Hallo Tanja und Achim,
wir sind gerade aus Jamaika zurück schluchz, is also noch alles "frisch" gespeichert.
Zu Hotels kann ich leider nichts sagen, wir waren nur in Gästehäusern. So wie ich verstanden habe, wollt ihr nach Negril, oder? Negril unterteilt sich in 11 km Sandstrand, dann schließt sich der Ortskern mit Bank, Supermarkt, Burger King, Route-Taxi-Haltestelle, etc. an und dann folgen mehrere Kilometer Klippen. Sowohl am Sandstrand, als auch bei den Klippen gibt es schöne Hotels, Restaurants etc. Das ist wohl die erste Entscheidung: Sandstrand oder Klippen? Beides hat seinen Reiz - und beides kann auch von der anderen Seite her besucht werden!
Wir waren am Sandstrand, im Gästehaus "Freedom-Villa" (www.freedomvilla-negril.com) und man konnte einen sehr schönen Strandabschnitt mitbenutzen, aber eigentlich konnte man sich überall niederlassen... wir sind nirgends vertrieben worden....
Der Strand muss sich wohl im Laufe der letzten Jahre und Jahrzehnte aufgrund der Hurrikans schon verändert haben, das kann ich aber nicht wirklich beurteilen.... Uns hat der Strand gefallen! Und uns hat der Urlaub insgesamt gefallen! Alle Warnungen "Gefährlich! Allein mit Kind - niemals!" waren alle mehr als Dummfug. Wer sich dort "ordentlich" benimmt, wird auch so akzeptiert. Das große Problem sind eher die Amis - für die is Jamaika so was, wie für uns Malle. Dicker Geldbeutel, saufen, kiffen, Puppen tanzen lassen..... Als Deutscher eilt einem da ausnahmsweise mal kein wirklich schlechter Ruf voraus... Was man daraus macht, ist dann jedoch jedem selbst überlassen.
So, was macht man in Negril? Im Norden wird gerade ein neuer Wasserrutschenpark gebaut, soll angeblich zur Wintersaison fertig sein. Einmal den Sonnenuntergang bei Rick's Cafe gesehen zu haben, gehört einfach dazu, man muss ja dort weder was essen noch trinken. Wir sind vom Strand aus mit einem Glasbodenboot zum "Sunset at Rick's Cafe" gefahren. War echt schön, mit vielen Erklärungen und Stopps: 12,50$ U.S. p.P. und man erhielt einen super Überblick. Bei Rick's Cafe kann man den Klippenspringern zusehen oder auch selbst den Sprung aus etwa 10m Höhe wagen (meine Tochter ist gesprungen!). Wenn ihr schnorcheln gehn wollt, dann fahrt zum X-Tabi-Hotel an den Klippen. Selbst ohne "Anstandsdrink" wären wir dort nicht verjagt worden... Dort könnt ihr auf eigene Faust schnorcheln (selbst ich unsportlich - absaufendes Wesen habe sogar einen Rochen gesehen!) oder weiter raus gehen mit Andrew. Der ist dort angestellt und zu 100% vertrauenswürdig! Glaubt mir, ich würde meine Tochter nicht mit jedem X-beliebigen Typen ins weite Meer zum Schnorcheln schicken - aber da war ich mir von Anfang an sicher und meiner Tochter (die is übrigens 15) hat's dolle gefallen. Kostenpunkt: 10$ U.S.
Dann gibt's noch den Leuchtturm, den man besteigen kann, wenn denn der Leuchtturmwärter da ist. Was noch richtig Spaß macht, sind die Mayfield-Falls, weniger spektakulär als die anderen bekannten Wasserfälle (Dunn's und YS), aber einfach schön und noch nicht so überlaufen und in einer Halbtagestour von Negril aus erreichbar. Was ihr auf jeden Fall mitnehmen solltet sind Aqua-Schuhe! Braucht ihr bei jedem Wasserfall (kann man sich zwar immer für 5$ US leihen, is aber schade ums Geld und ich persönlich mag keine getragenen Schuhe). So das war's dann rund um Negril.
Wenn ihr noch mehr sehen möchtet, z.B. das Bob Marley-Mausoleuem (das ist wirklich ein Erlebnis für sich und kann nicht mit Worten beschrieben werden), dann wendet euch einfach an die bereits oben erwähnte Internetadresse. Dahinter verbirgt sich nicht nur besagtes Gästehaus, sondern auch der Touranbieter "Johnmaica". Es handelt sich dabei um ein deutsch-jamaikanisches Ehepaar, die nach 30 Jahren Deutschland jetzt in Jamaika Fuß fassen möchten, d.h. beide sprechen Deutsch und Johns Heimat ist Jamaika und er ist auch immer Jamaikaner geblieben! Die beiden passen auf ganzer Linie und haben auch wirklich super-Tipps. Die Freedom-Villa ist ganz in der Nähe der Diskothek Jungle. Direkt davor befindet sich ein Moped-Verleiher, gegenüber ist ein Italiener, nur mal so zur Orientierung. Vielleicht schreibt ihr euch einfach mal die Telefonnummer auf und nehmt sie mit.
So zwecks telefonieren: die günstigste Möglichkeit ist, eine Handykarte vor Ort zu kaufen. Gibts in allen möglichen Shops.
Was wolltet ihr noch wissen? Ach ja, Geld. In Negril kann alles in US$ bezahlt werden, die Speisekarten sind alle in US$ abgefasst, aber auch der Jamaika-Dollar, kurz "Tschäi" für "J" genannt, wird überall genommen. Die Bankautomaten funktionieren wohl alle reibungslos - ich persönlich trau den Automaten ja nicht zu 100%, denn wie oft wurde ich schon bei uns mit dem Kommentar "z.Zt. keine Auszahluung möglich" wieder weggeschickt???? Also einfach gesund mischen: US$, in möglichst kleinen Noten für Trinkgelder, Taxi, Strandkäufe, etc. Reiseschecks, egal ob € oder $, zum Tauschen oder Bezahlen von Ausflügen, und Euros einfach nur zum Tauschen - der Strandverkäufer kennt keine Euros! Und dann lieber a bisserl mehr Geld mitnehmen, als zu wenig, Jamaika ist teuer und Negril ist noch teurer als Jamaika!
Ach ja ein Route-Taxi kostet pro Strecke pro Person 50 Jam$, also von Negril Strand bis Negril Cliffs für 2 Personen 200 Jam$. Mehr als das Doppelte solltet ihr keinesfalls niemalsnicht zahlen, auch nicht am Abend!
Wenn ihr Lust habt und noch mehr erfahren möchtet, könnt ihr mich ja mal anmailen!
Gruß
Iris
.... und grüßt Jamaika von mir!
Zigaretten sind übrigens auch recht günstig.