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  • MALLORCA INSIDE
    BernatB Bernat

    Unqualifizierte Touristikmanager (2)

    ... oder "Wie manche zu ihrem Titel kamen"

    In dem ersten Beitrag mit diesem Titel hatte ich erwähnt dass die erste Generation der Touristikmanager der Insel grossteils total unqualifiziert war, dass Ende der 60-er Jahre der Titel “Techniker in Tourimus” eingeführt wurde und dass alle damals schon in Führungspositionen tätigen Manager den Titel als“Touristikdirektor” entweder direkt bekamen oder diesen mittels Lehrgängen/Schulungen mit Endprüfung erlangen mussten. Ich gehörte zu dieser letzten Gruppe.

    9 Monate die ‘Schulbank drücken’ - selbst ein paar Stunden nachmittags/abends - war damals für die meisten der Betroffenen ein Problem. Man arbeitete rund um die Uhr, hatte wahrscheinlich auch eine Familie, und viele waren ausserdem noch oft auf Reisen (in jenen Jahren war ich Marketing- und Verkaufsdirektor von IBEROTEL und machte im Schnitt 100/120 Flüge/Jahr). Also musste man sich etwas einfallen lassen um mit dem geringsten Aufwand die Prüfung zu bestehen um den Titel zu erlangen.

    Schnell wurde ein Treffen einiger Beteiligten einberufen um zu beraten wie man vorgehen sollte/konnte. Alle hatten Ideen, so gut wie alle wurden schnell verworfen. Bestechen konnte man niemanden (wen, und wie?), in der Prüfung selbst hatte man keine Möglichkeiten denn die Prüfungsthemen wurden mittels numerierten Kugeln unmittelbar vor der Prüfung aus einem Säckchen gezogen, die Papierbögen auf denen die Prüfung stattfand waren numeriert und hatten bei jeder Prüfung eine andere Farbe, auf den Tischen durfte nur das offizielle Prüfungsprogramm mit der Auflistung der Prüfungsthemen liegen…….

    Prüfungsprogramm? Hier müsste doch etwas zu machen sein? Man ernannte eine Arbeitsgruppe um diese Möglichkeiten näher zu studieren. Und diese Arbeitsgruppe kam zu folgendem Vorschlag:

    • Man musste jemanden finden der in Stichwortformat die Antworten aller zu behandelten Themen ausarbeiten konnte
    • Man musste sich mit der Druckerei die das offizielle Prüfungsprogramm druckt in Verbingung setzen (in Madrid) um sie zu überreden – natürlich zahlenderweise - diese Antworten auf alle möglichen Prüfungsthemen im Format des offiziellen Prüfungsprogramms zu drucken

    … und so musste man während der Prüfung nur aus dem ‘gefälschten’ Prüfungsprogramm abschreiben.

    ‘Unterwegs’gab es noch ein paar technische Detaills zu lösen. Die Aufzeichnungen für alle Prüfungsthemen passten nicht alle in das Format des offiziellen Prüfungsprogramm (das ware sonst fast zum Buch geworden), also mussten verschiedene ‘Programmhefte’ – der jeweilige Inhalt nach Themen aufgeteilt – gedruckt werden. Und da das ganze ja raffiniert und ‘nur vom Feinsten’ sein sollte, mussten die Aufzeichnungen so gedruckt werden (von der Optik her, mit Paragrapheneinteilung, Seitennummern, etc. ) dass man auch beim hinschauen nicht bemerken konnte dass diese “Spieckhefte” gar nicht das offizielle Prüfungsprogramm waren.

    Alle an dieser ‘Nacht- und Nebelaktion’ Beteiligten haben die Prüfung natürlich bestanden und kamen so zu dem notwendigen Titel als “Touristikdirektor”. Über das Geld was uns diese Aktion damals gekostet hat – ausarbeiten derPrüfungsthemen, Druckerei, Reisen anch Madrid, etc., etc. – sprechen wir nicht.Es war uns die Sache wert.

    Nicht alle haben diesen Titel dann auch in der Praxis tatsächlich gebraucht. In den ersten Jahren wurde viel mit diesen Titeln gehandelt (viele Hoteldirektoren kamen nie zu diesem Titel, waren somit ‘offiziell’ nur Subdirektor der Hotels während der offizielle Direktor – der in der Praxis nie anwesend war – jemand war der diesen Titel hatte).

    Ein schönes Zertifikat bekamen wir natürlich auch. Und wenn ich mir jetzt die Ehrentafel der Teilnehmer an den Schulungen und der letztmöglichen Prüfung des‘Schuljahrs’ 77/78 ansehe (nur ein Teil war an der beschriebenen Aktion beteiligt) sehe ich die Bilder vom “Who is who” der ersten Generation Touristiker der Insel (z. Bs. späterer Direktor der Hotels Palas Atenea, Bonanza Playa und Son Vida, späterer Generaldirektor der HOTELES GLOBALIA Hotelkette, Balearenchef von ULTRAMAR EXPRESS (heute TUi Spanien), Eigentümer und Geschäftsführer von VIAJES COSMELLI, späterer Generaldirektor von CENTAURO RENT-A-CAR, und … und … und… ).

