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  • Insolvenz Glauch Reisen
    reisefreude15R reisefreude15

    Oh, oh, Glauch.....einen Versuch war es wert, mehr wird aber nie mehr daraus.
    Ich beabsichtigte, zwei Hotelzimmer in Berlin über Glauch zu buchen, da sie den günstigsten Preis für ein von mir bevorzugtes 4-Sterne-Hotel auf der Homepage hatten.

    Laut Angebot waren mehrere Zimmer frei, ich versuchte, zwei davon zu buchen und das System nahm nur eines an.
    Also rief ich die Hotline an und traf dort auf eine anfangs sehr nette Mitarbeiterin, die allerdings hoffnungslos überfordert war. Sie schlug ernsthaft vor, erst ein Zimmer über sie zu buchen und es dann mit dem zweiten Raum zu versuchen. Wäre alles kein Problem.

    Ich ging davon aus, daß dort ein Mensch am Telefon sitzt, der weiss, was er tut. Also erstes Zimmer gebucht und mit Buchungsnummer bestätigt bekommen, unmittelbar danach versuchte sie, das zweite Zimmer zu buchen und blieb hoffnungslos hängen.

    Ergebnis: Laut ihrer Aussage müsse sich nun das Back-Office um das zweite Zimmer bemühen, ob die Buchung allerdings durchgehe, sei offen (auch ihr System zeigte mehrere buchbare Zimmer). Die Bearbeitung durch das Back-Office dauere allerdings mehrere Tage und sie könne nicht absehen, ob ich denn schlussendlich das zweite Zimmer auch bekäme.
    Mein ausdrücklicher Hinweis, daß ich wohl nicht für einen Teil unserer Familie letztendlich dann in einem anderen Hotel buchen würde, daß wir logischerweise in EINEM Hotel gemeinsam übernachten wollen, wurde mit einem Achselzucken abgetan.
    Die erste Buchung eines einzigen Zimmers sei auch nicht mehr rückgängig zu machen, ich müsse halt warten, wie das Back-Office reagiere und ob man dort etwas für mich tun könne.

    Ich beendete das Gespräch und stornierte schriftlich mit Einschreiben, seitdem habe ich nichts mehr von Glauch gehört.

    Hilflosigkeit pur, Kundenservice gleich Null -und das bei einer ganz simplen Zimmerbuchung. Wie geht das erst aus, wenn man dort eine komplette Reise buchen würde? Nein, danke!

    Reiseveranstalter

  • Kennt jemand Umfulana?
    reisefreude15R reisefreude15

    Hallo,
    nicht aus eigener Erfahrung, aber doch innerhalb des engsten Freundeskreises:
    Die Reise mit Umfulana nach Namibia und Botswana war rundum bestens organisiert, alle Details passten.
    Umfulana ist keineswegs der billigste Anbieter, aber das, was man dort bekommt, hat nach einhelliger Meinung unserer Freunde wahrlich Hand und Fuss, ist rundum seriös.

    Reiseveranstalter

  • Erfahrungen mit trendtours touristik
    reisefreude15R reisefreude15

    Trotz aller Bedenken wegen der hier zu lesenden negativen Kommentare haben wir eine Irland-Rundfahrt gebucht und ich muss sagen, daß sich zumindest bislang alles bestens anlässt.
    Die Buchung per Internet unkompliziert und ohne versteckte Kosten, selbst die bei den meisten Veranstaltern mit Nachdruck angebotene Reiserücktrittversicherung wird erst mit Übersendung der Reiseunterlagen seriös offeriert.
    Der in einer Zeitungsanzeige angebotene Frühbucherrabatt wurde sofort angerechnet, die Reise insgesamt stellt sich im Vergleich mit anderen Anbietern als recht preisgünstig dar (wenn denn später die Leistungen auch der Offerte entsprechen).
    Bei uns kam die Anzahlungsrechnung vor der Buchungsbestätigung, eine wegen des fehlenden Sicherungsscheines daraufhin abgeschickte Mail wurde innerhalb eines Tages höflich und korrekt beantwortet, die fehlende Bestätigung mit dem Sicherungsschein kam dann innerhalb von zwei Tagen.
    Die mitgesandte Reisebeschreibung im Prospekt ist ausführlich, benennt Hotels und gibt umfassende Information.
    Bislang also kein Grund, mit Vorsicht auf die Reise oder den Veranstalter zu blicken.
    Wir berichten, wenn wir wieder zurück sind.

    Reiseveranstalter

  • Kambodscha Rundreise
    reisefreude15R reisefreude15

    "Kourion" wrote:
    Ich habe die von dir benannten fehlenden Punkten z. B. unter "Code GK37: Kambodscha 13 Tage" gefunden. (Habe dann nicht in weitere Ausschreibungen geschaut.) 
    Habe mir ebenfalls die AGB des RV angeschaut und darum die Frage:
    War Indochinatravels bei deiner Reise Veranstalter oder Vermittler ?
    Es geht nicht aus der Ausschreibung zu der Reise mit dem Code GK37 hervor.
    Oder findet es jmd. ?

    Die AGB unter 1.2 sind eigentlich recht klar formuliert, ab mindestens zwei touristischen Leistungen ist man Veranstalter.
    Flug, Busreise, Hotelübernachtungen, evtl. kann man die diversen toruistischen Höhepunkte auch dazu zählen -alles touristische Leistungspakete.

    Das Studium der restlichen AGB ist auch recht interessant, insbesondere in Bezug auf nicht oder nicht angebotsgemäß erbrachte Leistungen.

    Grundsätzlich macht der Veranstalter ja keinen schlechten Eindruck, wenn man aber so liest, wie dann tatsächlich mit den Inhalten der Reise jongliert wird, wie man den Kunden offensichtlich im Regen stehen lässt, können doch grosse Bedenken aufkommen.

    Davon ganz abgesehen: Vier Wochen Reklamationsfrist laut AGBs.

    Frage an den TO: Hat sich das Thema damit erledigt oder hast Du rechtzeitig und vollinhaltlich reklamiert?

    VG

    PS: Vielleicht auch mal den letzten Beitrag hier lesen, da geht es auch um Reaktionen auf Änderungen, um die grundsätzliche Handhabung von Problemen und/oder Beschwerden:
    http://www.golocal.de/frankfurt/reisebueros/indochina-travels-euvibus-gmbh-7Tmcz/#reviewList

    Gemäss Suchergebnis im Net werden sie beraten von einer Firma "Touristikfit GmbH", deren Leitsatz zu lesen ist:
    "Nimm die Dinge so wie sie kommen, aber sorge dafür, dass sie so kommen, wie Du sie haben willst."

    Vielleicht hat man sich in der Reisedurchführung und der Reklamationsbearbeitung doch etwas zu stark daran ausgerichtet?

    Reiseveranstalter

  • Kambodscha Rundreise
    reisefreude15R reisefreude15

    Da stimme ich Kourion zu, so bringt das nichts.
    Entweder nennst Du "Ross und Reiter" und alle, die das lesen, haben etwas davon (letztendlich auch Du), oder es wird weiter im Nebel herumgestochert und Du bekommst keine verwertbaren Informationen.
    So interessant das Thema, so negativ Deine Erfahrungen, so oberflächlich bleibt es aber für den Leser. Selbst der Threadtitel wird kaum dazu führen, daß sich andere Reisende, die beim identischen Anbieter gebucht hatten, hier gezielt einlesen.
    Schade drum.
    VG

    Reiseveranstalter

  • Kambodscha Rundreise
    reisefreude15R reisefreude15

    Ich kann die Frage durchaus verstehenh, die Begründung dafür vollinhaltlich nachvollziehen.
    Mit fernstlicher Mentalität die nicht den deutschen Grundsätzen von Ehrlichkeit und Klarheit gleichzusetzen ist, hat das absolut nichts zu tun.
    Die dargestellten Reisepunkte sind meines Erachtens als Highlights zu sehen, die -wie im vorliegenden Fall- auch Motivation sein können, diese Reise überhaupt anzutreten.
     
    Sollte nun der Reiseveranstalter (um wen geht es denn überhaupt?) grundsätzlich diese Reise wie beworben darstellen und ebenso grundsätzlich garnicht daran denken, diese Highlights auch tatsächlich durchzuführen, dann läge hier arglistige Täuschung vor.
     
