Auto mieten und fahren in der Dominikanischen Republik?!
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Hallo!
Ich weiß, dass das Thema schon desöfteren angesprochen und diskutiert wurde, aber irgendwie scheint es ja viele verschiedene Meinungen zu dem Thema zu geben.Ich fahre Ende April das zweite Mal in die Dominikanische Republik und würde diesmal gerne auch ein wenig außerhalb der Hotelanlage unternehmen und zwar ohne die "typische" Reisegruppe, sondern auf eigene Faust.
Ich denke mir, dass man so ein wenig mehr von dem Land kennenlernt, welches man bereist. Außerdem erscheint es mir sinnvoll auch ein wenig Geld außerhalb der Anlage in dem Land zu lassen, so dass nicht nur wenige von dem Tourismus profitieren. Hierfür erscheint mir am besten ein Mietwagen zu sein, so dass man unabhängig einige Gebiete befahren kann.Von der Reiseleitung wird einem ja grundsätzlich abgeraten, die Anlage ohne Begleitung - welche natürlich für das Unternehmen Geld einbringt - zu verlassen. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass es tatsächlich "lebensgefährlich" ist, in der Dominikanischen Republik Auto zu fahren. Selbstverständlich ist, dass man natürlich aufmerksamer und defensiver fahren sollte, als in Deutschland und das möglichst nicht Nachts gefahren werden sollte ist auch klar. Ich bin schon in einigen südländischen Ländern (z.B. Venezuela) mit einem Mietwagen gefahren und fand es dort eigentlich nicht so schlimm. Meint ihr, dass die Dominikanische Republik ein großer Unterschied zu diesen Ländern ist und würdet mir deshalb davon abraten?
Für eure Antworten schonmal vielen Dank!

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@carsten1000
auf eigene Faust kann man ja dort auch was unternehmen, jedoch mit einem Mietwagen absolut nicht zu empfehlen. Dies wird auch von seriösen Reiseveranstaltern schon gar nicht dort angeboten. Zum einen sind die Straßenverhältnisse ganz anders wie hier, zum anderen auch verkehrstechnisch eine Geschichte für sich. Das größte Problem jedoch stellt der Versicherungsschutz. Der ist einfach nicht so gegeben wie wir es kennen. Daher auch nicht zu empfehlen, sich ein Auto zu mieten. Wir kennen mehrere Fällle, wo Touristen sich ein Auto auf eigene Faust gemietet haben u. es zu einem Schadensfall kam. Prinzipiell ist der Touri erst mal derjenige, der zu zahlen hat. Ob er recht hat oder nicht ist egal, er hat nun mal das Geld u. das zählt. Da kann es schon mal schnell unangenehm u. teuer werden. Solltest Du nicht bezahlen, geht man so lange in den Bau. Wir kennen ein Fall, wo sogar ein Einheimischer schwer verletzt wurde. Der Touri war bis zu unserer Zeit seit über einem halben Jahr dort nicht zur Ausreise frei, da der Sachverhalt nicht geklärt war bis dato u. noch Gerichtstermine anstehen. Wöchentlich muß diese Person bei Gericht vorstellig werden. Daher, für mich ein no go.
LG -
Hmmm.....Das hört sich ja tatsächlich nicht so gut an, vorallem was den Versicherungsschutz angeht. Ich hatte mal bei AVIS nachgeschaut, welche eine Vermietung am Flughafen La Romana haben, dort bekommt man zumindest eine Vollkasko-Versicherung.
Aber wahrscheinlich muss man im Falle eines Unfalls sowieso erst einmal in Vorkasse gehen, bevor man überhaupt die Möglichkeit hat, sich mit der Versicherung in Verbindung zu setzen oder habe ich das falsch verstanden?!

