User-Kommunikation anlässlich der Unruhen in Ägypten
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@Bulgarienfan
Bulgarienfan, bitte lass dich nicht provozieren, bleib bitte sachlich. HC duldet diesen thread, obwohl ich aus der Vergangenheit weiss, dass HC diese Diskussion nicht sonderlich gefaellt.@LD Braune Karte ? Das ist ein billiges, primitives "Argument" wenn man nicht weiterweiß-wird gerne von Anhängern der Religion des Friedens und Bewunderern von MB benutzt.
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Vollkommen überflüssiges Zitat entfernt.
Langenbergs Dancer:Zu einem drinke ich keine Bierchen am Strand!! Deine Meinung doch sehr einseitig und populistisch.
Sicherlich wünsche ich mir ein friedliches Touristen Idyll aber nicht um jeden Preis!!
Hier geht es um die derzeitigen Unruhen in Ägypten und die Sicherheit die viele verunsichert.
Wir sind große Ägypten Fans aber wie viele unserer Freunde werden wir abwarten was passiert und keinen Urlaub in diesem wunderschönen Land buchen. -
Hallo Zusammen,
der Presse habe ich entnommen daß in Ägypten die Partei der ultrakonservativen Salafisten zerbrochen ist. Meine Hoffnung geht dahin daß sich die radikalen Kräfte dort nicht durchsetzen werden und daß die Besonnenheit die Oberhand gewinnt bzw. behält. Andernfalls würde meines Erachtens ein radikales System (nicht nur im Zusammenhang mit dem Tourismus) nur Verlierer produzieren.Die Türkei mag ja in Bezug auf Menschenrechte nicht unbedingt Vorbild sein, es wäre aber schon ein großer Fortschritt wenn es sich in Ägypten evtl. ähnlich entwickeln könnte.
Gruß Armin
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Curiosus, es ueberrascht mich doch, dass du offenbar meinen Beitrag ueberhaupt nicht verstanden hast. Ich weise in diesem Beitrag darauf hin, dass die Tatsache von demokratischen Wahlen noch lange nicht bedeutet, dass alle Beteiligten auch Demokraten sind und die Demokratie auch bewahren und nicht etwa abschaffen wollen. Und das ist genau auf die aktuelle Situation in Aegypten gemuenzt, hat also sehr wohl mit dem Threadtitel zu tun.
Mit meinem Beispiel von 1933 versuche ich zu zeigen, wohin demokratische Wahlen auch fuehren koennen. Unser Grundgesetz hat daraus uebrigens auch Lehren gezogen, etwa durch die Moeglichkeit des Parteienverbotes oder durch das Notwehrrecht im Artikel 20 Abs. 4.
Was uebrigens den Threadtitel betrifft, im Eingangsbeitrag wird ausdruecklich darum gebeten, die allgemeine politische Situation in Aegypten diskutieren zu duerfen. Und Guenter hat dies ein paar Beitraege weiter ausdruecklich gestattet.
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@Nefe66 wird sich momentan nicht melden können, ihr letzter Beitrag ist von vor Weihnachten. Wollte sie nicht verreisen?
Wieso wird hier von dem eindeutigen Willen des Ägyptischen Volkes gesprochen? Noch nicht einmal 1/5 hat zugestimmt.
Neue islamistische Partei in Ägypten gegründet In Ägypten hat sich eine neue islamistische Partei gegründet. Der frühere Chef der ultrakonservativen Salafisten al Nur stellte die Partei mit dem Namen al Watan vor. Ihm folgten hunderte Mitglieder.
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Ich z.B. spreche vom eindeutigen Willen des ägyptischen Volkes, da es insgesamt 3
Wahlen gegeben hat- Die Präsidentenwahl. Diese hat Mursi eindeutig gewonnen
- Die erste Parlamentswahl - Diese haben die MB ( also wieder Mursi ) eindeutig gewonnen
- Das Verfassungreferendum. Dies wurde ebenfalls eindeutig angenommen.
Was die niedrige Wahlbeteiligung dieser Wahl anging, zeigt doch .... das der "gemeine Ägypter" dieser nicht allzuviel Bedeutung beigemessen hat. Gerade bei so niedrigen Wahlbeteiligungen können Minderheitsmeinungen sehr stark Berücksichtigung finden...