    Und genau darum geht es inhaltlich.
    Sind die angesprochenen Punkte tatsächlich aufgrund der aktuell vor Ort herrschenden Situation ausgefallen oder fallen genau diese -ja auch kostenintensiven- Punkte des versprochenen Ablaufes immer und grundsätzlich aus?
    Daß die Reiseleiterin von genau diesen Programmpunkten keine Ahnung hatte, spricht ja nicht für eine kurzfristige Änderung des Ablaufes, spricht vielmehr für eine grundsätzlich gänzlich andere Beauftragung der örtlichen Agentur, also abweichend von den Inhalten des Reiseangebotes den Reisenden gegenüber.
     
    Ich denke, diese Fragestellung ist daher rundum legitim und sollte auch nicht mit unsinnigen Hinweisen auf andersartige Mentalität und schon garnicht mit dummen Sprüchen zu Tippfehlern beantwortet werden, denn das ist alles andere als die erhoffte Hilfestellung.
     
    Ich würde dem TO wünschen, sachlich korrekte Antworten von Reisenden zu erhalten statt daß ihm Vorwürfe präsentiert werden. Wo in aller Welt soll er denn fragen, wenn nicht hier?
     
    VG

    Reiseveranstalter

  • Welcher Reiseveranstalter für eine Südafrika Rundreise?
    reisefreude15R reisefreude15

    Wende Dich mal an Venter-Tours.
    Individueller gehts eigentlich nicht, dort geht man auf nahezu jeden Wunsch ein. Wir haben beste Erfahrungen gemacht und mein Schwager reist zusammen mit seiner Frau und zwei weiteren Ehepaaren im Herbst auch mit denen - und das nach intensiven Veranstaltervergleichen.
    Gruß

    Sonstiges Afrika

  • Erfahrungen mit Mediplus Reisen?
    reisefreude15R reisefreude15

    Wunderbar, daß ihr ein derart gutes Reiseerlebnis hattet.
    Die begeisterte Beschreibung, die sich in erster Linie auf den Reiseführer und seinen Einsatz für "seine" Reisenden bezieht, zeigt, wie abhängig der Erfolg einer Reise doch von einzelnen Personen ist.
    Hatten wir unglaubliches Pech mit unserem -nur auf Provisionen und Trinkgelder erpichten- Reiseleiter, den die Interessen seiner Gruppe wenig oder garnicht tangierten, so hattet ihr ebenso grosses Glück.
    Ähnlich scheint es sich ja mit dem begleitenden Arzt verhalten zu haben, den Du in einem Nebensatz erwähnst.
     
    Hier muss ich meiner negativen Beschreibung des in Indien und im Nachgang mit der Sachbearbeiterin bei Mediplus Erlebten jedoch noch einen sehr positiven Aspekt anfügen, da die letzten drei Tage diesbezüglich recht interesant waren.
     
    Nach dem lapidaren, mich -ob meiner Schilderung des Erlebten- quasi als Lügner darstellenden Schreibens der "Leiterin Kundenbetreuung" habe ich ein für mich abschliessendes Schreiben nochmals direkt an den Geschäftsführer und Eigentümer der Mediplus-Gruppe gesendet.
     
    Und dieses bekam er das erste Mal auch tatsächlich zu sehen, wie sich herausstellte.
    Alle bisherigen Schreiben wurden offensichtlich direkt von der "Leiterin Kundenbetreuung" abgefangen und ohne jedwede Rücksprache innerhalb des Hauses -und dies trotz der Intensität meiner Vorwürfe- in eigener Regie abgehandelt/abgewimmelt.
    Aus dieser Selbstüberschätzung resultierte dann auch das mehr als negative Schreiben, auf das ich mich im Eingangspost zu meinen Reiseerlebnissen bezog.
     
    Nun, der Geschäftsführer und Eigentümer hielt es für angebracht, persönlich und in einem direkten Telefonat auf mein ihn erstmals erreichendes Schreiben zu antworten, mich anzurufen.
     
    Dies passte nun so garnicht in das Bild, das Mediplus durch die Sachbearbeiterin von sich gab, war höchst erstaunlich und ebenso begrüssenswert.
     
    Dieses besagte Telefonat verlief angenehm, sachlich und war von hohem Bemühen des Geschäftsführers gekennzeichnet, für die unumwunden von ihm eingestandenen Fehler auch gerade zu stehen.
    Erstmals wurde nicht negiert, erstmals wurde sachlich korrekt auf das Fehlverhalten des Indienpartners LPTI, des Reiseleiters und des Arztes eingegangen, wurden Fakten nicht unter den Teppich gekehrt, sondern bedingungslos und ohne Umschweife anerkannt.
     
    Nach diesem fast eineinhalbstündigen, äusserst intensiv auf die Sachlage eingehenden und sehr angenehm verlaufenden Gespräch zeigt es sich, daß auch hier alles wieder von der Einzelperson abhängig ist.
    Hat die sich überschätzende Mediplus-Mitarbeiterin einerseits völlig fehlreagiert, zeigt der verantwortliche Geschäftsführer -der sich dieser Verantwortung auch aktiv gestellt hat- nach Kenntniserlangung der Vorfälle engagiertes Bemühen.
     
    Trotz -oder gerade wegen- des auf der Reise Erlebten und der völlig fehlgeschlagenen Erstreaktion aus Bonn kann ich heute aktuell sagen, daß ich meinen Hut ziehe vor diesem jetzt gezeigten Verhalten.
    Ich denke, daß sich im Falle unserer Reise eine mehr als unglückliche Verkettung von sehr missliebigen Umständen und Negativeinflüssen ergab, die im Nachhinein durch die Mediplus-Mitarbeiterin noch potenziert wurden.
    Der Fakt jedoch, daß sich der Geschäftsführer persönlich meldet und höchst seriös um Schadenbegerenzung bzw. Wiedergutmachung -ganz offensichtlkich sehr ehrlich- bemüht ist, darf in Anbetracht der tagesaktuellen Entwicklung nicht übersehen werden und sollte hier im Forum nicht unerwähnt bleiben.
     
    Hier zeigt sich, daß Resignieren meinerseits die falsche Reaktion gewesen wäre, daß aktives weiteres Zugehen auf den Veranstalter durchaus zielführend sein kann, zumindest dann, wenn letztendlich -wie hier- eine solch qualifizierte, fundierte Reaktion kommt.
     
    Dem GF des Hauses Mediplus konnte es sicherlich nicht gelingen, das in indien Erlebte in ein positiveres Licht zu rücken, zweifelsohne ist es ihm aber deutlich gelungen, mein Bild von Mediplus zu korrigieren.
    Dafür ein Danke!

    Reiseveranstalter

  • Rundreisen in Indien?
    reisefreude15R reisefreude15

    Ja, ja, "incredible India" - wie wahr 😱 .
    Von diesen "absoluten Ausnahmen" am Strassenrand hatten wir vier, verteilt übers Land.
    Den Hinweis auf die Anmietung eines PKWs mit Fahrer halte ich für sehr sinnvoll,
    dies scheint in vielerlei Hinsicht die bessere Fortbewegungsart zu sein.
    Wobei anzumerken ist, daß unser Busfahrer überaus risikofreudig gefahren ist (was dort aber dem Normalfall entspricht), trotz demzufolge schneller Fahrt haben wir 300km in keinem Fall in der von Dir genannten Zeit geschafft. Möglicherweise lag es daran, daß der Verkehr in aller Regel sehr dicht war.
    Egal, sei es wie es sei, eine Busrundreise in Indien erscheint uns nach dem Erlebten keine erstrebenswerte Art, dort Urlaub zu machen oder auf Entdeckungsreise zu gehen.
     
    Wie sagtest Du doch: Das Leben ist wellenförmig......einmal ist man unten und einmal sind die Anderen oben 😉

    Sonstiges Asien

  • Rundreisen mit Arzt
    reisefreude15R reisefreude15

    bernhard707 wrote:
    Das Feedback von 'reisefreunde15' geistert ja nun durch einige Unterforen und Threads und hat wohl eher mehr mit dem persönlich empfundenen Verlauf der Reise zu tun.

    In diesem Fall, im Hinblick auf die medizinischen Gegebenheiten, hat dies nichts mit dem Reiseverlauf als Solches zu tun.
    Ausserdem "geistert" meine Meinung lediglich in einem Beitrag zum Reiseveranstalter herum, der in einen anderen -bereits vorhandenen- Thread verschoben wurde.
     
    Daß ich hier zum Thema "Arztbegleitung" auf die aufgeworfene Frag antworte und die entspr. Erfahrungen schildere, dürfte legitim sein. Oder sehe ich das falsch?
     
    Um nochmals auf das Ursprungsthema zurückzukommen:
    Eine kompetente medizinische Begleitung ist für Personen, die ein bekanntes Gesundheitsrisiko mit sich tragen sowie bei Reisen in Hochrisikogebiete meines Erachtens überaus sinnvoll.

