nach urlaub - scheidung?
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hallo an alle.
ich habe neulich gehört, dass die meisten scheidungen nach einem urlaub eingereicht werden. wie seht ihr das? ist der urlaub ein übel, in dem man sich mit dem partner und/oder kinder beschäftigen muss? oder seid ihr froh, endlich mal genug zeit für die familie zu haben?
macht ihr auch zu hause regelmäßig unternehmungen im urlaub? oder wird einfach nur abgehangen und jeder macht was für sich?
bin gespannt..... -
Kann ich mir gut vorstellen

Vor einigen Jahren hat eine Arbeitskollegin geheiratet und die Flitterwochen waren auf den Malediven.
Hach wie romantisch.....ein Eiland das man in 15 Minuten zu Fuß umrunden kann.
Dort waren 3 Woche anberaumt. Nach der ersten Woche sind sie sich schon so auf den Wecker gegangen und am 9.Tag sind sie nach Male und von dort nach Sri Lanka. Dort haben sie den Rest der Flitterwoche verbracht.
Ob es daran lag das sie nach 2 Jahren geschieden wurden weiß ich nicht. Allerdings hört man sehr oft das es im Urlaub ordentlich krachen kann. Ich denke aber das kann nur passieren wenn man im Alltag zu sehr nebeneinander lebt und vom anderen garnichts mitkriegt.
Plötzlich ist er/sie den ganzen Tag da!
Für so manch einen ein Schock
Ich persönlich hatte nach dem Urlaub noch nie eine Trennung
kann also nicht aus Erfahrung sprechen. -
Für uns persönlich ist es ganz anders.Wir haben im Alltagsleben durch die Schichtdienste häufig wenig Zeit füreinander und freuen uns total das wir uns im Urlaub dann mal 24 Std. rund um die Uhr haben.Auf den Geist gegangen ist mein Männe mir im Urlaub noch nie, wir " vermissen " uns dann eher wieder wenn wir zurück sind und uns dann nicht mehr 24 Std. sehen.Ich denke andersum ist es genauso

Wir hocken trotzdem aber nicht 24 Std. aufeinander, ich gehe auch mal alleine zum Strand oder setzte mich zum lesen alleine auf die Terasse wenn er vielleicht gerade schläft oder im Meer planscht.
In Thailand hat er sich mal so eine Crossmaschine ausgeliehen und damit eine Tour gemacht, ich wollte auf dieses Ding nicht rauf
und er war alleine unterwegs.
Man muss einfach flexibel sein und darf nicht böse sein wenn der Partner mal was anderes machen möchte als man selber.LG
Sandra
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Hallo,
ich kann mir zwar vorstellen, dass es solche krasse Situationen gibt, aber für mich stimmt da im Vorfeld schon was nicht. Wenn ich mit meinem Partner nicht auch mal 3 Wochen am Stück zusammen sein kann, ohne dass es in einer großen Katastrophe endet oder das wir uns im Urlaub nicht auf Gemeinsamkeiten einigen können - dann ist da schon vorher Sand im Getriebe.
Wir sind die absoluten Urlaubsfreaks - wenn wir Geld hätten, wären wir nur im Urlaub - aber wir bereiten das auch gemeinsam immer sehr intensiv vor: wohin und warum, welche Fewo, welche Unternehmungen, wer will was sehen etc. Und ich war von Anfang an ein Verfechter, dass man auch mit Kindern in sehr ähnlicher Weise urlauben kann. Nunmehr ist meine Tochter - knapp 5 - in die Planungen und Überlegungen mit einbezogen und freut sich schon auf dies und das. Ich glaube, man kann Kindern kindgerecht sehr viel in einem Urlaubsland zeigen - wenn man es spanend macht. Meine Tochter liebt z.B. Ausgrabungen und archäologische Museen - mit der entsprechenden Vorbereitung erspart das natürlich unheimlich viel Genöle und Genörgel und nimmt Stresspunkte aus einem Urlaub raus.
Allerdings unternehmen wir auch bei uns in der Gegend immer mal wieder was und auch da hört die Kleine anderthalb Stunden gespannt einer Schlossführerin zu.
Fazit: Keine Scheidung nach dem Urlaub, sondern: "wann geht es wieder los????"