Wenn aber nun nur 20 % der Ägypter wählen gehen.... dann haben Sie halt ihr demokratisches Grundrecht nicht genutzt. Also persönliches Pech. Selber schuld
Beweise für flächendeckende Wahlmanipulationen im mega großen Stil gibt es nicht. Das ist für mich Oppoitionsgeschwafel.Auch bei uns gibt es kein Gesetz der Mindestwahlbeteiligung oder so was in der Art.
Ich erinnere daran, das Merkel gerade mal knapp 30 % der Stimmen hatte und trotzdem Kanzlerin wurde. 70 % der Wähler hat Sie nicht gewählt. Zählt man die Nichtwähler noch hinzu, hat sie gerade auch nur 20 % dre Gesamtstimmen.
Genauso viele wie die ägyptische Verfassung.Thats real life. So funktioniert nuneinmal die Demokratie. Sowohl in Deutschland als auch in Ägypten
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@MaCor: wenn man die Sache vollkommen nüchten betrachtet, stellt sich doch folgendes Bild dar: Ägypten hat gewählt und die Wahl ist gültig. Die Auszählung aller abgegebenen Stimmen hat ergeben, wer die Verantwortung übernehmen soll. Dieses Votum und dieser Auftrag ist eindeutig. Somit kann man schon davon sprechen, dass dies der "eindeutige Wille" ist. Ebenso ganz nüchtern betrachtet, hätte das ägyptische Volk theoretisch die Chance gehabt, anders abzustimmen- hat es aber nicht aus vielfältigsten Gründen. Wenn bei uns bei der Bundestagswahl eine Partei nur durch eine Koalition knapp über 50 % kommt, wird auch bei uns von dem "eindeutigen Wählerauftrag" gesprochen. Der dann eingesetzte Kanzler/-in spricht im Namen des ganzen Volkes, obwohl er als Beispiel nur 35 % aller abgegeben Stimmen hat. Gerechnet an einer Wahlbeteiligung von 70 % ist dieser Kanzler bei Weitem nicht von der Mehrheit des Volkes gewählt worden. Aber das gehört zur Demokratie dazu. Und das lernen die Ägypter gerade- mit allen Vor- und Nachteilen. Demokratie scheint nur dann gut zu sein, wenn das Ergebnis für einen selbst stimmig ist- aber so sind leider nicht die Spielregeln.
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MaCor, die Mehrheit der Ägypter haben so abgestimmt. Nimm es doch bitte endlich mal zur Kenntnis und laviere nicht an den absoluten Zahl der abgegebenen Stimmen herum. Wenn, dann im Gesamtkontext, denn dann haben auch nicht die Deutschen Frau Merkel gewählt oder die Amerikaner Obama oder die Menschen die UN-Menschenrechtscharta. :?
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@MaCor: Defacto ja, wenn es auch gefühlsmäßig anders ist. Die Formulierung ist schon etwas unglücklich, aber diese hat sich auch bei uns etabliert, wenn das ERgebnis so aussieht wie ich oder @LDancer beschrieben hat. Und da kann man gerne von außen kopfschüttelnd daneben stehen und am liebsten rufen: "Ihr Idioten merkt ihr denn nicht wo das hingeht" aber erstens wäre das vermessen und man weiß nicht wo es wirklich hingeht die Reise und zweitens sind so die Spielregeln der Demokratie- auch wenn es einem nicht gefällt.
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Nun, es war wiederum nur eine Frage

Der "eindeutige Wille des Ägyptischen Volkes" und die Wahlergebnisse, wie auch immer sie zustande gekommen sind, sind alsogleichzusetzen?
Die Betonung lag schon auf "wie auch immer sie zustande gekommen sind"
Die Tagesschau sieht es ja auch so wie die Antworten die ich hier bekomme. So einfach ist meine Frage meiner Meinung nach allerdings nicht zu beantworten. Ein Wahlvorgang in Deutschland damit zu vergleichen grenzt schon an ignoranz der Unterschiede einer Wahl in beiden Ländern.
