Was tun bei Belästigungen?
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Vermutlich gibt es dieStrategie einfach nicht.
Dazu sind die Mentalitäten in den einzelnen Ländern viel zu unterschiedlich. Manchmal hilft ignorieren, manchmal ein paar nette Worte in Landessprache: "Nein, danke!" oder "Später vielleicht." Solange die Händler nicht handgreiflich werden, ist alles im grünen Bereich. Bei Grapscherei hört die Freundlichkeit bei mir allerdings auf.Ist mir auf meinen vielen Reisen in all den Jahren aber nur 2x passiert. Nach meiner Reaktion war aber auch sofort klar, dass hier eine Grenze überschritten wurde, Rückzug erfolgte dann auch prompt.

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Es gibt aber auch nette Erlebnisse.
In Malaysia auf der Insel Penang, hatte ich folgendes Erlebnis:
Ein Uhrenhändler rief am Strand folgendes hinter mir her:
"Hallo Neckelmann - ich billig Jakob".
Wie er auf Neckermann kam weiß ich nicht. Jedenfalls war diese "Anmache" für mich so kreativ und aussergewöhnlich (auf Penang, wo 90% der Touristen nicht aus Deutschland kommen!), dass ich mich mit ihm unterhalten habe.
Gruß
Hans
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Hallo,
wie schon gesagt, am hoteleigenen Strand ist man ziemlich sicher davor
sonst ignorieren,
die Strandverkäufer sind meist ' organisiert ' und stehen unter Verkaufsdruck,
deshalb sind diese auch so hartnäckig ! ( soweit man Verständnis dafür aufbringt ). -
chriwi wrote:
Wenn Du das z.B. auf Bali am Kuta Beach machst, hast Du ca. alle 30 Sekunden was zu tun.
ich sach ja, ist auf musimische Länder beschränkt, da klappt das meistens. am Strand wurde ich dort sowieso noch nicht angesprochen: in Ägpten gibt es eh nur Hotelstrände, und in Marokko sind fliegende Händler u.ä. an den öffentlichen Stränden rigoros verboten.
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einmal war es so, dass einer richtig gebettelt hat, auf die Knie ging und das Foto von seinem Sohn zeigte, er sagte, er müsste doch was nach Hause bringen... wie kann man da nein sagen... wir gaben ihm sogar mehr als erwartet, aber nur aus Mitleid, eigentlich konnte er seine Sachen gleich einpacken. Solche Fälle sind einfach nervig und erregen Mitleid, aber man kann ja auch nichts dafür, dass manche so arm leben.
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in Punta Cana haben sie in der nähe des Hotels einen Menschen ohne Arme und Beine unter einen Sonnenschirm gestellt und haben für ihn gebettelt ,wenn man nichts gab kam man sich wie ein ******* vor
so erging es mir auf jeden Fall

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Ja ja, die lästigen aufdringlichen Verkäufer oder auch Bettler. Ich war auch schon viel unterwegs und in JEDEM Urlaub machte ich Bekanntschaft mit solchen Leuten.
Das nervt absolut. Ignorieren oder ein nein wird ja meistens nicht akzeptiert. Die laufen einem ja teilweise sogar hinterher oder versuchen einen mit aller Gewalt in ihre Ramschläden zu drängen.
In der Dom. Rep. z. B. waren ja manche so dreist und hängten einem einfach eine ( hässliche ) Kette um den Hals. Wenn man sie zurückgab, wurden die noch unverschämt und beschimpften einen.
In Tunesien schrie uns mal einer "Nazi" hinterher, nur weil wir uns weigerten, seinen Laden zu betreten.
Mir ist leider seither noch kein Mittel bekannt, wie man die am besten erfolgreich abwimmeln kann. Hat man einen tatsächlich mal los, steht der nächste schon stramm.
Klar leben die vom Verkauf ihrer Waren. Trotzdem würden diese Händler sicherlich mehr Umsatz machen, wenn sie die Touris nicht so belagern würden.
In moslemischen Ländern z. B. kann man ja nicht mal kurz stehen bleiben, um sich etwas anzuschauen, da wird man gleich zum Kauf genötigt.Ich muss zugeben, dass mir auch schon der ein oder andere Ausdruck rausgerutscht ist
Danach hatte ich dann aber wenigstens kurzzeitig meine Ruhe 
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Zu mir hat auch mal einer "Nazi" gesagt , als ich Ihm nichts abkaufen wollte .
