Der erste Massentourismus-Boum, an den ich mich erinnern kann, fand Ende der 50er / Anfang der 60er Jahren statt: italienische Riviera und Costa Brava.
Als Kind fand ich das super toll - auch wenn die Zugfahrt nach Spanien für ein Kind ewig lange dauerte.
Aber es war für meine Eltern erschwinglich und ab 1959 fuhren wir jedes Jahr für 3 Wochen in Urlaub.
Gebucht wurde bei Touropa oder Scharnow (es gab noch einen Dritten 
Rückblickend würde ich sagen, dass die "Massenurlauber" damals weitaus weniger anspruchsvoll waren als die Urlauber heute.
Der Urlaub "kostete", aber man erwartete für sein Geld keine "Wunder". Trinkgelder wurden immer gegeben - man "rundete auf".
Das Essen war ein wenig fremd, aber genörgelt haben eigentlich nur die Kinder - ich auch 
Ansonsten freute man sich über die Sonne, das Meer und den Strand. Sonnenliegen und damit auch keine mit Sonnenliegen zugepflasterten Strände gab es nicht, Sonnenschirme kamen im Gepäck mit (die waren nämlich vor Ort im Vergleich zu heute relativ teuer).
Später kam eine "Bausünde" nach der anderen, aus netten kleinen Orten wurden Betonstädte... und irgendwann wechselten wir das Urlaubsland.
Zum Thema Billigreisen und mangelnden Serviceleistungen:
Massentourismus = alle wollen reisen, viele können (oder wollen) nur begrenzt dafür zahlen = preiswerte Möglichkeiten / Reisen müssen her... und wer zahlt für die perfekten Serviceleistungen ?
Werden mir bei MacDo... die Hamburger an den Tisch gebracht, auf dem eine perfekt saubere Tischdecke liegt, Besteck rechts und links, Gläser sauber ausgerichtet, Blümchen in der Vase, und und und
Nö...
Aber im Urlaub erwarte ich dies auch für wenig Geld :?
@Lugansk
Darum fuhren wir auch mit dem Zug bis zur Costa Brava.... und der fuhr nicht sehr schnell 