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  • Malaria Prophylaxe für Kenya
    TimeoutafricaT Timeoutafrica

    Nachdem ich schon rund 20 Jahre in Afrika reise (vorallem Südäquatorialafrika) und seit Jahren hier wohne möchte ich hier versuchen, ein wenig an "Emotionalität" aus dem Thema zu nehmen:

    Tatsächlich muss jede/r selbst entscheiden ob pro oder contra Malariaprophylaxe. Und ja, wir reden gerne von "seriösen" Quellen und wissenschaftlichen Daten/Beweisen obwohl jede/r gut gebildete Europäer/in weiss, dass Daten immer erst durch ihre persönliche Interpretation und dem Interesse dahinter an Aussagekraft gewinnen. Tatsächlich haben aber einfach "beide Seiten" ihre Argumente die man sich halt einfach zu Gemüte führen muss und dann mit Kopf UND Verstand seine EIGENE Entscheidung treffen muss. Je nach Situation kann sowohl das eine als auch das andere genau die richtige Entscheidung sein. In allen Statistiken wird immer das Individuum "vergessen". Einen "mathematischen Durchschnitt in Person" habe ich noch nie persönlich angetroffen .. 😅

    Gut zu wissen:
    Ich habe zb noch nie Prophylaxe genommen und bin noch NIE an Malaria erkrankt. Eine Prophylaxe über Monate oder gar Jahre zu nehmen ist (so zumindest zeigt sich die Realität hier !) für 99% der Menschen die in einem Malariagebiet wohnen unvorstellbar und undurchführbar, von den Kosten gar nicht zu reden.

    Andererseits ... Mein jüngster Sohn war kürzlich 6 Wochen bei uns in Kenia (Südküste) und hat sich trotz enormem Aufwand an einreiben, sprühen, und gutem, dichtem Moskitonetz, langen Hosen und und und doch tatsächlich angesteckt und musste im Spital behandelt werden (Artimesia IV und "coartem" im Anschluss für 2 Tage). Sein Immunsystem war eindeutig auf tiefem Level was wohl die Ausbreitung der Parasiten begünstigt hat. Da wir in der heutigen Zeit aber über sehr gute (auch pflanzliche) Medikamente verfügen, ist die Behandlung von "Malaria Tropica" mittlerweile eine Standardprozedur geworden. Die meisten Menschen die an Malaria sterben haben entweder die Symptome über längere Zeit nicht bemerkt/beachtet, hatten keinen Zugang zu medizinischer Behandlung und/oder hatten bereits vor der Erkrankung ein sehr schlechtes Immunsystem. Ob wir wollen oder nicht: Es gibt eben den EINEN kausalen Zusammenhang schlicht nicht. Es müssen (unsere Erfahrung hier) immer mehrere Faktoren zusammenspielen.

    Erwägungen:
    In jedem Falle sollte jeder Afrikareisende sich ausführlich über die Thematik informieren und wohlwollend BEIDE Seiten abwägen und dann seine individuelle Entscheidung treffen. Angst ist bekannterweise ein schlechter Berater, (geborgtes) Wissen hingegen eine gute Hilfe. Vorallem sollte man sich darüber im klaren sein, dass wir, wenn wir leben wollen, nicht alle Risiken ausschalten können. Jeder Tourist spricht vor/während seines Aufenthaltes hier über Malaria. Keiner spricht über die valablen Risiken sich einem "Kamikaze-TukTuk'ler" oder Motorradfahrer (Boda Boda wie es hier heisst) anzuvertrauen. Nicht zu reden von den Touristen die sich mit HIV anstecken, in sturer Blindheit vor den offensichtlichen Tatsachen. Aber was nützen schon Daten und Fakten, alles nur Papiertiger die mir nichts nützen wenns mich erwischt - sei es auf der deutschen Autobahn oder am Strand von Kenia durch den Stich einer Anopheles Mücke ! Wenn uns jemand statistische Daten geben könnte, wie gross das Risiko für einen Touristen während seines Urlaubes an Malaria zu erkranken ist, wären wir vielleicht entspannter ...

    Einen (zu)relativierenden Vergleich möchte ich deshalb wagen: in Deutschland sterben je nach Statistik und Jahr etwa 200-300'000 Menschen an einem Herzinfarkt - an Malaria sterben in Afrika ca. 400'000 Menschen (WHO Angaben). In Deutschland leben etwa 80 Millionen Menschen, in Afrika ca. 1 Milliarde ... noch Fragen zu Risiken und Prophylaxe ?

    Was bleibt ? Eigenen, gesunden Menschenverstand einschalten, sich über beide Seiten (pro/contra Prophylaxe) zum Thema Malaria gut informieren, sich ein gutes Immunsystem zulegen (hilft auch in Europa ..😊), und ein bisschen mehr Vertrauen ins Leben entwickeln. Dann wird dein Afrikabesuch wunderschön .. und vielleicht kommst du immer wieder und wieder und wieder ...

    liebe Grüsse vom indischen Ozean
    mario

    Kenia

  • Safaris
    TimeoutafricaT Timeoutafrica

    hallo marius und karibu kenya !
    wer eh schon in diani beach ist, dem würde ich 2 gute adressen empfehlen, wo man sich persönlich vor ort informieren und echt gut beraten lassen kanns: das eine ist die monika von "molu travel services" oder molu-safaris und der andere ist die firma "DM tours", ansprechperson dort ist denis moser. beides sind langjährige profis. sie ist schweizerin und er ist deutscher. beide anbieter sind im "Baharini shopping center komplex" zu finden, derzeit das aktuellste shopping center (wenn man dem so sagen kann .. :bowtie:) in der diani area. dort findest auch supermärkte, apotheken und souvenirshops.
    eine safari ist meiner meinung nach (wir leben seit jahren hier) eine enorme vertrauensangelegenheit und oft sparen die typischen touris hier am falschen ort und sind dann enttäuscht. buch besser keine safari einfach irgendwo "um die ecke" oder womöglich gar am strand, da sind leider schon viele völlig auf die nase gefallen (keine durchführung, anzahlung weg, nicht erschienen, defekte autos etc.etc.). beide erwähnten anbieter kannst du auch im internet "überprüfen" (darf ja hier keine werbelinks posten) und vorallem dir ein persönliches bild vor ort machen, im gespräch mit menschen die auch deine sprache sprechen.
    good luck und safari njema !

    Kenia
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