Castro in kritischem Zustand
-
Mehrere Nachrichtenagenturen berichten seit heute wie folgt:
"Der Zustand des kubanischen Staatschefs Fidel Castro ist angeblich sehr ernst. Nach einer Infektion des Dickdarms seien Komplikationen aufgetreten, und drei Operationen seien fehlgeschlagen.
Dies schreibt «El País» heute auf seiner Website. Das Blatt beruft sich auf Informationen aus dem Gregorio-Marañón-Krankenhaus in Madrid. Dessen leitender Chirurg José Luis Garcia Sabrido war im Dezember zur Untersuchung des 80 Jahre alten Castro nach Kuba geflogen.
Damals habe Castro über eine offene Wunde im Unterleib täglich mehr als einen halben Liter Flüssigkeit verloren, schreibt die Zeitung. Der Staatschef werde intravenös ernährt.
In einer Castro zugeschriebenen Erklärung zum Jahreswechsel hatte es geheissen, das Bemühen um Genesung sei «weit davon entfernt, eine verlorene Schlacht zu sein». Ende Juli hatte er mitgeteilt, dass er sich einer Notoperation am Darm habe unterziehen müssen.
Offiziell wurde seither wenig über seinen Gesundheitszustand mitgeteilt. Spekulationen über eine Krebserkrankung wiesen Regierungsbeamte jedoch zurück. Seine Amtsgeschäfte übertrug Fidel Castro seinem Bruder, Verteidigungsminister Raul Castro. (grü/ap)"
Man darf gespannt sein...
-
"double999" wrote:
Man darf gespannt sein...so lange kann man eine Spannung gar nicht aufrechterhalten

Schaun mer mal, was der Freund juanito wieder in Erfahrung bringen konnte, wenn er denn von seiner Unterredung zurück ist

-
ich hätt da mal eine ganz "blöde" frage.
was passiert eigentlich wenn der casrto die nächsten paar wochen nicht überlebt

liebe grüße tanja
-
Hallo Tanja,
das fragen wir uns sicherlich alle. Aber es wird bestimmt nicht besser. Wahrscheinlich wird Kuba dann der Ballermann der Amis. Ich glaube dann braucht man da nicht mehr hinzufliegen. Schade drum. Den Kubanern wird es mit Sicherheit nicht besser gehen.
Petra
-
hmmm :?
die amis müßen ja leider überall mit drinnen hängen.
aber hoffentlich lebt castro noch bis ostern
bis wir kuba so wie es jetzt ist kennenlernen durften 
-
Also ich bin genauso unsicher, was aus Cuba wird, wenn Fidel stirbt. Ich bin jedoch ziemlich sicher, dass sein Bruder Raul nicht die Kraft bzw. die Unterstützung des Volkes haben wird dazu. Dafür ist er viel zu "schwach". Ziemlich sicher ist wohl dass die Amis alles in ihrer Macht stehende unternehmen werden, um die Insel an sich zu reissen. Inwiefern die Cubaner da mitspielen, steht in den Sternen. Die Stimmung unter den Cubanern ist zwar - solange er am Leben ist - Pro-Castro, gerade die Alten halten wohl bis zum bitteren Ende zu ihm. Die Jungen, tja, das ist eine andere GEschichte. Die möchten Kapitalismus haben, d.h. die werden wohl den Amis zusprechen und leicht zu gewinnen sein.....Ich persönlich hoffe, dass auch nach einem Ableben Fidels es noch eine ganze Weile dauert, bis sich was ändert. Denn sobald Cuba Amiland wird, kann man es vergessen. Dann ist Cuba ein zweites Puerto Rico. Mit wunderschöner Natur gesegnet, jedoch vergiftet durch die "Un-Kultur", den Kapitalismus und Ignoranz der Amis.
Ich hoffe jetzt mal, dass Fidel noch einige Jahre durchhält, aber eigentlich hab ich die Befürchtung, dass es schlimmer um ihn steht als bis zu den Medien durchdringt....:(
-
Hallo!
Tja, Fidel und wie lange noch.....Belinda hat ja schon so gut wie alles gesagt. Raul ist zu schwach, aber.....man spricht von einem angeblich starken 52 jährigen im Hintergrund, der sei beim Volk auch beliebt. Er wäre wohl auch "Linientreu", aber will das ganze liberaler angehen. Wie gesagt das habe ich auf Cuba gehört. Wie weit da etwas dran ist weiss ich nicht. Für die Cubaner wäre dies, aus meiner Sicht, wohl der bessere Weg als die Kapitalisierung durch George W. und Konsorten. McDonalds in La Habana
......würg!Macht euch aber keine Gedanken, genießt eueren ersten Cuba Urlaub!
Gruß Belicosos
-
Tiene razon : Belicios Finos und Belinda!!!!! Ich sehe es ähnlich !
Vorsichtshalber habe ich mein Profilbild schon mal geändert:-) .. in der Hoffnung das die Estados Unidos no paserán !

