Hallo Peter,
ich kann nicht so richtig erkennen, worin bei Deinem Beitrag der Widerspruch zu meinen Aussagen besteht. Natürlich sind sie fast alle schuld:
- der Bauherr, der so schnell wie möglich return on investment sehen will,
der Mieter/Pächter des Objektes, der ab Zeitpunkt x Miete/Pacht für das Objekt bezahlen muß und sich nicht über leere Betten freuen kann,
die Reiseveranstalter, die ihren Kunden auch mal hin und wieder ein neues Hotel bieten möchten und dabei Ihre Sorgfaltpflicht zu Lasten der Erstbucher sträflich vernachlässigen. Sie sind und bleiben die Hauptschuldigen, außerdem sind sie im Verhältnis zu den Kunden die im rechtlichen Sinne Verantwortlichen.
Daß die jeweiligen Staaten/Regierungen und die Kunden selber eine Mitschuld tragen, wie Du behauptest, kann ich nicht so recht nachempfinden. Ein neu zu eröffnendes Hotel y ist kein Staatsunternehmen, es sei denn, das jeweilige Land wird von einem totalitären System beherrscht, das jede Eigeninitiative und Eigenverantwortung unterbindet. Wenn das nicht so ist, liegt die Verantwortung für Gedeih oder Verderb einzig und allein bei dem privaten Bauherrn, sofern er keine bauaufsichtlichen Auflagen verletzt. Der Staat kann sich nicht darum kümmern, wann irgendwelche Hotels eröffnet werden, das ist Sache der Bauherrn/Betreiber.
Daß auch die Kunden eine Mitschuld trifft, halte ich für absurd. Ich kenne Dich ja inzwischen etwas besser und weiß, welche Gedanken Dich bei Deiner Aussage bewegen. Aber Peter, ich bitte Dich doch sehr, Kunden wollen die Abwechslung und man kann sie doch nicht wirklich zwingen, wieder Verhältnisse wie vor 20-30 Jahren zu akzeptieren.
Dem letzten Absatz Deines Beitrages stimme ich 100%ig zu. Finger weg von Neueröffnungen!
Gruß salvamor-Wolfgang