Imbassai September 2008
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Hallo,
bin neu in diesem Forum und habe gestern meine erste Brasilien-Reise gebucht. Wir fliegen mit 6 Leuten nach Salvador da Bahia (Nur-Flug) und haben eine Pousada in Imbassai separat dazugebucht.Haben zwar schon viele Infos über's web gefunden, aber trotzdem noch 1000 Fragen an die hiesigen Experten:
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Welche Bars bzw. Restaurants im Dorf könnt Ihr empfehlen und wie sind die Nebenkosten vor Ort (z.B. Abendessen, Bier, Caipi, Zigaretten, Kajak-Ausflug, Reiten usw.)?
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Gibt es da Sandfliegen? Mit diesen fiesen Viechern haben wir schon böse Erfahrungen gemacht...
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Wie ist Eure Meinung zur Pousada Vilangelim und kann mir einer sagen ob man da auch Zimmer mit getrennten Betten kriegen kann?
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Was muß man in der Gegend gesehen haben bzw. welche Ausflüge könnt Ihr empfehlen (Salvador selbst ist klar, machen wir auf jeden Fall!)?
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Welche Pousada in der Altstadt von Salvador ist gut und nicht zu teuer? Wollten da mal über Nacht bleiben und haben gelesen, dass man da unbedingt dienstags hin soll. Warum?
So, das soll erst mal für den Anfang reichen! Jetzt schon mal vielen Dank für Eure Antworten. Sind schon total gespannt.....
Viele Grüße
Christiane -
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thangalle,
schau mal unter "www.go-imbassai.com/tipps.htm", da gibt es Restaurant-tipps und Anregungen für Ausflüge. Aus eigener Erfahrung kennen wir "Vania". Viel Lokalkolorit, interessante Leute, gutes Essen. Auch die Pizzeria ist zu empfehlen. Ihr könnt allerdings auch in Eurer Pousada "Vilangelim" gut essen, man sitzt auf der Terrasse mit Blick in die wunderschöne Botanik. Auch in der Nachbar-Pousada "Caminho do Mar" bei der wunderbaren Dona Regina, einer Sylterin, gibt es gutes Essen. Die Kosten halten sich überall im Rahmen.
Ob Ihr bei Vilangelim getrennte Betten bekommen könnt, könnt Ihr per Mail oder Telefonat erfragen.
Sandfliegen sind uns keine aufgefallen.
In Salvador können wir die Pousadas "Redfish" und "Villa Carmo" (s. meine Bewertungen bei HC) empfehlen, in beiden haben wir gewohnt und waren sehr zufrieden. Sie liegen im Santo Antonio-Viertel, 10 Minuten zu Fuß vom Pelourinho. Jeden Dienstag treten auf den Plätzen des P. Trommlergruppen auf, das sollte man nicht verpassen.
Viel Spaß in Brasil.
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Hallo nochmal....
...und vielen Dank an Maximax für die ausführliche Antwort. Du hast uns schon sehr weitergeholfen. Die Internet-Seite der Pousada des deutschen Paters in Salvador sieht wirklich klasse aus.
Ich hätte da noch zwei Fragen:
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Was kostet ca. der Transfer Salvador Airport - Imbassai - Salvador Airport für 6 Personen?
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Alternativ haben wir schon überlegt, einen großen Mietwagen zu nehmen und den die ganzen 14 Tage zu behalten. Ist die Strecke nach Imbassai gut zu bewältigen (wie gesagt, wir sind Frischlinge in Brasil) oder ist es zu gefährlich?
Wir hoffen noch auf ganz viele Antworten von Bahia-Kennern...
LG
Christiane -
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thangalle,
sprecht doch einfach mal Eure Pousada Vilangelim an, vielleicht haben die eine gute Idee, wie Ihr vom Airport Salvador nach Imbassai kommt. Möglicherweise können die Euch sogar mit ihrem eigenen Wagen abholen.
Ich kann mich erinnern, daß einer der beiden Inhaber sehr gut deutsch spricht. Ein kurzes Telefonat könnte Klarheit bringen.Ihr könnt aber auch am Flughafen den Taxi-Dispatcher fragen, was ein Van o.ä. für sechs Personen kostet. Ich schätze mal, mit umgerechnet ca. € 10,00 bis 15,00 pro Nase seid Ihr dabei.
Die Strecke vom Flughafen nach Imbassai ist auch mit dem Mietwagen gut zu bewältigen. Ihr müßt Euch nur auf die etwas situativere Fahrweise der Einheimischen einstellen, aber im Grunde sind die Unterschiede zu unserem Autoverkehr nicht so gravierend wie man öfter hört.
