Routenänderung MSC Orchestra
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Hallo,
hat jemand unter den Lesern die Transatlantiktour Genua-Rio mit der MSC Orchestra im November gebucht? Wir wurden von unserem Reisevermittler Berge und Meer darüber informiert, daß die Fahrt jetzt nicht bis Buzios, sondern bis Santos geht (1 Schifftag mehr). Dies würde bedeuten, man fährt 500 km im Bus von Santos nach Rio, wo eigentlich eine Verlängerung von 2,5 Tagen (2 Hotelnächte) stattfinden sollte. Nun soll eine Nacht im Hotel wegfallen, und die geplante ca. 7 stündige Stadttour am Abflugtag stattfinden.
Dies alles würde bedingen, daß man 2 Tage im Bus sitzt und anschließend gleich im Flugzeug von Rio über Lissabon nach Frankfurt (ohne nochmaliges "Ausruhen" und Frischmachen in einem Hotel).
Diejenigen, die diese Reise gebucht haben, möchte ich fragen, was sie hier unternehmen bzw. mit welchem Ergebis sie sich bei Berge und Meer beschwert haben.
Alle anderen: es wäre prima, wenn sich unter den Lesern ein im Reiserecht versierter Jurist befände, der mir Tips geben könnte, denn so will ich die Reise nicht machen
Danke an alle!
Viele Grüße Anapia -
Anapia wrote:
wenn sich unter den Lesern ein im Reiserecht versierter Jurist befände, der mir Tips geben könnte,der wird sich hüten, hier Rechtsberatung zu machen.
Meine persönliche Meinung: Ein kostenloser Rücktritt von der Reise dürfte schwerlich durchzusetzen sein, wenn sich der Veranstalter quer legt. -
Hallo!
Was in den AGB's steht ist im Prinzip nicht wirklich von Belang. Im Zweifelsfall entscheidet der Richter.
Denn was heißt "Änderungen sind möglich" ?
Das würde auch bedeutet, das statt einer Südsee Kreuzfahrt auch eine Ostsee Kreuzfahrt möglich wäre.
Es kommt wohl darauf an, ob die Änderung zu mutbar ist.
In Deinen Fall fällt kein Anlaufhafen weg. Im Gegenteil: Du hast einen Hafen mehr und genießt sogar noch einen Tag mehr die Vollpension an Bord. An Land im Hotel gibt es nur Frühstück. Wieso Du Dich vor einem Langstreckenflug im Hotel ausruhen willst verstehe ich nicht. Im Flugzeug hast Du ja ewig Zeit zu ruhen.
Du könntest nur versuchen ob Dir die Reederei einen Preisrabatt gibt oder Dir die Möglichkeit der kostenlosen Stornierung einräumt.
PS: Übrigens sind die Atlantiküberquerungen die preiswertes Reisemöglichkeit mit dieser Reederei. Die Reisen sind nicht besonders gefragt und der Tagessatz daher subventioniert und sehr günstig. -
Das stimmt so nicht ganz...auch wenn Du Dich in die richtige Richtung bewegst. Der Hinweis "Änderungen sind möglich" ist durchaus von Belang und kein Gericht wird einen Fall von geringfügigen Änderungen verhandeln.
Die Änderung "Südsee- in Ostseekreuzfahrt" ist ja nur theoretisch...aber ich weiß natürlich was Du meinst!
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Holginho wrote:
kein Gericht wird einen Fall von geringfügigen Änderungen verhandeln.Leider leider bleibt dem werten Gericht nichts anderes übrig.
Und narürlich ist der Hinweis von Belang! Stünde er nicht in den AGB, wäre jede Abweichung eine Vertragsverletzung. Zudem wird nicht lapidar "Änderungen sind möglich" in den AGB stehen, denn im Unterschied zu manchem user sind die Juristen der Veranstalter durchaus in der Lage, das was sie meinen, auch auszudrücken, so dass Interpretationen nicht erforderlich sind.
Vermutlich meint lugansk, dass im Zweifelsfall ein Gericht entscheidet, ob die AGB überhaupt rechtmäßig sind. Oder er meint etwas ganz anderes, aber das wird er schon noch schreiben. -
Ich hab doch geschrieben, das der Hinweis von Belang ist.
Und ja, ggfs. wird ein Gericht einen geringfügigen Fall verhandeln...in den meisten Fällen wird es aber eben genau wegen dem Hinweis und weiteren Definitionen gar nicht erst vor Gericht gehen.
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Ich hab auch nicht dich gemeint bezügl. "Hinweis"

Und wenn ich ehrlich bin, finde ich es auch nicht okay was hier läuft. Natürlich müßte man jetzt wissen, was der Grund für die Routenänderung ist, aber grundsätzlich sollte man sich schon darauf verlassen können, das zu bekommen, was man bucht.
