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Nur-Hotel-Buchung ohne Wohnsitz in Deutschland

Geplant Angeheftet Gesperrt Verschoben Meinungen zu reiserechtlichen Fragen
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  • miss_varnaM Offline
    miss_varnaM Offline
    miss_varna
    schrieb am zuletzt editiert von
    #1

    Bei den meisten Veranstaltern kann man nicht nur Pauschalreisen buchen, sondern auchHotelübernachtungen mit eigener Anreise, die oftmals erheblich günstiger sind als bei Buchung direkt im Hotel oder Hotelbuchungsportalen. Dies ist auch alles kein Problem, wenn man bei einem deutschen Veranstalter bucht und auch in Deutschland seinen Wohnsitz hat. 
    Nicht gewollt ist aber, dass ein Bürger eines anderen Landes bei einem deutschen VA nur die Hotelübernachtungen bucht. Dies steht zum Teil in den agB der VAs, teils in den Hotelbeschreibungen - mal wird es generell ausgeschlossen, mal nur Bürger eines bestimmten Landes.

    Ich frage mich schon seit längerem, in wiefern dies mit EU-Recht vereinbar ist. Hat ein EU-Bürger nicht das Recht, ein Produkt oder eine Leistung in einem anderen Mitgliedsstaat der EU zu erwerben? Warum darf ein Grieche nicht einen Hotelaufenthalt auf Kreta bei einem deutschen VA buchen?

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    • fjrdriverF Offline
      fjrdriverF Offline
      fjrdriver
      schrieb am zuletzt editiert von
      #2

      In vielen Hotels in der Türkei an  der türkischen Riviera ist das Gang und gäbe.

      Allerding befindet sich die Türkei auch nicht in der Eu.

      In der Autobranche wurden übrigens Autorhersteller die auf Ihre Vertragshändler deratigen Druck ausübten nicht an Ausländer zu verkaufen, mit hohen Geldstrafen belegt.
      Und diese Anweisungen standen im Gegensatz zu den Reiseveranstaltern nicht
      frei dokumentiert im Katalog.  Alllerdings könnte es auch daran liegen, das eine Pauschalreise kein Konsumgut sondern eher eine spezielle Dienstleistung eben eine Pauschalreise ist.
      Könnte sein das dies einen Unterschied macht.

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      • miss_varnaM Offline
        miss_varnaM Offline
        miss_varna
        schrieb am zuletzt editiert von
        #3

        Das ist nicht nur in der Türkei so, auch italienische Hoteliers seien da sehr penibel.

        Bekannte von mir aus Bulgarien (dort lebend) wollten bei einem deutschen Veranstalter nur ein Hotel in Bulgarien buchen, weil dies deutlich günstiger war als auf dem heimischen Markt - ging nicht. Bulgarien ist EU-Mitglied.

        In der EU gilt ja auch die Dienstleistungsfreiheit. Vielleicht kann jemand juristisch Bewandtes Licht in die Sache bringen?

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        • AntoniaWA Offline
          AntoniaWA Offline
          AntoniaW
          schrieb am zuletzt editiert von
          #4

          @miss_varna
          Es gibt glücklicherweise auch noch die Vertragsfreiheit.

          1 Antwort Letzte Antwort
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          • chepriC Offline
            chepriC Offline
            chepri
            Gesperrt
            schrieb am zuletzt editiert von
            #5

            Ja, aber die Vertragsfreiheit erlaubt auch nicht, gegen geltendes Recht zu verstossen.
            Wenn es nun so wäre, dass eine Buchung auf Grund der Tatsache nicht möglich wäre, weil es sich um Bulgaren, Griechen etc. handelt, würde ein klarer Verstoß gegen das Antidiskriminierungsgesetz vorliegen. Dem ist aber nicht so, denn Bulgaren oder Griechen mit Wohnsitz in Deutschland können ja buchen. Und das ist durch die Vertragsfreiheit wiederum gedeckt.

            1 Antwort Letzte Antwort
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            • gastwirtG Offline
              gastwirtG Offline
              gastwirt
              Gesperrt
              schrieb am zuletzt editiert von
              #6

              Selbst als Hardliner in puncto freie Marktwirtschaft halte ich soche Vertragsklauseln zumindest moralisch für sehr bedenklich. Rechtslage kann ich nicht beurteilen.
              Allerdings erinnert es mich als damals geflüchteten Ex-DDRler daran, in den benachbarten Ostblockländern UND sogar im eigenen Land durch ähnliche Klauseln
              als Mensch zweiter Klasse gestempelt worden zu sein.
              Deswegen kann ich vielleicht den Ärger von Miss Varna besser verstehen, als manch anderer. Auch wenn es jetzt schon fast "philosophisch" 😆 wird, es kratzt schon gehörig am Selbstwertgefühl eines Menschen, wenn er auf Grund eines "Geburtsfehlers" immer nur den zweiten Platz belegen darf!

