Allgemeine Probleme im touristischen Flugverkehr 2018
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Dieser Artikel vom heutigen Tage der dpa bringt es m.E. auf den Punkt:
Warum Flugpassagieren im Sommer das Chaos droht
Nichts Neues, aber gut geeignet zum fröhlichen Verlinken, wenn sich mal wieder irgendwelche Dämlacks in den Airline Threads mit "nie wieder..." Post ausk**** müssen

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Hallo Wülfi71,
stimmt wohl, die Forenbeiträge sprechen da schon für sich. Streik, Pleiten, Pech und Pannen und auf Kante genähte Flugpläne bringen das Thema auf den Punkt. Die Sommeferien stehen bevor, bin mal gespannt.
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Super Idee!
Bestenfalls nimmt die Betrachtung dem ein oder anderen Betroffenen das Gefühl, eine 1./.1 Schlappe ausfechten zu müssen, zwangsläufig vom Schicksal missliebig bedacht oder Opfer einer mutwillig herbeigeführten Situation mit dem Zweck der Bereicherung auf seine Kosten zu sein? (kurz = nie wieder XY Air)
Allein fehlt mir inzwischen das Vertrauen ...
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Auch wenn's wahrscheinlich nichts hilft, da wieder keiner außerhalb des Threads der Airline, die er gerade bashen will, liest, hier der Nachweis, dass momentan wirklich alle betroffen sind:
21.07.2018 Tagesschau: Ryanair und Eurowings
17.07.2018 RTL Benkö: TuiFly und Laudamotion
12.07.2018 RP Online: Ryanair, Laudamotion, Eurowings und CondorZu Small Planet, Olympus und Azur haben wir ja genug hier im Forum...
Am besten scheinen noch Germania und Sundair durchzukommen. -
Aber auch nur grade eben - die beiden haben erst kürzlich ruhigere flightlevels erreicht und auch schon reichlich Dresche einstecken müssen ...
Immerhin werden die Retter attraktiver ... (sh. Azur Deutschland) ...
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Moin zusammen,
nun ja, ein Focus-Artikel, also ich nenne es mal BILD-Zeitung, verkleidet als Nachrichtenmagazin *g*
Was soll man sagen: der Billigwahn und Megageiz fordert seinen Tribut. Es ist eben nicht möglich ein Produkt immer und immer günstiger zu machen. Wie soll denn das gehen, wenn man für einen Flug von X nach Y vor 15 Jahren noch 250 EUR bezahlte, dass solche Strecken heute für 49 EUR oder noch billiger angeboten werden? Dazu die Einkomensentwickelung eingerechnet, dann hat man prozentual einen aberwitzigen Preisverfall zu betrachten und kann sich gern freuen, wie billig man heute fliegen kann - theoretisch. Irgend jemand zahlt immer die Zeche und meistens ist es das Personal.
Aufgrund der vielen Billigflieger steigt der Druck auf alle etablierten Markencarrier von Lufthansa bis British Airways, es denen gleich zu tun und inzwischen haben sie alle ihre Billigtöchter gegründet. Die Billigtickets bringen einen exzessiven Vielfliegertourismus hervor. Wie hört ich erst kürzlich jemanden faseln... "Ich fliege ganz gern mal ab und zu für's Wochenende mit meiner Tochter nach Toronto." Na, dann, wohl bekomm's. Befeuert vom Facebook-Instagram-Selfie-Wahn muss sich jeder coole Großstadthipster mindestens an jedem zweiten Wochenende seinen Holzfällerbart vor Akropolis, Tower Bridge oder den Portweinkähnen von Porto zeigen, sonst riskiert er Sprüche wie "Ey, bis du tod Man...?" (in exakt dieser "Recht"schreibung natürlich.
Also wächst das Geschäft exzessiv und dazu noch asymmetrisch, nämlich zwischen Mai und Oktober sehr stark und in der kalten Jahreshälfte eher kaum. Wie soll man bei einer solchen unbalancierten Nachfrage eine Flugzeugflotte managen, die für den Sommer groß genug ist, im Winter aber nicht ungenutzt und geldverschlingend herumsteht? Klare Antwort: optimal geht's nicht, es wird ein Kompromiss bleiben und daher ist es im Sommer - wie bei Focus zu lesen - auf "Kante genäht". Die gesamte Infrastruktur wächst nicht schnell genug mit, siehe BER und jeder weiß, was es bedeutet, wenn man eine zusätzliche Start- und Landebahn errichten will. Das sind Projekte, die sich mal 10 oder 15 Jahre hinziehen können, und wenn so ein Ding erst mal umgesetzt ist, dann sind die Flugbewegungen schon wieder so weit angeschwollen, dass die neuen Bauwerke wieder zu klein sind - man hinkt also auf ewig hinterher, anders natürlich als in der Türkei, Golfstaaten oder China, aber da gibt's ja auch keine Planfeststellungsverfahren und man enteignet mal eben alle Kleinbauen, wenn es opportun erscheint.