    Bildlich sah das ganze so aus:

    • Offizielles Prüfungsprogramm

    • Sammlung der ‘falschen Prüfungsprogramme” (Spieckhefte)

    • ‘falsche Prüfungsprogramme’ (hier sieht man die unterschiedliche Dicke)

    • 1. Seite des "Spieckheftes"

    • 2. Seite des Spieckheftes

    • 3. Seite des Spieckheftes

    • Diplom (ohne Name)

    • Ehrentafel der Prüfungsteilnehmer


    (Alle Seiten der Spieckhefte sahen optisch gleich aus, mit gleichen Seitennummern, gleichen Paragraphen … aber wenn man genauer hinschaut und liest, sieht man dass der Text ein ganz anderer ist. Die Seitenummern stimmten mit denen des zu behandelnten Themas im offiziellen Prüfungsungsheft überein).

    Ich habe irgendwo einmal gelesen dass es ein Museum der besten ‘Spickzettel- und Hefte’ geben soll. Diese Aktion hätte dort bestimmt einen Ehrenplatz verdient.

    Mallorca Inside- Bernats Kolumne

  • Streik der Überlandbusse der TIB
    BernatB Bernat

    Momentan verhandeln die Gewerkschaften und die Arbeitgeber den neuen Tarifvertrag der TIB. Noch ist man zu keiner Einigung gekommen. Die Gewerkschaften drohen mit 20 Tagen Streik der - sollte man zu keiner Einigung kommen - wie folgt stattfinden soll:

    Streik zwischen 06.30 Uhr und 09.30 Uhr und zwischen 15.00 Uhr und 17.00 Uhr am 16.,18,, 23., 24. und 26. Februar, und am 4., 6., 9., 12., 17., 19., 20., 23., 25. und 27. März. In der ersten Aprilwoche will man ganze Tage streiken die aber noch nicht festgelegt sind.

    Mallorca

  • MALLORCA INSIDE
    BernatB Bernat

    "Liebesschlösser" in Palma

    Der Brauch von Verliebten Vorhängeschlösser an Brücken anzubringen und die Schlüssel in den Fluss zu werfen um symbolisch ihre ewige Liebe zu besiegeln hat nun auch in Palma angefangen. Obwohl der Ursprung dieses Brauchs unklar ist geht man in Europa davon aus dass er möglicherweise in Italien angefangen hat (ich wage das zu bezweifeln seitdem ich hunderte tausende Vorhängeschlösser in China am Geländer der Stufen zur Spitze des heiligen Bergs Hua Shan in der Nähe von Xian hängen gesehen habe).

    In Palma hat man vor ein paar Jahren angefangen Vorhängeschlösser an das Geländer der Brücke über den "Torrent de Sa Riera" (am Ende der Jaime II, Ecke Paseo Mallorca) anzubringen. Die Stadt fand das nach einiger Zeit wohl nicht lustig (so ähnlich scheint es wohl in anderen Städten Europas gelaufen zu sein) und entfernte alle Vorhängesschlösser wieder. Eine Tag später hingen schon wieder einige da, aber dieses Mal auf der anderen Seite der Brücke. Dort vermehren sich die Schlösser langsam, man weiss nicht ob ein zweites Entfernen seitens der Gemeinde vorgesehen ist oder nicht.

    Ich persönlich finde diesen Brauch nicht nur lustig, sondern würde ihn - wenn ich an der Behörden ihrer Stelle wäre - sogar fördern und ihn bewusst und geziehlt zu einer zusätzlichen Touristenattraktion ausbauen, vor allem nachdem Palma seit relativ kurzer Zeit und nach einer dementsprechenden Ausschreibung mit dem gewinnenden Slogan "Passion for Palma" wirbt (wobei das "m" von Palma in einer Herzform dargestellt wird). Schnell würde ich das auch als "Passion in Palma" anwenden um Palma als Stadt besonders geeigent für Hochzeitsreisen anzubieten und zu bewerben. Das wäre fast wie zum Ursprung zurückzukehrren, denn vor ungefähhr 50 Jahren war es auf dem Festland Brauch Palma als Ziel der Hochzeitsreise zu wählen.

    Liebesschlösser 1

    Liebesschlösser 2

    Mallorca Inside- Bernats Kolumne

  • Diebstähle Palma Tiefgarage Kathedrale
    BernatB Bernat

    Das ist natürlich ausserordentlich bedauerlich. Wobei ich zu Eurer Warnung noch dazu fügen will, dass man IMMER vorsichtig sein soll, ob in der Tiefgerage oder einem anderen Parkplatz, ob mit Mietwagen der Marke Ford oder anderen.

    Tatsache ist leider dass die Diebe - egal ob in Mallorca oder anderswo - besser bescheid wissen als die Wagenhersteller oder die Polizei. Vor vielen Jahren war es bekannt dass bei einer sehr bekannten Automarke mit bei einem kurzen, harten Schlag mit einem Gummihammer gegen die rechte, hintere Felge die Zentralverriegelung aufsprang.

