Kerosinpreisexplosion - Chance für Reiseveranstalter??
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Mit dem Aufkommen und Wachsen der Billigflieger+Dumpingflugpreise begann ja der Trend des Buchens von Bausteinen (Flug+ Hotel getrennt, meist ohne Veranstalter und online).
Nachdem nun die Flugpreise rasannt steigen,und bei der Schieflage vieler Airlines gar nicht mehr sicher ist,ob weit im Vorraus gebuchte Flüge überhaupt noch stattfinden, wäre ja eine Umkehr zur guten alten Pauschalreise eigentlich die logische,sichere Konsequenz.- Die Preise sind für alle (auch längerfristig) überschaubar,und bei Buchung auch bindend.
- Weitere Kostenexplosionen beim Kerosin können dem Kunden eigentlich nach der Buchung egal sein, für die Durchführung des Fluges ist dann ja der Veranstalter zuständig
- selbst Insolvenzen von Airlines könnten den Verbraucher nicht stören,weil (siehe oben) es Sache des Veranstalters ist,für Ersatzbeförderung zu sorgen.
Was meint Ihr dazu?
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Das mag sein,aber 5% wären bei 1000 Euro lediglich 50 Euro mehr. Damit kann man sicherlich leben,wenn im Gegenzug damit der Flug zu 100% am geplanten Reisetag sicher ist!
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Na ja, einerseits - andererseits.
Denn die höheren Kosten dürften auch dem einen oder anderen Reiseveranstalter schwer zu schaffen machen (insbesondere den kleineren und "virtuellen", die nicht über so große Finanzpolster wie meinetwegen TUI verfügen).
Und ob dann der "Flug zu 100% am geplanten Reisetag sicher ist", wenn der RV kaputtgeht, das wage ich doch zu bezweifeln (klar gibt's auch noch die Sicherungsscheine, die sind aber in erster Linie für den Rücktransport gedacht).
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Hallo,
ein Reisepreissicherungsschein dient zur Absicherung der Kundengelder. Sollten die Kunden schon im Urlaub sein, dann natürlich auch für den Rücktransport.
Ein Sicherungsschein dient nicht dazu dem Kunden den Urlaub am gewünschten / gebuchten Tag zu garantieren.
Der Sicherungschein ist nichts anderes als eine Versicherung, die die Reiseveranstalter abschließen müssen. Je nachdem wie dessen Geldpolster bzw. dessen Zukunft eingeschätzt wird kostet er mehr oder weniger. Je größer der Veranstalter umso kleiner ist der Preis, den dieser dafür aufwenden muß.
Gruß
Berthold
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Hi gastwirt,
prinzipiell schon, die Sicherungsscheine sollen folgendes gewährleisten:
- Rückzahlung von bereits geleisteten Zahlungen
- Kostenersatz für den Rücktransport der Kunden vom Urlaubsort zum geplanten Endpunkt der Reise.
ABER: der Versicherer kann seine Haftung für die von ihm in einem Jahr insgesamt regulierten Beträge auf 110 Millionen Euro begrenzen (§ 651 k Abs. 2 BGB). Bei Überschreitung dieser Gesamtsumme werden die betroffenen Kunden nur anteilsmäßig entschädigt.
Die Summe dürfte bei Konkurs mehrerer Veranstalter relativ schnell erreicht werden.
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Waldschrat wrote:
2. Weitere Kostenexplosionen beim Kerosin können dem Kunden eigentlich nach der Buchung egal sein, für die Durchführung des Fluges ist dann ja der Veranstalter zuständig
Auf den Kosten für Treibstoffzuschläge bleibt dann also in erster Linie der Veranstalter sitzen. In diesem Zusammenhang von einer "Chance" zu sprechen, halte ich für gewagt. -
Na ja, die 110 Mio sind aber auf's Jahr gerechnet, nicht auf einen Tag... da kann die Summe durchaus erreicht werden.
Außerdem erfoglt die Schadensregulierung im Zweifelsfall erst, wenn feststeht, dass diese Summe im laufenden Jahr nicht überschritten wird.
Fakten dazu siehe hier.
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chriwi wrote:
Waldschrat wrote:
2. Weitere Kostenexplosionen beim Kerosin können dem Kunden eigentlich nach der Buchung egal sein, für die Durchführung des Fluges ist dann ja der Veranstalter zuständig
Auf den Kosten für Treibstoffzuschläge bleibt dann also in erster Linie der Veranstalter sitzen. In diesem Zusammenhang von einer "Chance" zu sprechen, halte ich für gewagt.Ich meinte das ja auch so: Wenn viele Kunden in der Einzelbuchung bei Airlines Unsicherheit verspüren,und daraufhin wieder Pauschal buchen,wäre das ein Zugewinn für die Veranstalter. Und die könnten wieder sicherer planen. So wie früher halt.
Ich nehme mal als Beispiel:
Club blaues Meer hat früher bedeutend mehr Pauschalreisen verkauft. Momentan beschränkt man sich auf "Hotelvermittlung" (zumindest ab den meisten deutschen Airports)+als Baustein dazu die tagesaktuellen Flüge
Ich habe dieses Jahr auch (dort) so gebucht,aber bei der momentanen Entwicklung hätte ich ein besseres Gefühl,es wäre eine Pauschalreise im klassischen Sinn.Und dann wäre es mir im Prinzip auch egal,wenn CBM im Falle von Streichung, Grounding,oder was auch immer eine andere Airline (im Falle Mallorca liegt ja Aireuropa oder Spanair nahe), beauftragt.

wird kaum passieren, deshalb halte ich den schein für relativ sicher.