Weiterempfehlungsrate - wie definiert ihr das?
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Erst kürzlich habe ich wieder mal eine Hotelbewertung geschrieben und überlegt: Weiterempfehlung - ja oder nein?
Auf wenn bezieht sich dieses weiterempfehlen? Der großen Allgemeinheit mit ihren äusserst unterschiedlichen Wünschen und Einstellungen kann ich ja schlecht was "allgemein" empfehlen.
Also bedeutet Weiterempfehlung für mich: wenn mich jemand aus meinem näheren Umfeld (und deren Vorlieben bzw. Einstellungen ich kenne bzw. den meinen recht ähnlich sind) nach dem Hotel fragt, kann ich ohne (große) Einschränkungen sagen - ja, bucht das Hotel, war gut. Wenn ich das nicht mit gutem Gewissen tun kann, dann heißt das im Umkehrschluß für mich auch hier bei den Bewertungen - Weiterempfehlung: nein.Denn wie sonst soll ich diese "Weiterempfehlung" definieren?
Klar ist, dass mein Eindruck eines Hotels genauso subjektiv ist wie der des nächsten Besuchers. Aber daher schreibe ich eine relativ ausführliche Bewertung und daraus kann der Leser dann ja für sich erschließen, was für mich gut und nicht so gut war und das dann seinen Erwartungen gegenüberstellen.
Oftmals frage ich mich beim Vergleichen einzelner Hotels welche ich selbst schon (kürzlich) besucht habe: Wie kann das eine eine Weiterempfehlungsrate von 93% haben (ich würde es nicht weiterempfehlen) und das Hotel, von dem wir absolut begeistert waren, hat auch "nur" 95%? Gleiches Gebiet, gleiche Sterneanzahl, gleiche Reisezeit, ähnlicher Reisepreis.
Also - wie handhabt ihr das mit der Weiterempfehlung?
LG
Sandy -
Man kann es nie allen recht machen, das ist ja hinlänglich bekannt und dass Menschen unterschiedliche Ansprüche haben auch. Aus einer Hotelbewertung eine tiefgreifend philosophische Betrachtung zu machen, erachte ich für unnötig.
Wenn mir das Hotel gefallen hat, empfehle ich es weiter, wenn nicht dann nicht.
Woraus sich meine Empfehlung - oder meine Nichtempfehlung - ergibt, kann man dem Bewertungstext entnehmen.
Ob und wie weit sich meine Ansprüche mit denen des Lesers deckt, überlasse ich dem Leser!
Mir darüber den Kopf zu zerbrechen wieviele verschiedene Charaktere meine Bewertung lesen, ist mir dann doch ein wenig zu weit gegriffen.
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Hallo,
genauso mache ich das auch,wenn mir das Hotel gefallen hat empfehle ich das weiter,ganz einfach.
Liebe Grüße,
Annegret
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Auch ich halte es da wie ronjaT; wobei ich nur bei wirklich ausgesprochen Negativeindrücken keine Empfehlung ausspreche. Die Gründe dafür können wie bei diesem Hotel für viele andere auch zutreffen (nur 44% WE), oder wie bei dem da offenbar nur mein persönlicher Eindruck sein (ganze 95% WE).
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Ich stelle mir die Frage, ob ich nochmals in das Hotel gehen würde. Sofern ich diese bejahe weil es mir gut gefällt, dann empfehle ich es auch weiter. Das Eindrücke natürlich immer subjektiv sind, ist ja klar. Aber wenn von 1.000 Bewertungen 95% das Hotel weiterempfehlen, dann gehe ich davon aus, dass das Hotel bei den unterschiedlichsten Leuten gut ankommt und mir vermutlich auch gefallen dürfte. Dennoch empfiehlt es sich immer auch die passende Bewertung dazu zu lesen, denn die Frage nach der Weiterempfehlung kann man auch mit "Ja, aber..." beantworten. das kann dann heißen "Ja, aber nur weil uns der Rutschenpark super gefällt". Anhand der Bewertung kann dann einer der Rutschen hasst erkennen, dass das Hotel vielleicht für ihn nichts wäre, auch wenn es 95% Weiterempfehlung hat.
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@Metrostar
Stimme dir zu.
Drum ist die WER an sich auch nicht sooo wichtig. Eher das, was zur WE oder eben nicht zur WE führte.