-
es wird seit der Erkrankung Castros spekuliert. Ich sehe die Zukunft auch mit Sorge. Die Übergangslösung hält ja bis dato.
Schon schwierig, auf der einen Seite die Angst vor dem Amerikanismus, auf der anderen Seite aber die wirtschaftl. Situation der Insel.
Einige vergleichen immer mit dem Mauerfall in Deutschland. Aber durch die Inselsituation sehe ich die Lage dort nicht so.
Ich denke, dass nach einem Tod Castros sich nichts ändert. Auch viele junge Menschen sind über das Embargo verbittert, sind aber auch nicht weltfremd und sehen, was die Amis in der Welt anrichten.
Wenn ich in einschlägigen Kubaforen lese, was für ein Ton dort angeschlagen wird, ist das in meinen Augen arm. Leute werden beschimpft ohne Ende. Solch einen Kerl hatten wir letztes Jahr hier auch.
Man kann nur spekulieren und abwarten, die Entscheidungen werden an anderen Stellen getroffen.
@belicosos
Linientreu und liberal wird schwierig, aber ein denkbarer Weg, um langsam die wirtschaftl. Situation etwas zu verbessern.
da mich die Insel fesselte werde ich die pol. Situation auch weiter mit Spannung verfolgen!
Tanja und Marcus: Euch einen wunderschönen Urlaub!
-
Hallo meinungsfreiheit!
Da haben wir ja etwas gemeinsam: Die Liebe zu Cuba!
Es ist wirklich eine faszinierende Insel, die Menschen die mit dem Wenigen was sie haben so viel daraus machen....... -
Castro erstmals nach drei Monaten wieder im TV
Das kubanische Fernsehen hat am Dienstagabend (Ortszeit) erstmals seit drei Monaten wieder aktuelle Aufnahmen vom schwer kranken Staatsoberhaupt Fidel Castro ausgestrahlt.
Die Bilder zeigen den 80 Jahre alten Castro im Gespräch mit dem venezolanischen Staatspräsidenten Hugo Chàvez. Die beiden engen politischen Freunde seien bereits am Montag in der kubanischen Hauptstadt zusammengekommen, hieß es.
Es sind die ersten aktuellen Videoaufnahmen von Castro seit dem 28. Oktober vergangenen Jahres. In Kuba wird der Gesundheitszustand des 80-Jährigen als „Staatsgeheimnis“ behandelt. Wegen seiner Darmerkrankung hatte Castro nach 47 Jahren die Regierungsgeschäfte am 31. Juli 2006 seinem jüngeren Bruder Raúl übertragen.
„Wie ich immer sagte, das ist bei weitem kein verlorener Kampf“, sagt der Linksnationalist Chàvez zu Castro. Der Kubaner liest seinerseits einige Zeitungsschlagzeilen vor und kommentiert den „Klimawechsel“ und die Probleme, die sich daraus für die Menschheit ergeben würden. Der kubanische „Revolutionsführer“ macht auf den Bildern einen relativ guten Eindruck. Trotz langsamen Ganges sieht Castro kräftiger aus als noch vor drei Monaten.
Chàvez traf sich den amtlichen Angaben zufolge in Havanna außerdem zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage mit Kubas Vizepräsident Carlos Lage. In Caracas hatte Lage vergangene Woche mit Chàvez zahlreiche Kooperationsabkommen unterzeichnet. Dabei hatte er versichert, Castro werde noch lange leben. Zudem werde in Kuba „der Sozialismus für immer und ewig bestehen“. Chàvez, behandelnde Ärzte und die kubanischen Behörden hatten mehrfach Berichte unter anderem aus den USA bestritten, wonach Castro an Krebs leide und sein Tod nahe sei.
-
Mal was politisches für Interessenten
HAVANNA. Eloy Gutiérrez Menoyo führte vor 1959, so wie Fidel Castro, in den kubanischen Bergen eine Guerillagruppe gegen den Diktator Fulgencio Batista an. Als die Revolution in Richtung Sozialismus steuerte, brach Gutiérrez mit Castro, ging in die USA und führte 1964 eine bewaffneten Überfall auf Kuba an. Dafür verbüßte er 22 Jahre Haft. Wieder in Miami gründete Eloy Gutiérrez die Gruppe "Cambio Cubano", die sich für einen friedlichen Wandel und eine von den USA unabhängige Opposition auf Kuba einsetzt.
2003 reiste er zu einem Familienbesuch auf die Insel und beschloss, dort zu bleiben. Der Doppelstaatsbürger wurde einerseits vom US-Schatzamt mit einer hohen Strafe bedroht, falls er weiter auf Kuba bleibe. Die kubanischen Behörden wiederum verweigern ihm einen Personalausweis. Der 73-Jährige lebt in einem Wohnblock am Rande Havannas.
....weiter hier
http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=p&ressort=a&id=615578
-
"Belinda" wrote:
