tsunami erinnerungen
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bernhard707,
welche Meinungen, die sich da Deiner Meinung nach zu Unrecht gebildet haben, meinst Du? Bist Du der Aufassung, daß die Spendengelder doch sachgerecht zugeteilt wurden, nachdem in Khao Lak Deiner Meinung nach hotelmäßig wieder alles glänzt und blitzt?
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bernhard707 wrote:
Mein Kommentar war nicht kryptisch, sondern ganz klar formuliert.Wer glaubt, sich aus Fernsehbildern, wenns geht noch auf den "tollen Kabelkanälen", sich eine Meinung bilden zu können, bitte schön!
Bezieht sich das nur auf den Tsunami oder meinst du das grundsätzlich? Ich bilde mir meine Meinung fast immer aus Fernsehbildern bzw. den Nachrichten, Zeitungsberichten usw.
Man kann ja nicht jedes Krisengebiet persönlich bereisen und ist auf die Nachrichten in den öffentlichen Medien angewiesen. -
maximax wrote:
Ich erinnere noch, daß nach dem Tsunami sogar darum gebeten wurde, nicht mehr weiter zu spenden, weil die Administration der Spenden nicht mehr gewährleistet sei. Die das taten, waren wenigstens noch ehrlich!Das waren die "Ärzte ohne Grenzen".
An denen können sich andere, auch namhafte, Organisationen ein Beispiel nehmen, die noch heute die für die Tsunami-Opfer gespendeten Gelder auf ihren Konten bunkern.
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bernhard707 wrote:
Mein Kommentar war nicht kryptisch, sondern ganz klar formuliert.Wer glaubt, sich aus Fernsehbildern, wenns geht noch auf den "tollen Kabelkanälen", sich eine Meinung bilden zu können, bitte schön!
Tschuldigung berhard
Gäbe es keinen Journalismus, würden wir ja nichts außerhalb unserer Umgebung mitbekommen.
Ich schaue sehr viele Reportagen, die natürlich auch auf den "tollen Kabelkanälen", wie du sie nennst, ausgestrahlt werden.
Ich schaue täglich Nachrichten und lese auch Zeitungen (nicht die Bild!).
Deshalb denke ich schon, dass man sich seine Meinung bilden kann, auch wenn man nicht selbst vor Ort war.Basta!
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Hat jeder seine eigene Einstellung und Informationsquellen, und die kann man halt unendlich diskutieren, oder auch beim anderen einfach akzeptieren, OK.
Aber nochmal:
Basta

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salamander1 wrote:
Die kleinen Schäden haben in der Naiharn Beach sämtliche Strandlokale zerstört , ebenso in der Karon Beach. Ich hab fast keinen Thai in der Region getroffen der nicht ein Familienmitglied verloren hat.Dann haben da ein paar Leute geschwindelt.
Fast alle Toten hatte die Region Khao Lak zu verzeichnen, dazu noch der Ort Kamala auf Phuket.
Die meisten dort arbeitenden Menschen kommen aus dem Isan bzw. aus Burma und haben auch ihre ganze Familie dort.
In der Region kaum jemand zu treffen der nicht ein Familienmitglied verloren hat ist schlicht und einfach nicht möglich.Das erinnert mich übrigens an die RTL II Berichterstattung über die bösen Sextouristen auf Phuket, die die Mädchen ausnutzen würden obwohl diese ihre ganze Familie verloren hätten. LOL, ob da wohl die ganze Familie gerade aus Khon Khaen, Udon Thani or Burinam eingeflogen war, wage ich zu bezweifeln.
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caribiangirl wrote:
Ich verstehe irgendwie nicht ganz, weshalb Jahr für Jahr nur über den Tsunami in Asien gepostet wird. Logisch war es furchtbar und schrecklich. Naturkatastrophen gibts aber jedes Jahr überall und dort kamen auch hunderte von Menschen ums leben. Nur ein Beispiel, der Hurrican Cathrina in New Orleans und Umgebung. Da gab es nicht so viele Todesopfer wie in Asien, trotzdem wurde darüber in den Medien und auch hier eher bescheiden diskutiert.
Mal von den ganzen Erdbeben, die sich die letzten Jahre ereigneten, abgesehen.Ich frage mich bis heute noch, wo die Spendengelder für Asien geblieben sind

Es wurden alleine von der Bundesregierung 500 000000 € gespendet. Die USA spendete 300 000000 Dollar usw. Alle weiteren Länder, die auch spendeten, kommen noch dazu. Auch Privatleute spendeten Unsummen.
