Hallo Ninaellen,
danke für die zusätzlichen Eckdaten zu eurer im August 2010 geplanten Rundreise. Jetzt lichtet sich der Nebel und es werden präzisere Antworten/Anregungen möglich.
Ich beginne gleich mit eurer Reisezeit, die natürlich für Südafrika nicht optimal ist. Vermutlich werdet ihr wegen der Ferienzeit keine Alternative haben .. aber ihr müsst euch auf kühle und teilweise auch regnerische Tage einstellen. In jedem Fall solltet ihr euren Reisetermin so spät wie nur irgend möglich legen.
Pretoria ist ebenfalls nicht unbedingt die Region, in der man besonders gern Urlaub macht. Als Tourist kann man sich hier - wenn überhaupt - nur bei Tageslicht unbehelligt bewegen. In eurem Fall mag es ein wenig anders sein, wenn ihr mit Leuten unterwegs seid, die dort leben. Dennoch würde ich für den Einzugsbereich um Johannesburg herum nur wenige Tage einplanen. Da die meisten preiswerten Flugverbindungen von Deutschland aus ohnehin über J'burg gehen, sind mit diesem Abstecher wenigstens keine größeren Zusatzkosten verbunden.
Mir persönlich wären 3 Wochen Südafrika zu lang. Ich würde daher eine Kombi-Reise empfehlen und Südafrika mit Namibia verbinden. Dann hättet ihr die Chance, all eure Interessen unter einen Hut zu bringen und viele völlig unterschiedliche Regionen zu entdecken, dabei abwechslungsreiche Landschaften, die umfangreiche Tierwelt, aber eben auch unterschiedliche Kulturen zu erleben.
Wenn ihr euch mit dieser Idee grundsätzlich anfreunden könnt, dann solltet ihr von J'burg nach Port Elizabeth fliegen und dort mit eurer eigentlichen Mietwagen-Rundreise beginnen. Über die wunderschöne Garden Route gelangt man - mit einem Abstecher in das Klein Caroo-Gebiet (Oudtshoorn) - nach Kapstadt. Neben einer Stadtbesichtigung (2 - max. 3 Tage) sind eine Tagesfahrt zum Kap und ein Ausflug in die Weinregion empfehlenswert.
Von Kapstadt aus würde ich dann nach Windhoek fliegen und dort ein neues, etwas höher gelegtes Auto (es muss kein Allradfahrzeug sein) übernehmen. Über Swakopmund (hier bietet sich ein sehr beeindruckender Rundflug über die Namib Wüste, das Dünengebiet um Sossusvlei und die Atlantik Küste an) erreicht man dann den Etosha NP, wo ihr nach meiner Auffassung die wilden Tier - natürlich mit ein bisschen Glück auch die big five - am besten beobachten könnt. In dieser Region ist das Wetter im August auch schon etwas beständiger und es ist spürbar wärmer. Den Rückflug würde ich von Windhoek aus direkt oder aber wieder über J-burg antreten.
So, das wäre meine erste Anregung. Wenn die Kombination mit Namibia nicht in Betracht kommt, müssten die Tierbeobachtungen im Krüger NP und/oder eventuell in den benachbarten, meist privat geführten Reservaten (z.B. "Sibuya Game Reserve", "Sabi Sabi" oder "Hluhluwe Reserve") stattfinden.
Ich denke, ihr habt zunächst einmal Stoff für Grundsatzdiskussionen!
Anschließend stehe ich euch sehr gern bei weiteren Fragen mit Tipps und Anregungen zur Verfügung.
Viele Grüße von der Nordseeküste
Andreas