Danke Bine!
Fahrt ruhig alle nach Page, ich war auch schon zweimal dort, zuletzt im Juni 2015.
Das ganze Gebiet um Page herum ist eine einzige Geldschneiderei. Und wenn die Attraktionen von Navajos betrieben werden, potenziert sich diese Aussage noch einmal deutlich.
Ich bringe mal ein paar Beispiele aus der Gegend:
Die Marinas nehmen als Eintritt 20 $ pro Fahrzeug, nur zum Hinfahren. Nirgends steht, dass der Jahres-Nationalpark-Pass dort akzeptiert wird. Hätte ich nicht im Visitor-Center gezielt gefragt, hätte ich bezahlt.
Die Navajos bieten zwar zu dem unbeliebteren Lower Antelope Canyon alle zwanzig Minuten Touren zu Fuß an (nur über Metall-Leitern zu erreichen), zu dem beliebten, ebenerdigen Upper Antelope Canyon muss man aber eine Jeep-Tour vorab buchen (im Sommer oft Tage im voraus ausgebucht), die bei 50 $ beginnt. Und der ganze Zirkus, um eine Art Klamm ohne Wasser zu besuchen, die nur 400 m lang ist!
Die absolut billigste Bootstour zum Antelope Canyon (dem überfuteten Teil) beginnt bei 38 $ pro Person (zuzüglich Marina-Eintritt) und dauert eine knappe Stunde. Nach oben hin werden schwindelerregende Höhen für die einfachen "Dampferfahrten" erreicht.
Den (kostenlosen) Horseshoe Bend kann man nur genießen, wenn man sich direkt an die Felskante stellt, von der aus es 300 m steil hinab geht. Dort gibt es keinerlei Geländer oder gar eine Aussichtsplattform. Komisch, dass das keiner schreibt, obwohl die meisten Touris nicht so mutig sind.
Nett ist aber der Glen Canyon Staudamm.
Insgesamt würde ich um Page zukünftig immer einen möglichst großen Bogen machen. Money for nothing.
Und wenn man das Kohlekraftwerk der Navajos in dieser herrlichen Gegend sieht, versteht man, welch innere Naturverbundenheit die Indianer noch immer bewahren.