Wichtig allerdings: Grundsätzlich immer schön das Knöpfchen für die Türverriegelung runterdrücken. Car-jacking kommt schon mal öfter vor als bei uns, vor allem bei Dunkelheit. -
Das mit dem Mietwagen koenntet Ihr bei laengerem Abstellen evtl. bereuen. (Diebstahl) Ansonsten : offiziell gilt nur der Kartenfuehrerschein mit Uebersetzung.
Beim Transferpreis vom Flughafen macht ihr auf jeden Fall einen Preis fuer die Fahrt aus, wie ueblich in BRA, nicht pro Person.
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Hallo noch mal,
also den Mietwagen haben wir uns erst mal abgeschminkt, habe beim Pousada-Besitzer per e-mail den Transfer organisiert, die holen uns am Flughafen ab. Findet Ihr den Preis von 159,-- Euro für 6 Personen okay? Mir erscheint das etwas viel!?!
Kann mir evtl. noch einer sagen ob sich whale-watching lohnt bzw. kann jemand aus eigener Erfahrung berichten?
Wir würden auch gerne ein Motorrad mieten. Geht das im Imbassai (oder auch Praia do Forte) und hat einer 'ne ungefähre Preisvorstellung (ca. 250 Kubik/1 Woche)?Noch mal danke für Eure Info's.
LG
Christiane (ist schon ganz aufgeregt...) -
Ich bin's noch mal,
also ich bin schon etwas verwundert, dass in diesem Forum viele Leute offensichtlich Paia do Forte bzw. Imbassai gut kennen und mir trotzdem keiner etwas über einen Moped-Verleih dort sagen kann!
Gibt es vielleicht gar keinen? Ich wäre wirklich dankbar für diesbezügliche Info's, auch was die Preise betrifft. Das gleiche gilt natürlich auch für's whale-watching....
Also gebt Euch mal einen Ruck, wir sind wirklich für jede Info dankbar (wie oben schon gesagt: Totale Brasilien-Neulinge, daher etwas unsicher, freuen uns aber schon sehr auf den Urlaub)!
LG
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thangalle.
wenn sich nicht zufällig jemand, der dort war, für Wale interessiert und auch keiner ein Moped mieten wollte, wirst Du vermutlich keine Antwort kriegen. Am besten Du fragst, genau so wie beim Transfer, Deine Pousada.
Also, wir waren damals bei Regina in der Pousada Caminho do Mar. Da blieb keine Frage unbeantwortet, sie kennt da in der Gegend Hinz und Kunz.
Ähnlich wird es auch in der Pousada Vilangelim sein. Einfach mal dort anrufen! -
Hallo!
Kann Euch beruhigen, Sandfliegen werdet ihr dort keine finden, mich lieben alle stechenden / beißenden Insekten, aber die hab ich dort noch nicht gesehen...
In der Altstadt von Salvador ist dienstags immer Party pur angesagt: Samba, Trommelgruppen, Straßencafes / -bars, nette Leute, Tanzen bis spät in die Nacht und leckere Caipi, solltet ihr Euch nicht entgehen lassen! Ist das absolute Highlight!!!
Wenn ihr eine nette Bar in Salvador selbst besuchen wollt, geht ins "quintal da casa" im Stadtteil Pituba (Taxi), ist super. Ganz gemütlich, tolle Stimmung, nicht überlaufen!
Nebenkosten sind im Allgemeinen sehr sehr günstig, mit Deutschland ünerhaupt nicht zu vergleichen (Caipi ca. 1.50 Euro, Hauptgericht ca. 3-4 Euro, sehr große Portionen, reicht für 2 Personen).
Gesehen haben muss man unbedingt Praia do Forte, nördlich von Salvador - ein Traum von einem kleinen Fischerdorf mit herrlichem Strand...
Viel Spaß schon jetzt, ihr werdet einen traumhaften Urlaub verbringen!!!
Bei Fragen einfach melden, ok?
Liebe Grüße, anjinho -
Der Transferpreis von 159 Euro ist der Hammer - im negativen Sinne!
Immerhin bucht man in Brasilien prinzipiell nur das Zimmer oder das Taxi fuer alle - nicht pro Person! 159 Euro ist quasi mehr das Doppelte von einem Mindest-Monatslohn! Fuer einen Transfer, bei brasilianischen Spritpreisen und bei dem Zeitaufwand - toller Lohn! Solche Summen verlangen manchmal Brasilianer fuer Gringos, aber vorallem leider niedergelassene Auslaender fuer ihre Landsleute ...
Mit R$ 100 sind sie sehr gut bedient!Leider gibt es auch in Amazonas Leute (Auslaender) die fuer eine Tour durch den Wald, schlafen in Haengematte im Busch 5 Naechte + etwas Essen 600-800 Euro !!!! pro Person nehmen. Fliegt fuer das Geld lieber AI auf die Isla oder anderswo hin, aber lasst Euch nicht so abzocken!