Über 1 MRD kam da sicher zusammen.
Ca 1 Jahr später kam ein Bericht auf N 24. Da wurden die dort lebenden Menschen über ihre Lage nach dem Tsunami befragt. Die Fischer erhielten zum Beispiel keinen Cent. Sie mussten sich wieder neue Fischerbote zusammenschustern oder die zerstörten wieder selbst fahrbar machen. Die Hoteliers in den Tourigebieten mussten ihre Hotels auch wieder selbst aufbauen und das aus eigener Tasche. Das Inventar zahlten sie auch selbst.
Wo bitte ist das Geld hin? Bei den Bedürftigen kams jedenfalls nicht an. Ein Jahr später sah es dort in abgelegenen Gebieten immer noch aus, wie nach dem Krieg. Die Einheimischen, die zwar zuvor auch fast nix hatten, hatten auch nach den Spenden kein vernünftiges Dach auf dem Kopf.
Hauptsache die Touristengebiete wieder schnellstens aufbauen, dass die Tourismusbranche ohne großen Ausfall weiter boomen kann. Klar, diese Menschen Leben vom Tourismus. Es gibt aber auch mehrere 1000 Einheimische, die nicht direkt oder nichts mit Tourismus zu tun haben. Deren Felder wurden auch zerstört, damit auch deren Lebensunterhalt.
Wie gesagt, wo sind die Spenden geblieben?????
Das war das letzte Mal, dass ich irgendwo Geld gespendet habe.Die Hilfen sind im Korruptionssumpf erstickt, wie dies nun mal üblich ist in Indonesien. Thailand hat im Vergleich zu Indonesien kaum Hilfen erhalten. In Nord Sumatra gibt es mit Außnahme von Pulau Weh quasi keinen Tourismus und selbst das ist gar nix im Vergleich zu Thailand.
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Die, die das Geld am meisten benötigen, die erhalten es wohl nie

Das ist wirklich nicht fair...
Ich hoffe das allen Opfern, des Tsunamis oder anderen Katastrophen, und armen Menschen hier auf der Erde irgendwann mal geholfen werden kann. Schade eigentlich das es Armut und Schmerz so oft hier auf der Erde gibt
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Von Geldspenden halte ich nichts mehr, da diese, wie erwähnt, nicht dort landen, wo sie dringend gebraucht werden.
Ich habe damals Anfang 2005 Pakete mit Kleidung und Schuhen zusammengepackt und diese bei uns im Ort im Rathaus abgegeben. Dort wurde nur wegen dem Tsunami eine Sachspendenaktion gestartet.
Ich weiß zwar nicht, ob die Sachen wirklich dort ankamen und an die Menschen verteilt wurde, versprochen wurde es aber hoch und heilig.
Zumindest werden Sachspenden nicht von Leuten genutzt, die es nicht nötig haben. -
Wir haben Bekannte in Sri Lanka die wir im Urlaub 2000 kennengerlernt haben . Sie leben in Beruwela und mußten auch einiges mitmachen. Wir schicken 2-3 mal im Jahr ein Packet hin mit Kleider und ein paar Spielsachen für die Kinder ich denke da ist mehr geholfen als das ich irgentwo Geld spende das wahrscheinlich nie ankommt. Und uns freut es jedesmal zu hören das die Kinder total von den Sachen begeistert sind.
Für uns war das damals ein großer Schock als die Nachrichten im Fernsehn kamen und waren froh als der Brief kam das mit Ihnen alles in Ordnung sei. Sie würden vom Tsunami ins Landesinnere gespühlt und haben zum Glück überlebt. -
Kann mich noch genau erinnern.....am 26.12. war ich in Hikkaduwa/Sri Lanka...am Strand!!! Ich denke immer daran...nur darüber reden tue ich erst seit kurzem, so gross war der shock als ich mit einem Freund, der oft mit mir auf Reisen ist, von sehr hilfsbereiten Einheimischen vor dem Tsunami gerettet wurde. Wir kamen nach unserer Flucht in den Dschungel bei unseren Rettern einige Tage unter.
Bilder und TV-Sendungen - wo ich sehr oft dabei war - habe ich nicht mehr sehen wollen...