Hab Ihm dann eine geschmiert , ja gehts noch.
Dann war Ruhe . -
Man braucht da manchmal echt ein dickes Fell. Weil das in Deutschland in der Dreistigkeit einfach nicht vorkommt und ich sowas nicht gewöhnt bin, hat mich der Markt in Izmir letztes Jahr doch einige Nerven gekostet. :? Mir fehlt da eindeutig das richtige Abwehrvermögen, d.h. es ist mir absolut unmöglich jemanden, der verhungert, krank und einfach arm aussieht, auch noch anzuschreien.
Es gibt Länder und Gegenden in denen so etwas mehr vorkommt als an anderen Orten und die werde ich, mangels dickem Fell, in Zukunft meiden. -
Mir ist mal auf Kreta was ...naja....passiert. Jeden Morgen ging mein Mann joggen und es dauerte keine fünf Minuten da lag ein "Giggolo" mit seinem Handtuch direkt neben mir. Was soll man sagen, wenn der bloß daliegt? Da kann man schlecht was sagen. Irgendwann "drückte er mir" dann ein Gespräch ins Gesicht und aus war´s mit der Ruhe. Wenn mein Mann nach gut einerStunde zurückkam, verdrückte er sich dann unauffällig. Am nächsten Tag war er wieder da. Dann nahm er einen Zeichenblock mit und malte mich.
Er malte mich viel schöner als ich eigentlich aussah. Trotzdem nervte er mich täglich mehr. Eine Frau vom Hotel kriegte das ganze mit und fragte mich, "was will dereigentlich von Ihnen?" Keine Ahnung, so richtig wußte ich das zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht. Blöd war bloß, weil ich ihm eigentlich nichts vorwerfen konnte. Er machte ja nix. Dann lud er mich und meine Tochter zu einem Barbecau ein.
Er meinte, ich könnte meinen Mann ja auch mitbringen, wenn´s denn unbedingt sein muss. Ich sagte, "nein keine Lust" und er meinte, "vielleicht kommt ihr ja doch". Des war´s dann, am nächsten Tag kam er nicht wieder.So ganz schlau, bin ich aus dieser Geschichte nicht geworden.
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@EnsK
in der Dom. Rep. speziell habe ich gemerkt, daß dies abhängig von renomierten Hotelgruppen war, früher zu mindest. Hotels, die qualitativ minder bekannt waren, ließen diese Strandverkäufer zu. Anders bei namhaften guten Hotels. Ich persönlich hatte mir damals eine große Wasserpistole zugelegt
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caribiangirl wrote:
In Tunesien schrie uns mal einer "Nazi" hinterher...Nicht das ich das lustig finde was dir passiert ist, aber das "hinterherrufen" erinnert mich an ein Erlebnis in Banjul/Gambia 1996:wir lehnten ein Angebot einer Händlerin mit einem sächsischen "Ham mer schon"/deutsch: Haben wir bereits;-) und als wir weitergingen rief fast schon der ganze Markt:"Ham mer schon" mehrmals uns hinterher - ich fands irgendwie süss:-)
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Zunächst: in der Playa Dorada, wo das Viva Hotel liegt - um das es sich ja hier meiner Vermutung nach handelt - haben die Strandverkäufer sogar Lizenzen, und nur wer so eine besitzt, darf dort seine Waren anbieten.
Ein paar Meter weiter am Strand hatte ich - ein paar Monate später als die T.E. - sehr viel weniger Probleme mit den Verkäufern.
Die Zöpfchen-Flechter, Maniküren-Anbieter und T-shirt-Verkäufer habe ich immer mit ein paar freundlichen Worten und einem direktem Blick in die Augen weitergeschickt. Es hat zwar nicht einmal gleich für den ganzen Urlaub gereicht, aber zumindest für den Rest des Tages.
Einem Schmuckverkäufer habe ich gleich am ersten Tag erklärt, dass ich noch zwei Wochen bleibe, er mir gerne bei Gelegenheit seine Ketten zeigen darf, aber ich heute doch erst einmal entspannen möchte. Beim nächsten Mal fragte er mich nur, ob ich mich denn schon genügend erholt habe? Als ich mit "Nein, noch nicht ganz" oder so ähnlich geantwortet habe ging er grinsend weiter
Und als mir dann nach gut einer Woche danach war, habe ich mir in Ruhe alles angesehen und ihm sogar was abgekauft.