    Deshalb das Allerbeste: nie etwas wertvolles im Wagen lassen, weder im Inneren noch im Kofferraum (viele sind sogar so unvorsichtig und nehmen - sichtbar - Handtaschen und andere Wertsachen aus dem Wageninneren und verstauen sie im Kofferraum. Auch daraf spezielizieren sich organisierte Diebe.

    Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.

    P.S.: Danke für den Ton Eures Beitrags. Andere hätten möglicherweise dieses Forum benutzt um gewaltig Luft abzulasen und gegen alles gewettert was 'sich bewegt' (Autovermieter, Parkhaus, Polizei, Sicherheit auf Mallorca, etc., etc.).

    Mallorca

  • Die neusten Hotels auf Mallorca
    BernatB Bernat

    Das HM BALANGUERA liegt aber mitten in der Stadt, nicht an der Playa de Palma.

    Mallorca

  • MALLORCA INSIDE
    BernatB Bernat

    Die Leuchttürme von Mallorca

    Auf Mallorca gibt es früher insgesamt 20 Leuchttürme von denen heutzutage noch  14 voll funktionieren und in Betrieb sind, davon 2 auf der Insel Caberera und 2 auf der Insel Dragonera. 4 von den ursprünglichen 20 Leuchttürmen sind seit Jahren ausser Betrieb werden aber noch erhalten, von denen 2 - Stein um Stein - abgebaut und an anderer Stelle wieder aufgebaut wurden.

    Vom Hafen Palma ausgehend und im Uhrzeigersinn rund um die Insel sind folgende 14 Leuchtürme noch in Betrieb:

    • Hafen Palma (Porto Pi)

    • Cala Figuera (westliches Ende der Bucht von Palma)

    • La Mola (Puerto Andratx)

    • Cap Gros / Muleta (südliches Eck Einfahrt Puerto Sóller)

    • Sa Creu (nördliches Eck Einfahrt Puerto Sóller)

    • Formentor

    • Aucanada (östlich von Puerto Alcudia)

    • Capdepera (Cala Rajada)

    • Punta de Ses Crestes (Porto Colom)

    • Torre den Beu (Cala Figuera)

    • Cap Salines (Südostspitze Mallorcas)

    • Cap Blanc (zwischen Arenal und Cala Pi)

    • Far de n'Ensiola (Cabrera)

    • Far de Na Foradada (Cabrera)

    • Far de Tramuntana (Dragonera)

    • Far de Llebeig (Dragonera)

    Die Leuchttürme die nicht mehr funktionieren sind Far de Sa Riba (Hafen von Palma), Far de Punta Avançada (früher in Formentor, jetzt im Marinestützpunkt in Puerto Pollensa), Far Vell (der alte Leuchtturm des nördlichen Ecks der Hafeneinfahrt von Puerto Soller) und der Far de Na Pópia (Dragonera).

    Alle Leuchttürme wurden früher von Leuchtürmwärtern instandgehalten deren Aufgaben und Arbeit im Jahr 1851 mittels eines "Leuchtturmplans" geregelt wurden. In 1992 wurde dieser Plan für ungültig erklärt und alle Leuchtürme wurden automatisiert und sind seitdem unbemannt.

    Leuchttürme sind trotz aller elektronischen Navigationshilfen auch heute noch eine unentbehrliche Hilfe sowohl für die Berufs- als auch für die Sportschiffahrt. Je nach Wetter und Sichtverhältnissen wäre man ohne diese Leuchttürme 'aufgeschmissen'.

    Man ist momentan dabei alle spanischen Leuchttürme genauer unter die Lupe zu nehmen um zu sehen welche davon sich eignen als "Hotel/Unterkunft" an Touristen vermietet zu werden (vielen haben grössere Wohnmöglichkeiten bzw. Räumlichkeiten die sich zum Umbau für geeignete und originelle Unterkunft eignen würden).

    Im Leuchtturm von Porto Pi (Palma) es ein Leuchtturmmuseum untergebracht das man montags, mittwochs und freitags zwischen 10.00 Uhr und 13.30 Uhr besuchen kann. Während diesen Zeiten organisiert die mallorquinische Hafenbehörde Führungen. Man muss sich allerdings vorher entweder per Mail oder per Telefon anmelden (Telefon: 971 402175, E-Mail: fardeportopi@portsdebalears.com).

    Mallorca Inside- Bernats Kolumne

  • Es schneit !
    BernatB Bernat

    In der Stadt gibt es auch keine Probleme.

    Im Gebirge sind die meisten Strassen für den KFZ-Verkehr gesperrt. Auf dem Puig Mayor liegen 2 M Schnee, etwas tiefer noch knapp 1 M. Die Militärs auf dem Puig Mayor (ca. 50) sind vom Rest der Zivilisation isoliert.