Personal bei Airlines, in der Luft und am Boden, Betonung auf "qualifiziert" - schwer zu finden, vor allem bei einem ausufernden Bildungsnotstand. Oft genug muss ich meinen neuen Kollegen korrektes Sprechen und Schreiben beibringen... Busfahrer, Schlepperfahrer, Catering, Check-In, Technik, ATC (Luftraumkontrolle), Tankdienste.... hier muss ein komplexes Räderwerk perfekt laufen, wenn aber alles per Outcourcing in Billigbranchen zerfällt, welcher angelernte Billiglöhner hat denn Lust sich Mühe zu geben? Der ineffiziente EU-Luftraum kommt noch dazu - der US-Luftraum ist wegen "Single-Sky-Systematik" doppelt so leistungsfähig für Verkehrsaufnahme, und und und...
Was soll man raten? Geduld haben und sich mehr Mühe bei der Flugbuchung zu geben. Soll es eine Umsteigeverbindung z.B. über FRA oder MUC werden, dann prüfen, ob man nicht einen früheren Zubringerflug oder gar -zug nehmen könnte nach FRA oder MUC. Wäre es so schlimm, auf eigene Rechnung einen Tag früher anzureisen und sich im Stadtzentrum von Frankfurt ein Zimmer zu nehmen, die oft nur 39 oder 49 EUR kosten, um dann ganz entspannt zum Abflug zu schlendern? Umsteigerisiko mit Chaos im Transit hätte man so schon vermieden. Man muss einfach versuchen, den Reiseweg katastrophensicher zu machen, so gut es geht. Denn eines ist sicher: Reisen hatte immer ein Verspätungs- und Chaos-Risiko und wird es immer haben. Das englische Wort "travel" kommt vom französichen "travail", was "Arbeit" bedeutet und niemand hat jemals versprochen, dass das Zurücklegen großer Strecken die reinste Freude sei. Das war vielleicht 1960 so, aber diese Zeiten sind längst vorbei...
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Was soll diese Jammerei und Vorwürfe an die Flugbucher?
Ich erwarte nichts mehr als das ich das bekomme was ich bezahle, und nicht diese direkten oder unterschwelligen Vorwürfe, warum buchst Du auch billig?
Weil sie mir angeboten werden.Und wenn ich jedes Wochenende mir einen Flug nach Timbiktu für 35€ leiste, so ist das meine Sache und geht Niemanden etwas an.
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Für mich stellt sich momentan die Frage, ob ich es schon wagen soll, für den Sommer 2019 Flüge zu buchen.
Habe Bedenken, dass irgendwann im Winter die Flüge gecancelt werden, oder sollte man davon ausgehen, dass in den Ferien die Flüge so ausgelastet sind, dass die Abflugtage bereits jetzt fix sind. -
Moin zusammen,
nun ja, ein Focus-Artikel, also ich nenne es mal BILD-Zeitung, verkleidet als Nachrichtenmagazin *g*
Was soll man sagen: der Billigwahn und Megageiz fordert seinen Tribut. Es ist eben nicht möglich ein Produkt immer und immer günstiger zu machen. Wie soll denn das gehen, wenn man für einen Flug von X nach Y vor 15 Jahren noch 250 EUR bezahlte, dass solche Strecken heute für 49 EUR oder noch billiger angeboten werden? Dazu die Einkomensentwickelung eingerechnet, dann hat man prozentual einen aberwitzigen Preisverfall zu betrachten und kann sich gern freuen, wie billig man heute fliegen kann - theoretisch. Irgend jemand zahlt immer die Zeche und meistens ist es das Personal.
Aufgrund der vielen Billigflieger steigt der Druck auf alle etablierten Markencarrier von Lufthansa bis British Airways, es denen gleich zu tun und inzwischen haben sie alle ihre Billigtöchter gegründet. Die Billigtickets bringen einen exzessiven Vielfliegertourismus hervor. Wie hört ich erst kürzlich jemanden faseln... "Ich fliege ganz gern mal ab und zu für's Wochenende mit meiner Tochter nach Toronto." Na, dann, wohl bekomm's. Befeuert vom Facebook-Instagram-Selfie-Wahn muss sich jeder coole Großstadthipster mindestens an jedem zweiten Wochenende seinen Holzfällerbart vor Akropolis, Tower Bridge oder den Portweinkähnen von Porto zeigen, sonst riskiert er Sprüche wie "Ey, bis du tod Man...?" (in exakt dieser "Recht"schreibung natürlich.