              1 Antwort Letzte Antwort
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              • miss_varnaM Offline
                miss_varnaM Offline
                miss_varna
                schrieb am zuletzt editiert von
                #7

                @gastwirt: Nicht ganz zutreffend, da ja für die Buchung nicht das Geburtsland ausschlaggebend ist, sondern der Wohnsitz.  😉   Würden meine Bekannten aus Bulgarien nach Deutschland ziehen, dürften sie die Buchung vornehmen  😄   Oder sie bleiben in Bulgarien wohnen und buchen eine Pauschalreise ab Deutschland, mit Flug  😆 nach Bulgarien.

                Und das ist das, was ich nicht verstehe: In beiden Fällen erhält der Hotelier die gleiche Summe für die Unterbringung (und ggf Verpflegung) der Gäste - egal, ob sie mit dem Ferienflieger oder mit dem Auto anreisen.

                @Chepri: 
                Aber verstößt man nicht gegen geltendes EU-Recht, jemanden aufgrund seines Wohnsitzes innerhalb der EU zu diskriminieren?

                1 Antwort Letzte Antwort
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                • chepriC Offline
                  chepriC Offline
                  chepri
                  Gesperrt
                  schrieb am zuletzt editiert von
                  #8

                  Nein, das tut es nicht. Das "Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz" (AGG) so wie es amtlich heißt enthält nichts, was mit dem  Wohnort zu tun hat.
                  Auch die EU-Richtlinien die mit dem AGG umgestzt werden schweigen dazu.

                  1 Antwort Letzte Antwort
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                  • miss_varnaM Offline
                    miss_varnaM Offline
                    miss_varna
                    schrieb am zuletzt editiert von
                    #9

                    Hm, steht das nicht im Widerspruch zu http://dejure.org/gesetze/AEUV/56.html ?

                    1 Antwort Letzte Antwort
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                    • chepriC Offline
                      chepriC Offline
                      chepri
                      Gesperrt
                      schrieb am zuletzt editiert von
                      #10

                      Also da geht es aber doch um etwas anderes, nämlich "Dienstleistungen".

                      1 Antwort Letzte Antwort
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                      • miss_varnaM Offline
                        miss_varnaM Offline
                        miss_varna
                        schrieb am zuletzt editiert von
                        #11

                        Und die Vermittlung einer Reise fällt nicht unter Dienstleistungen?

                        1 Antwort Letzte Antwort
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                        • gastwirtG Offline
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                          gastwirt
                          Gesperrt
                          schrieb am zuletzt editiert von
                          #12

                          sorry chepri, aber was sonst ist eine Hotelübernachtung, wenn keine Dienstleistung?

                          1 Antwort Letzte Antwort
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                          • chepriC Offline
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                            chepri
                            Gesperrt
                            schrieb am zuletzt editiert von
                            #13

                            Ihr habt schon recht und es ist alles ein wenig kurz geschrieben. Aber ihm wird ja nicht die Hotelübernachtung verwehrt, sondern der Abschluss eines Reisevertrags.

                            @miss_varna
                            Das ist es (möglicherweise) schon, aber der Bulgare etc. will ja keine Dienstleistung erbringen. Relevant für ihn wäre dieser Artikel eventuell wenn er als Angestellter bei einem Reiseveranstalter tätig werden möchte um diese Dienstleistungen zu erbringen.

                            1 Antwort Letzte Antwort
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                            • DylanD Offline
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                              Dylan
                              schrieb am zuletzt editiert von
                              #14

                              Die staatsspezifischen Umsatzsteueraufkommen sind ein Bestandteil dieser Zauberformel.

                              Dies ist mein persönlicher Eindruck oder meine persönliche Meinung oder meine persönliche Erfahrung und muss nicht mit den Eindrücken oder den Meinungen oder den Erfahrungen anderer Personen übereinstimmen oder entsprechen.

                              1 Antwort Letzte Antwort
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                              • gastwirtG Offline
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                                gastwirt
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                                schrieb am zuletzt editiert von
                                #15

                                Gründe gibt es freilich viele. ABER ob es innerhalb der EU rechtlich in Ordnung ist, wird dein Beitrag auch nicht aufklären..... 😛

                                1 Antwort Letzte Antwort
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                                  chepriC Offline
                                  chepri
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                                  schrieb am zuletzt editiert von
                                  #16

                                  Glaub mir, es ist in Ordnung, oder zeig mir eine Vorschrift, die dagegen steht 😉

                                  1 Antwort Letzte Antwort
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                                    gastwirt
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                                    schrieb am zuletzt editiert von
                                    #17

                                    Ich find ja nicht mal eine, die dafür spricht.... 😛 😘

                                    1 Antwort Letzte Antwort
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                                      chepri
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                                      schrieb am zuletzt editiert von
                                      #18

                                      Kannst du auch nicht, denn schon Schiller schrieb bei "Wallenstein":
                                      "Was nicht verboten ist, ist erlaubt"

                                      Oder auch

                                      Quod non est in actis non est in mundo
                                      (Was nicht in den Akten ist, ist nicht in der Welt)

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