Danach hat er mich zwar immer noch jedes Mal angesprochen, aber nur noch, um mich zu grüßen und mir einen schönen Tag zu wünschen.
Ein wenig sauer oder enttäuscht war nur sein Kollege, der natürlich auch gerne das Geschäft gemacht hätte. Dies äußerte sich dann darin, dass er mich gar nicht mehr angesprochen hat
Ob so, oder so - Ziel erreicht. Und das nur mit Freundlichkeit und ein wenig Unterhaltung

Und hiermit kann und möchte ich mich dem Tip von Jackfruit anschließen:Jackfruit wrote:
Sei mal locker und unterhalte Dich mal mit diesen Menschen. -
caribiangirl wrote:
In Tunesien schrie uns mal einer "Nazi" hinterher...OT: In einigen arabischen Ländern insbesondere auch in Tunesien, werden leider so die "reichen deutschen Touristen" bezeichnet. Noch heute erzählt man sich dort die Geschichten vom Wüstenfuchs Rommel. Denn sie verstehen nicht ganz wie wir mit unserer Geschichte umgehen. OT Ende
Die allgemeinen Belästigungen kommen fast überall an den Stränden vor.
Abstellen kann man dieses leider nicht mehr, weil es immer wieder Urlauber gibt, die ihnen etwas abkaufen. Sei es aus Mitleid oder um ihre Ruhe danach zu haben.
Das merken sich die Verkäufer und machen in ihrer Masche so weiter. Irgendjemand kauft doch irgendwann etwas. Ein klares Nein! oder Verschwinde! in deren Landessprache kann die Fronten klären.
Oder auch ein nettes höfliches Gespräch wirkt oft Wunder, das ich persönlich vorziehe.
Was anderes ist wenn ich auf Märkte und Basare gehe. Da muß ich mit rechnen das ich dort angesprochen werde.
LG Traumzeit -
Das kommt ja auch auf das dementsprechende Land an. Hier sind sie so, dort so.
Mir ist eben aufgefallen, dass die penedrante Aufdringlichkeit seither immer in moslemischen Ländern so grass war.
Wenn ich die Händler der Karibik und die von Nordafrika vergleiche, sind die der Karibik nicht annähernd so aufdringlich. Klar nerven die auch. Mit denen kann man aber auch einfach mal nur quatschen, was mir seither bei den Ägyptern oder Tunesiern noch nicht gelungen ist. Die versuchen mit aller Gewalt ihren Schrott an den Mann zu bringen.
Klar leben die vom Verkaufen. Mir tun die armen Schlucker ja auch leid. Ich kauf aber doch nicht was ab, egal wie billig, nur dass der gute Mann 2 Euro umgerechnet mehr in der Tasche hat. Dann müsste man ja jedem was abkaufen. Die stehen ja an jeder Ecke. Wenn ich eben auf so nen Kitsch nicht stehe, dann kauf ich das auch nicht.
Wie gesagt, in Ägypten oder Tunesien kann man ja nichtmal freiwillig einen Laden betreten. Sofort klebt einem einer am A.... und lässt nicht mehr locker. Auch Basare zu besuchen ist mit sehr viel Stress verbunden. Von allen Seiten wird man belagert. Ich mag das halt nicht. Heute kaufen, morgen zahlen und so Sprüche.
In der Karibik hieß es immer, heute billig, morgen teuer usw.
Bei mir baut sich da eben innerlich richtig Stress auf, wenn ich von allen Seiten bequatscht werde. Dann verlasse ich die Situation und verschwinde.
2006 waren wir in Sharm el Sheikh im "Old Market". Nach ner halben Stunde musste ich weg, sonst wär mir der A... geplatzt.Mir tun diese Menschen schon leid. Wenn ich mir aber was kaufen will, möchte ich mir das in Ruhe aussuchen können und wenn mir nichts davon gefällt, möchte ich in Ruhe gelassen werden. Wie gesagt, die würden sicher mehr Umsatz machen, wenn sie die Leute gemütlich shoppen gehen lassen würden.
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"Wie gesagt, in Ägypten oder Tunesien kann man ja nichtmal freiwillig einen Laden betreten. Sofort klebt einem einer am A.... und lässt nicht mehr locker. Auch Basare zu besuchen ist mit sehr viel Stress verbunden"
Touri-Ghettos und derartige Basare scheinen die ideale Symbiose zu sein ...
Josh.
