Thrombose-Vorsorge
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Hallole!
Im Moment lese und höre ich immer mehr, dass man nach einem langen Flug eine sogenannte "Flugthrombose" kriegen kann; auch dann, wenn man "eigentlich gesund" ist.
Nun möchten mein Mann und ich vor unserem nächsten Flug "vorbeugen" entweder mit
a) Aspírin-Tabletten
Wenn Aspirin-Tabletten, wie viele, wie hoch dosiert, wie lange vorher,
sollte man diese nehmen
oder
b) vor dem Flug eine Thrombose-Spritze in den Bauch rein.
Wer hat "medizinische Erfahrung" und kann uns hier weiterhelfen?!
DANKE im voraus. -
Als nichtmedikamentöse Methode kann ich Dir empfehlen, Euch sogenannten "Reisestrümpfe" zu kaufen. Das sind solche Anti-Thrombosestrümpfe, nur nicht ganz so eng wie "echte" A.-T. Strümpfe (die ja im übrigen angepasst und auf Maß geschneidert werden). Es gibt sie in diversen Kaufhäusern und Sanitätsgeschäften, kosten so um die 20-30 Euro und haben uns schon recht gute Dienste geleistet ;-))
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@racerin34b
blätter hier im Gesundheitsforum mal durch, es existieren schon viele Beiträge in einem Thread bzgl. Thrombose u. Flug.
Wie lange ist denn der Flug?
Sicherlich gehen die Meinungen bei der Aspirin Prophylaxe auseinander. Teilweise wird es empfohlen, teilsweise auch mit Gegenargumenten belegt. Bei Antithrombosestrümpfen bedarf es einer guten Anpassung sowie auch die richtige Handhabung. Genaues kann man da in Fachgeschäften Dir erklären. Vorweg kann man nur sagen, daß diese recht teuer sind. Bzgl. der Antithrombosespritzen handhaben ich es so, daß ich uns diese vor Langstreckenflügen selbst spritze. Natürlich bedarf das einer vorherigen ärztlichen Abklärung Deiner seits sowie Rezeptpflichtigkeit. Wenn die medizinischen Indikationen soweit ok sind spricht dem nichts entgegen u. finde es eine gute Sache, jedoch kommt es wie gesagt auf die Länge des Fluges an.
LG -
Hi, also mir helfen immer diese Thrombosestrümpfe, ich bekomme manchmal sogar auf den Inlandflügen Probleme.
Was die Aspirin angeht, da gibts verschiedene Sorten... also die, die ich damals genommen habe, waren nicht die "normalen" Aspirin sondern höher dosierte, wenn mich nicht alles täuscht. Grundsätzlich dienen die Dinger zur Blutverdünnung - genau den gleichen Effekt hat aber angeblich auch Rotwein.Wie "lang" fliegt Ihr denn?
Ansonsten kannst Du auch im Flieger ohne jegliche Medikamente dem Einschlafen der Beine vorbeugen, indem Ihr Euch oft bewegt, immer mal den Gang hoch und runter lauft, Übungen mit den Beinen macht und nach Möglichkeit nicht so zusammengekauert auf den Sitzen hockt.
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Hallo!
Wir fliegen am Sonntag nach Punta Cana. Ich habe zwar Kompressions-Strümpfe, jedoch habe ich mir gestern noch ein Rezept für Heparin geholt. Mein Arzt sagte, daß er es sich selbst auch spritzt, wenn er sooo weit fliegt.
Liebe Grüße,
Jessie
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dringend Arzt wechseln