    Heute war bisher strahlender Sonnenschein bei etwa 8 Grad aber die nächste Kalt- und Schneefront ist schon in Sicht und wird heute Nacht erwartet.

    Gestern mussten 6 Deutsche Bergwanderer von La Calobra vom Rettungshubschrauber der Guardia Civil ausgeflogen werden weil sie nicht mehr alleine rauskamen. Es war eine riskante Operation denn es lag eine dichte Nebeldecke und der Hubsschrauber konnte nur im Tiefstfliug über das Wasser vom Meer her in dei Schlucht einfliegen.

    Mallorca

  • MALLORCA INSIDE
    BernatB Bernat

    Grosswildjagd

    Die wenigsten Touristen wissen dass man auf Mallorca Grosswild jagen kann. Unter Grosswild versteht man hier den einheimischen, reinrassigen "Boc", den mallorquinischen Bergziegenbock.

    Mallorqinischer Bergziegenbock

    Diese Ziegenart stammt ursprúnglich von den westasiartischen Bezoarziegen ab und wurde vor ca. 5.000 Jahren in Mallorca eingeführt. Seitdem hat sich diese Ziege komplett an das mallorquinische Ökosystem und das natürliche Umfeld angepasst und eine eigene genetische Identität erworben. Diese Rasse unterscheidet sich vollkommen von allen anderen Arten von sowohl wilden als auch hausgehaltenen Ziegenarten. Sie hat den endemischen Charakter der Insel erworben und ist somit von grossem biologischen Wert.

    In den letzten Jahrhunderten hat sich diese mallorquinische Ziegenrasse mit Hausziegen gemischt was zur Folge hat dass sich diese 'unreine' Ziegen unkontrolliert fortplanzen und somit nicht nur der mallorquinischen Flora und Fauna grossen Schaden antun sondern auch das fortpflanzen der reinrassigen mallorquinischen Rasse gefährten. Aus diesem Grund hat die Umweltbehörde des Inselrats vor einigen Jahren beschlossen selektiv ca. 30.000 'unreine' Ziegen zu erlegen. Pro Jahr werden ungefähr 8.000 davon geschossen so dass sich heutzutage die Überbevölkerung der unreinen Rasse auf 'nur' 14.000 Exemplare beschränkt. Das jagen dieser 'gemischten' Ziegen findet teilweise gesetzeswiedrig - und entgeltlich - auf Fincas auf denen nur für Kleinwildjagd zugelassen ist.

    Die reine, mallorquinischen Bergziegenböcke dürfen nur in den 4 genehmigten Grosswildjagdrevieren und unter strengster Kontrolle der zustänidgen Behörden gejagt werden. Je nach Grösse und Gegebenheit der 'Trophäen' (Hörner) werden bis zu 10.000 Euro für das erlegen eines reinrassigen mallorquinischen "Bocs" bezahlt. Der mallorquinisiche Bergziegenbock steht auf der Liste der begehrtesten "Trophäen" des INTERNATIONAL SAFARI CLUB.

    Die 4 angesprochenen Grosswildjagdreviere sind die Fincas "Es Teix" (Sóller, siehe vorherigen Beitrag) , "La Victoria" (Alcudia), "Formentor" und "Cala Murta" (Formentor). Je nach Anteil der reinrassigen bzw. 'gemischten' Ziegen im Bestand der Bergziegen auf diesen Fincas werden diese in Grosswildjagdreviere der Kategorie 1 (Bestand an reinrassigen Tieren von über 90% ) oder Kategorie 2 (Bestand an reinrassigen Tieren zwischen 70% und 90%) eingestuft. Jedes erlegen eines reinrassichen Ziegenbocks wird von der Jagdgeneraldirektion des Inselrats bestätigt und anerkannt. Wenn während der Jagd auf reinrassische Böcke 'gemischte' Ziegen ins Visier kommen dürfen diese (kostenlos) erlegt werden.

    Die Jagd auf wilde, reinrassische mallorquinische Bergziegenböcke hat sich erst in den letzten Jahren zu einem interessanten und lukrativen Geschäft entwickelt. Eine neue, andere Art von Tourismus die nicht an die Sommersaison gebunden ist.

    Mallorca Inside- Bernats Kolumne

  • MALLORCA INSIDE
    BernatB Bernat

    Wanderwege im Tramuntanagebirge

    Am 27. Juni 2011 erklärte die UNESCO die Serra de Tramuntana zum Welterbe. Die Popularität und Beliebtheit dieses Gebirges wächst seit vielen Jahren ständig, vor allem auch unter den Wanderern. Die ersten organisierten Bergwanderungen wurden anfangs der 70-er Jahre letzten Jahrhunderts von der Alpinschule Innsbruck (unter der Leitung des Eigners Hannes Gasser) angeboten. Daran war ich damals massgeblich beteiligt.

