Hallo!
Also, mein Mann und ich tragen uns schon länger mit dem Gedanken Deutschland zu verlassen. Ursprünglich haben wir gedacht es so im Alter von 50-55 in Angriff zu nehmen, nur mittlerweile ändert sich die wirtschaftliche Situation in Deutschland so sehr, das wir vielleicht unseren Plan schon früher in die Tat umsetzen müssen.
Wir möchten einfach vermeiden, unser Leben lang hart gearbeitet zu haben, um als Rentner dann eine Einheitsrente zu bekommen, durch die wir gezwungen sind unser Leben grundlegend zu ändern.
Eigentlich hätte es uns schon gereicht nach Spanien zu gehen, aber dort ist da Leben mittlerweile genauso teuer wie in Deutschland. Nun interessieren wir uns mehr für Mittel- und Südamerika. Unsere Recherchen haben ergeben, das es z. B. in Paraguay sehr einfach ist einzuwandern, und das man dort auch sehr angenehm Leben kann. Aber für alle, die schon einmal über das Auswandern nachgedacht haben, möchte ich die Euphorie etwas dämpfen:
Wer nur Auswandern möchte, um Sonne und Strand zu haben und denkt dann wäre das ganze Leben wir ein nicht endender Urlaub, der sollte lieber in seiner Heimat bleiben, denn die rosarote Fassade fällt schnell. Auch woanders muss man Arbeiten um sein Geld zu verdienen - und da sind wir beim nächsten Problem: die Sprache.
Ich kenne zwar mutige Leute, die ausgewandert sind, ohne die Landessprache ihres Ziellandes zu sprechen - dies hat aber immer grosse Integrations-Probleme mit sich gebracht.
Wenn wir über Lateinamerika nachdenken, dann deshalb, da mein Mann Spanier ist und ich auch fliessend Spanisch spreche. Uns beiden ist auch die Mentalität der Menschen dort vertraut (mit deutschen Erwartungen und Maßstäben sollten man dort nicht hingehen!).
Man sollte auch nie "spontan" auswandern, sondern sich umfassend informieren und alles langfristig planen, damit es keine bösen Überraschungen gibt.
Wir sind uns bewusst, daß es einige Hürden zu überwinden geben wird ..... aber trotzdem wir freuen uns darauf!
Eure,
Latina