Neuer Job und Urlaub
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@Beate99 u. DickeKatze
Sicherlich verständlich, daß viele Leute, gerade aus Kostengründen, Ihren Urlaub schon weit im Vorfeld buchen. Das ist auch ok. Ihr seht es von dieser Seite. Ich von einer ganz anderen. Laßt es mich kurz erklären an Hand eines möglichen Beispieles: Ich u. meine Frau buchen Urlaub für September (für ca. 2 Wochen). Habe ein unbefristetes Arbeitsverhältnis, möchte aber den Arbeitgeber wechseln. Gesagt getan. Im Mai wechsel ich den Arbeitgeber. Beide Seiten stellen dann fest, daß dies nicht das Wahre ist. Die Probezeit wird nicht bestanden u. ich stehe dann Ende August ohne Job da. Und nun? Rücktrittsversicherung? Und die Ehefrau?
Ärger über Ärger und Kosten über Kosten.
Übrigens, auch Arbeitslose haben den Anspruch mal weg zu fahren in den Urlaub ;).
LG -
@ Beate
Darf ich mich bei dir vorstellen, obwohl mein Urlaub schon gebucht ist?

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Ich denke, das ist von Arbeitgeber zu Arbeitgeber verschieden.
Bei uns in der Firma war es vor ca. 2 Jahren auch so eine Situation. Es sollte ein neuer Mitarbeiter eingestellt werden, der aber genau zu dem von der Firma erwarteten Eintrittstermin einen Urlaub gebucht hatte. Er mußte sich dann entscheiden: Urlaub oder Job. Er hat sich für den Urlaub entschieden !Ich bin der gleichen Meinung wie Carsten und caribiangirl - jeder muß für sich entscheiden, was einem wichtiger ist. Ich würde auf gar keinen Fall Urlaub buchen, wenn ich vor hätte, die Arbeitsstelle zu wechseln. Dann lieber einen Lastminute - Urlaub.
Wenn ich hier lese, dass man Soluna zum Buchen zuredet, ist das für mich eigentlich nicht nachvollziehbar. Bitte nicht falsch verstehen: Ich beglückwünsche Euch alle zu solch kulanten Arbeitgebern, aber es ist bestimmt nicht selbstverständlich !!!
Gruß Zoni69
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Tja Carsten, ohne Not sollte man auch nicht den Job wechseln. Und nur das - vielleicht - höhere Gehalt sollte auch nicht ausschlaggebend sein. Ich finde es halt auch sehr wichtig, dass man sich auf seiner Arbeitsstätte wohlfühlt, gern auch für ein paar Euro weniger.
Und wenn das Hemd derart klemmt, dass der Urlaub dann unerschwinglich geworden ist, hätte man vielleicht im Vorfeld gar nicht buchen sollen. Das ist hier aber überhaupt nicht der Punkt.
Was-wäre-wenn-hätte-gewesen-war aber nicht.
Ungelegte Eier. Die Frage war, ob ein Arbeitgeber einen bereits gebuchten Urlaub akzeptiert oder nicht. Punkt.
100 prozentige Sicherheit gibt es nirgendwo und in keinem Bereich des Lebens. Manchmal sollte man schon nach dem Motto handeln: No Risk - No Fun.
Habe übrigens nicht bestritten, dass Arbeitslose Urlaub machen sollen/dürfen/können. Ich meinte nur, dass man in der Situation wirklich abwägen sollte, was einem wichtiger ist - mehr nicht!
Grüße von Barbara -
@DickeKatze
Nach diesem Motto gehe ich auch. Lieber ein paar Euronen weniger, aber man fühlt sich wohl u. das Klima ist gut. Der Punkt Unerschwinglich ist nicht dieses Thema, das ist war, aber kann es bei Verlust schnell werden. Wenn ich irgendwo einen Job anfange habe ich eine Probezeit (wie überall in jedem Job). Wenn ich diese nicht bestehe u. noch einen Urlaub in dieser Zeit habe, dann kann es sehr schnell finanziell eng werden. Da braucht man noch nicht mal knapp bei Kasse zu sein. Ohne Arbeit keine Kekse, ist so. Sicherlich, wer no risk no fun mag, ok. Sicherheit gibt es nirgendwo 100 prozentig, auch war. Aber man kann seine Sicherheit etwas anheben ohne gleich ganz abzusaufen.
Das mit den Arbeitslosen u. Urlaub machen war auf Beates Antwort bezogen.
LG -
Die Ausgangsfrage von Soluna ist berechtigt.
Sie sucht aber einen anderen Job, aus welchen Gründen auch immer.
Wenn ich mir nen neuen Job suche, denke ich nicht an Urlaub. Es kann ja gleich klappen oder erst in nem halben Jahr. Was ist mir dann wichtiger?
