Längere Auslandsaufenthalte - eure Erfahrungen
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Hallo allerseits,
Habe schon nach ähnlichen Threads gesucht, die Forensuche hat mir jedoch kein zufriedenstellendes Ergebnis geliefert - muss allerdings auch dazu sagen, dass ich mit der Suchfunktion gewissermaßen auf Kriegsfuß stehe :?
Also - mich würde interessieren, wie viele von euch schon einmal einen längeren Aufenthalt im Ausland verbracht haben, etwa in Form von Auslandssemester/-studium, Sprachreise, Au Pair, Voluntär usw?
Welche Erfahrungen habt ihr dabei gemacht?
Was waren die größten Hindernisse, mit denen ihr zu kämpfen hattet (Sprachbarrieren, Kulturschock, Heimweh)?
Habt ihr euch nach einer Zeit vollkommen in die Gesellschaft integriert gefühlt bzw das Gastland sehr ins Herz geschlossen?Bin gespannt auf eure Antworten

(Falls so ein Thread doch schon existiert - bitte nicht hauen
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...etwa in Form von Auslandssemester/-studium, Sprachreise, Au Pair, Voluntär usw?
Oh - gilt wohl nur für die jüngere Genaration. Dann bin ich raus

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Keineswegs! Meine genannte Beispiele mögen zwar für die "jüngere Generation" die gängigsten Formen des Auslandsaufenthalts sein, sind aber keineswegs auf eine bestimmte Altersgruppe beschränkt

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Naja,
bei mir liegen längere Auslandsaufenthalte der von dir angesprochenen Art ebenfalls schon einige Zeit zurück.
Daher vermute ich mal, dass meine pers. Erfahrungen für die Jetztzeit nicht so von Belang sind....Unser Sohn war nach dem Abitur ein knappes halbes Jahr in einer Wetreise unterwegs-
nun ja, wie es war?
Restlose Begeisterung! Er hatte sich im Vorfeld ganz bestimmte Länder ausgesucht, in welchen er es mit seiner Doppelstaatsangehörigkeit (Wir hatten es ja per PN bereits davon!) leichter hatte.
Momentan bemüht er sich um mind. ein Auslandssemester. Dies gestaltet sich aber leider recht schwierig.Heimweh? Schätze ich mal, das haben alle Reisenden heutzutage herzlich wenig. Erst mal weg von zuhause, das ist die Devise. Und wenns doch mal "knüppelig" kommt- in der heutigen Zeit sind alle miteinander dermaßen gut vernetzt, das ist doch überhaupt kein Problem.
Das war zu meinen Reisezeiten ganz anders. Da hatte man Glück, wenn man ein Telefon in der Wohnung hatte.... Urzeiten, ich weiß. Und die Gespräche waren so was von schw..-teuer, das überlegte man sich sehr gut und stand dann mit der Stoppuhr neben dem Wählscheiben-Gerät....
Ansonsten war man auf die gute alte Post angewiesen, die damals noch öfter streikte als heute.
Those were the days... -
Ich war noch zu DM-Zeiten 5 Jahre in Griechenland. Allerdings konnte ich schon die Sprache, was vieles erleichtert hat. Ich habe fast alle bewohnten Inseln kennengelernt bis ich mich dann auf einer niedergelassen habe und eine Frühstückspension eröffnet und geführt habe. Damals war es noch exotisch, wenn man den Gästen auf Wunsch Filterkaffee, Knäckebrot und Nutella servieren konnte. Auch waren die Ansprüche der Touristen noch nicht so hoch wie heute.
Alles war noch easy... -
Ich habe mit 18 ein 3-monatiges Praktikum in San Francisco gemacht und bei einer Gastfamilie gelebt. Das war eine großartige Zeit und die einzige wirkliche Herausforderung war, wieder nach Hause zu fliegen. Die ersten Wochen nach der Rückkehr war ich einem ganz üblichen Depri-Loch.