    Das Angebot an Wanderwegen- und Routen der Serra ist einmalig. Die Landschaft, die Ausblicke und die Streckenführung der Routen ist (fast) unbegrenzt. Die
    bekannteste Route über die die Landesregierung der Balearen einen speziellen Wanderführer veröffentlicht hat ist die Route GR 221 (auch "Trockenmauerroute" genannt), die von Puerto Andratx bis nach Pollensa - ca. 135 Km - führt.

    Das ganze hat aber einen 'kleinen' Haken: 92% der Serra de Tramuntana ist in privatem Besitz, 10% der Trockenmauerroute führt durch Privatfincas (wie auch viele, andere Bergwanderrouten die in unzähligen Reise - und Wandereführern beschrieben sind. Auf Mallorca gibt es Fincas im öffentlichen Besitz deren Zu- bzw. Durchgang erlaubt ist, es gibt Fincas im Privatbesitz durch die jedoch Wege führen die historischen, öffentlichen Zugang bzw. Wegerecht haben (aber nur die Wege, nicht der Rest der Fincas) und es gibt Fincas die sich im Privatbesitz befinden ohne jegliches Wege- oder Durchgangsrecht. Kaum jemand weiss welche Rechte Wanderer beim Durchgang der Fincas haben und welche nicht, in den meisten Führern sind diese schlecht, gar nicht oder sogar falsch beschrieben.

    Ein sehr gutes Beispiel ist die Finca "Es Teix". Diese Finca ist die grösste Privatfinca der Balearen (ca. 32 Millionen m2), die vom dritthöchsten Berg der Insel des gleichen Namens gekrönt wird. Ich habe das Privileg lebenslangen Zugang zu dieser Finca zu haben. Der Gipfel vom "Teix" ist eines der beliebtsten Bergwanderziele der Insel (normalerweise kommen die Wanderer von Valldemossa hochgewandert). Auf dieser Finca besteht kein Weg- bzw. Durchgangsrecht irgendeiner Art. Alle auch nur schwerst zugängigen Stellen der Finca zind ummauert, eingezäunt und als Privatbesitz und Grosswildjagdgebiet - mallorquinische Bergziegenböcke - ausgeschildert. Dort wird mit grosskalibrigen Gewehren scharf geschossen, der unkontrollierte Zugang ist nicht nur verboten sondern extrem gefährlich.

    Und trotzdem ist "Es Teix" vor allem an Wochenenden eine 'Autobahn'. Duzende Wanderer klettern über die Mauern und Zäune, schneiden die Gitter auf, hinterlassen Flaschen und anderen Abfall aller Art, machen Lagerfeuer zum grillen, manche bringen sogar grosse Hunde mit die die Bergziegen verjagen und andere, kleinere Tierarten wie Kaninchen, Faisane, Rebhühner, Wachteln, etc. etc. angreifen. Mountainbikefahrer klettern über alle Hinternisse (auf den Wegen gibt es einige, verschlossen Zauntore), die elektrischen Zäune die die Weiden von Stieren, Kühen und Schafen eingrenzen werden ständig durchgeschnitten. Das betrifft nicht nur einheimische Wanderer sondern auch unzählige Touristen. Das geht sogar so weit dass auf vielen Websites für Bergwanderer - darunter einige deutsche - Tipps gegeben werden nicht nur wie man durch Privatfincas laufen kann/soll, sondern die  Foren haben in denen Nutzer dieser Websites aktuelle Nachrichen und Komentare hinterlasssn wie es auf den verschiedenen Fincas aussieht ("Besitzer bzw. Personal kontrolliert Wanderer", "Vorsicht, dort läuft ein bissiger Hund frei herum, "kann man momentan problemlos durch Finca xxxx laufen ohne 'belästigt' zu werden", etc., etc. Wenn man Wanderer höflich darauf aufmerksam macht dass sie unbefugterweise durch einen Privatbesitz laufen wird man 'blöd angemacht', oder sogar beleidigt, Ausländer zeigten auf die Seite in einem Bergwanderführer in dem die begangene oder befahrene Route im Detaill beschrieben steht und meinen lapidar "Wenn das hier so beschrieben steht muss es doch genehmigt sein"hier durchzulaufen- bzw. zu fahren".

    Die Probleme zwischen Wanderern oder Mountainbikefahrer und den Fincabesitzern werden immer grösser, eine gute Lösung ist kaum in Sicht. Manche Fincabesitzer stellen Sicherheitsdienste ein, andere ziehen vor Gericht gegen Umwelltschutzorganisationen und Wandervereine die öffentlich dazu auffördern den Zugang zu Privatfincas zu erzwingen.

    Ich habe diese Entwicklung jahrzehntelang miterlebt und gesehen wie die Fincabesitzer - Mallorquiner - im Laufe der Zeit ihre Einstellung Wanderern gegenüber radikal geändert haben. Von der Einladung aller Wanderer zu warmen Kaffee und hausgemachtem Kräuterlikör "Hierbas" vor 40 Jahren bis zum "unfreundlichen, sofortigem Rausschmiss" heute ...... eigentlich schade, aber durch deren unverständliches Verhalten den Wanderern selbst zuzuschreiben.

