Eva0607 wrote:
Der zweite Punkt ist, die Gewaltbereitschaft mancher Engländer speziell gegen Deutsche. Wie oft wir den Satz ,,Fucking Germans" zuhören bekamen war echt hard. Ich weiß das solche Leute überall auf der Welt vertreten sind, deswegen dachte ich mir am Anfang auch ach komm lasse reden. Aber als dann einige Tage noch welche von unserer Gruppe von Engländern angegriffen, beklaut und mit einem Messer bedroht wurden, war wirklich meine gesamte Stimmung im Keller.
Lg
Ich bin fast erschüttert, dass diese Problematik noch immer besteht. Auch meine beiden Kinder kamen bei ihren Sprachaufenthalten in diese Situation – und das war vor über 20 Jahren! Es wurde den deutschen Jugendlichen regelrecht aufgelauert und sie grundlos mit Baseballschlägern angegriffen. Absolut sicher ging keine Provokation von „unseren“ Kindern aus, da sich ein Vorfall z.B. gleich am ersten Abend nach der Ankunft ereignete und die Jugendlichen noch gar keine rechte Orientierung hatten und gar nicht wussten, wie ihnen geschah. Ein Junge war daraufhin derart geschockt, dass er sofort wieder die Heimreise antrat. Auch die Unterbringung in den Familien war oft nicht optimal gelöst. Dass die englische Küche nicht gerade auf Feinschmeckerniveau ist, weiß man ja, aber mir hat’s noch nachträglich den Magen umgedreht von dem, was die Kinder erzählt haben. Sie haben sich dann oft außer Haus verköstigt – Fastfood gegen „Schlangenfraß“ …
Ich denke mal, dass sich häufig sozial schwache Familien für diese Aufgabe melden, denen ihre „Gäste“ herzlich egal sind und die darin lediglich eine zusätzliche Einnahmequelle sehen. Ich habe damals nur von wenigen positiven Ausnahmen gehört und wünschte, es hätte sich zwischenzeitlich etwas daran geändert. Trotzdem finde ich natürlich die Möglichkeit eines Sprachaufenthaltes und das Eintauchen in eine andere Lebensart für junge Menschen spannend und hilfreich. Wenigstens wird anschließend zu Hause für lange Zeit nicht mehr beim Essen gemeckert … 
LG Brigitte