wegen denkmalschutz, sportvereine werden unterstützt... etc.
Wenns dann immer noch nicht klappt, glückwunsch an den kunden und pech für den agent.
der Agent ist meist rechtlich aufgeklärt. das bedeutet, die eckdaten des produktes müssen stimmen. aber ein guter agent kann das sehr gut verpacken. auf gut deutsch, er verkauft scheisse und die leute lieben es trotzdem. -
Nilkreuzfahrt gewonnenHallo.
Ich oute mich jetzt als Glückslosverticker.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten der *******.
Die erste kennt ihr ja bereits. Ihr erhaltet ein Schreiben, dort steht drin das ihr was gewonnen habt, nur was, ist verborgen. Es ist natürlich die Nil-Kreuzfahrt und ja, ihr müsst alle Nebenkosten selbst zahlen, Flug, Ausflüge, Visum, etc. Das Schiff ist aber von Bertelsmann.
Bertelsmann rechnet mit 1 % die dort mitfahren. Würden wirklich alle Gewinner mitfahren, wäre das Schiffchen überladen.
Dahinter steckt natürlich die Glückslosabzocke, wer hätte das gedacht. Der Kunde denkt, oh, toll, ich hab was gewonnen. Oh, noch toller, es ist eine kostenlose Hotline.
Und richtig, umsonst ist nichts. Die Agents haben ihren Gesprächsplan. Die tun so als würden sie jetzt nachschauen was derjenige gewonnen hat. Aber es ist ja schon längst klar und das Gespräch läuft dann auf die Glücklose hinaus.
Das ist die eine Methode der *******.
Dann gibt es noch eine viel gemeinere Methode
Da gehts auch um Bertelsmann und um Glückslose.
Da ruft aber nicht der Kunde an, sondern die Agents. Es wird ein Märchen aus 1000 und einer Nacht erzählt und der Agent bekommt ne Provision wenn er Abschlüsse tätigt.
Das ist gemein und hinterhältig, weil immer die gleichen Leute abschliessen, nämlich die, die ohnehin nichts mehr in der Tasche haben. Die "Schlauen", machen sowas erst gar nicht und sind zurecht mißtrauisch. Wird Zeit das der Gesetzgeber mal durchgreift, denn alles in allem ist das zutiefst ungesetzlich. Die Call-Center unterdrücken ihre Nummer und sie dürfen auch gar nicht einfach so anrufen. Und wenn der Agent sagt er ist aus dem Hause Bertelsmann, so ist das ebenfalls eine Lüge.
Das einzig gute an diesen Glückslosen ist, dass eine Menge Geld für caritative Zwecke gespendet wird. Viele spielen auch nur aus diesem Grund und, weil sie ja vielleicht gewinnen könnten.
Aber mal ehrlich, was genau kann man denn gewinnen wenn man in einer Gemeinschaft mit mehreren Spielern spielt?
Bei der Sofortrente mit 30 Mitspielern wären das 250 pro Woche.
Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass diese schmutzigen Unternehmen noch so viel Gewinne mit dieser ******* einfahren. Call-Center schiessen wie Pilze aus den Boden. Die Leute werden schlecht bezahlt und werden ausgebeutet.
Jeder weis mittlerweile, am Telefon sollte man nichts kaufen.
Aber selbst wenn man was kauft, man hat immer die Möglichkeit das innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zu kündigen. Und bitte, vertraut niemanden der seine Telefonnummer unterdrückt.
Und was ich noch sagen wollte: Seid bitte bitte nett zu den Agents, die tun ihren Job, schreit sie nicht an, seid freundlich, der Agent versteht euch