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Hallo,
ich würde ca Ende Oktober auch gerne nach Brasilien.
Ein paar kleinere Pousadas liegen in der engeren Auswahl (Hotel Porto Zarpa,Pousada Camminho do Mar,Pousada Praia das Ondas),die entweder in Imbassai oder Praia do Forte liegen.
Gibt es große Unterschiede zwischen Imbassai und Praia do Forte?Das einzigste was ich weiss ist,das PDF touristischer sein soll.Herrscht dort schon Massentourismus? -
Woodstöckchen,
P.d.F. ist schon etwas lebhafter als Imbassai, es gibt mehr touristische Infrastruktur, Bars, Restaurants, Pousadas etc. Es kommt darauf an, was man unter Massentourismus versteht. Solcher a la DomRep, Mittelmeer, Kanaren, Thailand usw. findet jedenfalls nicht statt. Bis auf das Öko-Resort und das Iberostar, beide relativ isoliert vom Ortszentrum gelegen, gibt es keine Großbauten in P,d.F., der Ortskern ist vom Beton verschont geblieben und hat seinen dörflichen Charakter bewahrt.
Imbassai ist dagegen eine richtige ökologisch angehauchte Idylle geblieben, und man achtet sehr darauf, daß sich das nicht in Richtung Massentourismus verändert. Zur Zeit fehlen aber auch noch sämtkiche Zutaten, die dazu notwendig wären. Es gibt einige einflußreiche Privatleute, die dort ihre Ferienhäuser haben und sehr darauf bedacht sind, daß ihre Ruhe nicht gestört wird und ihre Immobilien nicht durch die Ansiedlung irgendwelcher AI-Groß-Hotels an Wert verlieren. Hoffentlich bleibt es so, wie es ist, alles andere wäre schändlich.
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Wenn Du Ende Oktober nach Brasilien willst, ist dort absolute Nebensaison von daher ist es sowieso sehr ruhig. In Praia do Forte merkst du von den beiden grossen Ressorts wirklich nichts, außer ab und ein mal ein paar Menschen mit den Bändchen. Ansonsten ist es dort sehr gemütlich, es gibt viele kleine Restaurants, ein paar Cafes, Boutiquen, alles in allem ein gesunder Mix.
Ich würde vielleicht einen Split vornehmen - einige Tage z.B. in Morro de Sao Paulo und dann einige Tage in Praia. Morro hat uns sehr, sehr gut gefallen da wir im Anschluss daran nach Praia gefahren sind, hatten wir schon unsere Bedenken, daß es uns dort nicht gefallen würde, war aber nicht so. Ist zwar ganz anders, aber trotzdem schön.
LG
Andrea -
Morro und P.d.F. sind eine ideale Kombination, da kann ich nur zustimmen!
Morro de Sao Paulo auf der Ilha de Tinhare ist eigentlich mehr etwas für junge Leute, so wird es zumindest immer beschrieben. Aber selbst wir zwei "alten Säcke", stracks auf die 70 zugehend, haben uns dort am 3. und vor allem am 4. Strand sehr wohl gefühlt. Man kann von Morro aus interessante Bootsfahrten zu der Nachbarinsel Ilha de Boipeba (ist noch naturbelassener), nach Cairu und zu der Provinzstadt Valenca machen.
P.d.F. ist wirklich anders, es fehlt das Insel-Feeling, aber dafür hat es touristisch mehr zu bieten, ohne aufdringlich zu sein. Man kommt von hier aus natürlich auch besser weg bei irgendwelchen Ausflügen an der Küste entlang.
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Ich weiß, daß der eine oder andere hier schon des öfteren Urlaub in Südost-Asien, vor allem in Thailand, Malaysia, Vietnam, Bali gemacht hat.
Man sollte deshalb mal ein offenes Wort zu den Standards der Hotels und Pousadas in Brasilien an die richten, die es nun mal mit Brasilien versuchen wollen.In SOA ist sicher in der Realität auch nicht alles Gold, was in den Katalogen der Veranstalter glänzt. Aber in der Regel bekommt man dort doch für relativ wenig Geld viel Hotel-Wohnkomfort geboten. Es könnte schon sein, daß manche mit dem in Brasilien gebotenen Komfort bei ähnlichen Preisen wie in SOA eher unzufrieden sind. Vor allem Hotels im 3*-Bereich sind mitunter sehr spartanisch eingerichtet, wenn ich mal so an Stadt-Hotels in Salvador (Barra), aber auch in Rio denke.
Es ist deshalb gerade in Brasilien wichtig, daß man sich bei der Auswahl der Hotels/Pousadas besondere Mühe gibt. Und es ist aus unserer Erfahrung nie verkehrt, besser in einer geschmackvoll eingerichteten Pousada zu wohnen als in einem Allerwelts-Hotel.
