Hotels mit kostenloser Stornierung
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Moin,
ich bin zwar schon paar Monate aus dem Berufsleben ausgeschieden, trotzdem noch viel unterwegs. Früher hatte man seine Stammhotels oder buchte je nach Route auch mal kurzfristig. Ich bevorzugte dabei meistens ein Suchportal (u.a. HC) und reservierte immer Zimmer mit kostenloser Stornierung. Bei täglich 300-500 km konnte immer mal etwas dazwischen kommen. Storno war meistens bis 18 Uhr am Anreisetag möglich. Vor kurzem stellte ich uns eine Reise für den Sommer (NL,FR,D) zusammen und musste feststellen, die kostenlosen Stornierungen sind jetzt kaum noch bzw. überhaupt nicht mehr bis zum Anreisetag möglich. Das Hotelzimmer buche ich heute und kann bis morgen stornieren ?
Was soll denn das, dann buche ich doch erst gar nicht, wenn ich in paar h später weiß, dass ich nicht fahren kann...
Ich weiß nicht seit wann sich das in den Portalen durchgesetzt hat, aber eine Zurückhaltung der Buchungen ist meiner Meinung nach klar abzusehen. Die Interessenten buchen viel später oder gar nicht mehr. So leer waren die Hotels an der Ostseeküste selten über Ostern. Man hat noch viele Möglichkeiten zum Buchen über die Feiertage gehabt. Wir waren Ostersonntag in Warnemünde, Karfreitag gebucht (bezahlbar
).
Sicherlich möchten die Hoteliers planen, aber nicht auf Kosten ihrer Gäste, die flexibel bleiben wollen.
Es kann sein, dass diese kostenlosen Stornierungen in letzter Zeit verstärkt genutzt wurden. Mittlerweile wollen die Leute doch aber eher wieder verreisen, als zu Hause bleiben. Und da kommt eben auch mal etwas dazwischen. Ich werde demnächst noch mehr nach diesen Hotels mit kostenloser Stornierung suchen (müssen), bevor ich mein Geld ausgebe, aber nicht fahren kann.
Es gibt Anbieter, die mit 100% er Stornierung und komplettes Geld zurück werben. Das sind aber Firmen, die dann aber das Geld sofort haben möchten. Ist natürlich auch eine Geschäftsidee. Bevor man Geld wieder zurück fordert, fährt man...
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Über welches Portal buchst du dann, HC Suche ehrt uns sehr, aber ..?
Booking? Da hat sich entscheidendes geändert. -
@ mcgee
ich habe im letzten Jahr und auch im aktuellen Jahr mehrere Buchungen über HolidaycheckReisen gebucht. Dort gab es immer die Option bis 7 Tage vor Anreise kostenlos zu stornieren und aber auch super Preise. Es waren allerdings immer Städtereisen und nur Hotelbuchungen.
LG
reiselilly -
Ja, für mich reicht das. Ich gehöre nicht zu den Buchern, die wegen eventuelle Gewitterwolken stornieren
. Sollte ich erkranken, greift eh die RRV. -
@reiselilly
Okay,
mir ist nur der Unterschied zu früher aufgefallen. Deshalb der Thread.
Wegen ... Wetter haben wir eigentlich noch nie storniert...@HABERLING, richtig
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Der Threadtitel passt nicht so recht - die Flexibilität hängt doch eher mit der Art der Buchung zusammen?!?
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Du bringst es auf den Punkt. Daher hatte ich am Anfang gefragt, wie er sucht.
Booking hat inzwischen fast 50 % seiner Angebote im Merchant Modell drin.
Läuft so ab:
Booking kauft -wenn der Kunde gebucht hat-direkt beim Hotel zu einer speziellen Rate ein, das geht einfach, über eine technische Schnittstelle. Die natürlich auch schon für das Angebot an sich angezapft wird.
Booking haut seine Marge drauf und lässt sich- wenn der Kund bucht-- alles auf der eigenen Finanzierungsplattform bezahlen.
Dann ist der Kauf bereits vollständig abgeschlossen.Aber-- es entfällt die früher angenehme Stornomöglichkeit bis z.B 18.Uhr am Anreisetag.Beim Agentenmodell läuft es immer noch so, dass der Kunde direkt im Hotel bezahlt.Da gibt es die Stornomöglichkeit noch.
Der Schwenk zum Merchantmodell ist gewaltig und läuft rasant ...Das Agenturmodell wird es irgendwann nicht mehr geben.Zumindest nicht bei Booking und Expedia(samt allen Töchtern der genannten)
Booking ist nicht die einzige Plattform die das inzwischen verstärkt so macht , das läuft auch bei Expedia so---und Trivago ist nichts anderes als Expedia,
Die Hotels mögen das System sehr, weil die Ausfälle bei später Absage(18 Uhr Geschichte) eben oft problematisch sind -
Ist ja auch vollkommen nachvollziehbar - und für Flexibilität muss man eben tiefer in die Tasche greifen.