    Meinungen zu Gesundheit & Medizin

  • Rundreisen mit Arzt
    reisefreude15R reisefreude15

    @ Ahotep: Ganz meine Meinung.
    Aber davon abgesehen: Ich habe das ganze Zeugs mitgenommen, weil die Risiken in Indien nunmal -wenn man vorher etwas recherchiert- bekannt sein sollten.
     
    Es gibt -speziell bei einer Rundreise- auf dem Land sehr wenig vernünftig ausgestattete Arztpraxen und noch viel weniger Krankenhäuser, die einigermassen europäischem oder internationalem Standard entsprechen. Einen funktionierenden Rettungsdienst gibt es auf dem Land überhaupt nicht. Wenn überhaupt eine Ambulanz kommt, dann erst nach Stunden und dann hat diese keine Trage, sondern zwei Sitzbänke. Sauerstoff oder gar medizinisches Gerät im Fahrzeug? Fehlanzeige, wie selbst erlebt. Ausgebildetes Personal? Fehlanzeige, ein Fahrer ohne Führerschein.
     
    Man ist demzufolge durchaus auf sich alleine gestellt oder muss darauf vertrauen, daß das Hotel -wenn man gerade dort sein sollte- einen Arzt erreicht und daß der dann auch einigermaßen kompetent ist. Unterwegs im Bus gar gibt es überhaupt keinen örtlichen Ansprechpartner, der qualifizierte Hilfe leisten könnte, für die Strecke selbst kennt auch der Reiseführer keine Hilfeadressen.
    Bei uns war es so, daß das nächste bedingt erträgliche Krankenhaus auf der Rundreise oftmals mehr als 2 Stunden Fahrt vom Hotel entfernt war.
     
    Der indische Strassenverkehr ist mit dem, was man ansonsten auf der Welt erlebt, zudem nicht vergleichbar. Das Unfallrisiko ist um ein Vielfaches höher, da weder Verkehrsregeln eingehalten werden, noch die Fahrzeuge verkehrssicher sind oder jemand eine Führerscheinprüfung absolviert hat. Es wird gefahren, was das Zeug hält und entsprechend viele Unfälle sieht man, gar nicht selten mit noch im Fahrzeug eingeklemmten Personen, denen Hinzugekommene ohne jede medizinische Kenntnisse halt "helfen".
    Das ganze Land ist chaotisch und dieses Chaos macht vor dem Gesundheitswesen nicht Halt.
     
    Insofern ist etwas Nachdenken vorher angesagt, ist jede medizinische Notfallausrüstung äusserst sinnvoll, denn hinterher -wenn der worst case eingetreten ist- ist das Wehklagen gross. Hier halte ich es auch in Anbetracht der Gegebenheiten für zwingend erforderlich, daß der begleitende Arzt eine wirklich sinnvolle Notfallausrüstung dabeihat, daß er eben de facto echte Notfallmaßnahmen einleiten kann. Nur aus diesem Grund bezahlt man als Reisender einen nicht geríngen Obulus für eben diesen Arzt, der in solchen Hochrisikogebieten begleitet. Daß Mediplus das gänzlich anders sieht und offensichtlich keinerlei ausstattungsbezogene Vorgaben erlässt oder gar eine Kontrolle der ärztlichen Verhaltensweise durchführt, halte ich in Anbetracht der durch die Werbung bei den Reisenden geweckten Erwartungshaltung für grob fahrlässig.
     
    Ich habe genau aus diesen geschilderten Gründen das mitgenommen, was ich auch hier in Deutschland im Auto spazierenfahre - nicht, weil ich es brauche, sondern weil ich aus meiner -ehrenamtlichen- Arbeit im DRK wahrlich oft genug mitbekomme, was zu welchem Zeitpunkt sinnvoll ist. Hier zuhause liegt bei mir im Auto sogar permanent ein Defi, der mir allerdings für Indien dann doch zu gross war -notfalls gehts eben auch per Hand.
     
    In Indien hat sich gezeigt, wie sinnvoll es war, den Kram mitzunehmen (es passt ja alles incl. des -zugelassenen- Hand-EKGs in eine mittelgrosse Kameratasche).
    Das EKG brauchte ich bei einer Mitreisenden und einer jungen Inderin, die in einem Tempel wegen Dehydrierung umfiel (der mitreisende Arzt kommentierte das Ganze mit den Worten: "So etwas hätte ich auch gerne"- das wars dann.)
    Pulsoxy nimmt keinen Platz weg, Blutdruckmessegerät sowieso nicht und Zuckertester erst recht nicht.
    Alles also klein und kompakt und doch im Notfall eine klare Hilfe beim Versuch der Diagnose.
     
    Warum nur sollte man also Derartiges gerade auf einer solch extrem speziellen Reise nicht mitnehmen?
     
    Immer nur an sich selbst denken hilft Anderen nicht weiter.
     
    Im Übrigen hatte ich mit den Geräten keinerlei Probleme bei Einfuhr und Ausfuhr, ebensowenig beim deutschen Zoll.
     
    Daß nicht jeder so denkt, daß sich nicht Wenige einfach darauf verlassen, daß schon nichts passieren wird, ist mir klar. Daß aber andererseits dann vorausschauendes und sinnvolles Handeln in einem Posting quasi belächelt wird, ist schon arg verwunderlich und lässt bei mir manchen Gedanken zu.

    Meinungen zu Gesundheit & Medizin

  • Rundreisen in Indien?
    reisefreude15R reisefreude15

    Wir waren auch im Februar dort (dieses Jahr, sind also gerade erst wieder zurück).
    Da die meisten Übernachtungen in alten Palasthotels waren (mehr oder minder gut), haben wir oft gefroren.
    Tagsüber waren die Temperaturen durchaus gut (bis zu 26 Grad), nachts jedoch war es sehr kalt.
    Insofern also an eine richtig warme Jacke denken!
     
    Bei einer Rundreise ist unbedingt zu bedenken, daß die täglichen Strecken zwischen den Sehenswürdigkeiten von den Reiseveranstaltern meist auf ca. 250 bis 300km festgelegt werden. Dies bedeutet etwa 8 bis 10 Stunden Busfahrt bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 bis 35 km/h - je nach Verkehrsdichte und Strassenzustand mal geringfügig mehr, oft aber auch deutlich weniger.
    Genau das aber nervt, wenn man die meiste Zeit des Urlaubes im Bus sitzt.
     
    Ansonsten ist halt extrem auf Hygiene zu achten, sind alle Getränke, die nicht aus  originalverschlossenen Flaschen kommen, strikt zu meiden.
     
    Wir waren trotz vorheriger intensiver Recherche sowohl über die Abläufe, wie aber in erster Linie über den Dreck in Indien sehr erstaunt. Da liegen dann auch mal Tote auf der Strasse, niemand kümmert sich um die Leichen. Auf Schritt und Tritt tappt man in den kleineren Städten in Kot (nicht nur von Tieren.....), Hotels mit benutzten Betten sind nichts Ungewöhnliches und manchmal fragt man sich, warum man das denn alles auf sich nimmt, wenn man das Erlebte mit den damit zusammenhängenden Strapazen ins Verhältnis setzt.
     
    Für uns war es eine interessante Erfahrung, mehr aber auch nicht.
    Wir würden eine solche Indien-Reise (Rathjastan mit Mediplus) niemals wieder machen.

    Sonstiges Asien

  • Rundreisen mit Arzt
    reisefreude15R reisefreude15

    Vergiss auf jeden Fall Mediplus, wenn Du Dich auf einen Arzt verlassen willst und darauf bauen willst, im Notfall qualifizierte Hilfe zu bekommen.
    Ich bin Rettungssanitäter und war mit Mediplus als normaler Reisegast in Indien, ein Arzt begleitete unsere Gruppe.
    Er war weder bei einem Unfall einer Gruppenteilnehmerin vor Ort (er hatte es vorgezogen, im Hotel zu bleiben), noch hatte er eine für Notfälle adäquate Ausrüstung.
    Selbst eine Liste der vor Ort tätigen indischen Ärzte sowie der Krankenhäuser fehlte ihm.
    Stattdessen schaffte er es, ein seit fünf Jahren abgelaufenes Medikament einer Mitreisenden zu verabreichen.
    Ab dem dritten Tag, als alle gemerkt hatten, wie vertrottelt und fachlich unengagiert er war, kamen alle Mitreisenden mit Problemen zu mir.
    Im Gegensatz zum Arzt hatte ich Verbandmaterial, Pulsoxy, Blutdruckmessgerät, Zuckertest und EKG dabei.
    Selbst vorsorgen ist der erfahrungsgemäss bessere Weg, statt sich auf den Mediplus-Arzt zu verlassen.
    Für mich ist diese als Sicherheit verkaufte Leistung ein reiner Marketinggag, hinter dem nichts als heisse Luft steht.

