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Nach einem Urteil des Landgerichtes Frankfurt (AZ: 2-1 S 131/03) muss die Deutsche Bahn AG nicht die zusätzlichen Kosten (Ersatzflug, evtl. zusätzliche Übernachtungskosten etc.) erstatten, die den Urlaubern wegen der Zugverspätung und dadurch verpassten Fluges entstanden sind. Zu einem gleichen Urteil kam das Amtsgericht Frankfurt (AZ: 29 C 169/00).1 Der Flug wird verpasst, weil die Urlauber bei der Fahrt zum Flughafen unverschuldet in einen Autounfall verwickelt wurden. In solchen Fällen kann der Unfallverursacher zwar für die zusätzlichen Kosten, die für den Transfer zum Flughafen entstehen (Taxi, Bahnticket etc.) haftbar gemacht werden, die Kosten für einen Ersatzflug und eventuelle zusätzliche Übernachtungskosten etc, sowie Schadensersatzansprüche wegen entgangenen Urlaubstagen, können dagegen beim Unfallverursacher nicht geltend gemacht werden. Das gleiche gilt auch für den Verusacher eines Unfalles auf der Autobahn, wodurch ein langer, zeitraubender Stau entsteht und dies die Ursache zum verspäteten Eintreffen am Flughafen ist. Nach einem Urteil vom Landgericht Arnsberg (AZ: 5 S 101/05) gehören solche Fälle zum "Allgemeinen Lebensrisiko", mit den ein Urlauber zu jeder Zeit zu rechnen hat. Verzögerungen wegen Autounfälle und Staus auf den Autobahnen müssen demnach bei der Fahrt zum Flughafen mit eingeplant werden.
LG