Spannendes Thema - nicht nur auf Veranstalter bezogen, gerade auch auf Airlines.
Vieles akzeptieren wir heute bereits völlig selbstverständlich - zB. dass man 1000 Dinge online kauft und die Rechnung dazu eben nicht mehr als Papier bekommt, sondern als PDF. Wer sie benötigt, druckt sie aus, sonst halt nicht. Spart ja dem Händler Porto und Papier im besten Fall sowohl dem Händler als auch dem Kunden.
Dass der Trend auch bei Reisen in diese Richtung geht - online buchen - online verwalten - selbst drucken - ist unvermeidbar.
Doch erstaunlicherweise - beim Thema Reisen ärgert auch mich das öfters. Denn meistens ist gerade, wenn ich irgendwelche wichtigen Buchungs- Bestätigungen doch mal drucken möchte, die Tintenpatrone alle oder der Drucker bringt mir nur halbe Seiten aufs Papier - ich kämpfe damit und hab am Ende den halben Papierkorb voll Müll. Aber ist dann ja MEIN Müll.
Aber gut - wenn ich zu denen gehöre, die Reiseteile selbst zusammenbastelt und online bucht, statt ins Reisebüro zu gehen, muss ich das in Kauf nehmen und mir notfalls mal einen (neuen ) Drucker zulegen. Das gehört dann eben dazu und kostet im übrigen heute definitiv nicht mehr die Welt.
Für mich persönlich überwiegen die Vorteile meiner individuellen Arrangements diese kleinen Unannehmlichkeiten um Längen.
Dazu kommt, dass die "Technik" vieles eben doch erleichtert, so ist es eben auch mal möglich, ganz kurzfristig zu buchen und die Unterlagen trotzdem rechtzeitig zu erhalten.
Auch dass checken der Flugzeiten - ich bekomme eine SMS, wenn sich was ändert und kann entsprechend reagieren, ohne umsonst 3 Stunden zu früh / zu spät am Airport anzukommen. Dazu benötigt man auch weder Smartphone noch Tablet (besitze ich selbst auch nicht) und muss keineswegs den ganzen Tag online sein.
Zum sparen am Service und auf Kosten des Reisenden gehört für mich viel eher der von vielen als so unglaubliche Zeitersparnis gepriesene Web-CheckIn mit dem Zwang, die Bordkarte bereits zu erstellen (oder mir
alternativ gleich als Code auf's Schlaufon senden zu lassen).
Am Ende ist dann die Schlange an der Gepäckaufgabe am Flughafen, wo nur noch ein oder höchstens zwei Schalter geöffnet sind, oft genauso lang wie früher beim ganz normalen Check in. Wer spart hier?
Der Trend geht übrigens weiter - ich habe es gerade am Flughafen Shipol zum ersten Mal erlebt, dass selbst die Gepäckaufgabe (wohl noch testweise) automatisiert wird. Passagier steht in einer ellenlangen Schlange, stopft sein Gepäck dann selber in eine Art Blechtrommel, bedient ein Display und muss die ausgespuckte Kofferbanderole selber um sein Gepäckstück kleben. Kommt's an, hat er Glück - wenn nicht -selber Schuld.
VG