    Meinungen zu Gesundheit & Medizin

  • BigXtra Teil I
    reisefreude15R reisefreude15

    Hallo,
    wir waren mit BigXtra 14 Tage in der Türkei (Side) und mit Ausnahme des Fluges (ab Köln-Bonn mit Sky) eigentlich rundum zufrieden.
     
    Das Fluggerät von Sky war alt, die Abflugzeiten wurden weder in Köln noch beim Rückflug auch nur annähernd eingehalten und statt Direktflug gab es noch Zwischenlandungen in Deutschland, um weitere Gäste abzuholen bzw. aus der Türkei kommende Gäste -die noch in der Maschine sassen- zuhause abzuliefern. Also ein wirres Hin- und Her zum Abliefern und Abholen mit Landungen in Frankfurt, Nürnberg und München.
     
    Statt weniger Stunden Flug war es jeweils ein halber Tag.
    Insofern schwante uns schon auf dem Hinflug nichts Gutes, was uns denn dann am Ziel erwarten würde.
     
    Ganz im Gegensatz zu unserer Erwartungshaltung stand ein guter Bus am Flughafen bereit, fuhr uns zielgerichtet ins Hotel und auch dort gab es in Bezug auf die Leistung von BigXtra absolut nichts zu meckern.
     
    Das, was wir zum günstigen Preis gebucht hatten, wurde zu unserer Zufriedenheit geleistet. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.
     
    Passt!
     
    Wir würden genau diese Reise ob der gemachten Erfahrungen jederzeit wieder bei BigXtra buchen -allerdings mit der kleinen Einschränkung, darauf zu achten, daß es nicht wieder Sky ist.

    Reiseveranstalter

  • Venter-Tours, Nambia vom Feinsten.
    reisefreude15R reisefreude15

    Hallo, nachdem ich gestern einen etwas längeren -negativen- Bericht eingestellt habe, möchte ich nicht den Eindruck aufkommen lassen, daß ich als Neuer hier im Forum nur "herummaulen" wolle.
    Also folgt mein nächster Bericht - und der fällt gottseidank überaus positiv aus.
     
    Hier fliessen einige Erfahrungen zu Venter-Tours ein, die sich über mehrere Jahre erstrecken.
     
    Es begab sich vor gut drei Jahren, daß eine Gruppe von Fotoenthusiasten gemeinsam auf die Reise nach Namibia gehen wollte und ich die Organisation der gesamten Reise übernahm.
     
    So arbeitete ich unter Zuhilfenahme diverser Erfahrungen aus Forenbeiträgen eine möglichst sinnvolle Reiseroute für eine dreiwöchige Tour durch den Norden Namibias aus, die sich in erster Linie auf Tierbeobachtungen und landschaftlich reizvolle Gegenden des Landes konzentrierte.
    Diese Reiseroute (Windhoek, Etosha, Twyfelfontain, Swakopmund, Sossusvlei, Kalahari, Windhoek) ging an diverse Reiseveranstalter und Namibia-Spezialanbieter mit der Aufforderung, dieses von mir erarbeitete "Skelett" mit Inhalt zu füllen, zeitliche Abläufe vorzuschlagen, Hotels und Lodges anzubieten.
     
    Einer der angefragten Spezialanbieter war Venter-Tours in Neubrandenburg.
     
    Für mich zum damaligen Zeitpunkt erstaunlich, kamen von dort sowohl die sinnvollsten Rückfragen in Bezug auf Detailwünsche der Gruppe wie aber auch das letztendlich beste Angebot im Hinblick auf das Preis-/Leistungsverhältnis.
    Alle anderen Anbieter standen weit dahinter zurück.
     
    Venter-Tours in Neubrandenburg (Inhaber Caspar Venter und seine Frau Katja) erhielt den Auftrag.
    In Folge buchte man dort für unsere 26-köpfige Gruppe die Flüge incl. der Zubringer nach Frankfurt (Air Namibia Frankfurt-Windhoek und zurück), orderte die PKW's (Die Gruppe fuhr zu jeweils 2 bzw. max 4 Personen in SUV's bzw. PKW's).
    Darüber hinaus kamen aus Neubrandenburg unaufgefordert zahllose sehr sinnvolle Tipps und Ratschläge zur Verhaltensweise in Namibia.
     
    Die von Venter ausgewählten Lodges und Hotels waren unisono erstklassig trotz der aussergewöhnlichen Preisgünstigkeit des Gesamtangebotes. Oftmals überraschte man uns in den einzelnen Unterkünften mit zusätzlichen Highlights, die Venter aus freien Stücken und ohne vorherige Bekanntgabe an uns als zusätzliches Schmankerl ins Paket gesteckt hatte.
    Ob dies nun ein eigens für uns hergerichtetes, höchst exclusives und aufwändiges Dinner bei Kerzenschein mitten im Busch (Kempinski-Lodge am Eingang zum Etosha) war oder auch immer wieder überraschend perfekte Sundowner-Fahrten, alles passte und begeisterte uns.
    Selbst die Hochzeit eines mitreisenden Paares im Sossusvlei hatte Venter in allen Einzelheiten vorbereitet und zur Perfektion geführt.
     
    Dies mag in dieser für einen Reiseveranstalter ungewohnten Detailtiefe auch daran liegen, daß Caspar Venter Südafrikaner mit Wurzeln in Namibia ist und man ihn und seine Frau in jedem unserer Rundreisehotels bestens kennt (Beim Eintreffen oft: "Ach, ihr seid die Gruppe von Caspar, herzlich willkommen" - und schon hatten wir die besten Zimmer bzw. Bungalows) 
     
    Die gesamte Reise verlief ohne einen einzigen Mangel, ohne die geringste Reklamation.
     
    Mehrere Teilnehmer dieser ob der Veranstalterleistung begeisterten Gruppe buchten im darauffolgenden Jahr erneut eine Namibia-Rundtour mit Venter und erlebten aufs Neue eine in allen Belangen perfekte Planung und Durchführung.
     
    Mein Schwager reist dieses Jahr im November (denkbar ungünstige Jahreszeit für Namibia) nach dort, verbringt mit seiner Frau und zwei befreundeten Ehepaaren sowohl 14 Tage in Namibia, wie auch 7 Tage in Südafrika.
     
    Eines der mitreisenden Ehepaare hatte seine Fühler in Bezug auf die Reisplanung bereits in Richtung mehrerer Anbieter ausgestreckt und war vollends überzeugt, hervorragende Angebote in der Hand zu haben.
    Als ich von Venter erzählte, wurde ich müde belächelt - man hatte ja schon Preise und Inhalte auf dem Tisch.
    Trotzdem war man gewillt, sich zusätzlich eine Venter-Ausarbeitung der gewünschten Tour anzufordern - und siehe da, alle waren überaus erstaunt, was dabei herauskam.
    Sinnvollere Inhalte als alle anderen Offerten bei besserer Leistung und günstigerem Preis.
    Alle Sechs reisen nun auch mit Venter-Tours nach Südafrika/Namibia.
    Der Auftrag ist erteilt.
     
    In der heutigen Zeit ist es alles andere als selbstverständlich, daß ein Reiseveranstalter seine Einzelbausteine noch selbst bucht, die angebotenen Hotels/Lodges Stück für Stück aus eigener Erfahrung kennt. Meist werden Pakete von ausländischen Partnern komplett gekauft, ein Obulus aufgeschlagen und das Ganze dann unter eigenem Namen angeboten.
    Fragen Sie heute mal bei den grossen Veranstaltern -und vielen Kleinen- nach Inhalten, nach Details. Meist ist beschämendes Schweigen die Antwort.
     
    Ganz im Gegensatz dazu, bereisen die Venters dieses Zielgebiet jedes Jahr, tun neue Destinationen auf, verhandeln vor Ort über Preise.
    Das führt dazu, daß man dort definitiv noch weiss, wovon man spricht und was man empfiehlt.
    Meiner Meinung nach eine Ausnahmeerscheinung im Markt - und mit mir sind zahllose andere Reisende dieser Auffassung, wie die -echten- Meinungsäusserungen auf der Venter-Tours-Homepage belegen (echt deshalb, weil ich einige der dort begeistert Schreibenden persönlich kenne).
    Venter-Tours macht keine Werbung, lebt ausschliesslich von persönlichen Empfehlungen - was ja auch schon sehr viel in Bezug auf die Qualität aussagt.
     