    Mallorca Inside- Bernats Kolumne

  • Es schneit !
    BernatB Bernat

    Ha, ha, ha ... Witzbold! Heute soll die Schneefallgrenze bis zu 100 M (über Meeresspiegel) sinken ... kannst also den 'Bikini' ruhig zuhause lassen.

    Mallorca

  • MALLORCA INSIDE
    BernatB Bernat

    Die Mallorquiner (4)

    In 3 vorherigen Beiträgen hatte ich ja schon die verschiedenen Charaktereigenschaften, Einstellungen und Handlungsweisen der Mallorquiner angespochen. Hier noch einige Beispiele dieses Verhaltens (alles scheint sich darum zu drehen nie etwas "preiszugeben" ).

    Die Mallorquiner haben viele Leidenschaften und/oder Hobbies. Dazu gehören - unter anderen - das Fischen, Pilze suchen, hausgemachten Kräuterlikör ("Hierbas" ) herzustellen, Spanferkel zu braten, etc., etc.

    Kaum ein Mallorquiner wird seine 'Geheimnisse' preisgeben. Wenn ein Mallorquiner jemanden zum fischen (oder jagen) enlädt können zwei Situationen entstehen. 1) Der 'Gastgeber' fährt zu seinem normalen Fischrevier wo er immer gute Fänge macht. Die Fischer orientieren sich nach sogenannten "Señas" (Markierungen, Peilungen, Merkmale). Wenn der Gast, begeistert vom guten Fang, nach diesen 'Señas" fragt wird kein Mallorquiner diese 'Markierungen' weitergeben ... oftmals auch nicht vom Vater an den Sohn. Oder 2) Möglicherweise fährt der einladende Fischer in ein ganz anderes Gebiet um zu vermeiden dass man ihn nach den "Señas" fragt (an diesem Tag ist der Fang natürlich dementsprechend 'miess', man hat halt heute kein Glück). Beim Pilze suchen läuft das genau so ab.

    Seit ca. 25 Jahren mache ich meinen eigenen Kräuterlikor ("Hierbas" ). Jeder Mallorquiner benutzt zur Herstellung die selben 'Basiskräuter' ... aber dann geben die meisten ihre 'persönlichen' Zusatzkräuter/Zugaben dazu (das können bis über 20 verschiedene Zutaten sein). Seit einigen Jahren mache ich die "Hierbas" jedes Jahr (Ende Mai) zusammen mit einem guten Freund aus Esporles. Jahrelang brachte er immer seltene Kräuer/Pflanzen die man nicht kaufen kann und die nur an wenigen, bestimmten Orten wachsen (im Wald, an fast unzugängigen Stellen), wenige davon und zu befristeter Zeit) und "ohne die die Hierbas nicht gut werden". Nach der Frage wo er die denn finden/sammeln würde meinte er ich müsse das ja nicht wissen denn er bringe die ja jedes Jahr mit (heute betrachte ich es als besondere Ehre und Zeichen unserer Freundschaft dass er mir inzwischen gezeigt hat wo diese Kräuter wachsen).

    Zu guter letzt. Das beste Spanferkel der Insel macht ein alter Freund von mir (in einem mit Holz geheizten Ofen in einer Berghütte). Seit ca. 40 Jahren bringt er immer eine 'Tunke' mit mit der er alle 10/15 Minuten das bratende Spanferkel 'einreibt'. Das Rezept dieser 'Tunke' stammt von seinem Vater, der ihm früher immer diese 'Tunke' mitgegen hat aber ohne ihm zu verraten aus welchen Zutaten und in welchen Proportionen sie hergestellt wird. Der Vater hat seinem Sohn dieses Geheimnis quasi erst auf dem Sterbebett verraten.

    Mallorca Inside- Bernats Kolumne

  • Die neusten Hotels auf Mallorca
    BernatB Bernat

    IBEROSTAR Royal Cristina

    PABISA Orlando

    Anmerkung: in den letzten 3 Jahren wurden 27 der insgesmat 140 Hotels der Playa de Palma renoviert, davon wurden 13 Hotels von 3 zu 4 Sternen 'aufgemotzt (vorher gab es insgesamt 18 4-Sterne Häuser, jetzt 31).

    Mallorca

  • Es schneit !
    BernatB Bernat

    Wie Du weist, kann sich in 10 Tagen viel ändern. Ich bin momentan am putzen meiner Skistiefel. Die Schneeketten fúr den Wagen ich schon geölt.

    Mallorca

  • Es schneit !
    BernatB Bernat

    Heute morgen sind viele Dörfer "weiss" aufgewacht. Und nicht wegen der Mandelblüte. Valldemossa, Esporles, Alaró, Santa María, Consell, Galilea und andere Dörfer sind mit Schnee bedeckt. Die Temperatur in Palma heute morgen lag bei 1 Grad. Die Strasse zwischen Soller und Lluc wurde gesperrt. Ab morgen soll es noch kälter und "weisser" werden.

    Auch das ist Mallorca, und auch das ist sehenswert.

