Tui unterbricht Großteil des Reisebetriebs und will Staatsgarantien
06.35 Uhr: Tui unterbricht wegen der Corona-Pandemie den überwiegenden Teil des Reisegeschäfts. Man habe beschlossen, "den größten Teil aller Reiseaktivitäten, einschließlich Pauschalreisen, Kreuzfahrten und Hotelbetrieb, bis auf weiteres auszusetzen", teilte das Unternehmen in der Nacht zum Montag in Hannover mit. So wolle Tui "einen Beitrag zu den weltweiten Bemühungen der Regierungen leisten", die Folgen der Verbreitung des Covid-19-Erregers abzuschwächen.
Vorstandschef Fritz Joussen hatte in der vergangenen Woche bereits Prüfungen angekündigt, wo angesichts schwacher Nachfrage Kapazitäten heruntergefahren werden müssen und gespart werden könne. Der Konzern hatte auch ein Schiff aus Asien zurückgeholt und mehrere Kreuzfahrtreisen abgesagt. Zudem laufen bei Tui Deutschland Gespräche mit dem Gesamtbetriebsrat zur Einführung von Kurzarbeit. "Ziel ist es, eine zeitnahe Einführung zu ermöglichen", sagte ein Sprecher.
"In dem sich gegenwärtig schnell verändernden Umfeld bleiben die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Gäste und Mitarbeiter auf der ganzen Welt von höchster Wichtigkeit", begründete Tui die drastischen Schritte zum Wochenbeginn. Man habe dies entsprechend den Vorgaben verschiedener Regierungen entschieden. Zuvor hatte der Konzern schon das Reiseprogramm nach Spanien bis zum 27. März abgesagt. Was die Aussetzung großer Betriebsteile nun konkret für die Kunden bedeutet, war zunächst nicht bekannt.