Liebe Grüße, Netty
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Hallo,
wir sind jetzt 36 Jahre verheiratet, ich war innerhalb der letzten 10 Jahre viermal alleine in Urlaub, meine Frau zweimal.
Dieses Jahr waren wir drei Wochen zusammen in Florida und Washington DC. Es war ein schöner Urlaub, für beide. Und wir wissen auch schon, wo es im nächsten Jahr hingeht, wir freuen uns schon drauf.
Und sollte ich dieses oder nächstes Jahr evtl. wieder alleine in den Urlaub fahren (die gemeinsamen Urlaube werden davon nicht berührt), freue ich mich auch auf meine Solotouren, aber auch auf eine Rückkehr nach Hause.Nur zur Erklärung - meine Frau möchte nicht mehr als einmal pro Jahr eine große Reise machen, also über den Teich. Das hat keinen anderen Hintergrund. Will sagen, im Laufe der 36 Jahre haben wir gelernt, uns gegenseitig zu "lassen".
Gruß, Hardy
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Hi All,
habe einen Bekannten, der ist Anwalt....es scheint tatsächlich so zu sein, dass viele Scheidungen NACH einem Urlaub eingereicht werden.
Nur, Ihr glaubt doch nicht allen Ernstes, dass sich hier jemand dazu äussert bzw. das bestätigt und sich dahingehend outet????
Lass m ich gern eines besseren belehren...aber..ich bin sicher.......da kommt nix
lg Xanti
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xantippe50 wrote:
Hi All,habe einen Bekannten, der ist Anwalt....es scheint tatsächlich so zu sein, dass viele Scheidungen NACH einem Urlaub eingereicht werden.
Nur, Ihr glaubt doch nicht allen Ernstes, dass sich hier jemand dazu äussert bzw. das bestätigt und sich dahingehend outet????
Lass m ich gern eines besseren belehren...aber..ich bin sicher.......da kommt nix
lg Xanti
Hallo Xantippe,
ich hoffe doch, dass Du mehr dazu neigst als Frau des Philosophen Sokrates gelten zu wollen, denn als "zänkisches Weib"! Denn sonst würde Dein Nickname auch anders geschrieben, mit einem "h" hinter dem "t".
Also bewerte das als Kompliment - bitte!Aber Du hast ja mit Deinem Beitrag soooooo Recht.
Eine befreundete Richterin (Familienrecht) hat mir das auch so schon vor längerer Zeit bestätigt; und mittlerweile gibt es schon eine Statistik darüber.
Sie sagte dazu nur: Da sollen sich Psychologen drum kümmern, aber immer kommt heraus, dass im Vorfeld schon was nicht harmonierte!
Wie es schon in vorhergehenden Postings angedeutet wurde.
Geld, Besitz- Vorrechtgehabe und Stress scheinen ein bedeutender Faktor zu sein.
Man liebt sich, und dann auf einmal nicht mehr! Da stimmt doch etwas in unserem sozialen Verhalten nicht!?Gruß Dieter
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Ich habe auch darüber gelesen.
Da wurde aber nicht nur nur den Urlaub gesprochen, sondern auch über Feiertage, insbesondere Weihnachten.
Ursache soll die Erwartungshaltung sein, z.B.: er möchte Action, sie träumt von romantischen Sonnenuntergängen. Im Urlaub.
An Tagen wie Weihnachten kommt der Stress hinzu: man wünscht sich ein besonders schönes, harmonisches Fest im Kreise der Familie. Zuerst kommen die Vorbereitungen wie Hausputz und Plätzchen backen - an Heiligabend ist Mutter fix und fertig, am 1. Weihnachtsfeiertag knallt es dann.
Der kluge Mann, der den Artikel geschrieben hat (ein Psychologe) gab Ratschläge, wie z.B.:
Vor dem jeweiligen Anlass zusammen setzen und über die Vorstellungen des anderen / der Familie sprechen;
anhand der Ideen einen Plan erarbeiten, so dass niemand zu kurz kommt;
alle helfen bei den Vorbereitungen mit.