Hier scheint esAGs zu geben, die absolut human sind, ebenfalls "normal" Beschäftigte, die in Firmen arbeiten, die sich nur für ihre Mitarbeiter einsetzen.
Egal was man arbeitet, sobalb man den Job wechselt und in der neuen Fa willkommen ist, hat man deshalb nicht gleich Rechte auf Urlaub!
Wenn ihr es habt oder hättet, dann nennt mir bitte eure Brötchengeber. Da stelle ich mich sofort vor. Dafür ziehe ich auch wech, aus meinem niedlichen Dorf. -
@caribiangirl
ich komme mit -
Ich denke, man bemüht sich ja nicht erst 2 Tage vor Ablauf der Kündigungsfrist um einen neuen Job. Wenn ich wirklich vorhabe, die Firma zu wechseln, dann geht das ja meist schon Monate im voraus.
Ich würde einfach meinen Urlaub etwas ansammeln, Kündigung rechtzeitig abgeben und dann meinen Resturlaub antreten. Und in diesem Urlaub würde ich dann wegfahren !
Somit kann ich beruhigt in Urlaub fahren und bin ausgeruht zum Neubeginn.
In unserer Firma kam es auch schon vor, dass mein Chef einem neuen Kollegen Urlaub genehmigte. Er ist hierbei echt kulant.
Ich für mich persönlich hätte allerdings ein flaues Gefühl im Magen wenn ich schon vorher sage: Ja, ich würd schon bei Ihnen anfangen.....aber ich brauch da und da Urlaub!
LG
Claudia -
@Claudi2112
das mit dem Urlaub ansammeln vor dem weg gehen ist natürlich auch ne gute Möglichkeit, vorausgesetzt es geht arbeitstechnisch.
LG -
@carsten
Ich denke es kommt auf das Verhältnis an, mit dem man das alte Arbeitsverhöltnis beendet.
Hab ich ein faires Verhältnis zu meinem Chef, würde ich ihm schon rechtzeitig meine Kündigung mitteilen um sich nach einem Ersatz umzuschauen.
Sollte aber das Klima etwas angespannt sein oder evtl. durch Mobbing o.ä.nicht erträglich sein, würde ich auf meinen Resturlaub bestehen und nach mir die Sintflut .....
LG -
@Claudi2112
ich meinte noch nicht mal vom Verhältnis her gesehen, sondern einfach von der Arbeit allgemein. Hatten bei uns z. B. den Fall, daß Leute dies auch so machen wollten, aber kein Ersatz da war u. Dienste nicht besetzt waren. Somit konnten das Leute so nicht machen u. waren gezwungen vorher schon Urlaub zu nehmen u. dann zum Schluß z. B. nur noch eine Woche.
LG -
@carsten
Das ist natürlich schon richtig. Kommt natürlich auf den Beruf an.
Ist natürlich auch mit der gesetzlichen Kündigungsfrist von 4 Wochen schon eine verdammt knappe Zeit für den AG.
LG -
"carsten wismar" wrote:
@Beate99 u. DickeKatze
Sicherlich verständlich, daß viele Leute, gerade aus Kostengründen, Ihren Urlaub schon weit im Vorfeld buchen. Das ist auch ok. Ihr seht es von dieser Seite. Ich von einer ganz anderen. Laßt es mich kurz erklären an Hand eines möglichen Beispieles: Ich u. meine Frau buchen Urlaub für September (für ca. 2 Wochen). Habe ein unbefristetes Arbeitsverhältnis, möchte aber den Arbeitgeber wechseln. Gesagt getan. Im Mai wechsel ich den Arbeitgeber. Beide Seiten stellen dann fest, daß dies nicht das Wahre ist. Die Probezeit wird nicht bestanden u. ich stehe dann Ende August ohne Job da. Und nun? Rücktrittsversicherung? Und die Ehefrau?
Ärger über Ärger und Kosten über Kosten.
Übrigens, auch Arbeitslose haben den Anspruch mal weg zu fahren in den Urlaub ;).
LG@Carsten
Von dem Standpunkt aus betrachtet hast du natürlich Recht. Allerdings würde ich als AG den Urlaub akzeptieren wenn du ins Team passen würdest und deine Qualifikation dementsprechend ist. Auch nach nochmaligem Jobwechsel. Wie gesagt, eine Woche Urlaub könnte ich verknusen.Selbstverständlich ist nicht jeder AG so. Damit sollte man auch nicht rechnen.
Jemandem zum Urlaub zu raten war nicht meine Absicht.
Wollte nur mal den Standpunkt eines gern reisenden AG vertreten, der AN mit Urlaubsplänen nicht die Tür vor der Nase zuschlägt.Und natürlich dürfen Arbeitslose auch gerne in den wohlverdienten Urlaub.