gesund, regelmäßig Sport? Alles roger auch ohne Strumpffetisch und Spritzen.
trinkt viel Wasser, macht regelmäßig leicht kreisende Bewegungen mit den Füßen, steht zwischendurch mal auf.
Das mit dem Rotwein ist ein Märchen, Alkohol tabu im Flieger.
Die Vorsorge ist nur für Risikopatienten, evtl. auch erblich bedingt.
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@ meinungsfreiheit
Wie kann man das Tourismus-Klassen-Syndrom verhindert werden?
Wenn Ihnen eine längere Flugreise bevorsteht, sollten Sie mit Ihem Arzt über die Möglichkeiten einer Thromboseprophylaxe sprechen. Diese könnte aus einer medikamentösen Blutverdünnung bestehen. Eine erhöhte Gefahr besteht schon bei Flüge oder Autofahrten, die 3-4 Stunden dauern.
Allgemein gilt, daß Sie während des Fluges viel trinken sollten, um das Blut flüssig zu halten. Anleitungen für Venengymnatik finden Sie hier, damit fördern Sie durch bestimmte Übungen den venösen Rückstrom aus den Beinen. Stehen Sie oft auf und gehen den Gang entlang. In vielen Fällen kann Ihr Arzt auch eine Heparinspritze verordnen, die die Blutgerinnung vermindert. Auch das tragen von Kompressinonstrümpfen ist unter Umständen empfehlenswert oder sogar unerläßlich.
Qwelle : www.internist-düsseldorf.de/angiologie-duesseldorf/
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Katze
demnach müßte sich jeder Außendienstler, der in Deutschland mit dem Auto unterwegs ist, Heparin spritzen.
Heparin spritze ich nach einer OP, wenn ich länger liegen muß.
Als gesunder sportlicher Mensch mit gesundem Menschenverstand aber nicht vor einer Flugreise

Schönes WE und guten Flug allseits
PS: Nicht Tante Gugelhupf fragen, selber denken

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@meinungsfreiheit
ein Außendienstler sitzt in der Regel nicht 10 Stunden wie bei einer Fernreise.@Jessy
Die Entscheidung bzgl. der Thromboseprophylaxe von Deinem Arzt ist ok. Sollten sich Leute eher Gedanken machen die rauchen, Alkohol trinken usw. Aber die Meinungen gehen nicht nur bei den Laien, sondern auch bei medizinischem Fachpersonal auseinander.Rotwein als Prophylaxe sind in der Tat Märchen.
LG -
Ich fände es gut wenn hier mal ein richtiger Arzt zu diesem Thema
Stellung bezieht, der User Portvendres z.B. wirkt sehr kompetent.Für mein Dafürhalten ist es für einen gesunden Menschen unnötig Medikamente Spritzen oder Strümpfe zu benutzen.
Wasser trinken, alle 2 Std mal für 5 min aufstehen und die Beine ausschütteln sollte in der Regel genügen.
Aber wie gesagt- bei einem gesunden Menschen.
Lg
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@wiener-michel
gute Idee. Warten wir mal auf die Antwort von Jörn. Wir machen es (Prophylaxe), schon immer. Wir sind keine Freunde chemischer Keulen, jedoch gibt es Dinge, wo man einfach vorsichtiger ist u. die bei weitem nicht so bedenklich sind wie manch andere Dinge, zumal so eine Prophylaxe nichts gefährliches ist. Über solche Dinge regen sich viele auf, was aber andere Lebensweisen (Rauchen, Trinken, Süßigkeiten usw.) anstellen, bedenkt keiner. Habe Jörn mal per PN angeschrieben.
LG -
meine Rede

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nicht nur gesund, sondern auch die gesunden Verhaltensregeln sind sehr wichtig. Und gerade in der heutigen Zeit leben viele Leute nicht gerade gesund. Raucher, adipöse Leute sowie Frauen welche die Pille nehmen haben da schon ein höheres Thromboserisiko. Hinzu kommt noch, daß gerade bei solchen Leuten, welche noch nie Probleme hatten, die Gefäßdarstellung nicht bekannt ist. Dies ist erst dann zu sehen, wenn sie sich dementsprechend haben untersuchen lassen (Gefäßdopplung u. Überprüfung).
LG -
ja, das ganze Leben ist gefährlich
(regelmäßiger Knoblauchverzehr soll auch gesund sein und gibt mehr Platz im Flieger) 
Schönes gesundes WE

