Wie findet Ihr eigentlich die ganzen Aussteiger-/Aussiedler-Doku`s auf RTL und Co. ??
-
Hallole,
mir geht es wie Hardy - ich finde dass die Sendungen einen gewissen Unterhaltungswert haben und ich auch gerne die Auswanderer an Orten sehe an denen ich schon urlauben war

Habe mich schon Dutzende male kaputtgelacht

Da ich auch selbst schon im Ausland gearbeitet habe und mein Bruder ins vereinigte Königreich ausgewandert ist weiß ich selbst genau was dazu gehört in ein fremdes Land auszuwandern.
Ich bin fest davon überzeugt dass eine großer Anteil dieser Sendungen gefakt ist - so doof kann "Mann" gar nicht sein

Am krassesten finde ich Auswanderer die nicht einmal die Landessprache sprechen und sich dann wundern dass sie dort keinen vernünftigen Job bekommen - so etwas ist doch von vorneherein zum scheitern verurteilt.
Grüßle Ralf
P.S: ich schau auch "Bauer sucht Frau" liebend gerne - und hab mich weggeschmissen als mal einer die Dame seines Herzens mit dem Mähdrescher abgeholt hat

-
Ich weiß nicht, ob das wirklich alles gefakt ist. Vielleicht werden schon beim Casting die rausgesiebt, die sich nicht sonderlich vorbereitet haben und dadurch mehr od. weniger baden gehen werden.
Anfänglich haben wir uns die Sendungen auch angesehen, hatte halt einen gewissen Unterhaltungsfaktor. Mittlerweile ist es aber langweilig geworden und irgendwie auch anstrengend zu sehen, wie immer wieder die gleichen Fehler gemacht werden (kein Job, keine Wohnung, keine Ahnung).
Es liegt aber wohl nicht nur an den Privaten, dass das Niveau manchmal baden geht. Hatten es mal mit einer Reportage auf einem der Dritten versucht, weil wir uns davon mehr Infos erwarteten. Eine Familie wanderte nach Kanda aus. Hatte dort schon ein Ferienhaus, ziemlich oft (jährlich) dort Urlaub gemacht und wollten nun auf ihrem Grundstück noch mehr Ferienhäuser bauen und von der Vermietung leben. Ging dann wohl aber nicht, weil das Grundstück in einem Naturschutzgebiet lag und keine Häuser mehr gebaut werden konnten. Informiert man sich da nicht vorher?
Aber mal ehrlich: Ist es nicht einfach auszuwandern wenn man weiß, dass man einfach nach Deutschland in sein gesichertes Sozialsystem zurückkehrt, wenn es nicht klappt?
LG Yvonne
-
Bei diesem oberschlauen LA-Auswanderer gestern ist mir als erstes sein Kasernenhofton aufgefallen,indem er sich schon amCounter für das "unverschämte" Zuzahlen fürs Übergepäck mokierte ("Genau wegen soetwas haun wir hier ab...bin ich froh wenn wir hier weg sind...!) -
In LA wars nicht anders,setzt man ihm doch tatsächlich so eine "blöde Mexikanerin"an den Counter,als er seinen Hind abholen wollte...-
("Die spricht ja noch schlechter Englisch als ich...!)...der Walk of Fame ist schmutzig und das Haus ja eigentlich nicht so stabil wie "bei uns" in Deutschland gebaut-aber den Cayenne gibts wohl erst in 2 Jahren-so er denn Arbeit findet..!Auf solche Typen wartet Amerika!!!Ach so-von "Puschel und Schatzi" aus Teneriffa gibts folgendes:
Die Softeismaschine stand für 3.500 EURO zum Verkauf in der Inselzeitung-Daniels Frau hat Daniel und Teneriffa verlassen-er hat auch die Insel per Schiff verlassen...-
denn auch das 3.Auto kam nicht durch den ITV.
Schulden überall hinterlassen,seine Frau hatte das gemeinsame Konto gesperrt.
Von VOX solls 750.-EURO gegeben haben als Honorar für die ganze Sache...!
Übrigends soll der Autoaufbruch NICHT gefaked gewesen sein-dem Kamerateam hatte man auch einiges geklaut...
Grüße vom Niederrhein
Jürgen -
@hardy
Gut gesprochen!
Wie sehr auch Engagement geweckt wird, konnte man am Bäcker mit 4 Kindern und einer etwas fraglichen Arbeitseinstellung in Spanien sehen: Aller Naivität zum Trotz fand sich ein Gönner, der mit dem Laster da runter gekachelt ist und die Familenplünnen aus dem Haus geholt hat - unter unvorstellbaren Strapazen und auf seine Kosten!! Diesem Herrn gebührt der Gutmenschenorden am Bande.Ansonsten herrscht hier wunderbare Einigkeit und man stellt fest: Oft wandern genau diese Leute aus, die uns hier so nerven, dass wir weg wollen!?