Später im Studium habe ich ein Partysemester, äh, Auslandssemester auf Gran Canaria gemacht. Das war auch eine lustige Zeit, aber in der Zeit habe ich eher an meiner Partytauglichkeit, als an meinen Sprachkenntnissen gearbeitet.
Bei beiden Aufenthalten habe ich mich sehr gut aufgehoben und integriert gefühlt. Ich kann nur jedem empfehlen, das in jungen Jahren zu machen, wenn sich die Gelegenheit bietet. Fast alle, die es nicht gemacht haben und die ich kenne, bereuen es heute.
Nächstes Jahr fahre ich für 10 Wochen am Stück in die USA - allerdings dieses Mal zum reinen Privatvergnügen ohne Arbeitsverpflichtungen.
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Das mit dem Depri-Loch nach dem Heimkommen kenne ich leider ziemlich gut, war bei mir auch so :?
Habe letztes Jahr von August bis Dezember ein Auslandssemester in Toronto absolviert, war dann ein paar Wochen daheim und leb nun seit Mitte February in London, wo ich ein Praktikum absolviere. Bis jetzt beides eine wirklich einzigartige Erfahrung in vielerlei Hinsicht, die ich nicht missen will

Hoffen wir nur, dass diese Depri-Loch nach meiner Heimkehr im September nicht erneut zuschlaegt :? -
Darf ich Dich höflich fragen, was Dir da in der Schweiz nicht so gefallen hatte ?
Denn zwei Leute aus unserem Bekanntenkreis arbeiten auch dort und möchten lt. ihren Aussagen nicht mehr tauschen wollen etc..
Bin mir aber manchmal im Zweifel, ob wirklich alles so toll ist, wie sie beschreiben.
Denn ich hatte auch schon ein paar andere Meinungen drüber gehört.
Und deshalb auch die Frage von mir.mit Gruß
Erwin
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Abgesehen davon, dass ich meinen Lebensmittelpunkt nun mal woanders habe und ich nicht gerne in über längere Zeit hinweg Hotels wohne ist es nun auch nicht so, dass die Menschen dort besonders herzlich zu Ausländern sind... WM schauen hatte dort auch bspw. keinen Spaßfaktor, wenn alle (abgesehen von den Düütschen) für Spanien jubeln (und nein, es waren keine Spanier anwesend ;))...
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Im Bezug auf das Jubeln bei der WM hättest du bei uns in Österreich aber auch keine Freude

Ich habe Schweizer bis jetzt als recht nett erlebt. Aber gut, über die Gastfreundlichkeit vieler Ländern sind die Meinungen ja gespalten - wenns nicht gerade Kanada ist
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Aus Prinzip sicher nicht, zumindest was mich betrifft - du kannst beruhigt sein

Nein, so arg ist es nicht - also ich würde die Einstellung von uns Österreichern zum deutschen Fußball nicht wirklich als feindselig bezeichnen (aber ein paar zurückgebliebene Subjekte gibt es immer - Ausnahmen bestätigen die Regel).Aber ich glaube als Österreicherin dürfte ich mir in Deutschland auch nicht erwarten, dass jemand Hirscher statt Neureuther die Daumen drückt

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Der Vergleich hinkt, Du müsstest in Deutschland sein, Hirscher gegen Ligety fahren und alle Deutschen wären für Ligety, unter der Voraussetzung, daß Neureuther schon lange raus ist

Aber ich kann Malini`s Schweizer verstehen, man ist halt eigentlich fast immer gegen den großen Bruder und wenn keine Spanier da waren, wen sollten sie dann auch frotzeln

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Ich habe mit 20 meine Reisetasche gepackt und bin nach Deutschland ausgewandert.
Wurde mir dann aber zu langweilig und habe mit 24, dann immerhin schon Koffer, wieder gepackt und bin weiter nach Singapore. Dort bin ich dann fast 9 Jahre geblieben und die groessten Hindernisse, Kulturschocks und Schwierigkeiten hatte ich als ich wieder nach Deutschland gezogen bin.
Das Ende vom Lied war dass ich, fuer mehr als weitere 10 Jahre, nach Asien zuruck bin und im Moment nur darauf warte mich endgueltig in die Richtung abzusetzen.

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mkfpa:
Dort bin ich dann fast 9 Jahre geblieben und die groessten Hindernisse, Kulturschocks und Schwierigkeiten hatte ich als ich wieder nach Deutschland gezogen bin.Leider habe ich keine Vergleiche, habe - seit es für mich die Bundesrepublik gibt - immer nur in Dieser gelebt (Urlaub außen vor).
Aber ich muss scheinbar hier in einem anderen Deutschland leben, dass ich mich hier wohlfühle !!??
O.k. - ich bin natürlich auch schon ein bald "alter Sack" ! -
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
*Alexander von Humboldt -
Das mag sein, aber man muss dazu auch in der Lage sein !
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Yep... und vor allem mental.
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