    Genug der Lobeshymnen, aber solche Erlebnisse müssen ganz einfach auch mal betont werden, nicht jede Reise gibt Anlass zu der hier im Forum oft zu lesenden Kritik an den zahllosen, ausschliesslich auf Profit ausgerichteten Veranstaltern, denen das Wohl des Reisenden doch völlig egal ist.
    Es gibt eben auch die wenigen Ausnahmen von dieser Regel.
     
    Beste Grüße an alle, die dies lesen !

    Reiseveranstalter

  • Erfahrungen mit Mediplus Reisen?
    reisefreude15R reisefreude15

    Da ich mit meinem Beitrag versehentlich ein neues Mediplus-Thema aufgemacht habe, trage ich ihn nun hier ein. Das andere (neue) Thema kann damit gelöscht werden. Danke!
     
    Indien?
    Toll, irgendwann musste das ja mal auf unserer Wunschliste stehen. Vieles auf der Welt haben wir gesehen, Indien gehörte bislang nicht dazu.
     
    Wie nun entdeckt man ein solch unbekanntes, zudem riesig grosses Land mit all seinen Sehenswürdigkeiten während einer normalen Urlaubsreise?
    Selbst auf Tour gehen, Backpacking oder doch die bequemere und sicherere Art, sich einen Reiseveranstalter zu suchen, der Erfahrung hat, sich selbst als seriös darstellt und gerade dann, wenn man 50+ ist, eben auch die Hoffnung auf eine solide Durchführung aufkommen lässt?
     
    Klar, gerade dann, wenn auch -zugegebenermassen- der Wunsch nach einer gewissen Bequemlichkeit hinzukommt :-).
     
    Wer denn nun?
    Viele Indienreiseveranstalter tummeln sich im Markt, ziemlich laut preist Mediplus sein Angebot an, musste uns also ins Auge fallen.
    Das entspr. Angebot von daher studiert und vom Ablauf her, von seiner inhaltlichen Logik, die offerierte Rajasthan-Rundreise für gut befunden.
    Dummerweise -wie sich später herausstellte- auch den Werbeaussagen zur Leistungsfähigkeit des Veranstalters Glauben geschenkt und bei Mediplus gebucht.
     
    Nicht daß wir ihn zwingend brauchen würden, aber im Rahmen der Bequemlichkeit und der Sicherheit wirkte der von Mediplus aufmerksamkeitsstark vermarktete "mitreisende Reisemediziner" durchaus interessant.
    Zwar machte sich im Reisepreis beim Vergleich mit Angeboten anderer Anbieter bemerkbar, daß hierfür ein Aufschlag verlangt wurde, warum aber sollten wir diesen nicht im Hinblick auf die vermeintliche Sicherheit der perfekten medizinischen Notfallversorgung bezahlen?
     
    Nun denn, so buchten wir bei Mediplus und freuten uns auf Indien.
    Die ersten Unterlagen kamen prompt, die späteren Reisepapiere waren vollständig, gut aufgemacht und inhaltlich ansprechend. Daß die Hotline bei Durchgabe einer geänderten Kreditkartennummer (die bei Buchung aktuelle Karte war bei Bezahlung des Restpreises abgelaufen) mürrisch reagierte, konnte das bis dahin positive Bild von Mediplus nicht trüben.
     
    Die vereinzelt negativen Kommentare zu Mediplus im Internet hatten wir zwar registriert, trotzdem blieb die Frage, warum es uns denn ebenso ergehen sollte. Bislang lief ja alles bestens und wir vertrautem einem vermeintlichen Indien-Spezialisten, dem hoffentlich das Wohl seiner Reisenden am Herzen liegt. Man wird ja noch träumen dürfen.......-und daß uns die Wirklickheit später heftigst auf den Boden zurückholen würde, ahnten wir ja zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
     
    In Delhi erwartete uns ein indischer Reiseleiter, ein Busfahrer und ein Hiwi - und irgendwo im Hintergrund, von fast niemandem registriert- auch der deutsche Arzt.
    Am frühen Morgen ging es nach durchflogener Nacht zum Hotelfrühstück, das sich ungewöhnlich lange hinzog (zweieinhalb Stunden). Erst später erfuhren wir, daß bereits zu diesem Zeitpunkt der marode Rundreisebus repariert werden musste und die Weiterfahrt, die Besichtigung von Delhi, sich deshalb verzögerte.
     
    Schon bei der Fahrt zum Frühstück jedoch hatten wir bemerkt, daß 11 der insgesamt ca. 32 Sitze (später nachgezählt) defekt waren, daß die Sitzrastungen nicht mehr griffen, daß diese Rückenlehnen sich unweigerlich und unabwendbar in Liegesitzposition begaben.
    Definitiv vorhandene Unwucht der Kardanwelle (das Gefährt dröhnte schon ab niedrigen Geschwindigkeiten), eine massive Unwucht in den hinteren Doppelreifen und völlig marode hintere Stoßdämpfer zeigten schon nach den ersten Kilometern, daß wir eine Abenteuerreise fernab der erhofften Bequemlichkeit vor uns hatten.
     
    Laut seiner eigenen Aussage hatte der Reiseleiter diese Mängel des ihm bis dahin nicht bekannten Busses einer Busvermietfirma ebenfalls erkannt, bemühte sich angeblich um ein anderes Fahrzeug, was mit dem Hinweis "Keiner vorhanden, sorry" abgelehnt worden sei.
    Ergebnis: Fahrt über sage und schreibe 3.300 km mit diesem wenig verkehrssicheren und technisch desolaten Gerät war unausweichlich angesagt.
     
    Daß die Klimaanlage zudem nur entweder auf "Aus" oder "Extrem kalt" funktionierte, rundete das Bild ab- zahlreiche Reisende durften sich noch viele Tage nach der Reise an einer üblen Erkältung "erfreuen".
     
    Der Busfahrer hatte seine wahre Freude, wenn er immer wieder in Fahrtpausen mit dem Schraubenschlüssel unters Gefährt kriechen musste, um irgendwelche neuen Mängel an Fahrwerk und/oder Bremsen notdürftig zu beseitigen.
     
    Ist halt Indien, sollte man in diesem Moment meinen, hier müssen andere Maßstäbe angelegt werden als in Europa.
    Klar doch!
    Neidisch wurden wir jedoch immer wieder, wenn neue oder neuwertige Volvo-Busse anderer Reiseveranstalter neben unserem maroden Gefährt parkten, wenn gutgelaunte und entspannte Reisende dort ausstiegen.
    Wir ertrugen die Schaukelei, die durchdringenden Schläge bei jedem Loch in der Strasse - anfangs noch relativ gelassen, später jedoch zunehmend genervter und angespannter.
     
    Daß bereits am dritten Tag die sorgfältig in der gepolsterten Kameratasche aufbewahrte Spiegelreflexkamera meiner Frau ihren Geist durch die Buserschütterungen aufgab, war ärgerlich. Als am darauffolgenden Tag meine Videokamera ebenfalls vollständig ausfiel (Schaden laut Panasonc: Optiksystem und Sensor gelockert) und am gleichen Tag mein Tonmaufnahmerecorder seinen Dienst einstellte, erschien die Schüttelfrequenz im Bus bedrohlich.
    Abhilfe? Nein, wo denkt man hin mit seinen Vorstellungen von einer gelungenen Reise?
     
    Da dürfen doch so ein paar ausgefallene -wertvolle- Geräte die Stimmung nicht trüben (Ironiemodus aus).
     
    Irgendwie passte es ins leicht zurechtgerückte Bild dann auch, daß mir am ersten Abend im Hotel in Manesar beim Betätigen der Toilettenspülung das Wasser über die Füße lief, es kam ganz einfach sprudelnd aus den Kachelfugen der Wand statt aus dem Toilettenzufluss.
    Die Abhilfe durch das herbeigerufene Hotelpersonal bestand im Abstellen der Toilettenspülung.
     
    Nun denn, dann konnte es ja nur noch besser werden (Wie war das mit dem Träumen?::).
    Zu dem Zeitpunkt schwankten wir noch zwischen einsetzender Verzweiflung und der Hoffnung, daß wir nun schon genug Missliebiges erlebt hätten, daß das Maß eigentlich ausreichend voll sei.
    Daß dem nicht so war, zeigte sich schon unmittelbar danach.
     