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@meinungsfreiheit
Danke wünsche ich Dir auch
LG -
wiener-michl wrote:
carsten wismar wrote:
@meinungsfreiheit
ein Außendienstler sitzt in der Regel nicht 10 Stunden wie bei einer Fernreise.@Jessy
Die Entscheidung bzgl. der Thromboseprophylaxe von Deinem Arzt ist ok. Sollten sich Leute eher Gedanken machen die rauchen, Alkohol trinken usw. Aber die Meinungen gehen nicht nur bei den Laien, sondern auch bei medizinischem Fachpersonal auseinander.Rotwein als Prophylaxe sind in der Tat Märchen.
LGIch fände es gut wenn hier mal ein richtiger Arzt zu diesem Thema
Stellung bezieht, der User Portvendres z.B. wirkt sehr kompetent.Für mein Dafürhalten ist es für einen gesunden Menschen unnötig Medikamente Spritzen oder Strümpfe zu benutzen.
Wasser trinken, alle 2 Std mal für 5 min aufstehen und die Beine ausschütteln sollte in der Regel genügen.
Aber wie gesagt- bei einem gesunden Menschen.
Lg
@ michel
www.internist-düsseldorf.de/angiologie-duesseldorf/
ist das ein falscher arzt

und diagnosen sollten doch nicht im net stattfinden , sondern bei einer untersuchung der jeweiligen person bei einem arztgruss
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katze2ooo wrote:
....und diagnosen sollten doch nicht im net stattfinden , sondern bei einer untersuchung der jeweiligen person bei einem arztgruss
Katze, da gebe ich dir vollkommen Recht.
Nur könnten wir dann nicht das Gesundheitsforum dicht machen ?
( Bei Beschwerden fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker )Wir diskutieren ja hier nur pro und contra,
wichtige medizinische Entscheidungen sollte jeder User sowieso nur nach Rücksprache mit seinem Arzt treffen und niemals nach Aussagen in einem Internet-Forum.Lg
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Also:
Ich bin ein Risikopatient, weil ich bin eine Frau, ich rauche, ich nehme die Pille, ich bin leicht übergewichtig und ich treibe keinen Sport.
Aber da inzwischen auch andere Menschen, die wirklich diese Risiken nicht haben, Thrombosen bekommen, ist es für mich schon wichtig, diese Vorsorge zu treffen.
Mein Arzt ist auch kein Risikopatient, und spritzt sich selber.
Außerdem finde ich die Gefahr, eine Thrombose oder sogar Lungenembolie zu kriegen, größer, als an den Nebenwirkungen des Heparin zu sterben.
Dies ist meine persönliche Meinung. Ich kann aber auch nachvollziehen, wenn andere das für sich selber nicht nötig halten.
Liebe Grüße,
Jessie
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Hallo Jessie,
wieviel Prozent? oder soll ich lieber sagen Promillebereich?
also, wenn wir so argumentieren, dann wundert mich unser marodes Krankheitssystem nicht mehr!
PS: man kann sich auch am Betten machen den Zeh brechen
Vorsorge ist ja recht und schön, aber man kann es auch übertreiben 
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Wenn es Dir darum geht, daß ich diese Spritzen von der Kasse bezahlt bekomme, und somit die Gemeinschaft belaste, muß ich Dir sagen, daß dem nicht so ist.
Ich habe die Spritzen nur auf Privatrezept bekommen und mußte sie selber zahlen. Und ich bin halt der Meinung, daß doch jeder für sich selbst entscheiden sollte, welches Risiko er eingehen möchte.
Ich bin bis letztes Jahr immer ohne Vorbeugung geflogen (auch ohne Strümpfe) und hatte die ersten Tage immer so schlimm geschwollene Beine, daß es mir echt inzwischen zu gefährlich geworden ist.
Und wie gesagt, was ist schlimmer: Thrombose oder Heparin?
Liebe Grüße,
Jessica