    "Weisse" Dörfer auf Mallorca

    Mallorca

  • MALLORCA INSIDE
    BernatB Bernat

    Fischfang - und Versteigerung

    In allen spanischen Häfen in denen es Fischerboote gibt, gibt es eine Fischbörse (Lonja de pescado). Der tägliche Fang geht von den Booten direkt zur Fischbörse und wird dort ausschliesslich an Grosshändler versteigert, und zwar in der Reihenfolge der Rückkehr der Boote in den Hafen. Die Reihenfolge in der die Boote morgens auslaufen wird in einem Rotationsverfahren festgelegt. Das ganze beruht auf einem sehr ausgeklügelten System mit dem man versucht allen Fischern gleich gerecht zu werden. Das Gesetz besagt dass ein Fischerboot maximal 12 Stunden/Tag fischen darf (die Tagesfischer benutzen Schleppnetze  für den 'normslen' Fang).

    Das ganze macht Sinn wenn man bedenkt dass:

    • je länger ein Boot fischt (schleppt), desto mehr Fisch fängt es (ergo: je früher es ausläuft desto bessere Chancen hat es länger zu fischen, deshalb die Verlosung der täglichen Auslauffolge)

    • je früher das Boot ausläuft, desto grössere Auswahl hat es die besten Fischgründe anzulaufen um mit dem schleppen anzufangen

    • je früher das Boot zurückkommt, desto kürzer war es 'draussen' am schleppen, aber hat bessere Chancen (durch die Reihenfolge der Versteigerung) den Fisch für gutes Geld ersteigern zu lassen. Die Reihenfogle der 3 ersten Vesrteigerungen wird ebenfalls festgelegt alle anderen Versteigerungen in Reihenfolge der Rückkehr der Boote

    Ganz wichtig, und deshalb zum Schluss: versteigert wird in umgekehrter Reihenfolge einer 'normalen' Versteigerung, dass heisst, von oben nach unten. Die Versteigerung fängt mit dem Höchstpreis an und geht nach unten und der erste der bietet bekommt den Zuschlag. Sollte der Preis einmal so tief sinken ohne dass jemand bietet dass man Angst hat den Preis zu 'verderben', bietet die Fischbörse selbst, zieht den Fisch aus dem Verkehr (der dann sofort an Abnehmer in anderen Orten geschickt wird) und hält so ein gewisses Preisniveau. Während der Versteigerung liegen die Kisten - mit Eis - auf einer grossen und langen Theke um die die Bieter herumstehen. Bis vor kurzem ging das ganze 'manuell' (ein Versteigerer mit Mikrofon, Zuschläge per kleiner Handbewegung der Steigerer). Heutzutage geht das alles elektronisch mit digitalen Anzeigetafeln und individuellen Fernbedienungen. Äusserst interessant, aber es sei denn man versteht das System und kennt sich gut aus sieht man sich den Spektakel an und versteht nur 'Bahnhof'.

    Nur zugelassene Grosshändler dürfen an der Versteigerung teilnehmen. Die Grosshändler haben normalerweise eine gewisse Vorstellung der Nachfrage der verschiedenen Fischarten und deren Menge. Sie wissen was die Einzelhändler bzw. die Restaurants/Kunden erwarten, aber auch was diese bereit sind zu bezahlen. Was sie nicht wissen ist, wie der Fang an einem bestimmten Tag aussieht, und wissen auch vorab nicht was versteigert werden wird. Der Fang hängt grossteils vom Wetter ab bzw. vom 'Glück' der Fischer. Sehen können die Anbieter jeweils nur das Angebot (die Kisten) die in diesem Moment auf der Theke liegen und versteigert werden. Die Ersteigerer wissen z. Bs. nicht ob von einer bestimmten Fischsorte an diesem Tag ein Überangebot besteht und Kisten nach Kisten aufgefahren werden, oder ob die Kisten die im Moment versteigert werden die einzigen der Sorte an diesem Tag sind. Das treibt automatisch die Preise in die Höhe.

    Man muss sich so eine Versteigerung einmal bildlich vorstellen. Ein Wahnsinnssystem ..... aber fast so alt wie die Fischerei selbst.

    Dazu kommt noch das System nach dem der Gewinn auf dem Boot verteiltt wird. Das Boot gehört einem Eigner der das Boot und die Netze zur Verfügung stellt. Die Besatzung/Fischer steuern ihre Arbeit bei. Die Instandhaltung, der Treibstoff, die Pflege und Reparatur sowohl des Boots selbst als auch der Netze und anderem Zubehör, die Verpflegung an Bord .. ausnahmslos alle Kostem werden vom Umsatz abgezogen und der 'Nettogewinn'  50/50 zwischen Bootseigner und Besatzung aufgeteilt. Der Teil des Gewinns der an die Besatzung verteilt wird, wird nach einem Punktsystem aufgeteilt. Z. Bs.: der Kapitän bekommt 3 Punkte, der/die Fangchefs 2 Punkte, das einfache Besatzungsmitglied und der Koch jeweils 1 Punkt.