Die Stimmung unter den Cubanern ist zwar - solange er am Leben ist - Pro-Castro, gerade die Alten halten wohl bis zum bitteren Ende zu ihm. Die Jungen, tja, das ist eine andere GEschichte. Die möchten Kapitalismus haben,als ich in cuba im 2002 bei einer Familie im Havana Vieha gewohnt habe (ich war der "Schwiegersohn" dort
) waren die Alten der Familie nicht soooo ganz Pro-Castro...ganz im Gegenteil! Nur die dürften es dank der "sozialistischen Republik" naja Diktatur nicht äußern. Ich habe mehrmals versucht darüber zu reden, aber ALLE haben irgenwie Angst gehabt....und mich einfach mit den Augen zum Schweigen gebracht!
Das hat mit den Amerikaner und Kapitalismus gar nichts zu tuen...und trotzdem ist halt nicht so eine dolle Sache...
Finde ich zumindest.
LG alessandro -
@alessandro
Das mit dem Schweigen zur politischen Lage war schon bei meinem ersten Cuba-Urlaub, 1991, so. Damals war man als Cuba-Reisender ja noch ein totaler Exot....jeder kannte Fidel aus den Medien, aber keiner wusste wirklich, was er mit Cuba anfangen sollte. Tja, damals....da war Cuba noch ganz anders. Das Cuba von damals kommt nicht wieder, leider. Es hat sich in den letzten 15 Jahren leider sehr viel verändert, die Entwicklung ist halt auch inCuba nicht aufzuhalten. Meiner Meinung nach verändert sich aber das meiste - leider - zum negativen. Ich hoffe dass Fidel noch ein paar Jährchen durchhält, denn ich möchte schon noch - mindestens einmal -dorthin und Cuba halbwegs authentisch erleben........schnief* -
"Belinda" wrote:
Ich hoffe dass Fidel noch ein paar Jährchen durchhält, denn ich möchte schon noch - mindestens einmal -dorthin und Cuba halbwegs authentisch erleben........schnief*ciao belinda,
du hast irgendwie schon recht...aber die cubaner möchten lieber "frei" sein; die denken nicht dass du bzw. viele europäer cuba "autentisch erleben" wollen.... :?ausserdem, meinst du "varadero" od. vielleicht "guardalavaca" mit autentisch????? naja...es wird überall mit wasser gekocht...
ich persönlich werde nicht mehr nach cuba fliegen, solange fidel "anwesend" ist. was ich (und "meine" ehemalige familie) dort erlebt hatten, möchte ich mir jetz sparen.
schade, weil cuba (mit sri lanka) mein lieblinginsel ist bzw. wäre
LG alessandro
-
Hallo,
ich kann mich Belinda nur anschließen. Auch ich werde nichtm ehr nach Kuba reisen, wenn Fidel nicht mehr ist. Ich glaube auch nicht, dass es den Kubanern dann besser geht, iele denken es nur.
Petra
-
"Petrajetset1" wrote:
Auch ich werde nicht mehr nach Kuba reisen, wenn Fidel nicht mehr ist..Aber Petra, besuchst Du jetzt Cuba aufgrund der Diktatur????? Dass die Leute dort sooo nett sind, immer mit einem schönen Lächeln, hat eigentlich mit Fidel gar nichts zu tuen...ganz im Gegenteil...
lg Alessandro
-
nach Fidel wird Kuba nicht mehr das Kuba sein, das wir kennen. Kuba ist heute das karibische Land mit der geringsten Kriminalität und dem besten Gesundheitssystem. Alles wird sich danach ändern, wenn erst mal die Amis Einzug gehalten haben. Man braucht Kuba ja nur mit der Dom. Rep. zu vergleichen. Dort geht es den Leuten ja weiß Gott nicht gut. Den Kubanern fehlt es an vielem, aber sie haben Wohnung und zu essen. Klar denken die es wird alles besser. So war es in der ehemaligen DDR auch und was ist heute, in den neuen Bundesländern gibt es 25% Arbeitslose, nur einigen wenigen geht es besser. In kuba wird es nicht anders werden.
Petra
-
und dem besten Gesundheitssystem.

Ich empfehle dir mal hier zu gucken.
obere Reihe, 2. von rechts-
Free healthscare?
Auch das andere ist interessant. Ist natürlich alles Propaganda der US-Kubaner

Aber geh mal selbst in ein Hospital in kuba- nur zum gucken!
Wenig Kriminalität= Richtig.
Wohnungen?
Ich zeige dir gern mal ein paar Hütten
Hier wohnte eine Familie, bis catrina sie zerstörte
http://www.bilder-hochladen.net/files/2s6-ep.jpg -
dann guck Dir mal die Unterkünfte in der Dom. Rep. an, als Hütten kann man das gar nicht bezeichnen, das kommt noch danach. In Kuba gibt es schon Wohnungen, natürlich auch ein paar Hütten.
Ich weiß natürlich auch, dass es in Kuba an Medikamenten an allen Ecken fehlt, aber auch das geht alles noch schlechter.
Aber wenn Du meinst es wird nach Fidel besser, ich glaube nicht daran.Petra