Also wächst das Geschäft exzessiv und dazu noch asymmetrisch, nämlich zwischen Mai und Oktober sehr stark und in der kalten Jahreshälfte eher kaum. Wie soll man bei einer solchen unbalancierten Nachfrage eine Flugzeugflotte managen, die für den Sommer groß genug ist, im Winter aber nicht ungenutzt und geldverschlingend herumsteht? Klare Antwort: optimal geht's nicht, es wird ein Kompromiss bleiben und daher ist es im Sommer - wie bei Focus zu lesen - auf "Kante genäht". Die gesamte Infrastruktur wächst nicht schnell genug mit, siehe BER und jeder weiß, was es bedeutet, wenn man eine zusätzliche Start- und Landebahn errichten will. Das sind Projekte, die sich mal 10 oder 15 Jahre hinziehen können, und wenn so ein Ding erst mal umgesetzt ist, dann sind die Flugbewegungen schon wieder so weit angeschwollen, dass die neuen Bauwerke wieder zu klein sind - man hinkt also auf ewig hinterher, anders natürlich als in der Türkei, Golfstaaten oder China, aber da gibt's ja auch keine Planfeststellungsverfahren und man enteignet mal eben alle Kleinbauen, wenn es opportun erscheint.
Personal bei Airlines, in der Luft und am Boden, Betonung auf "qualifiziert" - schwer zu finden, vor allem bei einem ausufernden Bildungsnotstand. Oft genug muss ich meinen neuen Kollegen korrektes Sprechen und Schreiben beibringen... Busfahrer, Schlepperfahrer, Catering, Check-In, Technik, ATC (Luftraumkontrolle), Tankdienste.... hier muss ein komplexes Räderwerk perfekt laufen, wenn aber alles per Outcourcing in Billigbranchen zerfällt, welcher angelernte Billiglöhner hat denn Lust sich Mühe zu geben? Der ineffiziente EU-Luftraum kommt noch dazu - der US-Luftraum ist wegen "Single-Sky-Systematik" doppelt so leistungsfähig für Verkehrsaufnahme, und und und...
Was soll man raten? Geduld haben und sich mehr Mühe bei der Flugbuchung zu geben. Soll es eine Umsteigeverbindung z.B. über FRA oder MUC werden, dann prüfen, ob man nicht einen früheren Zubringerflug oder gar -zug nehmen könnte nach FRA oder MUC. Wäre es so schlimm, auf eigene Rechnung einen Tag früher anzureisen und sich im Stadtzentrum von Frankfurt ein Zimmer zu nehmen, die oft nur 39 oder 49 EUR kosten, um dann ganz entspannt zum Abflug zu schlendern? Umsteigerisiko mit Chaos im Transit hätte man so schon vermieden. Man muss einfach versuchen, den Reiseweg katastrophensicher zu machen, so gut es geht. Denn eines ist sicher: Reisen hatte immer ein Verspätungs- und Chaos-Risiko und wird es immer haben. Das englische Wort "travel" kommt vom französichen "travail", was "Arbeit" bedeutet und niemand hat jemals versprochen, dass das Zurücklegen großer Strecken die reinste Freude sei. Das war vielleicht 1960 so, aber diese Zeiten sind längst vorbei...
@tancarino sagte:
Wäre es so schlimm, auf eigene Rechnung einen Tag früher anzureisen und sich im Stadtzentrum von Frankfurt ein Zimmer zu nehmen, die oft nur 39 oder 49 EUR kosten, um dann ganz entspannt zum Abflug zu schlendern?
Hast du in einem anderen Thread auch schon geschrieben - auf meine Nachfrage, wo man dort parken kann, habe ich von dir jedoch keine Antwort erhalten. Warum wohl?!?
Ich wähle meine Flüge sorgfältig. Das ändert trotzdem nichts daran, dass Flüge ausfallen o. verschoben wurden.
Und mal ganz ehrlich: Wie viele Leute, die Du kennst, jetten tatsächlich mal eben über‘s Wochenende durch die Welt?
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Das ist allerdings richtig. Ich mache das gelegentlich auch. Es muss jeder wissen, wieviel ihm/ihr stressarmes Reisen wert ist.

