Havanna auf eigene Faust entdecken
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Nabend zusammen,
wir wollen Anfang Januar für 16 Tage nach Kuba fliegen und da wir wies aussieht eh in Havanna landen werden denken wir darüber nach bei der Gelegenheit direkt 2 Tage dort zu bleiben. Da wir aus kostengründen pauschal buchen werden wollen wir den obligatorischen Transfer ins Hotel nach Varadero nicht in Anspruch nehmen sondern lieber mit dem Taxi in unser Hotel in Havanna fahren. Hat jemand Erfahrungen wie es bei dem Verzicht des Transportes mit dem Reiseveranstalter aussieht? Kann es Probleme im Hotel geben wenn wir 2 Tage später einchecken als geplant? Würden das Hotel und den Reiseleiter natürlich vorab informieren.
Hat jemand Hotelempfehlungen für ein günstiges Hotel nahe der Altstadt von Havanna? Kann ruhig etwas einfaches typisch kubanisches sein
Wir haben schon des öfteren gelesen, dass es die Möglichkeit gibt ein Taxi für einen kompletten Tag in Anspruch zu nehmen und die Rundfahrt mehr oder weniger vom Taxifahrer gestalten zu lassen so, dass wir auch hinter die Kullissen von Havanna blicken können und Plätze sehen die nicht jeder Touri zu sehen bekommt. Was habt ihr damit für Erfahrungen gemacht und vor allem was würde es kosten ein Taxi für einen Tag?
Hat eventuell jemand die Kontaktdaten von einem deutschsprachigen oder gut englisch sprechenden Taxifahrer?Über Tips, Infos und Erfahrungen von euch würde ich mich feuen

LG
Stephan -
Du kannst bei den meisten Pauschalanbietern 2 Tage Havana mit Anschluss in VRA buchen. Das wär die beste Lösung für euch.
Das Deauville ist glaube recht günstig vom Preis her. Liegt direkt am Malecon. War auch schon drin und es past scho sag ich mal. -
Hola Stefan!
Wenn du zwei Tage Havanna buchst, heisst das zwei volle Tage möchtest du Havanna sehen? Dann musst du 3 Nächte buchen. Naschließend Varadero. Das geht problemlos mit allen Transfers, wenn dein Reiseveranstalter so anbietet! Ich schicke dir ne PN mit welchem wir das gebucht hatten.
BF -
@ lordex
ich habe gerade deine Bewertung des Hotels in der Türkei gelesen.
Bezüglich des Essens in Kuba wird es dir noch mehr grausen.
Keine Weintrauben oder Melone. Täglich halbgrüne Orangen mit wenig Saft. Kleine, aber süße Bananen. Salate sowieso ohne Dressing, Essen nicht gewürzt. Tabasco mitnehmen
Dies erwartet Dich im Hotel.Tip: Hotel nur mit Frühstück buchen und in Gaststätten oder an Imbissen essen.
Wird wahrscheinlich auch nicht teurer, da man wg. der Hitze Mittags kaum was ißt.
Deauville ist billig, aber eben auch nur Ü/Fr. buchen.
Taxi Flughafen--Deauville ca. 20,00 CUC, nicht mehr.In Havanna brauchst du kein Taxi. Zu Fuß wirst du schon genug Strassen sehen wo die Kubaner wohnen, kaputte Häuser usw. die stehen direkt neben Einkaufspalästen.
Ruine neben "la epoca" Kaufhaus, 5 Strassen vom Hotel Dobil entfernt. -
Du kannst Havanna wunderbar zu Fuß entdecken, da brauchst Du kein taxi für.
Wir waren damals im Hotel Ambos Mundos - mitten in der Altstadt, Frühstück mit Blick über Havanna.
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Hi lordex,
ich komme quasi direkt wieder aus Kuba (vor 1 Wo)...
wir haben auch Havanna "auf eigene Faust" entdeckt. Da uns die Preise vom Reiseveranstalter etwas zu happig waren, haben wir einfach einen von den zigarrenverkaufenden Strandmenschen angesprochen. Zuerst hatten wir ein ungutes Gefühl, aber wir hatten einen klimatisierten Peugeot, privaten Fahrer und in Havanna einen englisch sprechenden Reiseleiter, bezahlt wurde hinterher, wenn alles i.O. war!
Ich finde Havanna wundervoll, kann leider nicht nachvollziehen, wie man dort 3 Tage verbringen / verschwenden will. Kuba bietet so viele schöne Gegenden, fernab jeder touristischen Aktivität.Ich denke wenn du von vorn herein 2-3 Tage einplanst bist du hinterher etwas enttäuscht!
LG Robert.
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Hallo Sonnenanbeter,
was sind das für zigarrenverkaufende Strandmenschen? Sind das autorisiert Verkäufer?
Was war das für ein privater Fahrer? Welche Farbe hatte das Kennzeichen des Autos?