@caribiangirl
Falls ich mal wieder ne Stelle auszuschreiben hab melde ich mich gerne bei dir.
LG
Beate -
Eben. Und dann sind da noch die netten Kollegen mit denen man es nicht verscherzen mag. Und noch die Beurteilung bzw. das Zeugnis
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Meine Fau u. mehrere Kolleginnen hatten mal eine Kündigung aufgrund finanzieller Schwierigkeiten Ihres Cheffes zwischen Tür u. Angel gesagt bekommen. Dies in der Mittagspause. Anschließend haben sie Ihre hunderte von Überstunden sowie Urlaub genommen u. sind gegangen, da dies selbst mit dem Kündigungstermin schon eng wurde. Ein Zeugnis folgte in nicht guter Ausführung. Bei der Nachfrage wurde Unwissenheit seitens von ihm bekundet u. änderte das Zeugnis. Ist schon klar.
LG -
Lieber Carsten!

Ich würde es mir nicht nur mit den alten Kollegen, sondern schon gar nicht mit meinen neuen Kollegen verscherzen wollen! :?
Zum Beispiel steht unser Urlaubsplan (für alle Mitarbeiter) für 2007 schon seit Mitte Dez. 2006 fest. Es können nie mehr als 2-3 Kollegen gleichzeitig Urlaub machen und großartiges verschieben ist kaum mehr möglich. Die meisten haben schon gebucht.
Jetzt stellt Euch vor, ein neuer Kollege möchte bei Euch anfangen, der auch schon seinen Urlaub gebucht hat und vielleicht auch noch in einem Zeitraum, der schon verplant ist. Wer soll da zurückstecken? Ich glaube, das würde niemand freiwillig tun!
Und die Kollegen wären auch bestimmt nicht begeistert, wenn der bestehende Urlaubsplan durcheinander gewürfelt wird. Jeder hat sich im Vorfeld seine Gedanken gemacht, wann er Urlaub nehmen möchte. Selbst, wenn einige nichts gebucht haben... Aber vielleicht ist es genau der Zeitraum, in dem auch der Partner Urlaub nehmen konnte und wer möchte schon gerne allein seinen Urlaub verbringen!LG Riana

PS: Es ist doch erstaunlich, was diese Frage für eine Diskussion ausgelöst hat!

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Bravo mabysc, die Variante gibt es natürlich auch noch. Unbezahlten Urlaub nehmen. Dies könnte man auch einem neuen Arbeitgeber anbieten. Kann mir vorstellen, dass es einen guten Eindruck macht.
Und außerdem kommt es immer noch drauf an, um was für einen Job es sich handelt, ob man super qualifiziert ist, ins Team passen würde etc..
Ich möchte bestimmt nicht gleich wieder gesteinigt werden, aber es gibt nun mal Tätigkeiten für hochqualifizierte Menschen und es gibt "Wald- und Wiesenjobs", die von jeder x-beliebigen Hausfrau gemacht werden können. Hier wäre ich auch vorsichtig, meinem neuen Arbeitgeber gleich mit einem gebuchten Urlaub zu kommen. Und bevor Ihr mich als arrogante ***** geißelt, ich hab selbst so einen Job, der jeden Tag von einer anderen Trulla gemacht werden könnte.
Grüße von Barbara
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@Dicke Katze
Barbara, das habe ich mir auch schon überlegt, mit der Qualität einer Arbeitsstelle. Das kann man nun auch von zwei Seiten sehn.
Wenn ein AG einen kompetenten Mitarbeiter in sein Team bekommen kann, dann popelt er nicht an der einen Woche Urlaub rum. Da kann man sich doch einigen.
Für die Wald-u. Wiesenjobs gilt aber trotzdem das gleiche Prinzip,
Hauptsache ist doch, man h a t einen Job und man h a t mal etwas Gescheites gelernt und kann eine abgeschlossene Berufsausbildung
vorweisen, dann läßt sich mit dem AG vieles regeln.
Ich war oft dabei, wenn mein Vater Personal eingestellt hat, die Frage nach Urlaub war nie das Wichtigste!
Referenzen, Auftreten und ein guter Eindruck war mehr gefragt. -
Slow - genau DAS wollte ich doch ausdrücken !!!!!!
Prioritäten setzen. Was ist mir wichtiger, der Job oder der Urlaub. Im Zweifelsfall doch wohl immer der Job.Bin ich qualifiziert, passe ich in die Firma, stimmt die Chemie zwischen zukünftigem Chef und mir - dann wäre der auch der Letzte, der mich wegen eines bereits gebuchten Urlaubs nicht einstellen würde.
Grüßchen von Barbara