Am besten gefällt mir der Tipp: dem Partner Freiräume lassen!Dazu kommt, wie das schon erwähnt wurde, die Tatsache, dass man plötzlich sehr viel Zeit füreinander hätte, aber nicht gewohnt ist, sie zu nutzen. Ein normales Wochenende ist meist kein Problem, samstags wird etwas gewerkelt, den Sonntag kriegt man herum mit Ausruhen, Ausflügen oder was auch immer.
Wir kennen das Problem aus eigener Anschauung nicht, irgendwie haben unsere Vorstellungen bisher zueinander gepasst - ich hoffe, dass das auch so bleibt.
Schon schlimm: die schönsten Tage des Jahres werden für manche zum Albtraum ...

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@ Noki....grins....kann schon auch mal zänkisch sein..aber dann natürlich überwiegt doch meistens die Philosophie ...
sorry, ein bissel off topic@Erika1....kann Dir da in allem zustimmen....scheint schon was wahres dran zu sein.
Wünsche Dir und natürlich auch allen anderen dass ihr nie diese Erfahrung selber machen müsst.
LG Xanti......ganz zahm
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Ich kann mir das bei mir und meinem Mann garnicht vorstellen. Bei uns laufen die gemeinsame Urlaube immer so harmonisch ab weil wir einfach froh sind den alltagsstress hinter uns zu lassen und wir dann richtig zeit für uns haben. Klar ist es so das beide schon mal andere interessen haben. Mein Mann ist z.B. sehr aktiv im urlaub und ich bin eher die faule. Das hat bei uns aber noch nie zu Probleme geführt weil ich finde man sollte die Bedürfnisse des Partners tollerieren. Wenn es Urlaub zu stress kommt und im schlimmsten Fall zur Trennung kann es nur so sein das schon vorher Probleme da waren die im Urlaub dann raus kommen weil der Alltagsstress fehlt und man dann zeit hat sich mit den Probleme auseinander zu setzen.
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Die Gleise zu einer Scheidung haben viele Stationen. Man spürt das es nicht mehr rund läuft und versucht doch noch den alten Zustand wieder herzustellen.
Da man ja bedingt durch Arbeit und "Normalität" im Alltag nicht die Zeit hat alles zu versuchen projiziert man diese Hoffnungen in den Urlaub oder die Feiertage.
Jetzt kommt der lang ersehnte Urlaub und mit ihm die Hoffnung die Kurve zu kriegen, jedoch siehe da es klappt nicht, man hat sich vom Partner schon viel zu weit entfernt.
Nach dem Urlaub oder den Feiertagen fühlt man das man in einem Sackbahnhof angekommen ist und fällt Entscheidungen. Nicht der Urlaub ist Schuld an dem Fiasko, sondern die Zeit davor. Der Urlaub ist nur der "Point of No Return".
MfG Rainer
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@Rainer, so was ähnliches wollte ich auch grade schreiben.

Andere Geschichte!
Ich habe mal einen Bericht gesehen, da zeigte man Paare auf Mallorca? die in einer Bar saßen und minutenlang nichts zueinander sagten. Manche brachten es auf fast zwei Stunden. Dann gingen die Reporter hin und sagten dies den Leuten und fragten halt, warum sie nicht miteinander sprechen und ob sie sich nichts zu sagen hätten und dann kamen ganz oft Ausreden wie, "wir lassen die letzten Tage auf uns wirken".
War nach den Gesichtern, die die Leute machten, schwer zu glauben. -
Bifi44 wrote:
"Point of No Return".Das hab ich schonmal gehört, aber in einem anderen Zusammenhang :D.
Wie schon gesagt, man sitzt 24/7 im Urlaub zusammen. Die unterschiedlichen Interessen führen häufig dazu sich zu streiten.
Meine Freundin und ich wir stellen immer eine Liste auf, was wir alles machen wollen. Darunter sind gemeinsame Abende sowie Solotouren.
Ich finde, ein Partner muss auch mal nachgeben bzw. ein Gang zurückschalten. D.h. wenn sich die vergötterte Partnerin nun einmal ein Musical anschauen möchte sollte man schon mitgehen, obwohl man König der Löwen schon im Fernsehen gesehen hat g. Dafür kommt sie dann mit aufs Banana Boot frechgrins.Alles eine Frage der Verständnis und Rücksichtsnahme.
