Liebe ForistInnen,
nachdem ich nun mit großem Interesse seit Tagen die diversen Beiträge verfolge, "muss" ich mich heute mal zu Wort melden.
Die Fragen, Antworten und Kommentare zu den jüngsten operationellen Schwierigkeiten der Airline sind in weiten Bereichen durchaus nachvollziehbar, jedoch überrascht mich so manch ein Text...
Es scheinen sich hier ein paar Menschen zu tummeln, welche sich schlicht -ohne wirkliche Betroffenheit- am Elend der Reisenden ergötzen und diese Plattform nutzen, um mit ihrem ach so profunden "Luftfahrtwissen" deren Ego aufpolieren möchten.
An dieser Stelle ein paar "simple" Tatsachen:
Die D-AZUB ist "AOG" ( aircraft on ground ) und wird nach den erforderlichen Wartungsarbeiten PUJ verlassen. KEINE Airline hat Interesse daran, ein Flugzeug und eine Crew so lange am Boden stehen zu haben und ich gehe davon aus, dass man mit HOCHTOUREN an einer Problemlösung arbeitet.
Offensichtlich kennt hier NIEMAND die Ursache der technischen Schwierigkeiten und aufgrund der Komplexität eines Fliegers kann es eine Lappalie oder eine größere Sache sein.
Auf Flightradar24 werden die stattfindenden Flugbewegungen der Azur Air im Flugplan des jeweiligen Airports NICHT angezeigt, was sicherlich einigen Mitschreibern beim Nachvollziehen der bereits stattgefunden Flüge aufgefallen ist.
Die Homepages der jeweiligen Flughäfen übermitteln die GEPLANTEN Flugzeiten so lange, bis von der jeweiligen Airline die aktualisierten Informationen eingehen. Dafür zuständig ist deren mit der Flugplanung und Flugkoordination beschäftigte Abteilung.
Die MitarbeiterInnen am Azur Air-Schalter sind ebenfalls auf Detailinformationen seitens der besagten Abteilung angewiesen und können den Prozess weder beschleunigen, noch Gerüchte weiterverbreiten. Deren Aufgabe ist es "nur", so offen und ehrlich wie möglich die unschönen Nachrichten zu kommunizieren.
In der letzten Konsequenz können weder die Crews noch die Bodenteams im Kundenkontakt etwas für diese Umstände, sind jedoch -völlig nachvollziehbar- die Anlaufstelle und der Prellbock des berechtigten Unmuts der Kunden.
Dem Kunden bleibt es nun überlassen, eine Entscheidung zu treffen.... Das ist bitter und erfordert Verantwortung für das eigene Handeln!
Eine Verantwortung haben selbstverständlich auch die entsprechenden MitarbeiterInnen der Fluggesellschaft und der entsprechenden Veranstalter.
Eine Operation mit nur einem aktiven Flugzeug in der Hauptreisezeit und mit einem eng getakteten Flugplan in Kombination mit technischen Problemen ist tatsächlich ein "worst case-Szenario"'für ALLE Betroffenen: Ich wünsche mir, dass hier auf der Seite der Raum für die Betroffenen bleibt und wir (sprich alle nicht direkt Beteiligten) uns gepflegt und gesittet zurückhalten und manch eine (aus der jeweiligen Betroffenheit) emotionale Äusserung mit Anstand und ohne Egozentrik kommentiert wird!
Danke für's Lesen!