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Das hatte ich mir nicht so kompliziert vorgestellt, vorallem deshalb, weil in dem Reiseführer - welchen wir bei Buchung der Reise vom Reisbüro bekommen haben - stand, dass Autofahren in der DomRep kein Problem darstellt und man sich diesbezüglich nicht verrückt machen soll.
Hatte den Reiseführer, eigentlich auch ein Namenhafter, für seriös gehalten. -
Hallo Carsten (der nichtExperte),
alle großen Reiseveranstalter bieten in der DomRep auch Autos an. Du kannst diese (über internationale Anbieter wie AVIS, SIX, Budget ... usw) bedenkenlos mieten. Alle Fahrzeuge haben einen kompletten Haftpflichtschutz. Du solltest jedoch noch darauf achten, dass der Vollkaskoschutz ohne Selbstbeteiligung ist.
Was Carsten (der Experte???) schreibt, ist totaler Blödsinn. Bei einem Unfall setzt du dich einfach mit deiner Autovermietung in Verbindung, diese wickelt den Schaden für dich ab.
Probleme bekommst du nur, wenn du besoffen oder unter Drogen fährst. Das sollte aber jedem klar sein.
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Und schon wieder zwei total unterschiedliche Meinungen zu einem Thema (und ich dachte, dass gibt es immer nur unter Juristen
).Betrunken oder unter Drogen würde ich auch nicht zu Hause fahren, daher kommt es für mich im Ausland erst Recht nicht in Frage. Selbstverständlichkeit!
Bei dem Autovermieter, welchen ich mir ausgesucht hatte, war keine Selbstbeteiligung bei einem Schadenfall enthalten.
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carsten1000 wrote:
Und schon wieder zwei total unterschiedliche Meinungen zu einem Thema (und ich dachte, dass gibt es immer nur unter Juristen
).Bei Juristen ist es Auslegungssache und jeder hat recht. Hier aber erzählt dir einer einen Schwachsinn und der andere hat Ahnung.
Ich bin übrigens der mit der Ahnung

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Ich könnte allerdings wetten, dass CarstenW. genau das Gleiche behauptet.
Vielleicht melden sich ja noch Andere zu Wort und ich entscheide einfach nach der Mehrheit der Antworten!

Bis jetzt bin ich zumindest genauso schlau wie vorher.
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@mythy
du mußt nicht persönlich werden. Wer da wohl Ahnung hat. Laut tel. Auskunft (von eben bei EuropCar) sind die Kaskoschäden mit den jeweiligen Selbstbeteiligungen versichert, der Haftpflichschutz regelt sich aber nach den landestytischen gesetzlichen Bestimmungen. Dazu mehr beim auswärtigen Amt. Ich schaue da mal nach.
LG -
Hier der Auszug des auswärtigen Amtes:
Straßenverkehr
Im Straßenverkehr ist wegen der im Lande üblichen aggressiven Fahrweise und der häufigen Nichtbeachtung der Verkehrsregeln besonders umsichtiges und defensives Verhalten geboten. Eine Festnahme aller Beteiligten nach einem Unfall auch über Nacht ist nicht selten, bei Unfällen mit Personenschäden die Regel. Bei einem Unfall sollte die Polizei gerufen und die für die Schadensregulierung erforderlichen Daten (auch Namen von Zeugen) umgehend aufgenommen werden. Aufgrund oft nicht vorhandenem Versicherungsschutz oder Fahrerlaubnis ist die Gefahr von Fahrerflucht hoch.Anmietung von Motorrädern
Beim Mieten von Motorrädern ist Vorsicht geboten, da diese immer wieder gestohlen werden und die örtlichen Versicherungen nicht für diesen Verlust haften. Der Mieter ist gemäß dem üblichen Mietvertrag verpflichtet, den Wert des Motorrades zu ersetzen. Die Kosten betragen in der Regel 2.000-3.000 US-Dollar, bei Nichtbezahlung droht die Festnahme.Bei Unstimmigkeiten bzw. Konflikten sollte man aggressives Auftreten vermeiden und deeskalierend wirken, da ein nicht geringer Anteil der Bevölkerung Handfeuerwaffen mit sich trägt und diese auch immer wieder als Drohmittel im Konfliktfall einsetzt.
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Ich habe bei Buchung der Reise auch eine "Komplett-Versicherung" abgeschlossen, in welcher eine Haftpflichtversicherung enthalten ist. Diese müsste doch eigentlich greifen, wenn es zu einem Unfall kommt, den ich verschuldet habe, oder?!
Man redet schon, als wenn es auf jeden Fall zu einem Unfall kommt...

