Einmal-iges Geschäftsmodell: der Fisch beginnt am Kopf zu stinken...
Gestern retour aus Prag - ich kann alle negativen Einträge voll unterstreichen.
Allerdings von hinten nach vorne kann ich die positiven Seiten kurz betonen: der Reisecoach vor Ort war nett, kümmerte sich sogar rührend um die für 4 Tage aus der Bettlägrigkeit entsprungenen Teilnehmer und machte seinen Job insgesamt gut.
Auch unser Fahrer war OK, zumindest für uns in Wien letztzugestiegenen.
Was Aventia betrifft kann ich nur sagen - unprofessionell bis dilettantisch durch und durch. So etwas von Hilflosigkeit einer Planung einer Reise die exakt kopiert dutzende Male durchgeführt wird ist echt erstaunlich.
Dabei ginge es schlicht und ergreifend nur um ein kleines bisserl Willen und Mumm zur Kommunikation: würde den KundInnen klipp und klar mitgeteilt wann die Reise beginnt, wann und wo sie endet gäbe es wohl weniger Ärger. Wahrscheinlich haben sie Angst, die Leute würden einfach nicht buchen wenn die Wahrheit über die Reisezeit am Tisch liegt.
Was noch ärgerlicher ist, dass die in Zeiten moderner Kommunikationsmittel nicht einmal fähig sind, mit einer einzigen SMS die von Verspätungen betroffenen Wartenden zu verständigen. Ein Paar wartete in Salzburg bei -1° C von 03:00 (da waren sie zum Abholort bestellt bis 04:00).
Da brauchen sich wir aus Wien wegen läppischer 40 Minuten bereits in der Morgensonne nicht aufregen. Bloß - warum mußten wir erst bei Aventia die Hotline anrufen, die Leute dort im Bus und dann Aventia uns zurückrufen?
Im Bus saß eine Frau Pseudo-Reisebegleiterin deren Leistung eigentlich nur in dümmlichen Witzen (teilweise antiquiert und diskriminierend) und Verkauf von Kaffee und Würstchen bestand. Wie wäre es denn wenn die vielleicht Ihre Liste zückt und zumindest versucht, eine der wartenden Personen der folgenden Abholstelle zu erreichen?
Aber da kommt wieder die Eigenheit des Geschäftsmodells zum Tragen, dass ein Loigistikunternehmen zwar die Vorteile von Subunternehmer oder Partner genießt, sich aber sofort abputzt und ausredet man solle sich doch dort beschweren. Der Subunternehmer sagt wieder, er tut ja nur was ihm befohlen.
Mein Resumee: bucht mensch die Reise und ist bereit für eine Gratisfahrt einige Unbilden in Kauf zu nehmen ist es OK. Die Zusatzpakete über die sich das Ganze in Wahrheit finanziert empfehle ich durchgehend nicht - Kommentare im Detail siehe in anderen Forenbeiträgen. Denn Aventiern ruhig tüchtig auf die Zehen steigen um nötige Infos zu kriegen kann auch nicht schaden. Wer es etwas einfacher, komfortabler und letztlich auch nicht teurer will sollte individuell buchen.
Fahrt mit Railjet oder Fernbus mit Quartier im Zentrum - zum Beispiel im Bootel, dem schwimmenden Hotel direkt an der Altstadt - kostet nicht mehr als bei Aventia, Stadtrundfahrten gibt es mehr als genug in unterschiedlichster Stilart. Vieles geht durchaus ohne Reisecoach, ein einfacher Stadtführer tut es auch!