    So wird gewährleistet dass alle daran interessiert sind alle Kosten so niedrig wie möglich zu halten, das Material zu schonen, nicht auf die Arbeitsstunden zu achten, etc., etc.. Wie gesagt, ein extrem ausgeklügeltes System das funktioniert.

    (Demnächst mehr über "frischen Fisch" und dessen Preis)

    Mallorca Inside- Bernats Kolumne

  • MALLORCA INSIDE
    BernatB Bernat

    Schmuggel auf Mallorca (1)

    "Schmuggel wurde nicht von Mafias organisiert, denn es gab keine 'Familien'", sagt der mallorquinische Geschichtsforscher Pere Ferrer Guasp aus Alaró.

    Es ist allgemein bekannt dass Schmuggel auf Mallorca Mitte des letzten Jahrhunderts ein extrem erträgliches 'Geschaft' war und viele Leute sehr reich gemacht hat (einige der bekannten Schmuggler investierten dann in der Touristikbranche, andere zu Eignern von Hotels, ganzen Hotelketten oder Busunternehmen).

    Geschmuggelt wurden vor allem Zigaretten, aber auch Waren wie Kaffee, Haushaltsgeräte, etc., etc.. Schmuggelware wurde entlang der gesamten mallorquinischen Küste an Land gebracht, Schwerpunkte waren die Buchten sowohl der Ost- als auch der Westküste. Auf der ganzen Insel gab es keine Bar oder kein Hotel in der/dem man keine geschmuggelten Zigaretten kaufen konnte. Die gängigsten Marken ware CHESTERFIELD, MARLBORO und WINSTON. Im nachhinein verstehe ich auch heute noch nicht wie damals die offiziellen Tabakläden überleben konnten.

    Schmuggeln war ein "Kavaliersdelikt". Die hauptsächlich verantwortliche Polizei für den Kampf gegen die Schmuggler war die GUARDIA CIVIL (zwar "Zivilgarde" genannt, aber ein Militärskörper). Auf Mallorca gab es ganz bekannte Schmuggler, die grösseren 'erlaubten' den kleineren den Handel (oder belieferten sie direkt selbst). Die GUARDIA CIVIRL schaute überwiegend "in die andere Richtung" bzw. waren am Schmuggel auf kleiner Ebene selbst beteiligt. Ab und zu wurden "grosse Fänge" zwischen der GUARDIA CIVIL und dem betroffenen Schmuggler 'ausgehandelt'. (Man einigte sich darauf dass an einem bestimmten Tag, meistens mitten in der Nacht, ein  paar Lastwagen 'voller' Schmuggelware' entweder auf der Strasse angehalten oder Schmuggler direkt beim entladen eines Bootes in einer Bucht auf frischer Tat erwischt wurden. ´Bedauerlicherweise' wurde immer nur eine kleine Ladung erwischt und die Schmuggler (natürlich nur die Handlanger) konnten immer ausnahmslos 'entkommen'.

    Im Jahr 1968 war ich Barchef des ersten und einzigsten Hotels in Cales de Mallorca. Zusammen mit dem Trinkgeld war der Verkauf von geschmuggelten Zigaretten eine gute, zusätzliche Einkommensquelle. Deshalb war vor Saisonbeginn einer meiner ersten Fragen an die ortsansässigen Arbeitskollegen: "wo komme ich hier zu Zigaretten"? Alle wussten bescheid. kaufen konnte man die Schmuggelware in einer Kneipe - CAN GUSTÏ - an der Hauptstrasse zwischen Porto Colom und Porto Cristo. Akls ich dort vorbeischauen wollte sah ich dass in einigen Räumlichkeiten dieses Lokals eine Aussenstelle der GUARDIA CIVIL untergebracht war.

    Stocksauer fuhr ich zum Hotel zurúck. Meine Kollegen hatten mich wohl verar...t? Als ich sie zur Rede stellte klärten sie mich auf dass alles 'mit rechten Dingen zuging', die GUARDIA CIVIL bescheid wusste über den Verkauf von geschmuggelten Zigaretten in C'AN GUSTÍ und dass ich problemlos dorthin zurúckgehen konnte um Zigaretten zu erstehen. Gesagt, getan. Während der Chef von C'AN GUSTÏ säckeweise duzende Zigarettenkartons verschiedener Marken auf den Boden leerte so dass ich aussuchen konnte was ich wollte, liefen verschieden Male GUARDIA CIVILS in Uniform durch den selben Raum und schmunzelten (während mir erst einmal de Atem stockte).

    Kein Wunder dass damals schon viele der GUARDIA CIVILS Autos wie den SEAT 850 COUPË (damals ein heisser Flitzer) fuhren, während ein normal Sterblicher ein Jahr auf die Lieferung eines SEAT 600 warten musste.

    (Demnächst ein weiterer Beitrag über Schmuggel auf Mallorca, einschliesslich ein kleines "who is who" der Schmuggler)

    Mallorca Inside- Bernats Kolumne
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