Fröhliche Schwaben buddeln in Brasilien und kaufen eine völlig marode Bude, die noch vor Kurzem "viel besser aussah" - sie bleiben aber fröhlich!
Conny Reimann und Familie sind bessere Texaner, als manch "Eingeborener" und das glücklose Softeisteam hätte auch in D niemals einen Fuß auf den Boden gekriegt ... wie gemütlich ist doch mein Fernsehsofa mit dem kalten grauen Deutschland drumherum!!Wahrscheinlich hau ich trotzdem ab - allerdings erst mit dem richtigen Aktienpaket im Kreuz und der Gewissheit, nie wieder arbeiten zu müssen!

-
Hallo chriwi,
warum darf ich nicht die Leute bewundern, die die ganze Sache sehr realistisch angegangen sind und es geschafft haben.
Ich gehe mal davon aus (ohne es nätürlich 100% zu wissen) das eine Menge dieser Sendungen inszeniert sind. Es gibt aber auch Sendungen in denen die Leute über Jahre begleitet werden. Und es auch geschafft haben in einem anderen Land Fuss zu fassen.
Für mich käme ein auswandern nie in Frage!(Oder sagen wir einmal so, im Moment wüsste ich keinen Grund dafür)
Und deshalb bewundere ich die Menschen die den Wunsch haben und es von Anfang an vernünftig angefasst haben.
Denn ich glaube es gehört doch eine ganze Menge Mut dazu.
Gruss
Rosi -
Für mich sind das nur weitere krampfhaft neue Pseudothemen, die ein überfüttertes Publikum mit Neuem noch mehr vollstopfen sollen. Vor einigen Jahren waren es noch peinliche Talk-Shows, in denen Leute einem Millionenpublikum Dinge offenbart haben, die sie normalerweise nicht einmal ihren besten Freunden erzählt hätten. Dann kamen die Gerichtsshows a la Barbara Salesch, bei deren Namen die "echten" Richter noch heute zusammengezucken, weil auf einmal Hinz und Kunz zu wissen glaubeen, wie man sich im Gerichtssaal verhält. Dann werden mal schräge Damen auf die Weide zum suchenden Bauer Heinz getrieben, eines so peinlich wie das andere. Und jetzt schlägt sich das Publikum krachend und gröhlend auf die Schenkel, wenn einer den auch schon aussterbenden Eisbären in Grönland Kühlschränke verkaufen will oder die genial neue Idee hat, ohne von jeglichen Spanischkenntnissen belastet zu sein, auf Mallorca die 3752. Bierbar aufzumachen. Man suhlt sich eben im Leid und Mißerfolg anderer, weil man es doch schon von vornherein besser wußte und sich auf so einen Mist von vornherein nicht eingelassen hätte.
Ich glaube nicht einmal, daß da viel gefaked werden muß. Es gibt so viele Deppen, die, die mitmachen und die, die sich dazu hergeben, sich den Müll auf Dauer auch noch brav anzusehen. (Nota Bene: Es wird nur gesendet, was auch geguckt wird!)
Wie unzufrieden unser Land ist, zeigen aber nicht nur diese Serien. Man lese sich nur manche Forenbeiträge und Bewertungen durch. Relativ gesehen, geht es doch jedem, der sich Jahr für Jahr einen Auslands-) Urlaub in einem 4 oder 5* Hotel leisten kann, saugut. Aber genöhlt wird auf ****** komm raus. War vor ein paar Jahrzehnten ein Fernseher auf der Bude schon die Sensation, muß es heute Flachbild sein und bitte schön, Jacuzzi auf dem Balkon. Aber wehe, die Staubfussel unter dem Bett wurde übersehen. Ich denke, wir haben in diesem unseren schönen Land mehr Unzufriedene und Gemütsgestörte, als wir ahnen.
Gruß, Peter -
rosi0808 wrote:
Und deshalb bewundere ich die Menschen die den Wunsch haben und es von Anfang an vernünftig angefasst haben.
Denn ich glaube es gehört doch eine ganze Menge Mut dazu.
Gruss
Rosiich glaube die meisten davon ziehen aus in die weite Welt unter dem Motto "arbeiten, wo andere Urlaub machen" ...
Nach der Arbeit am Strand liegen und das süße Leben genießen. Immer schönes Wetter, nette Leute um einen rum. Wie im Urlaub eben.
Leider bedenken die Leute dabei nicht, dass man sich im Urlaub unter ganz anderen Voraussetzungen bewegt. Viele meinen das Urlaubsfeeling mit in den Alltag vorot nehen zu können.
Ich denke mal die wenigsten durchdenken das Ganze mit allen Pros und Contras und deshalb schaffen das auch die wenigsten dauerhaft. -
Hallo Mujer,
da muss ich Dir vollkommen recht geben.
Wir hatten diesen Fall auch schon im Bekanntenkreis.
Sind mit 3 Kindern nach Spanien ausgewandert. Weil ja in Spanien immer die Sonne scheint. Zuerst ne Kneipe aufgemacht! Das hat natürlich nicht geklappt, in der Gegend war überhaupt kein Publikum dafür vorhanden. Dann aus Verzweiflung irgendeinen Job angenommen.
Nur der Verdienst war so gering, das sie keine Krankenverischerung abschließen konnten.
Sie hatten also ständig Angst das eines der Kinder krank wird.
Aus diesem Grund sind sie dann auch wieder zurück nach Deutschland.
Weil hier in Deutschland ist man auch ohne Arbeit krankenversichert.
Aber am schlimmsten finde ich die Bemerkung einiger Auswanderer nach 1.Woche:
Wir fühlen uns wie zu Hause oder dieser Spruch kommt bereits am Flughafen bei der Ankunft.Ich glaube das es wirklich nur ein kleiner Teil der Leute wirklich schafft die auswandern.
Gruss
Rosi -
genau - und dann kommt das böse Erwachen das man für sein Geld auch dort hart arbeiten muss.
Und ich stelle jetzt mal ne These auf:
Wenn man die Bildungs- und Arbeitssituation einiger Auswanderer mal anschaut und dann damit vergleicht wer in neuen Leben fernab der alten Heimat Erfolg hat so ist es doch auch häufig so dass diejenigen die in D schon wirtschaftlichen Erfolg hatten auch im neuen Leben Fuß gefasst hatten und die "Hartz 4 Fraktion" oft scheitert. Ist uns zumindest so aufgefallen.Ralf
-
Kurz OT:
Das ist auch eine Parallele zu den Leuten, die ihr Angestellten-Dasein beenden um sich selbständig zu machen. Da hab ich schon oft gehört: "Ich hab jetzt lang genug gearbeitet, jetzt mach ich mich selbständig." Auch hier völlig falsche Erwartungen und oft das böse Erwachen. -
Danke für Eure zahlreichen Diskussionen, die meinen Eindruck über diese TV-Sendungen bestätigen.
Ich schaue diese Sendungen nicht regelmässig, aber wenn ich sie ansehe, dann faszinieren mich die Eindrücke des jeweiligen Landes mehr als dass, was die Aussteiger vorhaben.
Auch wir haben unseren kleinen Traum - kein richtiges Auswandern, aber wenn wir im "Ruhestand" sind und unser Aktienpaket wieder beruhigende Verkaufspreise entwickelt hat
, würden wir gerne sowas wie einen Zweitwohnsitz nehmen. Nicht auf Mallorca, aber auf unserer Lieblingsinsel Madeira.
Nur zweifele ich daran, dass ich/wir jemals die portugiesische Sprache umgangssprachlich gut beherrschen werden.Aber der Traum bleibt - und Träume darf man haben !
Euch Allen noch einen schönen Tag - muss jetzt erst ab zum Fasching heute abend !

