Passagier raucht im Flugzeug
-
Am gestrigen Dienstag ist auf einem Linienflug der Germanwings von Helsinki nach Köln ein Passagier durch rauchen und anpöbeln "unangenehm" aufgefallen.
Der Jet mußte in Hamburg notgedrungen "zwischenlanden" und dort wurde der 32-jährige Russe von der Polizei in Empfang genommen. Nach 20 Minuten konnte der Flug fortgesetzt werden.
Dem Passagier droht nicht nur ein lebenslanges Flugverbot bei Germanwings sondern auch eine saftige Schadensersatzforderung der Gesellschaft, ganz zu schweigen von der zu erwarteten Strafe.Wieso der angetrunkene Passagier anstandslos in Helsinki an Bord gelangen konnte, wird derzeit noch geprüft.
Taiger
-
Also ich bin ganz sicher, daß die Cabin Crew den Passagier mehrfach auf sein "Fehlverhalten" aufmerksam gemacht hat.
Aber - reicht nicht ein Grund aus, um einen solchen Zeitgenossen aus dem Verkehr zu ziehen, sprich aus dem Jet

Er wurde wohl wegen des Rauchverbotes mehrfach angemahnt, pöbelte dann aber rum.
Jeder Mensch weiß, daß es ein absolutes Rauchverbot gibt -
...diese Kippen werden für den jungen Mann sehr sehr teuer
Taiger
-
Also jeder der einen betrunkenen und rauchenden Russen mal live erlebt hat weiß warum Germanwings zwischengelandet ist. Neben dem Wodka gibt es für einen Russen nichts schlimmeres als nicht rauchen zu können.
Gruss Indianspower
-
@ taiger.wutz
kannst du uns bitte eine Quelle für deinen Text nennen?
-
Ja, dort auch.
Aber es reicht auch u.a. die "Bild"...
Nasdrowje towarischtschij

TaigerP.S. Mir geht`s hier weniger um den Russen, sondern mehr darum,
WIE fix und konsequent so mancher Flugkaptitän gegen solche "netten" Fluggäste vorgehen kann und muss!!!
Das ist kein "Kavaliersdelikt" by the way... -
Hallo!
Und wie ärgerlich für die anderen Passagiere! Ich hätte zudem irgendwie auch Angst in solch einer Situation. Mir ist es mal auf einer Feier in Frankreich passiert, dass Jugendliche in die Halle, in der gefeiert wurde, Tränengas sprühten und im angetrunkenen Zustand die Gäste anpöbelten - seitdem habe ich eine echte Phobie vor solchen Randalierern. Schlimme Sache! Dagegen muß wirklich hart durchgegriffen werden.
LG
Barbara
-
o.k. wenn es eine gruppe von leuten ist, kann aich das noch verstehen.
was ich an dieser geschichte kurios finde ist, dass man mit einer sagen wir mal 6 mann besatzung einem passagier nicht herr wird und was ich noch kurioser finde:
die maschine war von helsinki nach köln unterwegs. da wird in hamburg zwischengelandet? da hätte es doch nur noch 10 minuten bis köln gedauert.
finde die reaktion von germanwings etwas überzogen. -
Und richtig teuer wird das für ihn werden.
Die übrigen Passagiere stellen der Airline Kosten in Rechnung, die dann komplett an den Verursacher weitergehen...neben den eigentlichen Kosten der Airline, Schadenersatz und einigem mehr...und Rechtsschutzversicherungen zahlen in solchen Fällen nicht in jedem Fall...

Aber wie soll man es verhindern!
Alkoholkontrollen am Gate - Alkoholverbot im Flieger...?
Ich denke, bestehendes Recht sollte noch viel(!) konsequenter durchgesetzt werden d.h., ist jemand nach Meinung der Crew "zu stark alkoholisiert", geht er erst gar nicht an Bord oder muß den Flieger vor dem Start verlassen...und dann ist es mal völlig egal, ob dann evtl. z.B. Familien (oder verreisende Clubs o.ä.) "auseinander gerissen" werden...ggfs. muss dann auch der "Anhang" raus!
