Also ich drück mich jetzt einmal ganz naiv aus:
Jemand, der eine Reise in ein offensichtlich nicht touristisch eingerichtetes Land oder eine Region unternimmt bzw. in ein Land reist, das in bürgerkriegsähnlichen oder Nachkriegs-Zuständen sich befindet, sollte entweder
a) eine entsprechende Versicherung für Bergung abschließen
b) oder im Fall einer Bergung / Befreiung die Kosten im nachhinein vorgeschrieben bekommen
Vor zwei Jahren waren Österreicher und Deutsche in Libyen in Geiselhaft und wurden befreit. Eine Sondermaschine der Lauda air brachte die Österreicher zunächst nach Wien und dann weiter nach Salzburg (wo ein Bus, übrigens von unserem Unternehmen, die Personen weiter transportierte - wir haben allerdings für diesen Transport nichts verrechnet!).
So, nun meine ich, diese Leute haben sich bewußt in gefährliche Gebiete begeben, weil sie ein Abenteuer suchten - zwar das Abenteuer Natur, aber es endete halt anders. Sie sollten auch die Kosten für die Befreiungsaktion, den Lauda Flug usw. tragen.
Heute, zwei Jahre danach, tingeln sie mit ihren Erlebnissen vielleicht in der Welt herum, schreiben vielleicht ein Buch, machen - vielleicht - auch noch Geld damit. Sei ihnen alles unbenommen, aber sie sollten dann auch die Kosten für ihr Abenteuer bezahlen.
Das ist die eine Seite. Unternimmt nun jemand eine Reise "ganz normal" und kommt ohne Eigenschuld trotzdem in eine missliche Lage, wäre ich trotzdem der Meinung, zumindest einen (symbolischen) Teil der Kosten sollten diese Personen übernehmen.
Brennt das Haus ab und man hat keine Versicherung, bleibt man auf den Wiederaufbaukosten sitzen.
Hat man einen Unfall mit Fahrerflucht und hat keine Vollkasko, bleibt man auf den Kosten sitzen.
Begibt man sich leichtfertig mit Halbschuhen in Hochgebirgsregionen und muss mit Helikopter geborgen werden, bleibt der Steuerzahlen auf den Kosten sitzen.
Das ist nicht ganz in Ordnung so.
Gruß
Peter
PS: danke für die Erklärung von Groschen, die ich noch nicht kannte