Erwin
-
Wir verschieben das ins Fun Forum....
-
@ Chriwi
nicht umsonst heißt es selbst und das ständig ..... meist ist sowohl beim Selbständigmachen als auch Auswandern grobe Selbstüberschätzung dabei ....
Viele kommen auch aus Scham nicht mehr zurück.@ Rosi
@ Ralfdie Leute machen sich eben keine oder zu wenig Gedanken wie das ist mit der Versorgung. Vor lauter Euphrie vergißt man ganz das man auch mal krank werden kann.
Das beste sind ja die, die hier von Hartz IV leben und meinen im Ausland ist alles anders .. besser :? -
dreckbacke wrote:
und die "Hartz 4 Fraktion" oft scheitert.Oh Ralf, bitte nicht sowas schreiben !!!
Das ist garnicht lustig !!!Erwin
-
Hallole Erwin,
das sind aber leider nun mal Tatsachen - und denen sollten man sich nicht verschließen!!
Oder ist es in D mittlerweile überall so wie mit dem Berliner Staatsanwalt - der Redeverbot erteilt bekam nur weil er eine unbequeme Meinung vertritt?Mal anders herum gefragt - wie sollte man diese Klientel definieren?
LG Ralf
-
ich weiß, Ralf!
Mir geht`s auch nicht um Redeverbot, ich bin nur der Meinung, dass man als Hartz4-Empfänger nicht in die Looser-Rolle gedrückt wird.Aus bestimmten Gründen kenne ich sehr viele von ihnen, Auswandern käme für sie nie in Frage - die wären eher dankbar, wenn sie wieder hier bei uns mitgestalten können.
Aber weicht jetzt vom Thema, will auch gleich verreisen.
Und nochmal Ralf, dass war von mir nicht bös gemeint, ich springe halt immer an, wenn`s um diese oder andere sozial benachteiligte Menschen geht.
Sorry, falls es etwas falsch rübergekommen ist !
Erwin
-
dreckbacke wrote:
Mal anders herum gefragt - wie sollte man diese Klientel definieren?
LG Ralfvielleicht als Hartz IV - Empfänger?
Allerdings ändert das nichts an der Tatsache und am Verhalten vieler dieser Leute.
Eine Bekannte von mir arbeitet im Sozialbürgerhaus hier in München und die hatte schon einige Hartz IV - Empfänger, die ausgewandert sind, weil sie meinten im Ausland wär das Schicksal gnädiger ..... -
okay - dann viel Spaß auf dem Fasching.

Ich muß leider heute abend arbeiten - oder wie heißt das bei Beamten??Ralf
-
Genial fand ich auch als die Eisverkäufer zur Polizei auf Tenriffa sind wegen des Autoaufbruches und die Ehefrau sich empörte das der Polizist nur spanisch sprach: "Der verlangt von uns das man spanisch spricht aber der soll doch erst mal deutsch lernen"

-
Vorab: Warum der Thread jetzt im "Fun" ist, versteh ich gar nicht. Lustig ist die Thematik auf keinen Fall.
Mujer wrote:
@die Leute machen sich eben keine oder zu wenig Gedanken wie das ist mit der Versorgung. Vor lauter Euphrie vergißt man ganz das man auch mal krank werden kann.Auch wenn man in Thailand a bissl genauer schaut, findet man genug gescheiterte Existenzen aus Europa. Desillusioniert, mittellos, krank.
Mujer wrote:
Das beste sind ja die, die hier von Hartz IV leben und meinen im Ausland ist alles anders .. besser :?Solche (wie ich meine Einzel-)Fälle wurden ja auch im Deutschen TV schon aufgezeigt. Wo sich Leute die Sozialleistungen nach Malle nachschicken lassen. Sowas ist halt sehr medienwirksam und erzeugt allgemeine Empörung, und den einen od. anderen Nachahmungs"täter".