Desweiteren sollten Zwischenlandungen wesentlich konsequenter vollzogen werden...denn die werden wie gesagt richtig teuer (und somit vielleicht lehrreich) für den Verursacher.Totales Alkoholverbot an Bord? - Warum diejenigen bestrafen, die sich bei geregeltem Konsum zu benehmen wissen?
-
Mal ne provokante Frage in die Runde....
Warum muss (wenn nicht auf der Toilette) ein Flieger notlanden nur weil jemand geraucht hat?
-
"Sternedieb" wrote:
Mal ne provokante Frage in die Runde....Warum muss (wenn nicht auf der Toilette) ein Flieger notlanden nur weil jemand geraucht hat?
Entschuldigung Sternendieb, ich verstehe die Frage nicht…
Er wurde nicht aus dem Flugzeug geholt, weil er „nur“ geraucht hat (was m.M.n. schon schlimm genug ist), sondern weil er zu allem Überfluß auch noch andere Fluggäste ********* hat.
Warum wird man aus einem Restaurant verwiesen, wenn man andere Gäste *********?
Warum bezahlt man Verwarnungsgeld, wenn man falsch parkt?
Warum darf man in Holidaycheck keine Werbung aufführen?
Richtig, weil das eben die Regeln sind. Diejenige, die diese nicht akzeptieren und respektieren, müssen dementsprechend die Konsequenzen für ihre Handlungen tragen.
Gruß,
w-dp.s.
die Frage finde ich keineswege provokant, sie ist eher grotesk :? -
Hallo Kollege!

Ich denke, hierbei ging es um rauchen, trinken...und pöbeln. Ich vermute, die haben ihn nicht ruhig gestellt bekommen.
Das Problem ist, das sie einen Passagier ggfs. nur unter ganz bestimmten Umständen und z.B. in Notwehr "fixieren" dürfen...und da eine Zwischenlandung die rechtlich einfachere (und für den Passagier seeeeeeeeeehr viel teurere) Geschichte ist, greift man halt (und zwar zunehmend!) zu diesem Mittel.
Selbst pöbelnde (und "nur" störende) Passagiere dürfen gar nicht so ohne weiteres "fixiert" werden.
Also hält man sich an bestehendes Recht und nutzt dort endlich volles Potential aus.
-
"Sternedieb" wrote:
Mal ne provokante Frage in die Runde....Warum muss (wenn nicht auf der Toilette) ein Flieger notlanden nur weil jemand geraucht hat?
Weil das eben die Regel ist.
Hier nochmal zur Verdeutlichung (aus den "Allgemeine Beförderungsbedingungen für Flug und Gepäck" von GW):
Artikel 11: Verhalten an Bord des Flugzeuges
11.1 AllgemeinesFalls Sie sich nach objektiver Betrachtungsweise an Bord so verhalten, dass Sie das Flugzeug, eine Person oder Eigentum an Bord in Gefahr bringen, oder die Besatzung an der Durchführung ihrer Pflicht hindern oder es versäumen, den Anweisungen der Besatzung nachzukommen, einschließlich der Anweisungen in Bezug auf Rauchen, Alkohol- und Drogenkonsum, oder falls Sie sich in einer Art und Weise benehmen, die Unbehagen, Störungen, Schäden oder Verletzungen bei anderen Passagieren oder der Besatzung verursacht, dürfen wir Mittel einsetzen, die wir als notwendig erachten, um ein Andauern solchen Verhaltens zu verhindern, einschließlich körperlicher Einschränkungen. **Sie können von Bord gebracht werden und eine weitere Beförderung zu einem anderen Ort kann Ihnen verweigert werden.**Für Straftaten, die Sie an Bord des Flugzeuges begehen, können Sie rechtlich belangt werden.
Jetzt müsste es doch einleuchten.
Gruß,
w-d -
Ja, die Frage ist schon a bisserl provokant.