Wirkliche Hotel-Freaks kommen in Brasilien nur dann auf ihre Kosten, wenn sie bereit sind, tief in den Geldbeutel zu greifen. Das Preisniveau im 4-6*-Bereich ist in Brasilien weit höher als in SOA.
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Hallo Wolfgang,
nach vielen Jahren Latein-und Südamerika sind wir 2004 zum ersten Mal nach Thailand gereist - auf meinen Wunsch, mein Mann wollte lieber wieder nach Brasilien. Er ist wirklich ziemlich unlustig mitgeflogen, hat sich aber spontan sofort in das Land und die Leute verliebt. Im darauffolgenden Jahr waren wir wieder in Thailand und ebenfalls wieder voller Begeisterung, was aber unserer Liebe zu den südamerikanischen (lateinamerikanischen) Ländern keinen Abruch getan hat. Es sind zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe und wir mögen beide.
Wir haben in schönen Guesthouses in Thailand gewohnt, hatten aber auch tolle Pousadas in Brasilien. Wir kämen nie auf die Idee, diese beiden Länder miteinander zu vergleichen.
Ich mag die oft zurückhaltende Art der Thais, liebe aber die temperamentvollen Südamerikaner. Ich liebe die Thaiküche, finde aber auch die brasilianische Küche sehr gut usw.usw.
Da wir immer individuell reisen, liegt es an uns, wenn uns etwas nicht gefallen sollte ,die Örtlichkeit zu wechseln, war aber eigentlich noch nie nötig. Manchmal stelle ich mir die Frage, sind wir eigentlich so anspruchslos

LG
Andrea -
Andrea,
jedes einzelne Wort Deines Beitrags kann ich nachempfinden, unsere Gefühlslage ist identisch mit Eurer.
Wir waren noch nie in Thailand, allerdings in China, Indonesien und Vietnam. Man kann die drei Länder eben so wenig mit Brasilien vergleichen wie sicher auch Thailand. Meine Frau liebt die lebenslustigen, kontaktfreudigen Brasilianer über alles, wenn es nach ihr ginge, würden wir nur noch dort Urlaub machen. Ich liebe die Abwechslung, die Du sehr gut beschrieben hast, mich faszinieren die unterschiedlichen asiatischen Kulturen. Meine bessere Hälfte kann dem inzwischen auch eine Menge abgewinnen, wenngleich sie mit der manchmal unterwürfigen Freundlichkeit der Asiaten nichts anfangen kann.
Unsere Liebe zu Brasilien bleibt unvermindert auch nach jetzt sieben Urlauben dort bestehen.
Ja, diese Wechsel der Örtlichkeiten sind natürlich nur bei individueller Reisegestaltung möglich. Und Brasilien eignet sich hervorragend für Individualurlaub.
Ich denke mal, Ihr pflegt, eben so wie wir, eine "anspruchsvolle Anspruchslosigkeit". Vermutlich spielst Du darauf an, daß es Euch nicht auf perfekte Hotelerlebnisse ankommt, sondern darauf, von Land und Leuten so viel aufzusaugen wie eben möglich in ein paar Wochen. Und das ist in einer geschmackvoll eingerichteten Pousada wesentlich besser möglich als in einem mehr oder weniger anonymen gesichtslosen Hotel.
Hotelfreaks haben natürlich auch ihre Existenzberechtigung, sie machen einen völlig anderen Urlaub. Jeder sollte das so handhaben wie es ihm in den Kram paßt. Aber solche Freaks kommen womöglich in Brasil nicht so auf ihre Kosten wie in SOA. Der Hotelstandard dort ist, das muß man offen zugestehen, unerreicht in der gesamten anderen Welt.
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Kann mir eigentlich jemand sagen,was der Unterschied zwischen portugiesisch und "brasilianischem Portugiesisch" ist? Wie muß ich mir das vorstellen,ist das ungefähr so extremer Unterschied wie z.B. Bayrisch und hochdeutsch?Oder nur ein minimaler Unterschied?
Wollte nämlich etwas portugiesisch mir aneignen und finde Sprachführer mit diesen 2 genannten Unterschieden. -
Grammatikalisch gibt es keine großen Unterschiede. Das brasilianische Portugiesisch ist wohl moderner, das portugiesische etwas "altfränkisch", was sich in der Aussprache ausdrückt. So behaupten jedenfalls die Brasilianer. Brasilianisch kommt weicher, gefälliger rüber, das portugiesische durch die vielen "sch" härter.
Die Unterschiede sind relativ gering, manche Brasilianer behaupten aber, sie könnten Portugiesen schwer verstehen.
Aber da kann Matheus sicher noch etwas mehr zu sagen.