Ein Bericht der Zeit Online macht schon sehr nachdenklich (2 Seiten). Vor allem wie dieser Satz gemeint ist "Diese Verfassung möchte aus Ägypten ein neues Afghanistan, ein Saudi-Arabien machen. Wer sich am Referendum beteiligt, erzeugt nur Legitimation, wo keine ist – auch wenn man mit Nein stimmt. "

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Sorry, aber wie man Saudi-Arabien und Afghanistan in einen Topf werfen kann, erschließt sich mir nicht!

LG
Sokrates
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@ MaCor
Deine ganzen Presseartikel in Ehren, aber sie spiegeln im Normalfall immer nur die Meinung eines einzigen Reporters oder Interviewpartners wieder. Sie sind daher so gut so gut wie nie objektiv und müssen auch nicht zwangsweise immer stimmen.
Im Falle Deines letzten Links, Zeit online, wurde Al Aswani interviewt. Seines Zeichens Sprecher der ägptischen Opposition. Da kann doch zwangsweise nichts positives bei herumkommen. Das liegt in der Natur der politischen Dinge. Das wäre ja so, als ob die Generalsekräterin der SPD, Frau Nahles, was positives über die Kanzlerin sagen sollte.
Lass doch mal Deine Verschwörungsthorien der gefälschten Wahlergebnisse weg.
@ Sokrates: Auch in diesem Interview gilt die alte Lebensweisheit: Wer sagt was aus welchem Grund ? Was soll der ägyptische Opositionssprecher 7 Wochen vor der neuen Parlamentswahl schon anderes sagen ???? Solche Übertreibungen sind politisches Tagesgegeschäft. Das gilt natürlich auch für die Presse. Auch die hat nomalerweise bestimmte Intentionen. Die Zeit ist traditionell sehr israelfreundlich
. Da liegt ein solches Interview doch nahe. Ich kann mit bei dem Blatt ein "positives" Interview mit einem Islamisten nicht vorstellen. -
Ein Bericht der Zeit Online macht schon sehr nachdenklich (2 Seiten).Vor allem wie dieser Satz gemeint ist "Diese Verfassung möchte aus Ägypten ein neues Afghanistan, ein Saudi-Arabien machen. Wer sich am Referendum beteiligt, erzeugt nur Legitimation, wo keine ist– auch wenn man mit Nein stimmt. "
kann mir mal einer das fettgedruckte erklären?Ich denke es wäre zu einfach es damit abzutun wer das Interview gegeben hat, denn dann könnte man ja auch jedes Interview von Mursi in Frage stellen. Welche Verschwörungstheorien übrigens? Ich habe nur Fragen gestellt... die Antworten dazu gibt die Presse und einige User bei HC!
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MaCor:
Wer sich am Referendum beteiligt, erzeugt nur Legitimation, wo keine ist– auch wenn man mit Nein stimmt. "
kann mir mal einer das fettgedruckte erklären?Das war wohl der politische dümmste Satz, den man loslassen kann. Wahlen zu blockieren ! Wenn man die Möglichkeit hat, zu wählen dann muss man diese auch warnehmen. Wenn alle Minderheiten komplett abgestimmt hätten hätte das wohl schon gereicht, dass das Verfassungreferendum gescheitert wäre. Wer stattdessen zum Boykott der Wahlen aufruft ist schuldig an dem Wahlergebniss.
MaCor:
Ich denke es wäre zu einfach es damit abzutun wer das Interview gegeben hat, denn dann könnte man ja auch jedes Interview von Mursi in Frage stellen.Selbstverständlich ! Auch hier gilt.... wer sagt was aus welchem Grund.
Politik ist ein "dreckiges" Spiel... egal in welchem Land. Es geht ausschließlich immer nur um den Machterhalt bzw. Machtgewinn. Ich erinnere an den berühmten Satz von Konrad Adenauer: "Was stört mich mein Geschwätz von gestern".