    Seitens der Reiseleitung war eine TukTuk-Fahrt in die Stadt zur Besichtigung angesagt. Beim anschliessenden Fußmarsch wurde eine der Mitreisenden angefahren, stürzte auf die Strasse und wurde verletzt. Der Ruf nach dem laut Mediplus "Stets für Notfallmaßnahmen erreichbaren Arzt" erscholl.
    Nur - er war gar nicht bei seiner Gruppe, hatte es vorgezogen, im Hotel zu bleiben.
    Hilfe durch ihn in diesem Fall? Völlige Fehlanzeige.
    Die Erste-Hilfe wurde aus der Gruppe der Reisenden heraus geleistet statt vom Arzt.
    Und dafür hat man bezahlt, darauf hat man sich verlassen?
     
    Dieses Bild rundete sich -leider weiterhin zum Negativen- ab, als der Arzt einer unter Krämpfen und Überlkeit leidenden Mitreisenden ein bereits im Februar 2007 abgelaufenes Medikament verabreichte - sage und schreibe fünf Jahre nach Verfalldatum (inzwischen von Mediplus bestätigt).
     
    Spätestens ab diesem Moment hatte sich unser Bild von der vermeintlichen Leistungsfähigkeit des Arztes verfestigt.
    Notfallhilfe? Besser nicht.
    Man möge uns davor beschützen!
     
    Hier passt bestens ins Gefüge, daß dieser Mensch, der laut Mediplus ggfls. auch auftragsgemäß Notfallmaßnahmen einleiten soll, noch nicht einmal im Besitz einer Liste der örtlichen Ärzte oder Krankenhäuser war (Mediplus hatte sie ihm nicht zur Verfügung gestellt).
    Durchfragen wäre angesagt gewesen statt unmittelbarer -auch stationärer- Notfallversorgung.
    Das kann man auch alleine, dafür braucht man keinen mitreisenden und von uns bezahlten Arzt, der im Falle des Falles allzu schnell an seine Grenzen stösst.
     
    Apropos Notfallmaßnahmen: Eine Infusion, ein tragbares EKG oder auch nur ein Pulsoymeter oder ein Intubationsbesteck zählten nicht zu seiner Ausstattung.
     
    Notfallmaßnahmen ohne adäquate Notfallausrüstung ergreifen - wie geht das?
     
    Also doch nur Pillenverteiler - und noch dazu abgelaufene?
     
    Die wortstark angepriesene Entsendung eines Arztes als Begleiter der Reise sehen wir übereinstimmend mit anderen Personen aus unserer Gruppe als reinen Marketinggag an, mit dem Mediplus versucht, sich einen Vorteil gegenüber Mitbewerbern im Markt zu verschaffen.
     
    Ganz anders da der Reiseleiter :-),ein Inder mit wahrlich profunden Kenntnissen seines Landes und der Geschichte.
    Eigentlich perfekt, wenn Indien ausländischen Reisenden näher gebracht werden soll, wenn eine solche Reise auch Inhalte bekommen soll.
    Wenn er nur ein einigermassen verständliches Deutsch gesprochen hätte. So aber radebrechte und haspelte er sich durch die deutsche Sprache, konnte Vieles von seinem Wissen nicht in klare Worte umsetzen, liess immer wieder unbeantwortete Fragen offen.
     
    Sein Engagement hingegen war bewundernswert.
    Nicht im Sinne der Reisenden, vielmehr im Sinne seines Arbeitgebers, der von Mediplus beauftragten Reiseagentur "LPTI". Deren Interessen vertrat er vehement, verweigerte bei von Reisenden vorgetragenen -überaus berechtigten- Mängeln jedwede Abhilfe, jedwede Unterstützung und jedwede schriftliche Bestätigung der Mängel.
    "Ich darf das nicht, das ist mir untersagt" war die lapidare Antwort, wenn sich jemand über zerrissene Koffer oder auch miserable Hotelzimmer beschwerte und eine schriftliche Bestätigung des Reisemangels haben wollte.
     
    Ob wir im dreckigsten Hotel unseres bisherigen Lebens (Lalgarh Palace, Bikaner) -in dessen Zimmertoilette noch der Stuhlgang vom vorherigen Gast schwamm und sich Blut auf dem Boden befand- mit Nachdruck um eine andere Unterkunft baten oder wenn wir Hilfe bei der Suche nach einer Apotheke brauchten, er war nicht ansprechbar, war zu keinem Zeitpunkt in unserem Sinne tätig.
    Er war ausschliesslich Statthalter von "LPTI" und "Mediplus".
     
    Engagement jedoch zeigte er dann, wenn es darum ging, die Reisenden in vielfältigste Verkaufsshows zu führen.
    So durften wir erleben: Schal- und Bettdeckenverkauf, Einlegearbeitenverkauf, Schmuck- und Juwelenverkauf, angebliche Maßschneiderei, Gewürzladen, Teppich"manufaktur" ........alles natürlich mit entspr. Provisionen für ihn (oder den Veranstalter??) bei jedem getätigten Deal.
    Bei meiner Frage nach einem Elektronikgeschäft, in dem ich meine defekte Videokamera durch einen Neukauf ersetzen könne, zuckte er jedoch hilflos mit den Schultern. Provision gabs da ja nicht, da kein Vertragspartner. Statt des Reiseleiters halfen mir Einhemische bei der Suche.
     
    Er scheute sich nicht, auftretende Probleme mit der auf sein Anraten hin gekauften Ware mit einem "Da haben Sie Pech gehabt" abzutun.
     
    So häuften sich die Missliebigkeiten, aus der erwartungsvoll angegangenen Reise durch ein sehenswertes, hochinteressantes Land wurde eine Enttäuschung, weil das reiseorganisatorische Umfeld massivst krankte.
     
    Man kann durchaus mit Fug und Recht sagen, daß wir die Reise ab einem gewissen Zeitpunkt nur noch absolvierten, nicht mehr mit Freude erlebten.
     
    Für unser Bewusstsein wurde in vielerlei Details sichtbar, daß es hier darum ging, eine Reisegruppe profitorientiert durch Rathjastan zu schleusen. Ein Bemühen des Veranstalters, sich als qualitativ hochwertiger Dienstleister zu profilieren, war für uns nicht erkennbar.
    Oberflächlichkeit und Desinteresse klangen unter dem Mäntelchen der vermeintlichen Serviceorientierung lautstark durch.
     
    Noch jedoch führten wir dies in erster Linie auf das vor Ort tätige Unternehmen "LPTI" zurück und vertrauten auf eine angemessene -und das Erschrecken ob der Abläufe demonstrierende- Reaktion durch Mediplus nach Rückkehr.
    Doch weit gefehlt.
    Mediplus wurde mehrfach per Einschreiben-Rückschein angeschrieben, im Rahmen dieses Schriftverkehrs wurden auch die erschreckenden -zum Erbrechen reizenden- Bilder des Hotels in Bikaner übermittelt, wurden alle aufgetretenen Probleme dezidiert dargelegt.
    Man bestätigte zeitnah den Eingang, bat um Wartestellung, um selbst mit Indien und dem Arzt Kontakt aufzunehmen.
    Bis dahin klang dies noch alles einigermassen hoffnungsvoll und bemüht.
     
    Den bisherigen Abschluss fand die Geschichte jedoch in einem Schreibens seitens Mediplus (verfasst von der Leiterin der "Kundenbetreuung/des Qualitätsmanagements") , in dem die Untätigkeit des Arztes intensiv zu entschuldigen versucht wird, in dem auf die Verhaltensweise des Reiseführers mit keinem Wort eingegangen wird und in dem allen Ernstes behauptet wird, die Mängel im verdreckten Hotel wären vor Ort nicht vorgetragen worden.
     
    Hinweis auf diese angebliche Untätigkeit meinerseits, die mir jedweden Anspruch auf Reklamation nehmen würde, wäre die fehlende schrfitliche Bestätigung des Mangels durch den Reiseleiter.
     
    Laut vor Zeugen getroffener Aussage des Reiseleiters verbietet man diesem, eine schriftliche Bestätigung auszustellen und erklärt dann im unmittelbaren Gegenzug, wenn diese Bestätigung nicht vorliege, gäbe es auch keinen anerkennungsfähigen Mangel. 
     
    Wenn das nicht eine wunderbar zielführende Taktik ist.......
     
    Wir haben bereits zahllose Reisen mit anderen -seriösen- Reiseveranstaltern durchgeführt. In seltenen Fällen gab es mal Gründe zur Reklamation -nie jedoch in dieser Massivität wie hier bei der beschriebenen Indienreise.
    In den wenigen bisherigen Fällen zeigten sich andere Veranstalter stets kulant und intensiv bemüht, die Verärgerung des Reisenden zu elimineren.
     
    Ganz anders erscheint uns jedoch die Vorgehensweise von Mediplus.
    Hier zieht sich der Reiseveranstalter zurück, weigert sich erkennbar, vorgetragene Fakten zu akzeptieren und spricht in seinem Schreiben von einer "auch von der deutschen Rechtssprechung geforderten Mitwirkungspflicht des Reisenden", der hier nicht nachgekommen worden sei.
     
