vor 20 Jahren auf IBIZA: als langjährige Formentera-Stammgäste, suchten wir uns nach Ankunft am Airport gleich ein Taxi, hatten natürlich massig Gepäck fürs gemietete Ferienhaus, der Taxifahrer hilft beim Verstauen ...
ich saß im Auto vorne. Auf der supergeraden Strecke zum Hafen blinkt uns ein entgegenkommendes Fahrzeug an und stoppt - unser Taxi hält fast nebendran.
Beide Männer begrüßen sich freundlich, öffnen den Kofferraum, räumen Decken ins andere Auto - der Fremde steigt bei uns ein, sagt: Kollege hat Feierabend er braucht das Fahrgeld ... wir haben es abgezählt im Hosensäckel und bezahlen - weiter gehts.
Kurz vor dem Hafen, im dicksten Gewühl, hält er an, stellt unser Gepäck auf den Bürgersteig, nötigt uns zum Aussteigen und fährt davon ...
Wir vermissen die wichtigste Tasche mit Pässen, Reiseunterlagen, Schecks, Geld, Kameras und denken, die wurde im Taxi vergessen ...
Also schnell zurück zum Airport - ein Riesenaufwand ohne Geld - wir wissen keine Taxi-Nr. und können niemand wiedererkennen ...
Polizei kommt und hilft uns nach einem Telefongespräch mit unserer Ferienhausvermieterin sehr freundlich weiter ...
Unsere Vermieterin hilft uns mit Geld und guten Worten 3 Wochen lang - ich wollte eigentlich sofort nach Deutschland zurück, da ich Angst hatte zu Hause räumt man uns das Haus aus ... aber Isabella hat sich so für dieses "Verbrechen" geschämt und wollte alles gut machen und hat uns verwöhnt ...
Während der 3 Wochen Urlaub musste ich noch 2 x nach IBIZA zur Polizei für Protokoll und nach 1 Woche wurde unsere Tasche mit den Rückflugtickets gefunden - sonst war nichts drin.
Zu Hause stellten wir fest, dass unser Konto geplündert war trotz Sperrung!
die Schecks waren eingelöst, unsere Unterschriften wurden mehrfach gefälscht, unsere Pässe tauchten bei einer Drogenrazzia in Barcelona auf.
Länger als 1 Jahr hat uns dieser Diebstahl beschäftigt - und immer wieder wurden wir gefragt, ob wir DEN wiedererkennen, oder DEN , oder DEN ...
Ich konnte keine brauchbare Personenbeschreibung abgeben, da ich mit meinem Sohn, dem Gepäck und der sonnigen Insellandschaft in der ersten Urlaubsstunde beschäftigt war ... und keinen Moment Gefahr gespürt habe ...