Eigentlich habe ich ja die Hoffnung, dass es durch entsprechende Vorsicht zu keinem Unfall kommen wird.
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carsten verwechsle nicht die private Haftpflichtversicherung mit der KFZ Haftpflicht. Es zählen laut Aussage der Mietfirmen die landestypischen Gesetzte bzw. Gegebenheiten. Die haben wir zwar nicht vorliegen, jedoch die Aussage des auswärtigen Amtes dürften hierzu alles sagen.
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OK, mein Fehler mit der "Verwechslung" der Versicherungen.
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Eine pauschale Aussage des AA zu Diebstahlversicherungen für Motorräder ist also massgeblich? Da vertrau ich dann doch lieber auf die AGB's der Autovermieter.
Carsten1000, du solltest vieleicht noch wissen, dass dein Namensvetter unter Urlaub in der DomRep versteht, diesen ausschließlich am Strand zu verbringen. Er hat seine Hotelanlage noch nie verlassen, weder mit dem Mietwagen noch sonstwie.
Das gute aber ist: Du kannst dich ja noch im Urlaub entscheiden, ob du es dir zutraust, dort mit dem Auto zu fahren. Ich finde es easy, es gibt schwierigere Länder.
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Habe mich jetzt mal schlau gemacht, wie es sich z.B. mit der Höhe der Deckungssumme, im Falle eines Unfalls bei AVIS (ohne für diese Werbung machen zu wollen - ist halt der einzige Vermieter den ich gefunden habe, der in der DomRep Fahrzeuge anbietet) verhält.
Laut den Vertragsbedingungen beträgt die Deckungssumme € 1.000.000,00. Eine Selbstbeteiligung wird bei einem Unfall nicht verlangt.
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Viele Touristen mieten sich hier Autos oder Motorraeder und meistens geht die Sache gut...
Freilich gibt's immer wieder Faelle, in denen es zu einem Unfall kommt und der 'Gringo' sich wenig landeskundlich verhaelt, geschroepft wird und mitunter auch im Gefaengnis landet.Ich empfehle daher, grosse Strecken mit den Ueberlandbussen (Caribe Tours oder Metro) zurueckzulegen und im Zielgebiet sich dann evtl. ein Auto mit Fahrer zu mieten. Das ist gar nicht so viel teurer; man hat dann quasi einen 'Fremdenfuehrer' und Autobewacher dabei, kann sich auf die Landschaft konzentrieren und bei Problemen ist man nicht involviert.
Bergfrosch
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@mythy
Die Hotelanlage habe ich sehr wohl schon öfter verlassen, auch auf eigene Faust. Schön das Du darüber sprichst, obwohl Du keine Ahnung davon hast. Bilder u. Tipps habe ich hierzu sogar schon abgegeben.@carsten1000
Auch wenn die Deckungssumme 1 000 000 Euro beträgt, solltest Du genau beachten, daß diese Summe bei einem schweren Unfall sehr schnell erreicht werden kann (z. B. Verletzung einer Person mit Querschnittslähmung usw.). Auch wenn die Deckungssumme vorhanden ist, weißt Du immer noch nicht ob diese auch nach dominikanischem Recht gegeben ist, da dort andere Gesetzeslagen sind als hier. So auch die Aussage der Mietfirmen u. des auswärtigen Amtes, wo Du sogar mit der Festnahme bei Personenschäden nicht davon kommst. -
Ohh...jeee.... Jetzt habe ich auch noch eine dritte Möglichkeit aufgezeigt bekommen. Da wird die Entscheidung ja noch schwieriger!

Erst einmal vielen Dank für die Antworten. Ich merke schon, ich werde mich noch etwas intensiver mit der Sache beschäftigen müssen. Eigentlich hatte ich bisher immer super-viel Spaß dabei in meinen Urlaubsländern mit dem Mietauto unterwegs zu sein und einfach mal dahin zu fahren, wo man ansonsten nicht hinkommen würde. Ist bloß fraglich, ob es das Gleiche ist mit einer "fremden" Person an Board, die einen durch die Gegend kutschiert.
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@carsten1000
Sunny Cars und Hertz bieten auch noch an.@bergfrosch
Ich gebe dir recht, wenn es nur darum geht, einen Ausflug zu machen. Ich selbst bevorzuge aber, immer einen Wagen für mich zu haben. Einfach mal drauf los fahren, oder abends mal in die nächste Kneipe ect., da hilft mir das Auto mit Fahrer nichts, bzw. hätte ich lieber mein eigenes Auto.