Leider ist Kuba immer noch kommunistisch – und da gibt es nix groß an privatem Eigentum und an Selbstständigkeit. Ich vermute mal, die Zigarrenverkäufer sind illegale Händler. Und die Privatfahrt war auch illegal, weil so etwas auf Kuba verboten ist. Den Zigarrenverkäufer zieht man hoch und bestraft ihn, wenn er nicht genug Schmiergeld in der Hosentasche hat. Dem Autofahrer droht die Wegnahme seines Autos, wenn er erwischt wird, dass er Ausländer privat chauffiert. Dann darf auch der liebe Tourist aussteigen und zusehen, wie er wieder ins Hotel kommt – das geht dann natürlich mit einem teuren Taxi.
Es ist manchmal also nicht hilfreich, solche Tipps für Unerfahrene hier zu nennen.
Aber vielleicht war ja auch alles legal.
Liebe Grüße
Dylan
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Wenn man schon mal dieses niedliche "Städtchen" zu Fuß erkundet, sollte man sich bei einem Drink von den Strapazen erholen. Ein Besuch des Stammlokals „Bar Floridita“ von Ernest Hemingway und der Genuss seines Lieblingsdrinks „Daiquiri“ ist deshalb ein Muss. Daraus wird nichts. Eine lange Touristenschlange vor dem Lokal, machen solche Wünsche brutal zu nichte. Dasselbe Bild vor einem weiteren Stammlokal „Bodeguita del Medio“ von Papa Hemingway, in dem er den ebenfalls berühmten „Mojito“ hinter die Binde goss. Was jetzt, für permanent durstige Berner wie meine Frau und mich? Genießen wir halt den „Mojito“ und den „Daiquiri“ in unserer Herberge. Sorry Ernest! Wir stoßen gleichwohl auf dein Wohl an!

PS
Ich hoffe, diese zwei „Spunten“ existieren noch, liegt doch unser letzter Trip schon einige Zeit zurück! -
Diese 2 Spunten existieren und noch und werden aufgrund ihres Rufes auch weiterleben, auch wenn alles in Scherben fällt. Ich denke, es gibt aber auch andere nette Ecken zu weitaus niedrigeren Preisen und geschmacklich weitaus besseren Mojitos.
La Habana sollte man schon gesehen haben !!!
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Ja, wenn die Kubaner nicht zu faul wären Minze anzupflanzen/ zu suchen.
Wachsen würde sie ja allein.
Aber da es nur Angestellte sind und keine selbstständigen Unternehmer, geben sie sich keine Mühe.
Wozu auch?Lächeln, no hay, aber der Touri bezahlt sowieso. Dann eben nur einen Ron Collins oder Cuba libre für 6 Pesos CUC. 1 Flasche Havanna Club tres años kostet unter 5 CUC. Also bringt er die Flasche von zu Hause mit und hat xxx Reingewinn. Für die Familie.
In Santiago gibts Orte, da gibts den Mojito oder anderen Cocktail für 5 Pesos MN.
Cubanito = Rum mit Orangensaft + Spritzer Tabasco 5 Pesos, Bar neben dem Marilyn-Cafe.
(Tip für Dylan) Aber einen cubi mitnehmen, sind alles chulos dort.
+++
Ich glaube die Bodeguita war es wo der Inhaber nach der Machtübernahme und Enteignung als Barman weiter arbeiten "durfte" da er die Cocktails so gut machte. -
Hallo,
ich war leider erst einmal in Havanna, einmal eine und 10 Tage später zwei Nächte (Nobelunterkünfte
). Aber ich wäre auch noch eine Woche da RUMgerannt und hätte den alten Männern bei ihrem Son zugehört...
http://www.youtube.com/watch?v=PRDd7pp7Wjo&feature=related
Viel Spaß -
Si -- ein wenig verflogen Habe mich aber auch vertan - fühlte mich an Trinidad erinnert.
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Wenn du pauschal gebucht hast und ein obligatorischer Transfer vom Flughafen zum Hotel in Varadero incl. ist, kann ich mir fast nicht vorstellen, dass ihr in Havanna und nicht in Varadero landet. Kann mich natürlich auch irren. Im Rahmen einer Rundreise war ich 2 x in Havanna. Wir hatten genügend Zeit, auf eigene Faust die Stadt zu erkunden. Man kann fast alles zu Fuß machen. Bei den beiden "Spelunken" kann ich meinen Vorrednern nur Recht geben: total überlaufen, man steht Schlange. Man hat es mal gesehen, aber aufhalten muss man sich dort nicht unbedingt. Anders beim Ambos Mundos. Von der Dachterrasse hat man einen wunderbaren Blick auf die Altstadt und kann das bei einem Mojito genießen. Vielleicht hatten wir nur Glück, aber wir waren 2 x dort, haben immer sofort einen Platz bekommen, ohne Schlange stehen zu müssen.