Da würde mich auch die Rechnung "ein tag mehr Vollpension" in überhaupt keiner Weise trösten, aber vermutlich muss man ein besonderes "Spar-Gen" in seinem Erbgut haben, um sofort und überall auch noch den kleinsten finanziellen Vorteil erkennen zu können.
Allerdings ändert das auch nichts an meiner Meinung, dass rechlich hier nicht viel zu holen sein wird. Und um die rechtliche Seite geht es ja und nicht um den Vorteil eines weiteren Seetages oder eines zusätzlichen Hafens. -
Auch da gehen wir völlig d'accord.
Der genaue Ver-/Ablauf einer Kreuzfahrt/Rundreise ist auch bei mir TOP-Kriterium...trotzdem "muß" man halt realistisch bleiben und eingestehen, das es eben auch Gründe für Änderungen geben kann (und immer wieder geben wird)...so ärgerlich das dann auch ist!
Genau das Wort "muß" ist aber der Knackpunkt...andere Leute sind halt der Meinung, das man genau das eben nicht "muß"...leider fehlt nicht wenigen dieser Leute jegliche Kenntnis von Hintergünden und eine gewisse Portion "Vernunft" und Bezug zur Realität.
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Holginho wrote:
Auch da gehen wir völlig d'accord.Schade, denn das ist ja langweilig. Vielleicht hätte ich doch den Rat geben sollen, man könne ja auch, falls der RV nicht einsichtig ist, auf die Einhaltung des Vertrags pochen, und diese Einhaltung notfalls auch gerichtlich einklagen.
Andrerseits ist der TO ja auch selber schuld, bestimmt hat er vor der Buchung nicht mit dem Kapitän der MSC Orchestra Kontakt gehabt und sich die Reiseroute von diesem bestätigen lassen.Na ja, vielleicht nicht ganz wörtlich nehmen diesen Beitrag
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Lugansk wrote:
Was in den AGB's steht ist im Prinzip nicht wirklich von Belang ...... und - by the way! - diesen besser auch nicht! Das ist einfach zu pauschal, denn die jeweiligen Dienstleister laden ihre Geschäftsbedingungen ja nicht mal eben aus dem Netz runter!
:?
Natürlich kann man die Zumutbarkeit notfalls gerichtlich prüfen lassen, aber "nicht wirklich von Belang" ist so als generelles Statement gelinde gesagt ziemlich irreführend! -
chepri wrote:
...Vielleicht hätte ich doch den Rat geben sollen, man könne ja auch, falls der RV nicht einsichtig ist, auf die Einhaltung des Vertrags pochen, und diese Einhaltung notfalls auch gerichtlich einklagen.
Andrerseits ist der TO ja auch selber schuld, bestimmt hat er vor der Buchung nicht mit dem Kapitän der MSC Orchestra Kontakt gehabt und sich die Reiseroute von diesem bestätigen lassen. ...
Für die 2 Dinge/Vorgehensweisen sind hier 2 andere user "zuständig"

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Liebe alle,
vielen Dank für Eure Kommentare.
Klar stand auch bei diesem Veranstalter ein "Routenänderungen vorbehalten". Als Grund werden hier "behördliche Bestimmungen" angegeben. Mir ist allerdings nicht klar, weshalb ein Hafen angefahren werden kann, man dort aber nicht ausschiffen kann.
Ich finde es jedenfalls unzumutbar (klar ist das ein Gummibegriff...), 500 km per Bus (vermutlich ca. 7 Stunden) über Brasiliens Straßen zu fahren, dann 1 Nacht im Hotel zu sein, danach wieder etliche Stunden im Bus und anschließend die lange Flugreise anzutreten.
Zur Bemerkung von Lugansk: nach einer Stadtbesichtigung im tropischen Rio wäre ich schon gern nochmal ins Hotel gegangen, nicht nur, um mich auszuruhen. Ein Nachtflug ist für mich übrigens eher Streß als eine "Ausruhphase". (Denn ich buche Economy.)
Ein weiterer Tag an Bord (also 17 statt 16 Nächte) sehe ich nicht als Aufwertung. -
Was durchaus mit den "behördlichen Bestimmungen" zu tun haben kann. Ausflüge ja, Ausschiffung nein.
Allerdings kann ich 'Anapia' völlig verstehen, auch ich würde nach einer Stadtrundfahrt durch Rio gerne vor dem Abflug zumindest duschen und die Klamotten wechseln.
Dumm gelaufen! -
Dann kann auch, wenn überhaupt, nur 'Berge und Meer' Dein Ansprechpartner sein.
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Hallo,
ich kann deine Verärgerung durchaus verstehen und nachvollziehen,
im November / Dezember habe ich eine Reise mit MSC Opera - Venedig-Brasilien-Buenos
Aires gebucht und hoffe, dass mir sowas erspart bleibt, was nicht ohne Folgen
auf weiteres Reiseverhalten wäre.
Dinge, die nicht zu ändern sind sollten wir versuchen zu aktzeptieren, leichtfertig
hat man diese Entscheidung sicher nicht getroffen.