Besonders in Frankfurt sind die Preise selbst für "Basic-Hotels" mit Sleep+Park+Fly heftig...auch eine von mir desöfteren aufgesuchte "Günstig-Butze" liegt zu stinknormalen Zeiten um die 60-70 Euro - OHNE Parken, was noch dazukommt! Von Messezeiten oder anderen gewissen Events mal abgesehen, wo die Preise mal ordentlich nach oben schießen können! Bei Pensionen oder Privatzimmern liegt man auch schon bei mind. 50 Euro - auch ohne Park+Fly....
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also ich zahle in Frankfurt im Sept./Oktober für Sleep+ 11Tage parken+ Taxitransfer 111,00€. Finde ich nicht zu teuer wenn ich bedenke, dass mich allein der Parkplatz z.B. bei Airpakrs in Griesheim-Süd (hier war ich bisher sehr zufrieden) 75,99€ kostet.
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Derzeit sind fast 40 % der Flüge im Südwesten verspätet. Das hat eine Analyse des SWR an sieben wichtigen Flughäfen ergeben.
Am Hunsrück-Airport Hahn kam danach die Hälfte aller Flüge im Juli zu spät. Passagiere mussten meist bis zu 30 Minuten warten. Jeder zwanzigste Flug kam sogar mehr als eine Stunde zu spät.
Am häufigsten verspäteten sich Billigflieger wie Ryanair oder Easyjet. Aber auch Lufthansa und Germanwings sind häufiger unpünktlich. Ursachen seien u.a. überlastete Flugrouten.
Quelle : SWR3 -
Was soll diese Jammerei und Vorwürfe an die Flugbucher?
Ich erwarte nichts mehr als das ich das bekomme was ich bezahle, und nicht diese direkten oder unterschwelligen Vorwürfe, warum buchst Du auch billig?
Weil sie mir angeboten werden.Und wenn ich jedes Wochenende mir einen Flug nach Timbiktu für 35€ leiste, so ist das meine Sache und geht Niemanden etwas an.
@tuerkeifliegende sagte:
Was soll diese Jammerei und Vorwürfe an die Flugbucher?
Ich erwarte nichts mehr als das ich das bekomme was ich bezahle, und nicht diese direkten oder unterschwelligen Vorwürfe, warum buchst Du auch billig?Sicherlich kann man das nicht nur am Preis festmachen. Aber es kann auch nicht schaden, den Unterschied zwischen einer Linienfluggesellschaft und einer Bedarfsfluggesellschaft zu kennen. Historisch gab es zuerst nur die Linie zu Preisen, die sich nur wenige leisten konnten. Darauf hin wurde die Bedarfs- bzw. Charterfluggesellschaft erfunden, die es breiteren Bevölkerungsschichten zu kleineren Preisen ermöglichte, zu fliegen. Möglich machte das eine flexiblere Ausgestaltung der Flugpläne durch Verlegungen, Zusammenlegungen, Zwischenstopps, etc., damit die Maschinen nur dann flogen, wenn sie sich auch rentierten, also genau das, was z.B. Involatus noch heute intensiv lebt. Daher ist aus der Rechtshistorie heraus dagegen m.E. auch wenig einzuwenden, zumindest nicht, wenn man weit genug vorher von der Änderungen erfährt. Kritischer sind eher die Werbebotschaften zu betrachten, nämlich wenn der Eindruck von Linie erweckt wird, man sich aber wenn's schief geht darauf zurückzieht, dass Charter gebucht wurde. Das wäre m.E. ein realistischer Ansatzpunkt für den Verbraucherschutz. Aber bitte nicht das Konzept Bedarfs-/Charterfluggesellschaft generell mit überzogenen Erwartungen an auf Monate feste Flugtermine kaputt machen, denn dann wird es nur für alle teurer!
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Gelegentlich bieten auch klassische Linien Bedarfsoperatings an - zu denselben Bedingungen wie eben die Mitbewerber im Produktumfeld.
Wird dann ein LH Flug hinsichtlich des Routings oder der Flugzeit verändert darf sich das LVU durchaus auf eben jene Bedingungen berufen.
Weiß man das wird man die Erwartungshaltung im besten Falle relativieren - Wissen ist Macht. -
Ich verfolge auch das "Chaos am Himmel" in diesem Jahr.
Dadurch lasse ich mir die Vorfreude auf meinen Urlaub nicht nehmen.

Egal, ob ich mich vorher verrückt mache, und mir das schlimmste Chaos ausmale, denn es kommt wie es kommt.
ICH kann es nicht beeinflussen und muss es nehmen wie es dann ist und
kann dann entscheiden, wie ich es handhabe.Aber da hier im Forum, immer wieder nur über einzelne bestimmte GAAANZ "schlimme böse"
Airlines berichtet wird, finde ich diesen Artikel sehr empfehlenswert und informativ.Es sind wirklich ALLE betroffen.