Habe dies in diesem Sommer selbst erlebt: Sehr großer Unterschied, was die Bewertungen der Bungalows bzw. der Zimmer im Haupthaus betrifft. Ergebnis: keine gute WER. Denn - ist der eine oder andere erst mal verärgert, wird das Hotel insgesamt in die Pfanne gehauen und nicht weiterempfohlen.Was meine eigenen HB betrifft, so habe ich bisher nur 1x nicht weiterempfohlen. Ging um ein Hotel auf einer Sizilienrundreise (nicht selbst ausgesucht). Hier half nix, war nichts mehr zu retten - auch nicht durch die Freundlichkeit, etc. des Personals. Es war schlichtweg äußerst renovierungsbedürftig, so nicht wirklich zumutbar.

Zu den weiterempfohlenen Hotels:
Unstimmingkeiten / persönliche Differenzen erwähne ich und ziehe dafür auch Sonnen ab, aber Derartiges führt nicht zur Nicht-Weiterempfehlung. Es war in diesen zwei Fällen m. E. eben "persönlich" und konnte nicht verallgemeinert werden.
Außerdem waren beide Hotels an sich sehr in Ordnung und hatten auch sehr gute "Seiten"
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@sandy
in dem bewertungsformular ist die frage eigentlich ganz eindeutig gestellt:
"Würden Sie dieses hotel weiter empfehlen ?"
es ist ganz klar und deutlich deine eigene subjektive meinung gefragt. (wie bei den anderen punkten bzgl. des hotels eben auch). -
Ich hatte einmal eine Wien-Reise gebucht. Natürlich hatte ich das Hotel nicht selbst ausgesucht, das bereute ich aber mit der ganzen Reisegruppe. Klar- es war so billig, dass man es mit einem Campingplatz vergleichen kann und die Leistungen waren relativ gut, aber weiterempfehlen- eindeutig nein. Denn was hilft der Preis, wenn ein Zimmer 12 Quadratmeter hat und ein Mehrbettzimmer mit 8 Betten ist und es dann noch Gemeinschaftsduschen und -Toiletten gibt? Schließlich entscheidet ja doch der Wohlfühlfaktor.
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Ich komm grad nicht drauf, aber was ist an einer Weiterempfehlung so kompliziert ?
Mir hats gefallen, ich würde nochmal hin, Weiterempfehlung
Mir hats nicht gefallen, ich würde nicht nochmal hin, keine Weiterempfehlung
Man kann natürlich alles in die Autopsie geben

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Hallo
Ich orientiere mich auch oft an den "Empfehlungen".
Wobei ich schon unterscheide, was "real" klingt oder was überzogen erscheint.
Mich interessieren nicht Bewertungen, die jeder Ameise hinterher schauen, aber auch nicht übertrieben positive Bewertungen bei denen man das Gefühl hat, der Bewerter hat vom Hotelmanager einen spendiert bekommen.
Man muß einfach zwischen den Zeilen lesen können, dann ist man meistens bei der Realität angekommen.LG
Bernd -
Ich fliege die nächsten Tage nach Embudu -Village mit 95 % Positiv.
Auch hier wird es so sein:
Es ist ein 3 Sterne-Hotel ohne viel Luxus und Geplänkel.
Ich habe auch nicht nach Sternen gesucht sondern nach dem schönsten Hausriff auf den Malediven.
Es gibt kein Pool und sonst auch nicht viel - dafür Maledivenflair.
wer sich desen bewusst ist vergibt auch eine gute Bewertung, aber andere werden das Hotel schlecht bewerten.
Es ist immer eine Frage des Erwarten, Erkundigen und des Preises.Gruss Ingo
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Ich war in so einem Hotel, wo ALLE Bewertungen nach Werbeprospekt klangen - Weiterempfehlungsrate 100 % bei über 400 Bewertungen.
Natürlich habe ich mir im Vorfeld überlegt, ob so was möglich ist und unsere Erwartungshaltung war schon höher als normal....und es war wirklich so wie beschrieben.
Es ist einfach ein Highlight ... und da gibt es absolut nichts "zwischen den Zeilen" zu lesen. Geld für gute Bewertungen von Seiten des Hoteliers gibt es auch nicht - ich schwör's.
LG
Andrea -
da muss ich doch widersprechen - habe mal in Deinem Profil geschaut um zu sehen, welches Hotel Du meinst.
