Reiserücktritt wegen Unfall
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Ich wollte mit meiner Frau am kommenden Donnerstag für 3 Wochen nach Punta Cana Fleigen. Vor 3 Tagen hatte unsere Tochter einen schweren Verkersunfall und liegt im Krankenhaus. Wir haben daraufhin unsere Reise storniert. Laut Auskunft vom Reiseveanstalter bekommen wir 55% der Reise zurück, das heißt von den 55% behält der Reiseveranstalter 20% das ist der entstandene Schaden. Die restlichen 45% trägt meine Reiserücktrittversicherung. Insgesamt heitß das , dass ich 20 % des Reisepreises einbüße. Weiß jemand ob das so richtig ist oder ob ich alles wiederbekommen müßte.
Danke
Timo -
na so wie ich weiss ist das richtig. meine chefin stornierte 2 tage vorher einen linienflug mit der singapore airline und büßte 80 % ein knapp 2500 Euro. Kann man froh sein das in diesem fall die reiserücktritt einspringt sonst wärs noch viel mehr.
viele grüße -
Die Stornokosten werden immer vom gesamten Reisepreis berechnet.
Das heißt je nach Versicherung z. B.:
Reisepreis: 1000 Euro
Stonokosten z. B. : 20 % = 200 Euro
RRKV-Erstattung: 200 Euro (ohne Selbstbehalt) oder 180 Euro (mit Selbstbehalt 20 % = 20 Euro)LG
holzwurm -
Hallo,
ich gehe davon aus, daß Du eine Rücktrittskostenversicherung mit 20 % SB hast. Ds würde in Deinem Fall folgendes bedeuten:
Stornokosten 55%
Du erhältst vom Veranstalter 45 % zurück.
Den Rest reichst Du bei der Versicherung ein.
von diesen 55% bleibt Dir dann ein Selbstbehalt von 20 %
Immer 20 % des Erstattungsfähigen Schadens.
Dieser kann aber auch bei Unfall eventuell entfallen.
Kommt auf die Bedingungen an.Ich kann aber nur raten, da Deine Angaben doch recht konfus sind!
Hier solltest Du bezüglich der Prozentzahlen genau mailen.Gruß
Berthold
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holzwurm wrote:
Die Stornokosten werden immer vom gesamten Reisepreis berechnet.Das heißt je nach Versicherung z. B.:
Reisepreis: 1000 Euro
Stonokosten z. B. : 20 % = 200 Euro
RRKV-Erstattung: 200 Euro (ohne Selbstbehalt) oder 180 Euro (mit Selbstbehalt 20 % = 20 Euro)LG
holzwurmRichtig gerechnet, aber trotzdem definitiv falsch.
In aller Regel hat jede Versicherung mit Selbstbehalt außer dem prozentualen auch einen Mindestselbstbehalt (in der Regel 50 - 100 Euro).
Das dürfte aber bei der sicher teuren Reise keine Rolle spielen.
Gruß
Berthold
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20% Selbstbehalt sind durchaus üblich, es gibt zwar auch RRV, die keine Selbstbehalt haben, die sind aber dann ein gutes Stück teurer in den Prämien. Wichtig ist, das ihr die Reise SOFORT storniert habt, also am Unfalltag, denn jeder Tag zählt bei den Versicherungen und es kann euch negativ ausgelegt werden, wenn ihr zB erst gestern oder heute storniert hättet, ich spreche da leider aus eigener Erfahrung.
Gute Besserung für deine Tochter,
Sandra1971 -
ADEgi wrote:
In aller Regel hat jede Versicherung mit Selbstbehalt außer dem prozentualen auch einen Mindestselbstbehalt (in der Regel 50 - 100 Euro).Das dürfte aber bei der sicher teuren Reise keine Rolle spielen.
Gruß
Berthold
Hallo Berthold,
schau mal bei den beiden Großen (ERV und Elvia) vorbei.
Selbstbehalt ist bei beiden mindestens 25 Euro bzw. 20 Prozent.
Somit wäre in meinem Beispiel der der erstattungsfähige Betrag 175 Euro.
LG
holzwurm -
Sandra1971 wrote:
20% Selbstbehalt sind durchaus üblich, es gibt zwar auch RRV, die keine Selbstbehalt haben, die sind aber dann ein gutes Stück teurer in den Prämien.Hallo Sandra,
Deine Aussage trifft nicht immer zu.
Bei meiner Jahrespolice von Elvia entstehen mir nur Mehrkosten in Höhe von 10 Euro für den Verzicht auf den Selbstbehalt.
LG
holzwurm -
@Holzwurm: kommt aber auch auf die Höhe des Reisepreises an. Ich habe dieses Jahr für die RRKV ohne Selbstbehalt für unseren Mauritiustrip gut 100,- Euro mehr bezahlt. Aber ist mir immer noch lieber, als bei einem möglichen Versicherungsfall 20% Selbstbehalt zu haben bei einem Reisepreis von etwa 15.000,-......
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Sandra1971 wrote:
@Holzwurm: kommt aber auch auf die Höhe des Reisepreises an. Ich habe dieses Jahr für die RRKV ohne Selbstbehalt für unseren Mauritiustrip gut 100,- Euro mehr bezahlt. Aber ist mir immer noch lieber, als bei einem möglichen Versicherungsfall 20% Selbstbehalt zu haben bei einem Reisepreis von etwa 15.000,-......Klar kommt es auf den Reisepreis an.
Meine Jahrespolice hat bei 5000 Euro Reisepreis Obergrenze für Familien.
Für den Normalbürger reicht dies.
LG
holzwurm -
Es ist interessant zu lesen, dass in Deutschland offensichtlich es immer noch "Standard" bei Reiserücktrittsversicherungen ist, einen Selbstbehalt zu verlangen.
Das kennen wir hier in Österreich schon seit Jahren nicht mehr. Alle gängigen Anbieter haben nur Angebote ohne Selbstbehalt.
Gruß
Peter -
mosaik wrote:
Das kennen wir hier in Österreich schon seit Jahren nicht mehr. Alle gängigen Anbieter haben nur Angebote ohne Selbstbehalt.Dürfte an der Geiz-ist-geil-Mentalität der Deutschen liegen, die den Österreichern offenbar nicht ganz so zu eigen ist? Ist doch klar, eine Police mit Selbstbehalt kann der Versicherer "günstiger" anbieten da er im Schadenfall weniger Kosten hat. Ist doch dasselbe wie bei einer Teilkasko-Versicherung fürs Auto - die ohne Selbstbehalt sind ja deutlichst teurer als die mit. Ist letztendlich ein einfaches Rechenexempel.
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Der Selbstbehalt dürfte auch der Kreativität der "verhinderten" Reisenden bei Formulierung des Schadensfalles geschuldet sein. Denn bei nachgewiesenem Krankenhausaufenthalt, wenn also an der Verhinderung kein Zweifel besteht, entfällt der Selbstbehalt bei den meisten Versicherern.
Gruß
Manfred