Der Flieger MUSS nicht automatisch "notlanden", wenn ein Passagier verbotenerweise raucht UND renitent wird...
der Flugkapitän KANN eine unplanmäßige Zwischenlandung einleiten, um den Gast den Behörden zu übergeben. Es ist ausschließlich eine Ermessensfrage des Käpitäns!
Aber stell Dir mal vor, die anderen Fluggäste (zumindest Nichtraucher) verklagen die Airline anschließend wegen ...
aber hier noch ein anderer Fall aus Kanada:
die Behörden in Montreal "entfernten" einen Passagier aus dem Flugzeug der AC Jazz, weil er andere Passagiere "nervös" gemacht hat. Der Flug sollte von Montreal nach New York gehen.
Was war geschehen?
Dieser Pax war mosaischen Glaubens (Jude), ein orthodoxer dazu und fing plötzlich laut und gestenreich auf dem Sitz an zu beten...Quelle: www.ynetnews.com
Taiger
-
@ wolf-dieter
Was nützen denn die ganzen Vorschriften, wenn die in Helsinki den Besoffski an Bord gehen lassen. Offenbar hat der ja nicht nur geraucht, sondern hat die Leute angepöbelt, weil er besoffen war.
Wie wäre es eigentlich, wenn man die Verantwortlichen in Helsinki zur Verantwortung ziehen würde.
-
Hallo salvamor41,
es geht ja nicht um die Frage, was die ganzen Vorschriften nützen (die sind ja an erster Stelle dazu da, um für Ordnung und Korrektheit zu sorgen). Die gibt es eben und wer dagegen verstößt…
Offenbar lag der Fehler tatsächlich schon eine Station zurück, nämlich in Helsinki. Aber, da es soviel ich weiß keine Alkoholkontrolle am Boardinggate gibt, ist es sicherlich schwer festzustellen, ob ein Passagier bereits vor Flugantritt angetrunken ist oder nicht. Ob der Fluggast schon in Helsinki negativ aufgefallen war geht leider aus den Berichten nicht hervor (habe zumindest nichts gefunden). Man kann nur mutmaßen, was vorgefallen ist. Daher: Woher sollen sie es denn in Helsinki wissen?
Der Flugkapitän hat meiner Meinung nach richtig gehandelt.
Gruß,
w-d -
@ wolf-dieter
Daß der Flugkapitän richtig gehandelt hat, steht außer Frage, sofern alle "billigeren" Methoden, den Passagier ruhig zu stellen, nicht gefruchtet haben.
Sollte er eine Klage an den Hals kriegen, wird der Anwalt auf "Unzurechnungsfähigkeit" seines Mandanten plädieren und darauf, daß man seitens des Boden-/Bordpersonals die Alkoholisierung des Passagiers billigend in Kauf genommen hat.
Und dann kommt es weniger darauf an, ob er besoffen an Bord ging oder sich in der Kabine zugeschüttet hat.
-
Hallo
Trotz allem finde ich es etwas überzogen,dass die Maschine in HH zwischenlandete,obwohl der Zielflughafen ca 10 Min. später erreicht gewesen wäre.
Ebenfalls ist mir etwas unklar,weshalb Betrunkene (das sieht man doch schon am Check in,ob jemand alkoholisiert ist )das Flugzeug überhaupt betreten dürfen.
Wie reagieren denn dann die Piloten,falls sowas über dem Atlantik passiert :?.Da gibts nämlich keine reelle Landebahn ;).
Da müssen sie ja dann auch warten,bis sie wieder Land unter sich haben,um ihre Konsequenzen ziehen zu können.
Auch wenn solchen Passagieren alle Unannehmlichkeiten in Rechnung gestellt werden,heißt das noch lange nicht,dass die Strafe auch vom Verursacher bezahlt wird.
Nichtmal in Deutschland wird man bestraft,wenn man zahlungsunfähig ist.
Solche Vorfälle kosten ja nicht nur 1000 €,die man abstottern könnte.
Eine unplanmäßige Zwischenlandung,die ein Passagier verursacht hat,ist ein sehr sehr teurer Spaß für die Airline und alles,was damit zusammenhängt.LG Silke