Meiner Ansicht nach ist die Suche über Portale dann nur der erste Schritt. In einem zweiten müsste man die Rates des Hotels eruieren.
Zudem sind kurzfristige Stornierungsmöglichkeiten der Hotels auch von der jeweiligen Reisezeit abhängig. Ich bezweifle, dass man Hotels empfehlen kann, die stets eine solche Option vorhalten - zumindest nicht ohne gepfefferten Aufpreis. 95% (Schätzung) der kurzfristig abgesagten Buchungen dürften einen Leerstand bedeuten, das ist ein enormes finanzielles Risiko. -
Alles richtig...
Wobei Hotels in Großstädten sicherlich Ausnahmen sind. Außerhalb von Messen oder Grossveranstaltungen haben wohl über 90 % der Anbieter dort kurzfristige Stornomöglichkeiten.
Wir sind im Jahr etliche Mal in Berlin, immer mit Anreise 18:00 oder Storno. Bislang mussten wir noch nie absagen, aber es ist gut, wenn man es könnte...
P. S. : Ein Tag vorher ist aber auch nicht 18 Uhr... Was tun, wenn die Bahn plötzlich streikt, das Auto kaputt geht...
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Schon klar, mcgee-- die Frage ist dann --zu welchem Preis bekommst Du das Hotel ?
Es lohnt sich auch, die diversen Clubs der Ketten mal abzuklopfen, da kriegt man als Mitglied auch oft Rabatte und gute Stornomöglichkeiten
Wenn ich in Deutschland unterwegs bin, dann nutze ich solche Möglichkeiten der Franchise und Kettenhotels oft.Man darf eines nicht vergessen, die Giganten wie Booking oder Expedia sind für die Hotels auch Reichweiten-Bringer .
Werbung im großen Stil ist für viele Hotels nicht machbar.
Also geben sie Expedia oder Booking ihre ca 18 % im Agentenmodell als Provision, oder sie nehmen den Einkauf des Giganten direkt zum niederen Kaufpreis hin. Genau weiß den auch keiner , aber man spricht von 21 % Rabattierung .
Die Werbung läuft dann eben über Booking &Co und rechnet sich.
@Haberling :ich bin kein Freund von ständigen screnshots, so interessant und hilfreich Deine oft sind,nicht falsch verstehen.
Man könnte in diesem Fall jetzt ein Feuerwerk draus machen, wenn ich zehn andere davon mit gegenteiligen Ergebnissen liefere ---ich lass es besser sein.
Booking und Expedia sind oft auch Lieferanten für VA- Hotelangebote -- oder die Produktion von Pauschal- weil sie auch als Bettenbanken arbeiten.Da sind die Konditionen dann nochmal anders.
Andere Geschichte. -
Ist ja auch vollkommen nachvollziehbar - und für Flexibilität muss man eben tiefer in die Tasche greifen.
Meiner Ansicht nach ist die Suche über Portale dann nur der erste Schritt. In einem zweiten müsste man die Rates des Hotels eruieren.
Zudem sind kurzfristige Stornierungsmöglichkeiten der Hotels auch von der jeweiligen Reisezeit abhängig. Ich bezweifle, dass man Hotels empfehlen kann, die stets eine solche Option vorhalten - zumindest nicht ohne gepfefferten Aufpreis. 95% (Schätzung) der kurzfristig abgesagten Buchungen dürften einen Leerstand bedeuten, das ist ein enormes finanzielles Risiko.@vonschmeling sagte:
95% (Schätzung) der kurzfristig abgesagten Buchungen dürften einen Leerstand bedeuten, das ist ein enormes finanzielles Risiko.
Das ist so---und daher nehmen die Hotels dann auch das für sie teurere Merchant Modell an.Da gibt es das nicht!
Wenn ein Hotel einen guten Mix aus Direktvermarktung/Direktverkauf, auch mal mit Club-Vorteilen--- und Buchungen über solche externe Plattformen hat, dann relativiert sich das am Ende des Tages auch wieder.
Es läuft ja lange nicht alles über Expedia, Booking & Co. -
Danke für die Beiträge,
wollte das Thema nur mal ansprechen, weil es mir in letzter Zeit ziemlich unschön aufgestoßen war. Es wird mein Buchungsverhalten wohl entsprechend ändern. Später und mehr direkt, auch wenn ich dann vielleicht nicht das mal gewünschte Hotel bekomme...
Die Julireise (NL, F, D) habe ich erstmal abgesagt, war noch im kostenlosen Stornierungszeitraum. Von vier verschiedenen Unterkünften war einmal zwei Wochen, einmal eine Woche, einmal drei Tage und einmal am Abreisetag bis 18 Uhr Storno möglich. Eine Wuselei. ..
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Fand ich gut, mcgee--das Thema mal konkret aufzugreifen .Gerade die geschilderten Änderungen bei den führenden Portalen bringen auch für die Touristik insgesamt genügend Gesprächsstoff.
Man könnte noch erheblich mehr dazu schreiben, aber wir wollen es ja auch nicht übertreiben.
@all : Ich danke auch für die Beiträge