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@MaCor
Als recht unvoreingenommener stiller Mitleser, der auch (und hier mit Absicht) nicht den / die verlinkten Artikel gelesen hat, verstehe ich deinen fettgedruckten Satz wie folgt:Der Schreiber hält das Referendum nicht für legitim = verfassungsmäßig / rechtsmäßig / legal, usw. Er insinuiert, dass durch Beteiligung am Referendum - egal wie man stimmt - dem Ganzen aber ein Anschein (?) von Legitimität gegeben wird, da eben jeder stimmen darf.
Und nun werde ich das Verlinkte lesen.

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@MaCor: Wo liegt die Ignoranz denn, wenn ich die beiden Wahlen miteinander vergleiche?
Beide Länder wählen mit demokratischen Regeln. Denke das ist zunächst einmal unbestritten. Jetzt stellt sich die Frage, ob in welchem Land offensichtliche Wahlmanipulationen stattgefunden haben. Meines Wissens ist in Ägypten nichts bewiesen in dieser Richtung. Mutmaßungen kann man gerne haben, aber es nicht wirklich fundiert oder bewiesen. Somit ist dein Satz "wie auch immer sie zustande gekommen sind" vollkommen hypothetischer Natur. Denn diese Wahlen wurden, ob es dir gefällt oder nicht, unter den Spielregeln der Demokratie abgehalten- bisher ist nichts anderes bekannt. Was kann die Demokratie dafür, dass eine Mehrzahl der Ägypter diese nicht nutzt? Ja, die Ägypter hatten keine Möglichkeit der Briefwahl wie bei uns, somit konnten viele nicht wählen weil sie z.B. in Hurghada arbeiten aber in Kairo gemeldet sind. Jetzt mal nen Blick zurück: 1949 hatten wir eine Wahlbeteiligung von 78,4 %. Glaubst du allen Ernstes, diese hohe Quote wäre 1946 schon möglich gewesen? Diese Quote ist entstanden, weil das Volk Demokratie gelernt, ja sogar eingetrichtert bekommen hat. Und wir erwarten von den Ägyptern etwas, was wir selber nicht in der Lage waren zu leisten?? DAS ist Ignoranz. Ägypten braucht Zeit. Ägypten wird Fehler machen. Ägypten wird Erfolg haben. Wenn die anderen, die eigentlich Unbeteiligten an diesem Prozess nicht den Fahler machen, zuviel zu schnell zu wollen. Man bekommt keinen, dem jahrelang die Beine zusammengebunden waren und die Muskulatur geschwächt ist, mit Arschtritten dazu, innerhalb von 1 Jahr Marathon zu laufen. Aber stetiges Training und Üben wird ihn dazu verhelfen, dies irgendwann mal leisten zu können. Allerdings ist da auch Voraussetzung, dass sich der Patient auch helfen lassen will- dann wird sich der Erfolg schon einstellen. Und nebenbei bemerkt- selbst wir, die wir Demokratie seit langer Zeit erleben, sind nicht in der Lage, Demokratie wirklich zu leben geschweigedenn selbstständig vorzuleben.
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MaCor, Dich verstehe wer will, ich tue es nach den letzten "Beiträgen" von Dir auf jeden Fall nicht mehr.
Das ist schon mehr als obskur, ignorant und anmaßend, was da gepostet wurde.
Im übrigen hast Du keine Fragen gestellt und selbst wenn Deine "Beiträge" so gemeint gewesen wären, dann gäbe die Presse darauf ebenso wenig Antwort, da derlei keine Antwort bedarf.

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@MaCor
Nach Lesen des Artikels... den ich als ein wenig "unglücklich" empfinde:
Nach der ersten Frage des Reporters antwortet Alaa al-Aswani:
"Ich wollte ihm eine Chance geben." :? Später: "Ich habe Mursi erst nach der Schließung der Wahllokale zum ersten Mal getroffen. Entscheidend erschien mir damals, dass Ahmed Schafik, der Mann des alten Regimes, nicht an die Macht kommt."Im Nachhinein ist er der Meinung, dass er voll daneben gegriffen hat, entschuldigt sich dafür, schreibt von "hätte" und "ich dachte"... kurz, nicht wirklich "glücklich" - eben aufgrund der o. e. "Vorgeschichte".
Möchte aber noch einmal anmerken, dass es mir hier einzig um den Artikel geht.
Bin auch schon wieder weg...