Hallo Ihrs, 
schön, dass hier noch ein paar Reaktionen kamen.
@soedergren, 
die Frage, ob wir vor Gericht durchgekommen wären, ist etwas umstritten. Es gibt da sehr unterschiedliche Urteile. Ein 5-Sterne-Hotel in Italien wurde z.B. gerichtlich dazu gezwungen, Hotelzimmer für 0,99 € pro Nacht an Internetkunden zu vergeben, weil es im Internet so angeboten war. Und das ist tatsächlich ganz offensichtlich nicht kostendeckend.
In anderen Fällen sind Kläger nicht durchgekommen, weil das Angebot mit einem Irrtum begründet wurde. Hier ist es entscheidend, ob tatsächlich ein Computerfehler vorlag oder nicht.
Im ersten Fall hatte das Hotel einen Lehrling damit beauftragt, die Internetseite zu aktualisieren.
Aber das spielt hier auch gar keine Rolle, wir wollten uns ohnehin einigen. Ansonsten hätten wir jedes Gericht der Welt auf unserer Seite gehabt, wenn wir von der eigentlich für uns bereits verbindlichen Buchung zurückgetreten wären.
Meine Nachbarin hatte übrigens auch ein Schnäppchen im Internet gebucht. Eine Woche Gran Canaria mit Flug und Übernachtung (ohne Verpflegung) in einer 3-Sterne-Anlage für 98,00 € pro Person. Dieser Preis deckt nicht einmal die Kosten des Fluges ab, trotzdem hat sie problemlos die Reise zu den Bedingungen angetreten.
@Lexilexi, 
ja, Du hast mich schon richtig verstanden, wir waren mit der Reise zufrieden. Aber es hatte schon einige Telefonate gekostet, um dieses Vergleichsangebot auszuhandeln. Zuerst wollte man uns ein anderes Hotel anbieten, da habe ich aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ich bei Holydaycheck schreibe. Die wussten, dass sie sich keinen Gefallen tun, wenn sie uns in einer ******** unterbringen.
Das Ehepaar, das wir im Hotel getroffen haben, hat am Ende über das Doppelte des ursprünglichen Angebotspreises bezahlt, und das wäre mir bei 4 erwachsenen Mitreisenden eindeutig zu teuer geworden.
Ich meine, es hängt ja auch immer von den jeweiligen Leuten ab, wie der Vergleich am Ende aussieht, und ich bin überzeugt davon, dass für den einen oder anderen am Ende doch die ******** herausgekommen wäre.
@hubkatfrie und AntoniaW, 
diese Form von Geschäftsgebaren gibt es in anderen Branchen schon. Ein Bekannter hatte sich ein Auto im Internet ausgesucht. Es war ein toller Gebrauchtwagen zu einem überaus günstigen Preis. Der arme Kerl ist extra deswegen aus Thüringen nach Südbayern gefahren, und da hing in der Frontscheibe des "Traumwagens" ein hübsches Schildchen mit der Aufschrift "Verkauft". Da er aber schon so weit gefahren war, hat er sich dort umgeschaut und ein anderes Auto gekauft. Der war zwar in Bezug auf Ausstattung und Technik mit seinem Wunschauto vergleichbar, aber bei weitem nicht so günstig. Ein vergleichbares Auto hätte er in seinem näheren Umfeld zu den Conditionen auch finden können.
Doch damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende. Das Auto verschwand dann erst einmal als Angebot im Internet, aber Wochen später tauchte es dort wieder auf. Wieder zu dem Preis, der meinen Bekannten bereits angelockt hatte.
Natürlich wird der Händler nie wieder ein Geschäft mit meinem Bekannten machen, aber in der Zwischenzeit brauchen eben andere Leute ein neues Auto. Ich glaube, wenn man bundesweit so agiert, dann funktioniert das auch eine Weile.
Naja, inzwischen bin ich in meinem Fall fast geneigt, doch wieder an den Computerfehler zu glauben, denn hier scheint es bisher niemanden zu geben, der auch eine solche Erfahrung gemacht hat.
Aber trotzdem noch mal danke für Eure Rückmeldungen.
LG
Antje