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Hallo,
ich muss zu meiner Schande gestehen, der Tsunami und die Tragödie so schlimm sie auch waren, sind doch letztendlich nur eine von vielen in den letzten Jahren, die halt so sehr in Erinnerung geblieben ist weil auch amerikanische und europäische Touristen betroffen waren. Es war ein fürchterliches Ereignis aber letztendlich hat es vorher und nachher Katastrophen gegebn die vielleicht nicht mit einem mal eine viertel Millionen Menschen das Leben gekostet haben, aber die auch nicht annähernd so viel Aufmerksamkeit und spenden erhalten haben.
Viele Grüße
Steffi -
...Mehr nicht! -
Coraya und Steffi,
Mathematik ist hier fehl am Platz.
Ich interessiere mich weniger für die 100.000 Irak-Opfer (da hast Du vollkommen Recht), sondern für die 30 Malediver, denen ich eine Woche zuvor noch "Auf Wiedersehen sagte", und ich am 26.12. nicht wusste, ob's ein Wiedersehen gibt. Und mich interessierten zwei Hände voll Ceylonesen, die ich kannte und schätzte.
Erinnerungen dieser Art haben nunmal nullkommanull mit 100.000 Irak-Opfern zu tun, sondern sind persönliche Erfahrungen und Werte, die einen Menschen ausmachen, der eine Erinnerung und Spende nicht an der mathematischen Opferzahl festmacht.
Grüsse
Heiko
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steffip wrote:
Hallo,ich muss zu meiner Schande gestehen, der Tsunami und die Tragödie so schlimm sie auch waren, sind doch letztendlich nur eine von vielen in den letzten Jahren, die halt so sehr in Erinnerung geblieben ist weil auch amerikanische und europäische Touristen betroffen waren. Es war ein fürchterliches Ereignis aber letztendlich hat es vorher und nachher Katastrophen gegebn die vielleicht nicht mit einem mal eine viertel Millionen Menschen das Leben gekostet haben, aber die auch nicht annähernd so viel Aufmerksamkeit und spenden erhalten haben.
Viele Grüße
Steffi1000 Punkte. Da stimme ich dir voll und ganz zu.
Wir haben hier in D auch ständig Hochwasser oder Stürme, bei denen 100 te von Menschen ihre Häuser und Wohnungen verlieren, bzw zerstört werden. Bei dem Sturm "Lothar" (2000 oder 2001) ist auch sehr viel zu Bruch gegangen. Darüber redet kein Mensch mehr. Von so hohen Spenden, auch vom Ausland, mal ganz abgesehen.
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wieso verliert man bei stürmen und hochwasser seine bleibe? dagegen kann man sich versichern. bei mir zumindest.
und wenn man sich die versicherungsbeiträge sparen will, hat man am falschen ende gespart.......
mitleid kann ich dafür aber nicht empfinden. -
Ich glaube ich bin im falschen Film.
Klar vergessen wir NICHT was in Irak aber dann auch Byrmania, in der Türkei und ständig in Bangladesch passiert... klar sind der Tsunami und die Tragödie doch letztendlich eine von vielen in den letzten Jahren,.. aber wir reden hier immerhin über 250.000 Toten und unsere persönliche Erfahrungen und Werte.... und sorry sowas mit "hochwasser in Deutschland" (
) zu vergleichen finde ich einfach absurd, auch wenn es caribiangirl Deine Erfahrung war.LG
Ale -
Bäumelchen und Alessandro!
Ich bin Eurer Meinung.
In 3 Monaten geht es wieder nach Thailand, wir werden auch dieses Jahr wieder versuchen den einen oder anderen "Vermissten" wiederzufinden.
Wir hoffen immer noch ,dass die Leute jetzt nur wo anders wohnen oder arbeiten.Naja, wir werden sehen!
Dieses Jahr ist es gelungen , wir haben eine der Familie wieder getroffen

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caribiangirl wrote:
...
Wir haben hier in D auch ständig Hochwasser oder Stürme, bei denen 100 te von Menschen ihre Häuser und Wohnungen verlieren, bzw zerstört werden. Bei dem Sturm "Lothar" (2000 oder 2001) ist auch sehr viel zu Bruch gegangen. Darüber redet kein Mensch mehr. Von so hohen Spenden, auch vom Ausland, mal ganz abgesehen.So was von daneben im Vergleich zudem 26.12.2004 in Asien habe ich selten gelesen. :?