Und - zumindest Deine Bewertung - war eben keine Beschreibung aus einem Werbekatalog, sondern eine ausführliche Darstellung des Hotels. Und da ich auch gleich gesehen habe, dass auch Du schon im Hilton Millenium in Bangkok warst und es - so wie wir - für gut befunden hast, habe ich auch eine leise Ahnung von Deinem Hotelgeschmack (und was hochgestellte Kragen betrifft
)...Will sagen: Ganz klar gibt es super Hotels, die auch entsprechende Bewertungen bekommen - bei ausführlichen mache ich mir auch keine Gedanken darüber, dass sie gefaked sein können. Aber - und ich denke, dass @Bernd/Papa X ebenfalls solche meint - wenn dort nur steht "alles super, Essen lecker" kommen mir auch gewisse Zweifel...
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AbenteuerAlex363:
Ich hatte einmal eine Wien-Reise gebucht. Natürlich hatte ich das Hotel nicht selbst ausgesucht, das bereute ich aber mit der ganzen Reisegruppe. Klar- es war so billig, dass man es mit einem Campingplatz vergleichen kann und die Leistungen waren relativ gut, aber weiterempfehlen- eindeutig nein. Denn was hilft der Preis, wenn ein Zimmer 12 Quadratmeter hat und ein Mehrbettzimmer mit 8 Betten ist und es dann noch Gemeinschaftsduschen und -Toiletten gibt? Schließlich entscheidet ja doch der Wohlfühlfaktor.Und das z. B. finde ich etwas ungerecht: Es wird ja in der Hotelbeschreibung gestanden haben, dass es sich um Mehrbettzimmer mit gemeinschaftlichen sanitären Anlagen handelt - und es war dementsprechend günstig. Was also gibt es dann zu kritisieren? Gerade bei organisierten Reisen mit vorgegebenen Hotels sollte man halt genau lesen...

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Dieser Thread spricht mir aus der Seele!
Ich habe gerade eine Bewertung verfasst, wo ich mir nicht sicher war, ob ich eine Empfehlung abgeben soll.
Ich habs dann getan, aber mit dem Hinweis auf die von mir genutzten Sonderangebote, wodurch für mich das Preis- Leistungsverhältnis gestimmt hat - zum Vollpreis hätte ich sicherlich anders gestimmt. -
Auch ich empfehle die Hotels weiter, in denen ich mich wohlgefühlt haben. Dass z. B. Familien mit mehreren Kindern oder Senioren andere Ansprüche haben als ich als Single in den 40ern, ist mir klar. Aber ich schreibe ja auch eine ausführliche Bewertung, in der ich im einzelnen angebe, was mir gefallen hat und was vielleicht nicht. Außerdem sehen z. B. die Familien, dass ich alleine bzw. mit Freunden und ohne Kinder unterwegs war.
Auch wenn ich mir Bewertungen anschaue, achte ich nicht nur auf die Weiterempfehlungsrate, sondern lese auch die Bewertungen im einzelnen und suche mir das Hotel raus, was meinen Ansprüchen am besten genügt.
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Ich gebe meine Weiterempfehlung so ab wie ich auch Freunden das ganze weiter geben würde... Das einzige Problem was ich manchmal habe: Manchmal bin ich selber unschlüssig, für ein Nein war es gut, aber ein Ja fehlte was. Aber leider gibt es kein "Vielleicht".
Sollte es ein paar Haken haben zähle ich diese auch auf, dann muss man sich selber ein Bild machen, weil das was für mich vielleicht ein Haken war ist für einen anderen Urlauber kein Problem.
Daher lese ich auch immer die negativen Bewertungen, dabei stelle ich sehr oft fest das da Dinge aufgezählt werden welche der "Horror" scheinbar waren, aber für mich wären diese Sachen kein Problem.
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Das "Problem" ist auch oft das Preis-/Leistungsverhältnis. Ich hatte dieses Jahr z. B. einen Kurzurlaub auf Rhodos zu einem günstigen Preis gebucht. Für diesen Preis und kleinen Abstrichen ist die Unterkunft durchaus empfehlenswert. Hätte ich das Hotel zum normalen Katalogpreis gebucht, würde ich mich ärgern, und das Hotel nicht weiterempfehlen.
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ronjaT:
Wenn mir das Hotel gefallen hat, empfehle ich es weiter, wenn nicht dann nicht.Prinzipiell hab ich das auch immer so gemacht. Wenn ich jedoch weiß, dass es nebenan ein Hotel gibt, das doppelt so gut und halb so teuer ist, tu ich mir mit einer Weiterempfehlung schwer. Das kann man aber dann im Text meiner Bewertungen lesen.