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Und dann gibt es noch “Touris” wie meine Frau und mich, die vor Jahren etwas unkonventionell nach Havanna geflogen sind und nach einer Rundreise in Varadero logierten.
Also das war so:
Wir fahren mit der Bahn zum EuroAirport Basel/Mulhouse. Der Abflug ist für 10 00 Uhr vorgesehen. Auf der Abflugtafel die nüchterne Information “Delay!” Permanente Lautsprecherdurchsagen informieren: Es sei mit ungefähr 8 Stunden Verspätung zu rechnen. Die Maschine befinde sich noch unterwegs, respektive sei vor kurzer Zeit in Havanna gestartet. Und dann die frohe Information: Alle Fluggäste sind auf Kosten der Fluggesellschaft auf eine Carrundreise durch das Baselbiet inklusive Mittagessen unterwegs eingeladen. Nun, das Baselbiet ist nicht das tropische Kuba, aber was soll’s!Und dann ist es soweit. 18 00 Uhr werden wir mit Bussen zu der wartenden russischen Iljuschin gekarrt. Dieser Flieger ist ein Hit. Die mehr oder weniger defekten und etwas verlotterten Sitze sind das eine, die “Fangis” spielenden Kinder, die auch die Korridore und das Cockpit mit der offenen Tür nicht verschonen, das andere. Und die nicht mehr ganz taufrischen Flugbegleiterinnen einsame Spitze. Auf meine schüchterne Frage: „Warum sich der Abflug um rund 8 Stunden verzögerte?“, schwafelt ein Sky Girl etwas von Gewittern in Kuba. „Um diese Jahreszeit gibt es doch keine Gewitter in Kuba!“ antworte ich etwas verwirrt. Ich hätte besser geschwiegen. Vielleicht habe ich die nun folgenden auf spanisch vorgetragenen treuherzigen Erklärungen betreffend blockierten Leitungen und einem Ölleitungsbruch nur falsch verstanden. So oder so, ich verzichte in meinem Interesse auf weitere Fragen und genieße die permanent angebotenen “Cuba Libres” mit viel Rum und wenig Cola! Nach einigen Gläsern präsentieren sich auch die unattraktivsten Girls in ihren alles andere als adretten Uniformen plötzlich als Topmodels und Traum jedes männlichen Wesens! Auch den grimmig in die Welt, respektive in die Kabine blickenden russischen Funktionäre auf den vordersten Plätzen geht es nicht anders. Obwohl sie anstelle von Rum, Wodka aus großen (sehr großen!!) Trinkgläsern in ihre durstigen Kehlen gießen!
Trotz Ölleitungsbruch & Co, landen wir wohlbehalten auf dem Airport von Havanna. Eine Woche später, nach einer eindrücklichen Rundreise, dank besten Beziehungen unserer Reiseleiterin Irene zu Schulen, Tabakbauern & Tabakunternehmen und nicht zuletzt zu Politikern vor Ort, beziehen wir unser Zimmer in einer von einem reichen Ami konfiszierten Villa direkt am Strand von Varadero. Nebst den konfiszierten Villen existierten damals drei Hotels! Bereits ab dem zweiten Tag erkunden wir die nähere und weitere Umgebung auf eigene Faust mit einem Miet-Pkw. Ein Trip führt uns in die Kleinstadt "Matanzas". Mitten in der Stadt der Bahnhof. Als Zugfan interessiert mich selbstverständlich der Express, der Havanna mit Santiago de Cuba verbindet. Auf dem Perron dichtes Gedränge mit vollbepackten wartenden Passagieren. Meine Frage nach der Ankunft des Zuges beantwortet ein Einheimischer mit: “In den nächsten Minuten“. Wir warten -- 15 Minuten -- 30 Minuten -- 60 Minuten -- weit und breit kein Zug. Wir verlassen den Bahnhof und setzen unseren Trip fort. Etwa zwei Stunden später auf der Rückfahrt, nochmals Stopp am Bahnhof. Auf dem Perron hat sich nichts geändert. Lediglich meine Frage nach der Ankunft des Zuges wird jetzt etwas präziser beantwortet: “In den nächsten Minuten oder "manana" (morgen)”, das wichtigste Wort in Lateinamerika!

Sollte einer der Kuba-Profis in diesem Forum diese Bahnfahrt durchgeführt und das Ziel noch im gleichen Jahr bei guter Gesundheit erreicht haben, bin ich an einem Feedback interessiert. Sorry, mein Posting ist etwas lang geworden, aber ich musste das mal los werden.
Pesche -
Netter Bericht, aber gefühlte 50 Jahre her............
Gruß - Bahnradler

. So gut kennt man sich nach drei Tagen eben nicht aus. Es ging mir doch nur um die Musik...