Mit freundlichen Gruß
G'Hand
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Wenn nach dem Urlaub die Scheidung folgt dann hat da auch vor dem Urlaub schon einiges nicht mehr gestimmt :? :? und man wollte es bloß nicht wahr haben!
Bei mir und meinem Mann kann ich mir so etwas gar nicht vorstellen

Wir freuen uns, im Urlaub als auch zu Hause, auf jede Minute die wir zusammen verbringen können
und geniessen die gemeinsame Zeit ........Klar hat jeder von uns, neben den gemeinsamen Interessen, auch noch seine eigenen aber das ist doch auch vollkommen normal und deshalb bekommt man doch keinen Stress oder lässt sich gar scheiden :?
Viele Leute werfen meiner Meinung nach eh viel zu früh die "Flinte in´s Korn", anstatt sich mal zusammen zu setzen und miteinander zu reden :? Da ist wohl überhaupt das grösste Problem, dass man nicht "richtig" miteinander spricht bzw. die "Hilferufe" des Partners nicht hört :?
Und dann ist es halt auf einmal zu spät ...........................LG
Anette -
Oje, schwieriges Thema... Ich arbeite auch in einer Anwaltskanzlei und auch wir haben jeweils nach den Ferien mehr Scheidungsanträge zu bearbeiten. Aber wie bereits gesagt wurde, stimmte da auch schon vorher irgendwas nicht mehr.
Da mein Mann (Stv.Chef in einer Autogarage) und ich (Pers.Assistentin für einen Anwalt) recht viel arbeiten, sind wir jedes Mal froh, wenn wir im Flieger sitzen, um dann im Urlaub einfach die gemeinsame Zeit zu geniessen. Streit hat es bei uns im Urlaub noch nie gegeben. Auch sind wir meisten schon wieder den nächsten Urlaub am planen, wenn wir erst im Flugzeug nach Hause sitzen...
Grüsse
Miriam
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Bei uns ist es genau so, wie Sandra die Situation auf der vorigen Seite geschildert hat. Im Urlaub gibt's bei uns totale Übereinstimmung und Harmonie. Der Urlaub ist eher so eine Art "boost" für unsere Beziehung.
Und keiner ist beleidigt, wenn der andere mal was alleine unternimmt. Zu einem Schnorchelausflug könnte ich meine Frau niemals bewegen, und wenn sie am Pool vor sich hin döst, erkunde ich schonmal die Umgebung mit einem Roller.
xantippe50 wrote:
Ihr glaubt doch nicht allen Ernstes, dass sich hier jemand dazu äussert bzw. das bestätigt und sich dahingehend outet????.......da kommt nixOh doch, Xanti! Hier ein "Outing":
Ich glaub, dass viele "Scheidungen nach dem Urlaub" darauf zurückzuführen sind, dass man im Urlaub viel mehr Zeit als sonst hat, um Abstand zum Alltag zu gewinnen und um über seine Lebenssituation nachzudenken. Zumindest war das bei mir vor ein paar Jahren so. Der Trennungswunsch wurde von mir dann ein paar Tage nach dem Urlaub ausgesprochen. Aber nicht, weil's zuvor im Urlaub schlecht gelaufen wäre. Es hat schon zuvor nicht mehr alles gepasst, wir haben uns auseinander entwickelt. Im Urlaub ist mir das erst so richtig bewusst geworden.
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Den Bericht habe ich auch verfolgt und war geschockt, daß die Paare nicht ein Wort miteinander sprachen. Die hatten sich einfach nichts mehr zu sagen ! Die Luft war raus.
Das könnte uns nicht passieren. Da unsere Beziehung durch den gemeinsamen Austausch lebt, haben wir auch im Urlaub immer genügend Gesprächsstoff. Ich denke, wenn man sich gut ergänzt und den Urlaub zusammen plant, hat man eine gute Basis.
Grüsse
Dagmar -
Ich liebe es mit meiner Frau in den Urlaub zu fahren,und Stress kommt selten auf.
Ich denke ,es gehört leider zur unserer Gesellschaft,das viele Menschen sich Scheiden lassen.Alle möchten nur das machen was sie möchten,und das trifft im Urlaub besonders stark auf,erlebe es immer wieder.Den Frust die manche Paare schieben,erschreckend,wenn ich so leben würde,würde ich mich erschießen.
Stephan