    Punkt. "Wir wünschen Ihnen alles Gute". Danke.
     
    Diesem Veranstalter werden wir zukünftig weder unser Geld, noch unsere Urlaubszeit, noch unser Leben anvertrauen. Dazu ist uns das alles zu wertvoll.
     
    Mediplus? Für uns nie wieder!

    Reiseveranstalter

  • Mediplus - eine Erfahrung :-(
    reisefreude15R reisefreude15

    Indien?
    Toll, irgendwann musste das ja mal auf unserer Wunschliste stehen.
    Vieles auf der Welt haben wir gesehen, Indien gehörte bislang nicht dazu.
     
    Wie nun entdeckt man ein solch unbekanntes, zudem riesig grosses Land mit all seinen Sehenswürdigkeiten während einer normalen Urlaubsreise?
    Selbst auf Tour gehen, Backpacking oder doch die bequemere und sicherere Art, sich einen Reiseveranstalter zu suchen, der Erfahrung hat, sich selbst als seriös darstellt und gerade dann, wenn man 50+ ist, eben auch die Hoffnung auf eine solide Durchführung aufkommen lässt?
    Klar, gerade dann, wenn auch -zugegebenermassen- der Wunsch nach einer gewissen Bequemlichkeit hinzukommt :-).
     
    Wer denn nun?Viele Indienreiseveranstalter tummeln sich im Markt, ziemlich laut preist Mediplus sein Angebot an, musste uns also ins Auge fallen.
    Das entspr. Angebot von daher studiert und vom Ablauf her, von seiner inhaltlichen Logik, die offerierte Rajasthan-Rundreise für gut befunden.
    Dummerweise -wie sich später herausstellte- auch den Werbeaussagen zur Leistungsfähigkeit des Veranstalters Glauben geschenkt und bei Mediplus gebucht.
     
    Nicht daß wir ihn zwingend brauchen würden, aber im Rahmen der Bequemlichkeit und der Sicherheit wirkte der von Mediplus aufmerksamkeitsstark vermarktete "mitreisende Reisemediziner" durchaus interessant.
    Zwar machte sich im Reisepreis beim Vergleich mit Angeboten anderer Anbieter bemerkbar, daß hierfür ein Aufschlag verlangt wurde, warum aber sollten wir diesen nicht im Hinblick auf die vermeintliche Sicherheit der perfekten medizinischen Notfallversorgung bezahlen?
     
    Nun denn, so buchten wir bei Mediplus und freuten uns auf Indien.
    Die ersten Unterlagen kamen prompt, die späteren Reisepapiere waren vollständig, gut aufgemacht und inhaltlich ansprechend. Daß die Hotline bei Durchgabe einer geänderten Kreditkartennummer (die bei Buchung aktuelle Karte war bei Bezahlung des Restpreises abgelaufen) mürrisch reagierte, konnte das bis dahin positive Bild von Mediplus nicht trüben.
     
    Die vereinzelt negativen Kommentare zu Mediplus im Internet hatten wir zwar registriert, trotzdem blieb die Frage, warum es uns denn ebenso ergehen sollte. Bislang lief ja alles bestens und wir vertrautem einem vermeintlichen Indien-Spezialisten, dem hoffentlich das Wohl seiner Reisenden am Herzen liegt.
    Man wird ja noch träumen dürfen.......-und daß uns die Wirklickheit später heftigst auf den Boden zurückholen würde, ahnten wir ja zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
     
    In Delhi erwartete uns ein indischer Reiseleiter, ein Busfahrer und ein Hiwi - und irgendwo im Hintergrund, von fast niemandem registriert- auch der deutsche Arzt.
    Am frühen Morgen ging es nach durchflogener Nacht zum Hotelfrühstück, das sich ungewöhnlich lange hinzog (zweieinhalb Stunden). Erst später erfuhren wir, daß bereits zu diesem Zeitpunkt der marode Rundreisebus repariert werden musste und die Weiterfahrt, die Besichtigung von Delhi, sich deshalb verzögerte.
     
    Schon bei der Fahrt zum Frühstück jedoch hatten wir bemerkt, daß 11 der insgesamt ca. 32 Sitze (später nachgezählt) defekt waren, daß die Sitzrastungen nicht mehr griffen, daß diese Rückenlehnen sich unweigerlich und unabwendbar in Liegesitzposition begaben.
     
    Definitiv vorhandene Unwucht der Kardanwelle (das Gefährt dröhnte schon ab niedrigen Geschwindigkeiten), eine massive Unwucht in den hinteren Doppelreifen und völlig marode hintere Stoßdämpfer zeigten schon nach den ersten Kilometern, daß wir eine Abenteuerreise fernab der erhofften Bequemlichkeit vor uns hatten.
     
    Laut seiner eigenen Aussage hatte der Reiseleiter diese Mängel des ihm bis dahin nicht bekannten Busses einer Busvermietfirma ebenfalls erkannt, bemühte sich angeblich um ein anderes Fahrzeug, was mit dem Hinweis "Keiner vorhanden, sorry" abgelehnt worden sei.
    Ergebnis: Fahrt über sage und schreibe 3.300 km mit diesem wenig verkehrssicheren und technisch desolaten Gerät war unausweichlich angesagt.
     
    Daß die Klimaanlage zudem nur entweder auf "Aus" oder "Extrem kalt" funktionierte, rundete das Bild ab- zahlreiche Reisende durften sich noch viele Tage nach der Reise an einer üblen Erkältung "erfreuen".
     
    Der Busfahrer hatte seine wahre Freude, wenn er immer wieder in Fahrtpausen mit dem Schraubenschlüssel unters Gefährt kriechen musste, um irgendwelche neuen Mängel an Fahrwerk und/oder Bremsen notdürftig zu beseitigen.
     
    Ist halt Indien, sollte man in diesem Moment meinen, hier müssen andere Maßstäbe angelegt werden als in Europa.
    Klar doch!
    Neidisch wurden wir jedoch immer wieder, wenn neue oder neuwertige Volvo-Busse anderer Reiseveranstalter neben unserem maroden Gefährt parkten, wenn gutgelaunte und entspannte Reisende dort ausstiegen.
    Wir ertrugen die Schaukelei, die durchdringenden Schläge bei jedem Loch in der Strasse - anfangs noch relativ gelassen, später jedoch zunehmend genervter und angespannter.
     
    Daß bereits am dritten Tag die sorgfältig in der gepolsterten Kameratasche aufbewahrte Spiegelreflexkamera meiner Frau ihren Geist durch die Buserschütterungen aufgab, war ärgerlich. Als am darauffolgenden Tag meine Videokamera ebenfalls vollständig ausfiel (Schaden laut Panasonc: Optiksystem und Sensor gelockert) und am gleichen Tag mein Tonmaufnahmerecorder seinen Dienst einstellte, erschien die Schüttelfrequenz im Bus bedrohlich.
     
    Abhilfe? Nein, wo denkt man hin mit seinen Vorstellungen von einer gelungenen Reise?Da dürfen doch so ein paar ausgefallene -wertvolle- Geräte die Stimmung nicht trüben (Ironiemodus aus).
     
    Irgendwie passte es ins leicht zurechtgerückte Bild dann auch, daß mir am ersten Abend im Hotel in Manesar beim Betätigen der Toilettenspülung das Wasser über die Füße lief, es kam ganz einfach sprudelnd aus den Kachelfugen der Wand statt aus dem Toilettenzufluss.
    Die Abhilfe durch das herbeigerufene Hotelpersonal bestand im Abstellen der Toilettenspülung.
     
    Nun denn, dann konnte es ja nur noch besser werden (Wie war das mit dem Träumen?::).
     
    Zu dem Zeitpunkt schwankten wir noch zwischen einsetzender Verzweiflung und der Hoffnung, daß wir nun schon genug Missliebiges erlebt hätten, daß das Maß eigentlich ausreichend voll sei.
     
    Daß dem nicht so war, zeigte sich schon unmittelbar danach.
    Seitens der Reiseleitung war eine TukTuk-Fahrt in die Stadt zur Besichtigung angesagt.
    Beim anschliessenden Fußmarsch wurde eine der Mitreisenden angefahren, stürzte auf die Strasse und wurde verletzt. Der Ruf nach dem laut Mediplus "Stets für Notfallmaßnahmen erreichbaren Arzt" erscholl. Nur - er war gar nicht bei seiner Gruppe, hatte es vorgezogen, im Hotel zu bleiben.
    Hilfe durch ihn in diesem Fall? Völlige Fehlanzeige.
    Die Erste-Hilfe wurde aus der Gruppe der Reisenden heraus geleistet statt vom Arzt.
    Und dafür hat man bezahlt, darauf hat man sich verlassen?
     
