JA - bei uns war's in den Achtziger Jahren an der Cote d'Azur tatsächlich das Auto! Offensichtlich lag man in Strandnähe, als wir zum Parken hinfuhren, schon auf der Lauer. Dazu kamen vielleicht noch unsere "typischen Handbewegungen", d.h. Wertsachen unter den Sitz schieben (schließlich will man am Strand ja nicht beklaut werden ...
) Unser Auto stand also mit vielen anderen in langer Parkreihe, keine 300 m von uns entfernt. Zuerst will man ja nicht glauben, dass es weg ist, und sucht alles ab. Schließlich erstatteten wir Anzeige bei der Polizei, wobei wir zum Glück durch unseren Hotelmanager unterstützt wurden. Wie will man mit mageren Französischkenntnissen alle im Auto befindlichen Gegenstände beschreiben - Portemonnaie und Parapluie fällt einem ja noch ein - aber sonst? Na ja, nach dem ersten Schock machte sich bei meinem (Ex-) Mann sogar Begeisterung breit, war das Auto doch bestens vollkaskoversichert und gedanklich schon das neueste Modell in Sichtweite... Allerdings: nach 3 Tagen kam ein Anruf ins Hotel: Das Fahrzeug war mit anderen in einer Schlucht gefunden worden und man war einer Bande - wohl spezialisiert auf BMW - auf der Spur. In unserem Wagen befanden sich dann Sachen, die gar nicht uns gehörten, umgekehrt konnten wir auf der Polizeistation Teile unseres Eigentums identifizieren, die man aus anderen sichergestellten Fahrzeugen geholt hatte. Das Bargeld war natürlich weg, vom Betrag her aber noch zu verschmerzen. Zum Glück hatte man kein Interesse an unseren Papieren gehabt.
Letzten Endes waren wir heilfroh, die Heimfahrt nach einer Notreparatur des Zündschlosses (bis dahin mussten wir selbst kurzschließen!) antreten zu können. Papa, Mama, 2 Kinder, Oma + Gepäck - wäre per Bahn doch sehr stressig geworden.
LG Brigitte