    Dieses Bild rundete sich -leider weiterhin zum Negativen- ab, als der Arzt einer Mitreisenden ein bereits im Februar 2007 abgelaufenes Medikament verabreichte - sage und schreibe fünf Jahre nach Verfalldatum (inzwischen von Mediplus bestätigt).
     
    Spätestens ab diesem Moment hatte sich unser Bild von der vermeintlichen Leistungsfähigkeit des Arztes verfestigt.
    Notfallhilfe? Besser nicht. Man möge uns davor beschützen!
    Hier passt bestens ins Gefüge, daß dieser Mensch, der ggfls. auch auftragsgemäß Notfallmaßnahmen einleiten soll, noch nicht einmal im Besitz einer Liste der örtlichen Ärzte oder Krankenhäuser war (Mediplus hatte sie ihm nicht zur Verfügung gestellt).
    Durchfragen wäre angesagt gewesen statt unmittelbarer -auch stationärer- Notfallversorgung.
    Das kann man auch alleine, dafür braucht man keinen mitreisenden und von uns bezahlten Arzt, der im Falle des Falles allzu schnell an seine Grenzen stösst.
     
    Apropos Notfallmaßnahmen: Eine Infusion, ein tragbares EKG oder auch nur ein Pulsoymeter oder ein Intubationsbesteck zählten nicht zu seiner Ausstattung.
     
    Notfallmaßnahmen ohne adäquate Notfallausrüstung ergreifen - wie geht das?
     
    Also doch nur Pillenverteiler - und noch dazu abgelaufene?
     
    Ganz anders da der Reiseleiter :-),ein Inder mit wahrlich profunden Kenntnissen seines Landes und der Geschichte.
    Eigentlich perfekt, wenn Indien ausländischen Reisenden näher gebracht werden soll, wenneine solche Reise auch Inhalte bekommen soll.
    Wenn er nur ein einigermassen verständliches Deutsch gesprochen hätte. So aber radebrechte und haspelte er sich durch die deutsche Sprache, konnte Vieles von seinem Wissen nicht in klare Worte umsetzen, liess immer wieder unbeantwortete Fragen offen.
     
    Sein Engagement hingegen war bewundernswert. Nicht im Sinne der Reisenden, vielmehr im Sinne seines Arbeitgebers, der von Mediplus beauftragten Reiseagentur "LPTI".
    Deren Interessen vertrat er vehement, verweigerte bei von Reisenden vorgetragenen -überaus berechtigten- Mängeln jedwede Abhilfe, jedwede Unterstützung und jedwede schriftliche Bestätigung der Mängel.
    "Ich darf das nicht, das ist mir untersagt" war die lapidare Antwort, wenn sich jemand über zerrissene Koffer oder auch miserable Hotelzimmer beschwerte und eine schriftliche Bestätigung des Reisemangels haben wollte.
     
    Ob wir im dreckigsten Hotel unseres bisherigen Lebens (Lalgarh Palace, Bikaner) -in dessen Zimmertoilette noch der Stuhlgang vom vorherigen Gast schwamm und sich Blut auf dem Boden befand- mit Nachdruck um eine andere Unterkunft baten oder wenn wir Hilfe bei der Suche nach einer Apotheke brauchten, er war nicht ansprechbar, war zu keinem Zeitpunkt in unserem Sinne tätig.
     
    Er war ausschliesslich Statthalter von "LPTI" und "Mediplus".
     
    Engagement jedoch zeigte er dann, wenn es darum ging, die Reisenden in vielfältigste Verkaufsshows zu führen.
    So durften wir erleben: Schal- und Bettdeckenverkauf, Einlegearbeitenverkauf, Schmuck- und Juwelenverkauf, angebliche Maßschneiderei, Gewürzladen, Teppich"manufaktur" ........alles natürlich mit entspr. Provisionen für ihn (oder den Veranstalter??) bei jedem getätigten Deal.
    Bei meiner Frage nach einem Elektronikgeschäft, in dem ich meine defekte Videokamera durch einen Neukauf ersetzen könne, zuckte er jedoch hilflos mit den Schultern. Provision gabs da ja nicht, da kein Vertragspartner. Statt des Reiseleiters halfen mir Einhemische bei der Suche.
     
    Er scheute sich nicht, auftretende Probleme mit der auf sein Anraten hin gekauften Ware mit einem "Da haben Sie Pech gehabt" abzutun.
     
    So häuften sich die Missliebigkeiten, aus der erwartungsvoll angegangenen Reise durch ein sehenswertes, hochinteressantes Land wurde eine Enttäuschung, weil das reiseorganisatorische Umfeld massivst krankte.
     
    Man kann durchaus mit Fug und Recht sagen, daß wir die Reise ab einem gewissen Zeitpunkt nur noch absolvierten, nicht mehr mit Freude erlebten.
     
    Für unser Bewusstsein wurde in vielerlei Details sichtbar, daß es hier darum ging, eine Reisegruppe profitorientiert durch Rathjastan zu schleusen.
    Ein Bemühen des Veranstalters, sich als qualitativ hochwertiger Dienstleister zu profilieren, war für uns nicht erkennbar.
    Oberflächlichkeit und Desinteresse klangen unter dem Mäntelchen der vermeintlichen Serviceorientierung lautstark durch.
     
    Noch jedoch führten wir dies in erster Linie auf das vor Ort tätige Unternehmen "LPTI" zurück und vertrauten auf eine angemessene -und das Erschrecken ob der Abläufe demonstrierende- Reaktion durch Mediplus nach Rückkehr.
    Doch weit gefehlt.
    Mediplus wurde mehrfach per Einschreiben-Rückschein angeschrieben, im Rahmen dieses Schriftverkehrs wurden auch die erschreckenden -zum Erbrechen reizenden- Bilder des Hotels in Bikaner übermittelt, wurden alle aufgetretenen Probleme dezidiert dargelegt.
     
    Man bestätigte zeitnah den Eingang, bat um Wartestellung, um selbst mit Indien und dem Arzt Kontakt aufzunehmen.
    Bis dahin klang dies noch alles einigermassen hoffnungsvoll und bemüht.
     
    Den bisherigen Abschluss fand die Geschichte jedoch in einem Schreibens seitens Mediplus (verfasst von der Leiterin der "Kundenbetreuung/des Qualitätsmanagements"), in dem die Untätigkeit des Arztes intensiv zu entschuldigen versucht wird, in dem auf die Verhaltensweise des Reiseführers mit keinem Wort eingegangen wird und in dem allen Ernstes behauptet wird, die Mängel im verdreckten Hotel wären vor Ort nicht vorgetragen worden.
     
    Hinweis auf diese angebliche Untätigkeit meinerseits, die mir jedweden Anspruch auf Reklamation nehmen würde, wäre die fehlende schrfitliche Bestätigung des Mangels durch den Reiseleiter.
     
    Laut vor Zeugen getroffener Aussage des Reiseleiters verbietet man diesem, eine schriftliche Bestätigung auszustellen und erklärt dann im unmittelbaren Gegenzug, wenn diese Bestätigung nicht vorliege, gäbe es auch keinen anerkennungsfähigen Mangel.
     
    Wenn das nicht eine wunderbar zielführende Taktik ist.......
     
    Wir haben bereits zahllose Reisen mit anderen -seriösen- Reiseveranstaltern durchgeführt. In seltenen Fällen gab es mal Gründe zur Reklamation -nie jedoch in dieser Massivität wie hier bei der beschriebenen Indienreise.
    In den wenigen bisherigen Fällen zeigten sich andere Veranstalter stets kulant und intensiv bemüht, die Verärgerung des Reisenden zu elimineren.
     
    Ganz anders erscheint uns jedoch die Vorgehensweise von Mediplus.
    Hier zieht sich der Reiseveranstalter zurück, weigert sich erkennbar, vorgetragene Fakten zu akzeptieren und spricht in seinem Schreiben von einer "auch von der deutschen Rechtssprechung geforderten Mitwirkungspflicht des Reisenden", der hier nicht nachgekommen worden sei.
     
    Punkt. "Wir wünschen Ihnen alles Gute". Danke.
     
    Diesem Veranstalter werden wir zukünftig weder unser Geld, noch unsere Urlaubszeit, noch unser Leben anvertrauen.
    Dazu ist uns das alles zu wertvoll.
     
    Mediplus? Für uns nie wieder!

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